Cover-Bild Die Stärkste unter ihnen
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24,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Kremayr & Scheriau
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 224
  • Ersterscheinung: 14.08.2023
  • ISBN: 9783218014069
Selina Kristin Seemann

Die Stärkste unter ihnen

Den Finger in die Wunde.
Selina Seemanns radikales Debüt kreist um das schmerzhafte Thema Grooming – mit einer denkwürdigen Protagonistin, die sich die Deutungshoheit nicht nehmen lässt.

Milena, Anfang 20, ist fest entschlossen, sich in Josh zu verlieben. Doch dann tauchen Störbilder auf. Aus ihren Erinnerungen setzt sich das Bild einer langjährigen missbräuchlichen Beziehung mit dem viele Jahre älteren Nick zusammen, der verheiratet und bei der Kirche angestellt ist...

In kristallklarer Sprache zeichnet Selina Seemann ihre Protagonistin trotz deren traumatischer Erlebnisse als resiliente, selbstbewusste junge Frau, die sich nie als Opfer versteht, sondern gemeinsam mit Freund:innen ihren Weg in die Selbstbestimmung geht.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.01.2024

Stärke und Resilienz

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Selina Seemanns "Die Stärkste unter ihnen" ist ein zutiefst bewegendes Werk, das die Leser auf eine emotionale Reise der Selbstfindung und Heilung mitnimmt. Die Geschichte um Milena, die sich in ihren ...

Selina Seemanns "Die Stärkste unter ihnen" ist ein zutiefst bewegendes Werk, das die Leser auf eine emotionale Reise der Selbstfindung und Heilung mitnimmt. Die Geschichte um Milena, die sich in ihren Gefühlen zu Josh verfangen will, jedoch von Störbildern ihrer eigenen Vergangenheit geplagt wird, entfaltet eine kraftvolle Erzählung über Überwindung und innere Stärke.

Die Protagonistin Milena, gerade einmal Anfang 20, steht im Zentrum einer komplexen Handlung, in der die Schatten einer schmerzhaften und missbräuchlichen Beziehung mit dem älteren Nick auftauchen. Seemann versteht es meisterhaft, die Nuancen von Milenas Gefühlswelt zu durchleuchten, während sie versucht, sich von den Fesseln ihrer traumatischen Vergangenheit zu befreien.

Die Erzählweise ist einfühlsam und behutsam, und die Autorin behandelt das sensible Thema des Missbrauchs mit Respekt und Tiefe. Der Leser wird mit Milena auf ihrer Reise mitgenommen, während sie versucht, die Bruchstücke ihrer Erinnerungen zusammenzusetzen und gleichzeitig einen Weg zur Selbstliebe zu finden.

Besonders beeindruckend ist die Darstellung von Milenas Entschlossenheit, sich trotz der belastenden Vergangenheit auf eine neue Liebe einzulassen. Die Figuren sind authentisch und facettenreich gezeichnet, was dazu beiträgt, dass der Leser eine enge Verbindung zu ihnen aufbaut.

Die Themen von Selbstheilung und Stärke durchziehen das Buch wie ein roter Faden. Milenas Weg, sich aus den Schatten ihrer Vergangenheit zu erheben und ihre eigene innere Stärke zu entdecken, macht "Die Stärkste unter ihnen" zu einem inspirierenden und hoffnungsvollen Werk.

Selina Seemanns Fähigkeit, tief in die Psyche ihrer Charaktere einzudringen und deren emotionale Reise auf so einfühlsame Weise zu beschreiben, zeugt von ihrem schriftstellerischen Können. "Die Stärkste unter ihnen" ist nicht nur eine Geschichte über Überwindung, sondern auch ein Aufruf zur Selbstakzeptanz und Liebe.

Insgesamt ist "Die Stärkste unter ihnen" ein herausragendes Buch, das die Leser mit seiner emotionalen Intensität und seiner Botschaft der Hoffnung fesseln wird. Selina Seemann hat hier ein Meisterwerk geschaffen, das nicht nur das Herz berührt, sondern auch zum Nachdenken über die eigene Stärke und Resilienz anregt.

