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Veröffentlicht am 08.06.2025

Ma Fille – tragisch-schöne Liebesgeschichte

Die verschwundene Tochter
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Dies ist schon der fünfte Band der achtteiligen Saga „Verlorene Töchter“ von Soraya Lane. Für mich war es die erste Begegnung mit dieser Schriftstellerin, die bei mir einen verborgenen Nerv getroffen hat. ...

Dies ist schon der fünfte Band der achtteiligen Saga „Verlorene Töchter“ von Soraya Lane. Für mich war es die erste Begegnung mit dieser Schriftstellerin, die bei mir einen verborgenen Nerv getroffen hat. Ich habe auch zwei Töchter, beinahe hätte ich beide auf ganz unterschiedliche Art verloren. Dass es das größte Glück einer Mutter ist, ihre Kinder glücklich zu sehen, das unterschreibe ich bedenkenlos.
Die Autorin hat einen geschmeidigen, leichten Stil, das Buch liest sich schnell. Aufgebaut ist es in zwei Zeitebenen, zuerst lernt der Leser Evelina Lavigne, Modedesignerin im Paris des Jahres 1937, vor ihrem ersten großen Erfolg kennen. Die Gegenwart füllt Blake aus, eine Journalistin mit angeborenem Hang zu Mode und enormem Kochtalent. Für Jahre hatte sie den Geschwistern die Mutter ersetzt, das Bekochen ist geblieben. Als ihre Zeitschrift in Bedrängnis gerät, macht sie in der Redaktionssitzung einen folgenschweren Vorschlag. Sie hat ein kurioses Erbe, ein kleines Kästchen mit einer Modezeichnung und einem wunderschönen Stoffmuster geerbt, es soll von ihrer Urgroßmutter stammen. Diese hat es in einem Haus für ledige Mütter hinterlassen als Erinnerung für ihre zur Adoption freigegebene Tochter. Aus diesem Erbe will Blake eine Fortsetzungsgeschichte entwickeln, die der Zeitung rettende Leserinnen bescheren soll.
Die Idee von Blake erfordert eine umfangreiche Recherche, die sie auch nach Paris führt. Dort lernt sie Henri, Modekurator und Charmeur, kennen und lieben. Für beide eine Bekanntschaft, die ihr ganzes weiteres Leben berührt. Die Erzählebene um das Leben von Evelina wechselt sich mit der Gegenwart ab und hält die Spannung über 360 Seiten aufrecht.
Das Einzige, was mir an diesem Roman nicht gefallen hat, ist der Name Blake, das ist für mich eher ein männlicher Vorname, aber auch ein Familienname, wie beim Dichter William Blake. Durch diesen Namen empfinde ich zur Hauptperson ein eher distanziertes Interesse. Man soll sich ja nicht von Äußerlichkeiten, der Name gehört auch dazu, leiten lassen, aber die Psychologie funktioniert bei mir offensichtlich anders.
Die Protagonisten sind lebendig und gut vorstellbar, am besten gefiel mir Abby, die Schwester von Blake. Aber auch das Buch selbst, das schöne Cover mit den bedruckten Innenflächen wirkt sehr edel. Der Spruch "Auch wenn die Wahrheit im Verborgenen liegt, das Herz findet seinen Weg." passt sehr gut zum Pariser Flair der Geschichte, das sich auf dem Cover spiegelt.
Fazit: Familienforschung interessiert mich im Allgemeinen sehr, aber dieses Buch ist doch mehr ein Liebes- und Unterhaltungsroman. Gut geschrieben und mit Tiefgang.

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Veröffentlicht am 06.06.2025

Niemand foltert uns – außer mit schlechtem Deutsch

Der große Sprachumbau
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Ich beginne mit einem Zitat und möchte es erweitern: Niemand foltert uns – außer mit schlechtem Deutsch, aber es schmerzt (mich) sehr.
Angeregt zum Kauf dieses Buchs hat mich ein anderes Werk von Matthias ...

