Cover-Bild Regen
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12,00
inkl. MwSt
  • Verlag: btb
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
  • Seitenzahl: 112
  • Ersterscheinung: 15.01.2025
  • ISBN: 9783442774814
Ferdinand von Schirach

Regen

Eine Liebeserklärung
Der Nr. 1- SPIEGEL-Bestseller. Eine ebenso mutige wie sehr persönliche Erzählung des internationalen Bestsellerautors.

Ein Mann kommt durchnässt aus dem Regen in eine Bar – auf die Bühne – und denkt über Verbrechen und Strafen nach, über das Großartige und das Schreckliche unserer Zeit, über die Würde des Menschen, die Einsamkeit, die Liebe, den Verlust und das Scheitern. »Regen« ist eine Erzählung in Form eines Theatermonologs, den Ferdinand von Schirach im Rahmen einer großen Premierentournee auf zahlreichen deutschen Bühnen selbst aufgeführt hat.

»Ein Mensch spiegelt sich in einem anderen Menschen. Sie wissen um den Anderen, um den Lebensmenschen, lange bevor Sie ihn zum ersten Mal sehen. Und mit ihm kehren die Bilder zurück: Der Sommer, das Hafergras, die Langsamkeit, das dunkle Grün der späten Nachmittage, der Regen.«

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.06.2025

Ein tiefgründiges Interview

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Ich muss zugeben, das war mein erster Schirach. Das war vielleicht etwas unklug, da dieses Buch zweigeteilt ist und ein Part davon ein Interview enthält, in dem dem Autor viele persönliche Fragen gestellt ...

Ich muss zugeben, das war mein erster Schirach. Das war vielleicht etwas unklug, da dieses Buch zweigeteilt ist und ein Part davon ein Interview enthält, in dem dem Autor viele persönliche Fragen gestellt werden, in denen es u. a. um seine vorherigen Werke geht.

Da ich diese nicht kenne, konnte ich keinen Bezug dazu nehmen.

Jedoch ist mir eines sofort aufgefallen und zwar dieser außergewöhnliche Schreibstil. So etwas habe ich noch nie gelesen. Ich liebe die klugen Formulierungen und Denkansätze. Überhaupt beeindruckt mich seine Sicht auf die Dinge und es regt absolut zum Nachdenken an. Wie oft unterhält man sich mit jemandem und stellt fest, es gibt für die Menschen nur schwarz oder weiß, aber selten sticht jemand mit seiner Meinung aus der Menge heraus und das einfach nur, weil er sich zuerst Gedanken gemacht hat bevor er sich einer bereits bestehenden Sichtweise nur noch anschließt.

Der erste Teil des Buches ist eine Erzählung, in der er vom Gericht kommt und als Schöffe abgelehnt wurde. Damit beginnt es, aber dieses Ereignis erinnert ihn an so viel anderes in der Welt, dass er darauf aufbauend Bezug nimmt. Dieses Buch ist tatsächlich keine erdachte Geschichte mit tiefsinnigen Figuren, die Traumatisches erlebten oder mit einem Spannungsbogen, der die Nerven beinahe zerreißt. Das Buch ist ein Monolog. Es beinhaltet auch nur knapp 105 - 110 Seiten. Dafür ist zugegebenermaßen ganz schön teuer. Das kann man hier als Kritikpunkt ruhig anmerken. Denn es ist von der Fülle her mehr ein Heft als ein Buch. Es ist ein Monolog. Das muss man wissen beovr man es kauft und man muss es mögen. Ich mag es.

Im ersten Part redet er von der Geburt Aphrodites, über das Wetter, über die Erfahrung als Schöffe, über seine erste Liebe, Schreibblockaden, warum die Menschen reisen und wohin es sie verschlägt. Ein Thema baut aufs andere auf und er kombiniert Tatsachen mit seiner eigenen Meinung.

Der zweite Teil ist ein sehr persönliches Interview. Ich mochte es total. Es war sehr ehrlich, sehr klug und er nennt Personen, die ihn im positivsten beeinflussten (Epiktet, Seneca uvm). Wer bezieht sich heute noch auf längst verstorbene kluge Köpfe, Philosophen, Dichter usw.? Viele Fragen werden gestellt, über die der Leser dann selbst nachdenkt: Wie lange im Leben sind wir durchgängig glücklich? Warum fürchten die Menschen den Tod? Wie gelangt man aus einem Gedankenkarussell? Ist es schlimm, wenn man nie mehr so glücklich war wie in Teenagerjahren zur Zeit seiner ersten Liebe?

Ich mochte auch den Satz "Draußen ist es nur von drinnen schön."

Tolles Buch, toller Schreibstil. Ich möchte mehr von Schirach lesen.

