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Veröffentlicht am 13.05.2025

Danke für dieses Buch!

Das Herz kennt keine Demenz
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Demenz und Pflegebedürftigkeit betreffen immer mehr Menschen in unserer Gesellschaft, Doch scheinen die Berührungsängste hier so groß zu sein, dass nicht nur nach wie vor viel zu wenig über diese Themen ...

Demenz und Pflegebedürftigkeit betreffen immer mehr Menschen in unserer Gesellschaft, Doch scheinen die Berührungsängste hier so groß zu sein, dass nicht nur nach wie vor viel zu wenig über diese Themen gesprochen wird, sondern viel schlimmer noch, unsere Ältesten dadurch an den Rand unserer Gesellschaft verbannt werden. Wie kann das sein, wo uns doch ALLEN klar sein dürfte, dass auch wir auf kurz oder lang und in irgendeiner Weise betroffen sein werden! Von herrschendem Mangel, Versäumnissen und fehlender Transparenz einmal ganz abgesehen.

In seinem Buch „Das Herz kennt keine Demenz“ nähert sich der passionierte Altenpfleger Jim Ayag genau diesen Themen mit sehr viel Einfühlungsvermögen, noch mehr Begeisterung und ebenso viel Respekt. In seinem persönlichen und locker geschriebenem Erfahrungsbericht beschreibt er nicht nur seinen bemerkenswerten Werdegang - vom Alltagshelfer zum Altenpfleger und den weiteren Weg die Karriereleiter hinauf - sondern klärt nebenbei auch über einzelne Abläufe und Zuständigkeiten in Pflegeheimen auf, die vielen gar nicht so bekannt sein dürften. Immer wieder aufgelockert wird sein Bericht durch Passagen mit beispielhaften Alltagssituationen, für die er Frau Tippelkamp, stellvertretend für demenzkranke Heimbewohner, erfindet. Hier beschreibt er einerseits humorvoll, andererseits ebenso lehrreich und nachdenklich stimmend, seine persönlichen Erlebnisse mit Demenzkranken und sensibilisiert den Leser, auf absolut sympathische Art und Weise, für derenÄngste und Nöte,

Mir persönlich ist dieses Buch genau zur richtigen Zeit und wie ein Geschenk in die Hände gefallen, da sich vor Kurzem der Gesundheitszustand und insbesondere die Demenz meiner Großeltern so rapide und schlagartig verschlechtert hat, dass ich sie auch kurzfristig in einem Pflegeheim unterbringen musste. Ich war total überfordert und in meinem Inneren wütete eine Mischung aus Kummer, Angst, Unwissenheit, den üblichen Vorurteilen und ein wahnsinnig schlechtes Gewissen - ja sogar schlimme Schuldgefühle, hatte ich die Beiden doch die letzten Jahre gepflegt und nun, meinem Empfinden nach, „abgeschoben“. Ich hatte von den Zuständigkeiten und Abläufen in einem Pflegeheim nicht die leiseste Ahnung! Doch zeitgleich hatte ich eben dieses Buch gelesen, was mir ein wenig aus meiner Unsicherheit hinaus half - denn so wusste ich z.B. schon einmal, dass ich mich mit Omas Biografie an den Sozialen Dienst wenden musste und konnte da gezielt die Alltagshelfer ansprechen. Darüber hinaus wurden mir auch, die Demenz betreffend, viele Dinge einfach klarer - ich wusste dass „spiegeln“ in manchen Situationen das A und O ist und warum bunte Waldmeistergetränke im Aufenthaltsraum standen. Kurz: Ich konnte so einige Parallelen ziehen und fühlte mich nicht mehr ganz so hilflos.

Ein wundervolles und absolut lesenswertes Buch, welches sich einem ernsten Thema mit sehr viel Leichtigkeit nähert. Jim Ayag schreibt so liebevoll und mit solch einer greifbaren Begeisterung, dass diese geradezu auf mich übergesprungen ist und mich motiviert hat, nicht nur meine Scheu abzulegen und mich ausführlicher mit dem Thema Demenz auseinandersetzen, sondern auch über einen Betreuungsschein nachzudenken. Vielen Dank!