Ich beginne mit einem Zitat und möchte es erweitern: Niemand foltert uns – außer mit schlechtem Deutsch, aber es schmerzt (mich) sehr.
Angeregt zum Kauf dieses Buchs hat mich ein anderes Werk von Matthias Heine, „Verbrannte Wörter“, das ich in einer Leserunde gelesen und diskutiert habe. „Der große Sprachumbau“ ist vollkommen anders strukturiert, es ist kein Wörterbuch der Gendersprache oder der Diskriminierungsvokabeln. Vielmehr setzt sich der Autor hier umfänglich zuerst mit der deutschen Sprache, ihrer Entstehung und ihrer fortwährenden Veränderung auseinander. Nicht zuletzt die große Rechtschreibreform von 1996 mit den nachgelagerten Veränderungen und Abschwächungen nimmt er in den Fokus seiner Betrachtungen. Der sogenannte Sprachumbau, beherrscht von Luther über Opitz, Gottsched bis zu Grimm und Duden, bis hin zum Nationalsozialismus und den Blüten der DDR, hier erfährt der Leser, wie sehr Sprache auch immer mit Politik verknüpft war und – heute noch ist.
Mein besonderes Interesse an diesem Buch ist gleichzeitig meine Abneigung gegen die von Heine so schön titulierten „Schwundgeisteswissenschaften“ einschließlich des sogenannten „Neusprechs“, das sich zu einer woken und demagogischen linksorientierten Sprachdiktatur entwickelt. Gender- oder geschlechtergerechtes Sprechen und Schreiben sind mir ein Gräuel, sogenannte diskriminierungsfreie Sprache empfinde ich als aufgesetzt und unehrlich. Heine beschreibt sehr anschaulich den Drang, „sich an die Spitze der Sensibilitätspyramide hinaufzukämpfen“. Ich reagiere eher sensibel, wenn Bürgerinnen und Bürger oder Jüdinnen und Juden angesprochen werden. Frauen, die sich nicht mitgemeint oder gesehen fühlen, kann ich nicht verstehen. Hatten sie keinen Deutschunterricht wie ich? Was haben sie gelernt, dass sie die deutsche Sprache als eine Gerechtigkeitsinstitution verstehen?
Mittlerweile haben sich die unsäglichen und mehrfachen Doppelnennungen überall eingebürgert, auch dort, wo man vor kurzem noch Gendersternchen oder Doppelpunkte sah, ist doppelt jetzt das neue Sprech. Sollten Journalisten mancherorts immer noch nach Zeichen bezahlt werden, können sie sich freuen. Der Lesbarkeit der Texte ist es nicht zuträglich.
Heine nimmt sich aber auch der Leichten bzw. Einfachen Sprache an, die als herausragendes Inklusionsmerkmal gefeiert wird. Ich teile seine Ansicht, dass mit dem Vereinfachen der Sprache die Sprache selbst beschädigt wird und es den Lernunwilligen erspart, sich ernsthaft mit der deutschen Sprache auseinanderzusetzten. Wie in vielen Bereichen wird Leistungsbereitschaft nicht gefördert, sondern das Niveau abgesenkt. Für unsere Sprache kommt das einem Todesstoß gleich, der nächste folgt durch die „Verdenglischung“, der sich kaum eine Lehranstalt oder ein Unternehmen mit internationalen Kontakten entziehen kann. Und alle anderen machen mit. „Je denglischer die Reklame, desto minderwertiger das Produkt.“, schreibt Heine. Man kann bisweilen nur mit dem Kopf schütteln, was einem da so begegnet. Der wegen seiner Genderpolitik einstmals in die Kritik geratene Audi-Konzern trifft da genau ist Schwarze, wenn er auf seiner deutschsprachigen Internetseite, die „Stories of Progress“ heißt, schreibt „Bereit für Ihre Journey of Progress?“. Bei mir kommt einfach ein bisschen Schadenfreude auf, wenn ich sehe, wie man nicht nur bei Audi jetzt aus Angst vor Trumps anti-DEI-Ausbrüchen den Schwanz einzieht und die übertriebenen Inklusions- und Diversitätsaktivitäten reduziert. Dass man für Trump natürlich das Englische nicht reduziert, ist wohl folgerichtig.
Einen ordentlichen Nasenstüber bekommen die Experten aller Fachrichtungen von Heine mit auf den Weg, ich kann seinen Worten nur zustimmen und erinnere mich zusätzlich mit Schrecken an die Coronapandemie und die selbsternannten Experten, die unser Land da – mit immensen Schäden – durchführten.
Im Resümee heißt es dann „Aber ihr [bezieht sich auf die eher konservativen Bewahrer der Muttersprache] affektives Verhältnis zur deutschen Sprache, das mit Liebe zur Heimat einhergeht, macht sie nicht automatisch zu rechtsradikalen Demokratiefeinden.“ Danke, Herr Heine, da bin ich beruhigt.
Der Stil von Matthias Heine ist gut lesbar und ich muss sagen, das Buch ist tatsächlich trotz der vielen Erklärungen unterhaltsam geschrieben. Ich hätte mir aber gerade in den „Baustellen“ Zwischenüberschriften gewünscht, die bei der Orientierung etwas geholfen hätten. 10, 20 bis über 30 Seiten Fließtext würden dadurch aufgelockert, erhielten eine Struktur und wären überschaubarer.
Fazit: Ich habe das Buch einerseits als Weiterbildung und Wiederauffrischung der deutschen Sprachgeschichte gelesen, andererseits viel über die Ursprünge und Gründe der heutigen, kontrovers geführten Debatten erfahren. Leider erkenne ich aber keinen grundsätzlichen Ansatz, wie der woken Bewegung Einhalt geboten werden könnte. Es ist nicht nur der ÖRR, nein, es sind generell alle Medien, die mit Doppelnennungen und geschlechtergerechten Verrenkungen das Lesen und Zuhören/Zusehen zur Qual machen. Siehe Überschrift. Und es schmerzt wirklich.