Veröffentlicht am 27.11.2023

Das Thema Grooming und der Roman dazu, authentisch, roh und von Oberflächlichkeit gestört

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Milena, Anfang 20, reist nach Irland zu Josh, fest entschlossen, mit dem im Internet kennengelernten Mann eine Beziehung einzugehen, eine normale Beziehung. denn sie will sich beweisen, dass sie das kann. ...

Milena, Anfang 20, reist nach Irland zu Josh, fest entschlossen, mit dem im Internet kennengelernten Mann eine Beziehung einzugehen, eine normale Beziehung. denn sie will sich beweisen, dass sie das kann. Doch es wird nicht funktionieren, das ist klar, denn Josh ist bei näherer Betrachtung auch nicht der 'Normalste'. Aber eigentlich geht es schwerpunktmäßit um Milenas Vergangenheit, wobei Vergangenheit ist diese hochbelastende gerade erst beendete Beziehung wohl eher nicht. Und so wird die junge Frau durch entsprechenden Backflashs sehr schnell von dem Erlebten eingeholt. Es gab diese gravierende ihre Jugend prägende Beziehung, so nennt es Milena selbst, die in all ihren Facetten klassisch der Thematik Grooming zuzuordnen ist. Nick, ein 20 Jahre älterer Mann, verheiratet und kirchlicher Jugendbetreuer, lernt Milena mit 14 kennen und nähert sich ihr. Für das Mädchen ist es Liebe und sie tut alles, um ihrem Freund zu gefallen. Neben der gemeinsamen Sexualität ist das auch das Schlafen mit anderen Männern, auf Wunsch und zum Anschauen für ihren Freund und Besuche im Swingerclub. Viel passiert in dieser Zeit und erst langsam reflektiert die Heranwachsende das Geschehen, das, was hier wirklich abläuft. Und letztendlich schafft sie es, inzwischen eine junge Frau, dem Ganzen ein Ende zu setzten. Doch statt weiterer Aufarbeitung stürzt sie sich ein ein nächstes sexuell motiviertes Abenteuer.
Diese Geschichte ist natürlich besonders, schon des Themas wegen. Und sie hat ihre guten Teile, intensive Momente, authentisches, notwendiges, was einfach an- und ausgesprochen werden muss. Und dann, leider, gibt es da auch viel Oberflächlichkeit, die eben nicht nur als blose Überbrückung anzusehen ist, um all das Andere besser aushalten zu können und so auch als Leser die Möglichkeit zu bekommen, Atem zu holen und zu reflektieren.
Sich mit seinem Debütroman an ein solches Thema zu wagen, beachtlich, mutig und wahrscheinlich konnte die Autorin auch gar nicht anders. Aber letztendlich hat die Geschichte als Ganzes nicht vollständig überzeugt. Und trotzdem muss man den Roman lesen. Er gibt einem viel mit über dieses Thema. Und er erzeugt Aufmerksamkeit, für eine Autorin, die man im Auge behalten sollte. Denn es wäre auch viel einfacher gegangen, für das erste eigene Werk und das finde ich stark.

Veröffentlicht am 07.09.2023

Geht unter die Haut

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Bereits die Beschreibung eines Blowjobs auf den ersten Seiten machen mich einfach nur unglaublich traurig und erfüllen mich mit starker Empathie für die Erzählerin, die sich „beim Sexuellen mit einer reinen ...

Bereits die Beschreibung eines Blowjobs auf den ersten Seiten machen mich einfach nur unglaublich traurig und erfüllen mich mit starker Empathie für die Erzählerin, die sich „beim Sexuellen mit einer reinen Dienstleistung meinerseits“ arrangiert.