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Veröffentlicht am 13.05.2025

What the River knows - Meine klare Empfehlung!

Geheimnisse des Nil, Band 1 - What the River Knows
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Buenos Aires im Jahr 1884. Ein Unheil verkündender Brief aus Ägypten. Die 19 jährige Inez, die ihre Eltern auf deren Reisen nach Ägypten nicht begleiten durfte, erhält von ihrem Onkel Ricardo die Nachricht ...

Buenos Aires im Jahr 1884. Ein Unheil verkündender Brief aus Ägypten. Die 19 jährige Inez, die ihre Eltern auf deren Reisen nach Ägypten nicht begleiten durfte, erhält von ihrem Onkel Ricardo die Nachricht vom Tod ihrer Eltern. Kurzerhand beschließt sie auf eigene Faust nach Ägypten zu reisen, um mehr über das mysteriöse Verschwinden ihrer Eltern herauszufinden. Für Inez der Beginn eines spannenden Abenteuers voller Herausforderungen. Nicht nur, dass Inez im Land der Pharaonen nicht erwünscht ist, so ist sie plötzlich auch unerwarteten Gefahren ausgesetzt und mit einer aufflammenden alten Magie konfrontiert, die ihr zeitweise geradezu den Atem raubt. Ihr Ziel jedoch verliert sie dabei nie aus den Augen - sie muss herausfinden was genau mit ihren Eltern geschehen ist und was es mit ihrem Tod auf sich hat. Dazu jedoch, gilt es zunächst das Geheimnis um ihren kuriosen, vielleicht sogar gefährlichen, Onkel Ricardo zu lüften und natürlich das Rätsel um seinen überaus gutaussehenden und charismatischen Gehilfen Whit zu lösen.

Hätte mich nicht schon die interessante, im historischen Ägypten spielende Story zum Kauf des Buches „What the River knows - Geheimnisse des Nil“ von Isabel Ibañez bewogen, so hätte das wunderschöne, hochwertig mattschwarz-gummierte Cover samt Farbschnitt sein Übriges getan.
Gleich auf den ersten Seiten habe ich die Chronik Ägyptens inkl. Zeichnung positiv zur Kenntnis genommen, erst einmal studiert und gegoogelt - man möchte ja schließlich vorbereitet sein auf das was da kommt Allerdings muss ich zugeben, dass ich wegen der spanischen Elemente im Text (Begriffe, Kapitel-Überschriften etc.), dann doch erst einmal etwas skeptisch war. Auch konnte ich mich zu Anfang nicht recht entscheiden, ob ich Inez und das Ganze drum herum nun mochte oder nicht. Doch dann ging alles ganz schnell. Plötzlich war ich mittendrin. Die wundervolle Schreibweise von Isabel Ibañez hat mich einfach überrumpelt, gecatcht und in ihren Bann gezogen. Sowohl Text, als auch Dialoge sind nicht nur sehr angenehm und flüssig zu lesen, sondern machen einfach Freude, weil sie so erfrischend und lebendig sind. Ebenso die stimmungsvollen und bildgewaltigen Beschreibungen der Schauplätze und natürlich der außergewöhnlichen Charaktere, von denen man nie weiß, was man denn nun eigentlich von ihnen halten soll. Nahm ich also fortan das Buch zur Hand, so fühlte, zitterte und ärgerte ich mich mit Inez und konnte mir das historische Ägypten nicht nur lebendig vorstellen, sondern sogar riechen!
Und dann das Ende. Was soll ich sagen, ich MUSS einfach wissen wie es weitergeht, daher wurde die Fortsetzung, zeitgleich mit der Beendigung der letzten Seite sofort vorbestellt

Alles in Allem eine wundervoll geschriebene, spannende und mitreißende Geschichte mit einer starken Hauptprotagonistin. Sowohl die Figuren, als auch die Schauplätze sind einzigartig und von der Autorin ebenso beschrieben. Von unerwarteten Wendungen bis hin zu einer zarten Liebesgeschichte, die mich sehr unterhalten und gerührt hat, ist alles mit dabei und sorgt durchweg für Spannung und Lesespaß. Für mich nicht nur lesenswert, sondern ein absolutes Highlight!