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Veröffentlicht am 30.05.2025

Fantasievoll, spannend und sehr gut gelesen

Aschesommer (Gruppe 4 ermittelt 2)
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„Aschesommer“ ist schon der zweite Teil der Reihe „Gruppe 4 ermittelt“, den ersten, „Krähentage“, muss man aber für das Verständnis des neuen Thrillers von Benjamin Cors nicht unbedingt gelesen oder gehört ...

„Aschesommer“ ist schon der zweite Teil der Reihe „Gruppe 4 ermittelt“, den ersten, „Krähentage“, muss man aber für das Verständnis des neuen Thrillers von Benjamin Cors nicht unbedingt gelesen oder gehört habe. Ich werde es trotzdem noch nachholen, weil mir besonders der Sprecher Oliver Siebeck sehr gefallen hat, der spannende Thriller natürlich auch.
Ein Serienmörder wird gejagt, der mit kompliziert ausgetüftelten und perfekt ausgeführten Morden die Polizei in Atem hält und den die Gruppe 4 unter Leitung von Ermittlerduo Jakob Krogh und Mila Weiss zur Strecke bringen soll. Beide haben nicht nur mit ihren persönlichen Untiefen, über die man wahrscheinlich im ersten Teil schon ausführlicher informiert wurde, sondern auch mit dem seit acht Jahren in der Forensischen Psychiatrie einsitzenden Mörder Bode einige Probleme zu bewältigen. Ist Bode der Drahtzieher der neuen Mordserie oder verirren sich beide in den Indizien, die sie finden? Die Ermordung der jeweiligen Opfer folgt jedenfalls einem archaischen Muster, gelingt es Jakob und Mila, den Täter zu stoppen?
Nicht alles, was sich abspielt, ist auch realitätsnah, aber es bleibt spannend bis zum Schluss. Die Protagonisten und ihre Stimmungen werden von Oliver Siebeck gekonnt in Szene gesetzt.
Fazit: Über 11 Stunden gute Unterhaltung und spannendes Miträtseln. Mir hat es sehr gefallen. 4 Sterne plus.

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Veröffentlicht am 20.05.2025

Was ist bloß ein Zeidis?

Mord am Schätztag
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Selten habe ich mich über einen Krimi so amüsiert, das mag schon was heißen. Es wimmelt nur so von herrlich schrägen Figuren, allen voran Sigi, der Antiquitätenhändler, mit seinem Freund Anton, der wohl ...

Selten habe ich mich über einen Krimi so amüsiert, das mag schon was heißen. Es wimmelt nur so von herrlich schrägen Figuren, allen voran Sigi, der Antiquitätenhändler, mit seinem Freund Anton, der wohl mehr Ahnung von Antiquitäten hat. Dazu gesellt sich Sigis Freundin Doro, die aber schon nach dem ersten Toten und rund 50 Seiten vom Erdboden verschwindet. Hilfsbereit tritt ihr Rollator fahrender Vater Isä auf den Plan, verstärkt durch einen schielenden Polizisten versucht das Quartett, die offensichtlich entführte Doro wiederzubeschaffen. Ein komisches Vergnügen, bei dem auch ein bisschen Blut und Tränen fließen. Das Autorenteam Waldi Lehnertz (mir nicht mal vom TV bekannt, welch Versäumnis) und Miriam Rademacher (mir schon bekannt durch „Im Blut“ und „Wintergrab“) gibt alles, um die amüsante Spannung aufrecht zu erhalten. Der Satz „Wir sind hier in der Eiffel und nicht in Guantanamo.“ ließ bei mir sämtliche Dämme brechen, einfach zum Totlachen. Nein, nicht totgelacht, aber herzlich. Natürlich wird die eingangs gestellte Frage „Was ist bloß Zeidis?“ am Ende ganz ordentlich aufgelöst, auch wenn ich es vollkommen blödsinnig fand. Aber von so weit her muss man eben seine Pointen erst mal holen und dann niederschreiben. Das kann bestimmt auch nicht jeder.
Fazit: Mit Witz und Ironie lesen sich die rund 300 Seiten schnell und leichtfüßig, ohne ins Triviale abzurutschen. Mir hat es Spaß gemacht, weil es gut Unterhaltung ist und Abwechslung in meine Lesegewohnheiten brachte. Gute 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 16.05.2025

Selbstgemachte und andere Kalamitäten

Die geheime Sehnsucht der Bücher
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„Das Lavendelzimmer“ und „Das Bücherschiff des Monsieur Perdu“ bilden die Grundlage für den neuen Roman von Nina George. Ich habe leider erst mit dem dritten Buch angefangen, Monsieur Perdu kennenzulernen. ...