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Veröffentlicht am 25.05.2025

Schönes, kurzes Buch

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„Regen“ von Ferdinand von Schirach ist ein sehr schmales Buch, es hat gerade mal 108 Seiten, das man gut in einem Rutsch durchlesen kann.
Die Schrift ist groß, die Zeilenabstände großzügig, sodass man ...

„Regen“ von Ferdinand von Schirach ist ein sehr schmales Buch, es hat gerade mal 108 Seiten, das man gut in einem Rutsch durchlesen kann.
Die Schrift ist groß, die Zeilenabstände großzügig, sodass man sehr schnell durch die beiden Teile des Buches kommt. Der erste Teil ist ein Theatermonolog, der zweite ein Interview, das Ferdinand von Schirach im September 2022 mit Sven Michaelsen für das SZ-Magazin geführt hat.

Mir hat dieses kleine Buch wieder richtig gut gefallen.
Ich habe schon viele Bücher von ihm gelesen und auch Filme und Serien gesehen, bei denen er mitgewirkt hat und jedes Mal bin ich aufs Neue begeistert.
Ferdinand von Schirach hat einfach einen ganz besonderen Schreibstil, den ich so bei niemand anderem kenne. Seine Texte regen zum Nachdenken an. Man nimmt immer etwas für sich selbst daraus mit und das mag ich sehr an seinen Büchern.

Sicherlich ist „Regen“ nicht sein bestes Buch, aber ich bin trotzdem froh, dass ich es gelesen habe.

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Veröffentlicht am 27.02.2025

Tiefgründig und persönlich

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Regen - Eine Liebeserklärung besteht aus zwei Teilen - der Kurzgeschichte/Novelle Regen und einem Interview mit Ferdinand von Schirach aus der SZ aus September 2022.

Das Interview passt gut zu dem kurzen ...

Regen - Eine Liebeserklärung besteht aus zwei Teilen - der Kurzgeschichte/Novelle Regen und einem Interview mit Ferdinand von Schirach aus der SZ aus September 2022.

Das Interview passt gut zu dem kurzen Text, da hier ähnliche Themen und teilweise sogar gleiche Formulierungen genutzt werden wie in der kurzen Geschichte. Die Geschichte selbst ist aus Sicht eines Schriftstellers geschrieben, der eigentlich Schöffe sein sollte, aber abgelehnt wurde - und der sich selbst als einen Schriftsteller bezeichnet, obwohl er seit 17 Jahren nichts mehr geschrieben hat.

Mir gefiel vor allem der Ton sowohl der Geschichte als auch des Interviews. Auch, wenn es streckenweise traurig oder eher melancholisch/lakonisch klingt, eben wie ein Regentag, schimmert doch immer wieder Humor und Sarkasmus durch.

Ich habe das Buch direkt nach Die Geschichten von uns von Benedict Wells gelesen, der ein Cousin Ferdinand von Schirachs ist, und das passte sehr gut!

Fazit - kurze und kurzweilige, aber tiefgründige Lektüre, die ich gerne gelesen habe.

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Veröffentlicht am 19.05.2025

Hätte ich ohne meinen Lesekreis nicht gelesen

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Ich habe das Buch für meinen Lesekreis gelesen.
Positiv: einige Formulierungen sind wirklich sehr gut und würde ich zitierenswert nennen.
Das Buch ist außerdem schnell gelesen. Der Text selbst ist etwa ...

Ich habe das Buch für meinen Lesekreis gelesen.
Positiv: einige Formulierungen sind wirklich sehr gut und würde ich zitierenswert nennen.
Das Buch ist außerdem schnell gelesen. Der Text selbst ist etwa 50 Seiten lang. Daran schließt ein Interview einer großen deutschen Zeitung mit dem Autor an. Dies habe ich allerdings nur überflogen.
Negativ:
1. Wespen sind nicht so negative Geschöpfe, wie es der Autor da in einem Nebensatz beschreibt. Es sind sehr nützliche Insekten!
2. Mir war beim Lesen nicht klar, worauf der Autor eigentlich hinaus will. Im Grunde ist es eine lose Vermengung mehrerer Themen, die eigentlich in keinem Zusammenhang zueinander stehen. Der Ich-Erzähler soll als Schöffe einen Text verfassen und kommt aus dem Regen irgendwo unter. Dann folgt der lange Monolog, der mit dem titelgebenden Regen nichts zu tun hat.
Ich glaube nicht, dass ich so bald wieder zu einem Buch von von Schirach greifen werde. Und 20,- € hätte ich dafür nicht ausgegeben. Wie gut, dass es Büchereien mit einer großen Auswahl an verfügbaren Titeln gibt!

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