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Veröffentlicht am 13.05.2025

Schaffen wir es innezuhalten?

Das Parlament der Natur
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Durch unseren überheblichen, nicht nachhaltigen Umgang mit der Natur stoßen wir mittlerweile hart an unsere Grenzen. „Die hemmungslose Ausbeutung der Natur und der Menschen ist eine Sackgasse“. Und doch ...

Durch unseren überheblichen, nicht nachhaltigen Umgang mit der Natur stoßen wir mittlerweile hart an unsere Grenzen. „Die hemmungslose Ausbeutung der Natur und der Menschen ist eine Sackgasse“. Und doch wird weiterhin ignoriert, was eigentlich längst jeder weiß - die von uns geplünderten Ressourcen der Natur sind endlich! In dem Buch ”Das Parlament der Natur” beschäftigen sich nun Sarah Darwin (Ururenkelin von Charles Darwin), sowie ihr Ehemann Johannes Vogel (Generaldirektor des Berliner Naturkundemuseums), in einem ungezwungenen Gespräch, mit Journalist Boris Herrmann von der Süddeutschen Zeitung, mit diesem und vielen anderen, wichtigen Themen. In Form eines Interviews gehen die Experten, für jedermann verständlich, wichtigen Fragen in Sachen Natur, Umweltschutz und Politik nach und erklären unter anderem, warum sie Naturkundemuseen als Schlüssel zur Rettung der Menschheit sehen.

Laut Boris Herrmann soll das Buch als „eine Einladung zu einer Entdeckungsreise in verborgene Welten der Vergangenheit“ verstanden werden und genau das habe ich getan. Ich habe mich auf diese Reise eingelassen und so unglaublich viel gelernt! Nun verstehe ich, warum uns Exponate aus einem Museum dabei helfen Vorhersagen zu treffen und auch Entwicklungen zu beschreiben. Auch finde ich die Aussage, dass Naturkundemuseen ein Schlüssel zur Rettung der Menschheit seien und ein Ort der politischen Debatte um die Zukunft der Erde sein sollten, nicht mehr so abwegig.

Da das Buch, mit seinem Interview-Stil, eher an ein lockeres Gespräch unter Freunden - von denen eben nicht jeder ein Experte in Sachen Naturwissenschaften ist - erinnert, sind die Inhalte einfach zu verstehen und auch nachzuvollziehen. Dabei sind die Drei auch noch wahnsinnig sympathisch und natürlich in ihrer Art. Auch die besprochenen Themen sind dadurch unheimlich vielseitig und breit gefächert. Wie sagt man so schön… man kommt von von Höcksken auf Stöksken. Auf sehr ungezwungene und unkonventionelle Art, schafft dieses Buch es wirklich komplexe Themen rund um Natur, Umweltschutz und Politik anschaulich darzulegen und begreiflich zu machen.

Doch nicht nur inhaltlich komme ich aus dem Schwärmen nicht mehr heraus, denn auch die Optik ist wunderschön. Das Cover ist ein wahrer Eyecatcher, das Buch insgesamt sehr hochwertig verarbeitet und konzipiert. Das gesamte Layout ist sehr ansprechend und übersichtlich gestaltet. Die dezenten Illustrationen und die vielen, aussagekräftigen Fotos, von denen ich teilweise meinen Blick gar nicht mehr abwenden konnte, bereiten beim lesen noch zusätzliche Freude und werten das Buch insgesamt auch nochmal auf. Davon abgesehen, ist es mir nun ein dringendes Anliegen dem Berliner Naturkundemuseum schnellstmöglich einen Besuch abzustatten

Fazit: Innen wie Außen ein absolut hochwertiges und interessantes Buch, in dem schlussendlich eine sehr wichtige Botschaft vermittelt wird, nämlich dass unser höchstes Bestreben darin liegen sollte, „das zu schützen was wir noch haben und wiederherstellen, was schon zerstört wurde“. Ich hoffe, dass diese Botschaft viele Menschen erreicht und an den richtigen Stellen ankommt. Ich jedenfalls spreche meine absolute Leseempfehlung aus!