„Das Lavendelzimmer“ und „Das Bücherschiff des Monsieur Perdu“ bilden die Grundlage für den neuen Roman von Nina George. Ich habe leider erst mit dem dritten Buch angefangen, Monsieur Perdu kennenzulernen. Vielleicht wäre es doch hilfreich, zu wissen, was einen erwartet.

Die Idee der Literarischen Apotheke in der Ankündigung des Buches fand ich so berückend, dass ich unbedingt lesen wollte, was da auf dem Bücherschiff geschieht. Außerdem hat mir das Cover so gut gefallen, das müsste doch eigentlich ein tolles Buch sein. Hoffte ich. Nach mehr als der Hälfte des Romans dachte ich aber tatsächlich ans Aufgeben. Der Wortspiele – die zu Beginn recht witzig und einfallsreich waren – war ich langsam überdrüssig und die Handlung mäanderte hin und her. Anstatt eines Roten Fadens hatte ich wohl zu viele vor Augen. Aber wie das so ist mit dem Lesen, der Mensch ist eben auch neugierig. Wie würde das ausgehen, was hält die Autorin noch in der Hinterhand? Bücher konnten es kaum sein, derer gab es schon reichlich.

Und dann begann das Buch mich tatsächlich zu fesseln, das Rätsel um die junge Françoise und ihre Mutter wurde aufgelöst, Pauline würde vielleicht doch glücklich werden, Perdu ist und bleibt der Mann fürs „Psychologische“… Ich will nichts verraten, nur so viel, dass es mir am Ende doch Freude gemacht hat, dieses Buch.

Lässt Nina George auf Seite 303 so etwas Selbstkritik durchscheinen? Zitat: „Na ja, sie musste halt dreihundert Seiten vollkriegen, der Druck ist sonst im Verhältnis so teuer.“ Aber man kann es bekanntlich nicht jedem recht machen, so sind es halt über 330 Seiten geworden. Mir hätten vielleicht 250 gereicht.

Einige Details haben mich sehr beschäftigt, z. B. die Sorge der zwölfjährigen Françoise um ihre Mutter. Das Geschilderte ist kein Hirngespinst, ich habe während meiner Berufstätigkeit den Verein Young Carers kennen gelernt, der sich explizit um pflegende Kinder kümmerte, ihnen Beistand und Hilfe gab, Freizeiten und Ferienlager organisierte. Das funktioniert aber nur, wenn die Umgebung überhaupt etwas mitbekommt von der familiären Katastrophe. Diesen Teil des Romans empfand ich als sehr gelungen, den Zwiespalt, die Angst, die Scham des Kindes zum Thema zu machen. Die Literarische Apotheke von Perdu passt jedenfalls hervorragend dazu.

Auch Pauline ist als „Azubine“ von Perdu mit verschiedenen Problemen konfrontiert. Insbesondere ihr Äußeres macht ihr zu schaffen, denn jeder, der sie ansieht, sieht ihre arabischen Wurzeln. In Frankreich sind Vorurteile gegen die Eingewanderten offensichtlich nicht selten, was vielleicht auch aus der relativ hohen Prozentzahl der dort lebenden Einwohner mit Migrationshintergrund und der französischen Geschichte resultiert. Dass und wie sich das nicht nur im Alltag, sondern auch in der Liebe widerspiegelt, kann man bei Paulines Geschichte gut nachvollziehen.

Dieses Zitat von S. 320 muss ich noch hinzufügen: „Wie konnte das denn sein, dachte Françoise, so lange nicht miteinander zu reden. In Geschichten war das so, aber auch im Leben?“ — Und ich beantworte die Frage gleich selbst: ja, das Leben schreibt noch viel schrägere Romane. 46 Jahre Schweigen waren bei mir echt, ich kenne keinen Roman, der das übertroffen hat. Deshalb finde ich dieses Buch mit seinen vielen ausgedachten Unwahrscheinlichkeiten auch gar nicht so besonders unwahrscheinlich.

Alle Protagonisten waren recht intensiv, einfach starke Charaktere, haben sich aber aus meiner Sicht gegenseitig ein bisschen ausgebootet. Perdu ist für mich der mit den tollsten Ideen, aber sein leises Charisma reicht nicht für meine Nummer Eins. Zuerst war es Françoise, die ich am meisten liebte, nun, zum Schluss ist es eher Pauline.

Das zukunftsfrohe Ende und „Die Wälder der Zeit“ sind emotionale Höhepunkte dieses Romans. Schön!

Fazit: Ehrliche Leseempfehlung, ein bisschen Geduld und viel Freude an sprachlicher Akrobatik und „Metapherstreubomben“ setze ich voraus.

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