Wenn mir eine Freundin das erzählen würde, was mir die Ich-Erzählerin Milena über ihre neue Internetbekanntschaft Josh, zu dem sie spontan für ein paar Tage nach Irland geflogen ist, erzählen würde, würden bei mir sämtliche Red flags aufleuchten.
Der Typ lebt noch bei seiner Mutter in seinem alten, ungepflegten Kinderzimmer, ist ein emotionaler und sexueller Under-Achiever und auch sonst kann ich keine sympathischen Benefits erkennen.
Doch bei Milena leuchten keine Red Flags, Milena ist fest entschlossen, sich in Josh zu verlieben.

Denn Milena ist, seit sie 15 ist, in einer missbräuchlichen Beziehung zu einem wesentlich älteren, verheirateten Mann, Nick. Josh und Irland ist für sie der nötige Ausstieg, den sie nach 6 Jahren Beziehung für den Absprung braucht. Mittlerweile ist Milena Anfang 20, das Machtgefälle zwischen ihr und Nick hat sich ein wenig zu ihren Gunsten verlagert, sie ist älter und erwachsener geworden.
Selina Seemann beschreibt in sehr eindringlicher Weise, wie Nick Grooming und Gaslighting als Methoden verwendet um immer wieder junge Mädchen in seine Abhängigkeit zu bringen und für seine (sexuellen) Zwecke zu missbrauchen. Das ist kein neues Thema in der Literatur, aber für mich noch lange nicht auserzählt. Zudem erzählt uns Seemanns Roman nicht nur von dem Vorgangs des Grooming an sich, sondern auch von den Folgen, die es für Milena und andere junge Frauen in der nachfolgenden Jahre hat.
Leider ist Nick nicht nur ein Pädokriminelles Arschloch, sondern leidet auch noch extrem an fragiler und gekränkter Männlichkeit, wenn er verlassen wird, was sich im jahrelangen Stalking seiner Opfer äußert.
Was mich an dem Roman, neben dem authentischen Schreibstil, besonders angesprochen hat, sind die (eigentlich will ich es gar nicht so nennen) Sexszenen.
In einer seltenen Deutlichkeit und sehr konkret beschreibt Seemann die teilweise entwürdigenden und traurigen Akte. Sie zeigt dabei ihre Figur in einer großen Verletzlichkeit und Nahbarkeit, die mir unter die Haut geht.

Im letzten Drittel hätte ich mir vielleicht noch einen etwas stärkeren Fokus auf das Stalking und die Folgen gewünscht. Irgendwie scheint mir die Handlung nach der Trennung von Nick wie abgeblendet, abgedimmt. Als würde die Zeit ohne Nick für Milena weitergehen ohne wirklich gelebt zu werden. Das mag Absicht sein, verliert aber im Vergleich zu den ersten zwei Dritteln des Romans an Strahlkraft.


Ein richtig starker, brisanter Roman, den ich wahnsinnig gerne und voll von Mitempfinden gelesen habe.

F.Y.I.: Passend zum Roman gibt es die gleichnamige Playlist auf Spotify!

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Veröffentlicht am 05.09.2023

Krass, ungeschönt und durchaus schmerzhaft

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Tatsächlich fielen mir die ersten Kapitel des Romans „Die Stärkste unter ihnen“ von Selina Seemann am schwersten zu lesen. Denn der Schreibstil ist wenig gefällig und die sachliche und fast schon distanzierte ...