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Veröffentlicht am 13.05.2025

Wenn Spannung ohne Action auskommt

Der Gott des Waldes
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Liz Moore nimmt uns in ihrem Buch „Der Gott des Waldes“ mit ins Jahr 1975. Es ist August. In einem Sommercamp, inmitten der nordamerikanischen Adirondack Mountains, verschwindet die 13-jährige Barbara. ...

Liz Moore nimmt uns in ihrem Buch „Der Gott des Waldes“ mit ins Jahr 1975. Es ist August. In einem Sommercamp, inmitten der nordamerikanischen Adirondack Mountains, verschwindet die 13-jährige Barbara. Es beginnt eine großangelegte, verzweifelte Suche nach dem vermissten Mädchen, die das Leben einiger Menschen für immer verändern wird. Barbara ist nicht irgendein Mädchen und Barbara ist auch nicht das erste Kind der wohlhabenden Familie van Laar, das hier verschwindet - bereits 14 Jahre zuvor galt eine ebenso große Suchaktion ihrem, unter mysteriösen Umständen verschwundenen, Bruder Bear, der bis heute nicht wieder aufgetaucht ist.

Die Geschichte ist nicht einfach nur spannend, sondern ebenso tiefgründig und gesellschaftskritisch, da sie nicht nur die damaligen Unterschiede zwischen Mann und Frau aufzeigt, sondern auch vom amerikanischen Geldadel erzählt und den Unterschieden, sowie Ungerechtigkeiten zwischen arm und reich. Dabei sind die unterschiedlichen Charaktere, angefangen bei Judyta, einer der ersten weiblichen Kriminalbeamtinnen des Staates, über Alice, Barbaras und Bears Mutter, bis hin zu Louise, der jungen Campbetreuerin aus schwierigen Verhältnissen, unglaublich gut und greifbar ausgearbeitet und beschrieben. Auch die Beschreibung des Settings ist unglaublich fesselnd, ich konnte die dichten Wälder geradezu riechen und habe mich mit jeder Seite mehr in die Adirondack Mountains geschlagen, war von Anfang an mittendrin und motiviert nebenher erstmal ausgiebig zu googeln. Jetzt weiß ich sogar wie ein Adirondack-Stuhl ausschaut!

Neben den vielen Wendungen - ich habe im Verlauf des Buches vermutlich jeden irgendwann einmal verdächtigt - hat mir jedoch der „gestückelte“ Schreibstil und die Aufteilung der einzelnen Kapitel ganz besonders gut gefallen. Das „Hier und Jetzt“ im Jahr 1975, das sich über die Monate Juni bis August erstreckt, wird immer wieder von Rückblicken in die 1950er Jahre, sowie in das Jahr 1961 und 1963 unterbrochen. Obendrein kommt es zu ständigen Perspektivwechseln, so dass die Geschichte aus verschiedenen Sichtweisen erzählt wird. Was lesetechnisch kompliziert klingt, wird von der Autorin jedoch praktisch und überschaubar mit einer Art Zeitleiste unter den einzelnen Kapitel-Überschriften gelöst, so dass man wirklich nie den Überblick verliert und den Zusammenhängen problemlos folgen kann. Diese Art der Schreibweise erzeugt eine gute Portion zusätzliche Spannung. Von den zweierlei offenen und quälenden Fragen - was ist mit Bear passiert und wo ist Barbara - einmal abgesehen, möchte man durch den Schreibstil einfach unentwegt wissen, wie es denn nun an der einen Stelle, mit der jeweiligen Person weitergeht. Bei mir hat es jedenfalls den „nur noch ein weiteres Kapitel“ Suchtfaktor ausgelöst.

