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Veröffentlicht am 14.06.2025

Koinamens

Die Sprache der Drachen
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In einem alternativen Britannien der 1920iger Jahre leben Drachen und Menschen zusammen - allerdings nicht halb so gleichberechtigt, wie es die Regierung behauptet. Die Menschen sind in einem 3-Klassensystem ...

In einem alternativen Britannien der 1920iger Jahre leben Drachen und Menschen zusammen - allerdings nicht halb so gleichberechtigt, wie es die Regierung behauptet. Die Menschen sind in einem 3-Klassensystem gefangen und viel zu sagen haben die Drachen nicht, obwohl sie ihre eigenen Sprachen haben. Es kommt zu Unruhen und es bilden sich Koalitionen zum Sturz der Regierung. Viv Featherswallow ist eine talentierte Übersetzerin aus Menschen- und Drachensprachen. Als ihre Eltern des Umsturzes angeklagt werden und ihnen die Todesstrafe droht, ist sie bereit, einen geheimen Kommunikationsweg der Drachen zu erforschen, um ihnen das Leben zu retten. Doch je mehr sie über diese Sprache lernt, desto mehr begreift sie, dass nicht die Drachen der Feind sind und auch nicht die Rebellen ...

Die Geschichte hat es schnell geschafft, mich in die Handlung zu ziehen, wobei ich zugeben muss, dass es nicht unbedingt an Viv lag. Sie war mir nicht wirklich sympathisch, allerdings habe ich ihre Motivation durchaus verstanden. Das Problem bei ihr war eher, dass sie ständig im selben Gedankenkreisel gefangen war: Ich muss die Drachen und die Rebellen verraten, nein, das darf ich nicht, aber ich muss, nein, doch nicht ... Mir ist natürlich klar, dass eine 17jährigen da in einem absoluten Dilemma steckt, das sie überfordert, aber ich hätte mir doch ein bisschen mehr Entwicklung der Protagonistin gewünscht. Sehr gut hingegen haben mir die Parallelen zur heutigen Politik gefallen, aber auch einige Nebencharaktere, die mich mehr überzeugen konnten als Viv selbst. Auch wurde für genügend dramatische Verwicklungen gesorgt, sodass das Buch durchaus spannend und wendungsreich war und die Liebesgeschichte blieb so dezent, dass ich kein einziges Mal mit den Augen rollen musste - absoluter Pluspunkt! Auf jeden Fall wäre ich einer Fortsetzung nicht abgeneigt.

Veröffentlicht am 27.05.2025

Echo Ridge

Two can keep a secret
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Nachdem ihre unzuverlässige Mutter einen Unfall hatte und für einige Monate in eine Rehaklinik eingeliefert wird, müssen die Zwillinge Ellery und Ezra zu ihrer unbekannten Großmutter nach Echo Ridge ziehen. ...

Nachdem ihre unzuverlässige Mutter einen Unfall hatte und für einige Monate in eine Rehaklinik eingeliefert wird, müssen die Zwillinge Ellery und Ezra zu ihrer unbekannten Großmutter nach Echo Ridge ziehen. Ihre Mutter hat um ihren Heimatort immer einen großen Bogen geschlagen. Vor vielen Jahren verschwand die Zwillingsschwester von ihr und vor fünf Jahren wurde ein Mädchen im Freizeitpark ermordet. Noch am Tag ihrer Ankunft finden sie einen überfahrenen Lehrer und dann bedroht jemand die Ballköniginnen. Als dann auch noch ein Mädchen spurlos verschwindet, müssen Ellery und Malcolm, der jüngere Bruder desjenigen, der vor fünf Jahren des Mordes verdächtigt wurde, selbst ermitteln.

Ich mag die Geschichten und Charaktere von McManus. Die Geheimnisse in dieser Kleinstadt sind überwältigend, dazu kommt nur der Mörderpark, der das Ganze so makaber macht. Was mir sehr unwahrscheinlich vorkam, war nicht, dass Jugendliche ermitteln, sondern, wie die Polizei mit den Drohungen umgegangen ist. Die haben mit den Achseln gezuckt und weitergemacht wie üblich? Sorry, ich glaube nicht, dass in einer Stadt mit dieser Vorgeschichte so darüber hinweggegangen wird. Außerdem war mir ab einem bestimmten Punkt schon der Täter klar, weil es eindeutig nur er gewesen sein konnte (besonders, wenn man den Zeitrahmen bedachte). So ist das sicher nicht McManus' beste Geschichte, aber immer noch sehr unterhaltsam.