Tatsächlich fielen mir die ersten Kapitel des Romans „Die Stärkste unter ihnen“ von Selina Seemann am schwersten zu lesen. Denn der Schreibstil ist wenig gefällig und die sachliche und fast schon distanzierte Erzählweise, steht doch sehr im Widerspruch zum krassen Inhalt. Schnell wird klar, leichte Kost ist das hier sicher nicht, denn die Lektüre kostet stellenweise wirklich Überwindung. Es geht um Grooming, aber auch um verschiedenen Formen von Missbrauch, emotionale Abhängigkeit und eine Erzählerin, welche zumindest am Anfang noch voll in dieser schrecklichen „Beziehung“ gefangen ist. Fast schon nebenbei berichtet diese von fassungslos machenden Szenen, wobei sich die Schrecken immer wieder steigern. Einzig die unterschiedlichen zeitlichen Perspektiven aus welchen erzählt wird, machen Hoffnung darauf, dass die Protagonistin doch noch den Absprung schafft. Am Ende findet die Geschichte dann auch zum Glück zu einem runden, stimmigen Ende, zwar weit entfernt vom Happy End, aber das wäre in diesem Fall auch nur wenig glaubhaft. Die Erzählung will zum Glück nicht nur schockieren, sondern sorgt durch ihre schonungslose Offenheit vielmehr für Aufklärung. Insgesamt empfand ich das Werk als durchaus gelungen, von gefallen kann man aufgrund des Inhalts zwar nicht sprechen, aber der Roman ist auf jeden Fall lesenswert und hat eine große Berechtigung. Aufgrund dessen vergebe ich letztendlich gute 4 Sterne und eine eingeschränkte Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 05.09.2023

Unentdecktes „Grooming“ in der Kirchengemeinde

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In ihrem Debütroman beschäftigt sich die 1993 geborene Autorin Selina Seemann mit dem sogenannten „Grooming“. Laut Wikipedia wird als Grooming „die gezielte Kontaktaufnahme Erwachsener mit Minderjährigen ...

In ihrem Debütroman beschäftigt sich die 1993 geborene Autorin Selina Seemann mit dem sogenannten „Grooming“. Laut Wikipedia wird als Grooming „die gezielte Kontaktaufnahme Erwachsener mit Minderjährigen in Missbrauchsabsicht bezeichnet, indem stufenweise ihr Vertrauen erschlichen wird.“ Ich musste den Begriff selbst erst nachschlagen. Ist zwar das Vorgehen durchaus bekannt, so hat das ganze jetzt auch einen Namen. Und mit dem Roman von Seemann bekommt es auch noch eine Geschichte.

Da ist Milena, die im Alter von 15 Jahren eine „Beziehung“ mit dem 35jährigen, verheirateten Kirchenmitarbeiter Nick gerät. Nick ist bei allen Kindern und Jugendlichen in der Kirchengemeinde beliebt. Er weiß mit jungen Menschen umzugehen, so scheint es von außen. Nur wenige fragen sich, warum er ausschließlich Jugendliche in seinem Freundeskreis hat und sich scheinbar gar nicht mit Gleichaltrigen abgibt. Die „Beziehung“ von Milena und Nick wird sechs Jahre anhalten, bis sie den Absprung schaffen und sich von ihm trennen wird. Das erfahren wir gleich zu Beginn des Romans, wenn Milena kurzerhand nach der Trennung in 2014 zu Josh nach Irland reist und sich direkt in die nächste merkwürdige Verbindung wirft.

Mithilfe von Rückblicken erfahren wir nach und nach, wie diese „Beziehung“ zwischen Milena und Nick zustande gekommen ist und welche Abscheulichkeiten die verliebte Milena alles ertragen musste. Bis zum Schluss bezeichnet sie die Verbindung zum Täter Nick als „feste Beziehung“, nimmt zwar zunehmend wahr, dass da etwas nicht richtig sein kann, bleibt aber für lange Zeit in dem Gefühl des Verliebtseins verhaftet. Nick unterdessen hat nicht nur mit der 15jährigen von Beginn an Sex, sondern überredet sie auch, mit fremden Männern Sex zu haben. Das wird alles im Anfangsteil des Romans ungeschönt beschrieben und hier sei eine Warnung an alle ausgesprochen, die mit solchen Beschreibungen nicht gut klarkommen, denn was Seemann beschreibt ist wirklich heftig.