Fazit: Obwohl die Geschichte ohne actionreiche Handlungen und blutrünstige Szenen auskommt, ist sie einfach unsagbar spannend und hat es immer wieder geschafft, mich in ihren Bann zu ziehen. Das Buch ist ein absolut atmosphärisches Highlight mit gelungenen Wendungen und überraschendem Ende. Was will man mehr - für mich eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 13.05.2025

Selbstregulation ist alles! Bei Hund … und Mensch!

Frust lass nach!
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Selbstregulation ist nicht nur „die höchste Form der Freiheit“ sondern eben auch - was viele entweder unterschätzen oder nicht wissen - eine Charaktereigenschaft, ebenso wie die Frustrationstoleranz. In ...

Selbstregulation ist nicht nur „die höchste Form der Freiheit“ sondern eben auch - was viele entweder unterschätzen oder nicht wissen - eine Charaktereigenschaft, ebenso wie die Frustrationstoleranz. In ihrem Buch „Frust lass nach!“ informiert Maren Grote was es mit Resilienz, Frustrationstoleranz und Impulskontrolle auf sich hat und wie diese zusammenhängen. Mit praxisnahen Übungen, Anleitungen und Erklärungen begleitet sie Hund und Mensch, Schritt für Schritt, in einen entspannten Alltag.

Zunächst einmal gefällt mir an dem Buch sehr, dass es nicht nur plump mit irgendwelchen Übungen zu den Themen Frustrationstoleranz und Impulskontrolle daher kommt, die es dann - ohne wirklich verstanden zu haben worum es geht - einfach nur nachzumachen gilt. Vielmehr legt Maren Grote Wert darauf Fachwissen zu vermitteln, d.h. dem Leser/Hundebesitzer auch die Hintergründe, einschließlich das Wesens des Hundes zu erklären. Ich denke, nur wenn Mensch „versteht“, kann es hinterher auch mit den Übungen und dem Training klappen. Grundsätzlich gefällt mir sehr gut, dass sie nicht nur auf Hund, sondern eben auch auf Mensch eingeht, wie z.B. mit der Übersicht über die verschiedenen menschlichen & hündischen Frusttypen, die sicherlich hilfreich dazu beitragen kann, überhaupt eine realistische Einschätzung vorzunehmen.

Der Inhalt ist leicht verständlich, übersichtlich gestaltet und baut thematisch aufeinander auf (dem Frust und der Frustrationstoleranz folgen die Selbstregulation und Impulskontrolle). Nach der jeweiligen Wissensvermittlung ( z.B. Was ist überhaupt Frust?), werden weiterführende Fragen, aber auch Vorurteile angesprochen und geklärt, bis dann schließlich die Übungen folgen. Diese sind, einschließlich des Übungsaufbaus, sehr anschaulich und ausführlich beschrieben. Erwähnenswert sind auch die vielen hochwertigen Fotos, die nicht nur überaus ansprechend und auflockernd sind, sondern an vielen Stellen auch echt hilfreich.

Fazit: Wie bei jedem Hunde-Übungsbuch gilt natürlich auch hier: Lesen alleine reicht nicht (es sei denn man möchte ausschließlich schlauer werden)! Denn ohne Fleiß und ständiger Wiederholung, auch hier, kein Preis! Doch ich hoffe, das ist vorab jedem klar.

Darüber hinaus habe ich das Buch als sehr sympathisch (nicht mit erhobenem Zeigefinger belehrend), hilfreich, vor Allem aber als wahnsinnig interessant und informativ empfunden! Es gibt in Sachen Frust und Co. so viel über Mensch und Hund zu lernen, dass ich mir wünschte, dieses Buch würden mehr Menschen lesen, bevor sie dumm und unwissend herumklugscheissern Die Übungen sind nicht nur praxisorientiert, sonder auch absolut alltagstauglich und leicht umsetzbar, auch für Menschen ohne Erfahrung.

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