Allein auf dieser Welt
Ein paar Kinder der Summerhill Schule unternehmen mit ihrem Lehrer Neill und dem Millionär Pyecraft eine Fahrt im Zeppelin. Dabei überfliegen sie eine grüne Wolke. Als sie wieder auf der Erde landen, sind ...
Ein paar Kinder der Summerhill Schule unternehmen mit ihrem Lehrer Neill und dem Millionär Pyecraft eine Fahrt im Zeppelin. Dabei überfliegen sie eine grüne Wolke. Als sie wieder auf der Erde landen, sind sie die einzigen noch lebenden Menschen. Alle anderen wurden zu Stein verwandelt. Den Beginn dieser Geschichte hatte uns, meine Klassenlehrerin der zweiten Klasse auf einer Klassenfahrt vorgelesen. Zu Hause verriet sie uns trotz Bitten und Betteln nicht das Ende der Geschichte. Seit nun fast 40 Jahren war ich auf der Suche nach diesem Buch. Mit KI habe ich endlich den Titel erfahren und konnte es mir im Antiquariat besorgen. Nachdem ich es nun gelesen habe, ist mir ganz klar, warum meine Lehrerin es nicht zu Ende gelesen hat. Das Buch ist ein Kind seiner Zeit. A.S. Neill war Pädagoge und hat den Kindern seiner Projektschule diese Geschichte erzählt. Das war 1938. Seine Schule stand dafür Kinder zu selbstbestimmten Menschen heranwachsen zu lassen. Schon sehr fortschrittlich für diese Zeit. Dennoch sind hier Jungen und Mädchen in klaren Rollenbildern skizziert. Und bei den Jungen dreht sich alles ums Umbringen, Zerstören und Blutbäder. Wie Neill sagt, war es das, was die Kinder damals hören wollten. Das war dann meiner Lehrerin selbst in den 80er Jahren wohl doch etwas zu viel Gemetzel. Und mir nun auch. Ich bin froh, dass ich das Buch gefunden und gelesen habe, aber empfehlen kann ich es nicht.