So stellt sich schnell eine absolute Fassungslosigkeit aufgrund des Missbrauchs an Milena ein, die Seemann durch ihre direkte Sprache eindringlich zu evozieren weiß. Immer wieder möchte man dieses Mädchen aus dieser schrecklichen Verbindung herausreißen und schützen. Allein das Wissen vom Beginn des Romans, dass diese „Beziehung“ ein Ende haben wird, lässt einen die Beschreibungen aushalten. Sehr geschickt zeigt Seemann gleichzeitig durch die Zeitebene in 2014 auf, dass Milena aufgrund dieser vollkommen falschen Beziehungserfahrung zu Nick noch viele Jahre gezeichnet sein wird. Sie schafft es nicht zum gleichaltrigen Josh, der auch eine sehr merkwürdiger Zeitgenosse ist, eine adäquate Beziehung aufzubauen, bläst sie ihm doch direkt zur Begrüßung einfach mal eben einen. Wie vor den Kopf gestoßen liest man diese Szenen und muss sich erst einmal auf diese verqueren Verhaltensweisen einstellen.

Neben dieser authentischen Darstellung von Milena stellt meines Erachtens eine Stärke des Romans dar, dass, wenn auch nur ganz kurz, auch „nette“ Seiten von Nick aufblitzen, die verdeutlichen, warum Milena so viele Jahre trotz allem an Nick festgehalten hat. Die Trennung nach so vielen Jahren, obwohl es zuvor schon mehr als genug heftige Auslöser hätte geben können, wirkt dann doch irgendwie recht unverhofft und plötzlich. Das ging mir dann doch etwas schnell und hätte gern noch näher aus der Innensicht Milenas erklärt werden können. Auch springen wir letztlich noch einmal in die Gegenwart und erfahren, wie es mit Nick weitergegangen ist. Das wird dann nur kurz angerissen, ist aber eigentlich eine ganz schöne Bombe. Auch wundert man sich zuvor, dass die Ehefrau von Nick so gar nichts mitbekommen haben will von seinen Machenschaften. Das wäre für mich alles noch im literarischen Sinne zu tolerieren gewesen, leider hat der Roman aber meines Erachtens einen wirklich großen Schwachpunkt: Die Eltern oder generell die Familie von Milena findet im Roman nicht eine einzige Erwähnung. Die Figur Milena scheint im luftleeren Raum zu existieren. Nun könnte es ja sein, dass die Eltern physisch und/oder psychisch abwesend waren und sie erst dadurch zum Opfer dieses Groomings hat werden können. Aber dafür gibt es keinerlei Anhalt im Buch. Die Eltern existieren einfach nicht in der Erzählung. Und das ist für mich gerade bei diesem Thema einfach inakzeptabel. Bei einer 15Jährigen, die übrigens schon zuvor mit 14 Jahren eine sexuelle Beziehung hatte, spielen die Eltern doch noch in irgendeiner Weise eine Rolle. Diese auszusparen lässt eine klaffende Lücke zurück. Es gibt innerhalb des Romans keine Erklärung für diese literarische Entscheidung. Ich habe eine ganz wilde Vermutung, die aber in keinster Weise gesichert ist: Die Protagonistin hat dasselbe Geburtsjahr wie die Autorin; sie heißt Milena, die Autorin Selina; und die Autorin schreibt in der Danksagung an ihre Eltern folgendes: „Bitte blättert bei einigen Kapiteln einfach weiter.“… Vielleicht hat die Geschichte der Protagonistin ihre Inspiration in der realen Welt und eventuell sollten hier die Angehörigen geschützt bzw. nicht involviert werden. Keine Ahnung. Aber fachlich und literarisch kann ich diese Entscheidung nicht gutheißen.

So runde ich bei einem ansonsten sehr guten Roman letztlich doch noch auf 3 Sterne ab. Lesenswert ist der Roman definitiv trotzdem, nur gefestigt sollte man bezogen auf die Thematik schon sein, bevor man die Lektüre beginnt.

3,5/5 Sterne

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