Veröffentlicht am 21.05.2025

Wer den Wind sät ...

The Wind Weaver (Wind Weaver 1)
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Schon viele Jahre lang werden in Anwyvn Fae und Halbfae gejagt und getötet. Rhya, ein Halbling, wächst relativ behütet auf, doch dann wird auch ihre Heimat überfallen und sie selbst ist ständig auf der ...

Schon viele Jahre lang werden in Anwyvn Fae und Halbfae gejagt und getötet. Rhya, ein Halbling, wächst relativ behütet auf, doch dann wird auch ihre Heimat überfallen und sie selbst ist ständig auf der Flucht. Doch ihr Glück verlässt sie und sie steht kurz vor der Exekution, als ausgerechnet der mysteriöse General Scythe ihr das Leben rettet und sie mit in die Nordlande nimmt. Dort leben Fae und Halblinge gleichberechtigt unter Menschen, müssen sich allerdings gegen die benachbarten Reiche ständig verteidigen. Scythe entpuppt sich als Kronprinz, der ihr außerdem erklärt, dass Rhya eine besondere Magie in sich trägt, die des Windes. Doch noch bevor sich Rhya richtig mit ihrer Magie beschäftigen kann, muss sie hier am Hofe überleben - und dann sind auch noch unzählige Feinde hinter ihr her.

In dem Buch versammeln sich alle gängigen, beliebten Tropes und man hat auch oft genug das Gefühl, Versatzstücke anderer bekannter Reihen zu lesen. Dennoch ist es durchaus unterhaltsam und der Schreibstil so gefällig, dass man durch die Seiten fliegt. Eher unangenehm fand ich die Tatsache, dass die anderen Verbliebenen - also Pendfyre und Soren - so 150jährige Typen waren (so gut wie unsterblich). Auch wenn sie agil waren und wie 30jährige wirkten, ist mir der Age Gap zur 20jährigen Prota dann doch zu viel. Wozu dieses Alter? Es hat sich in nichts geäußert, also warum gibt man dem Mädchen so alte Knacker mit viel mehr Lebenserfahrung an die Seite? Zumal sich Penn scheinbar kaum beherrschen konnte in ihrer Anwesenheit. Das wird nicht unbedingt deutlich, er sagt es erst zum Schluss, aber mir gibt das Creep-Vibes. Außerdem finde ich eine Ansprache á la Mister Darcy an Elisabeth in entsprechendem Zeitalter und Genre ganz nett, hier kam es ziemlich übertrieben rüber.

Trotz meiner Maulerei habe ich das Buch nicht ungern gelesen und ich mochte viele Charaktere. Außerdem musste ich Soren zum Schluss recht geben: Was hat dir der Typ eigentlich beigebracht? This, Soren, genau this! Dachte ich auch die ganze Zeit. Überhaupt hoffe ich, dass wir von Soren in den nächsten Bänden noch mehr erfahren. Er wird zwar von Penn ständig als das ultimative Böse dargestellt, zeigte sich jedoch ständig als verlässlicher Freund und Verbündeter und im Gegensatz zu Penn hatte er Humor, womit er für mich ohnehin schon mal ein coolerer Kandidat zum Abhängen wäre. Langer Rede, kurzer Sinn: Es wurde nicht das Rad neu erfunden, aber es war eine durchaus unterhaltsame Lektüre.

Veröffentlicht am 14.05.2025

Patrioten

Heartless Hunter. Der rote Nachtfalter, Band 1
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Es ist erst zwei Jahre her, dass die adlige Rune ihre eigene Großmutter als Hexe angezeigt hat. Jetzt wird sie als Vorzeigepatriotin der Neuen Republik betrachtet, in der alle Hexen gnadenlos gejagt und ...

Es ist erst zwei Jahre her, dass die adlige Rune ihre eigene Großmutter als Hexe angezeigt hat. Jetzt wird sie als Vorzeigepatriotin der Neuen Republik betrachtet, in der alle Hexen gnadenlos gejagt und getötet werden. Rune jedoch verbirgt ein Geheimnis: Nicht nur ist sie selbst eine Hexe, sondern auch der Rote Nachtfalter - ein Phantom, das nachts die gefangenen Hexen befreit und in Sicherheit bringt. Um mehr über eine soeben gefangene Hexe in Erfahrung zu bringen, muss Rune ausgerechnet den schlimmsten Hexenjäger umgarnen. Doch Gideon hat sie selbst in Verdacht, etwas mit dem Roten Nachtfalter zu tun zu haben und so beschließt er, ebenfalls um sie zu werben. Doch wie lange dauert es, bis aus Fake Ernst wird - und wie loyal sind beide ihrer eigenen Sache?

Das ist wieder ein Buch, in dem ich hin- und hergerissen bin. Einerseits verabscheue ich Typen wie Gideon. Obwohl ich seinen Hass auf gewisse Weise nachvollziehen kann, sind mir Hexenjäger schon rein geschichtlich ein Gräuel. Ich verstehe Hass auf diejenigen, die einen gequält und geliebte Menschen getötet haben. Ich verstehe aber nicht, wie man dann alle solche Menschen hassen kann. Das wäre, als würde ich alle Bäcker hassen und verfolgen, weil mir einer ein schimmliges Brot verkauft hat. Das hat mich also an Gideon wahnsinnig abgestoßen. Gleichzeitig ist die Geschichte komplex, besteht nicht nur aus Schwarz-Weiß. Weder sind die Hexen noch die Revolutionäre alle Pappschablonen, die man je nach Bedarf irgendwo hinschiebt. Der Schreibstil hat mich sofort in die Geschichte mitgenommen, Rune ist mir hochsympathisch und ich mochte auch Alex. Die Sache mit Verity war gewissermaßen vorherzusehen - nicht in diesem Ausmaß, aber was es mit ihr zu tun hatte, schon. Alles in allem konnte mich dieser erste Teil packen und ich werde auf jeden Fall den zweiten lesen, um herauszufinden, wie das Ganze endet.

Veröffentlicht am 09.05.2025

Frohlocket!

Scythe – Das Vermächtnis der Ältesten
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Achtung, könnte Spoiler zu Band 1 & 2 enthalten, Weiterlesen auf eigene Gefahr!



Drei Jahre sind vergangen, seit die Stadt der Scythe untergegangen ist. Scythe Goddard hat sich zum obersten Blade des ...

Achtung, könnte Spoiler zu Band 1 & 2 enthalten, Weiterlesen auf eigene Gefahr!



Drei Jahre sind vergangen, seit die Stadt der Scythe untergegangen ist. Scythe Goddard hat sich zum obersten Blade des ganzen Kontinents ernannt und versucht, die anderen Scythetümer unter seine Fuchtel zu bringen. Greyson ist zum Toll aufgestiegen; die Tonisten verehren ihn als Heiligen, während er einfach nur versucht, die Fanatiker unter ihnen unter Kontrolle zu halten. Zu diesem Zeitpunkt werden Citra und Rowan totenähnlich geborgen - und sofort wieder getrennt. Während Citra als Stimme der Hoffnung behandelt wird, muss Rowan wieder und wieder um sein Leben bangen, das ihm ebenso wieder und wieder genommen wird. Doch der Thunderhead, der sich nicht in die Belange der Scythe einmischen darf, hat einen Plan und dazu werden sämtliche Spielfiguren von ihm dahin gebracht, wo sie benötigt werden ...

Ich gebe zu, dass mich dieser Band nicht ganz so sehr packen konnte wie seine Vorgänger. Ich fand, dass es zwischendurch immer mal wieder ins Plätschern kam; nicht unbedingt langweilig, aber auch nicht wirklich zielführend. Es wurden allerdings auch neue Charaktere eingeführt, die ich sehr spannend fand, zum Beispiel Captain Jerico. Viele Dinge haben mir noch immer einen Schauer über den Rücken laufen lassen, gerade der Faschismus von Goddard und Konsorten kommt mir der heutigen Situation ein bisschen zu nahe. Was ich jedoch wirklich nicht mochte, war das Ende. Es kommt mir als Lösung sehr unbefriedigend vor. Alles in allem ist es jedoch eine spannende Reihe, die ich nur weiterempfehlen kann.