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Veröffentlicht am 05.06.2026

Allein auf dieser Welt

Die grüne Wolke
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Ein paar Kinder der Summerhill Schule unternehmen mit ihrem Lehrer Neill und dem Millionär Pyecraft eine Fahrt im Zeppelin. Dabei überfliegen sie eine grüne Wolke. Als sie wieder auf der Erde landen, sind ...

Ein paar Kinder der Summerhill Schule unternehmen mit ihrem Lehrer Neill und dem Millionär Pyecraft eine Fahrt im Zeppelin. Dabei überfliegen sie eine grüne Wolke. Als sie wieder auf der Erde landen, sind sie die einzigen noch lebenden Menschen. Alle anderen wurden zu Stein verwandelt. Den Beginn dieser Geschichte hatte uns, meine Klassenlehrerin der zweiten Klasse auf einer Klassenfahrt vorgelesen. Zu Hause verriet sie uns trotz Bitten und Betteln nicht das Ende der Geschichte. Seit nun fast 40 Jahren war ich auf der Suche nach diesem Buch. Mit KI habe ich endlich den Titel erfahren und konnte es mir im Antiquariat besorgen. Nachdem ich es nun gelesen habe, ist mir ganz klar, warum meine Lehrerin es nicht zu Ende gelesen hat. Das Buch ist ein Kind seiner Zeit. A.S. Neill war Pädagoge und hat den Kindern seiner Projektschule diese Geschichte erzählt. Das war 1938. Seine Schule stand dafür Kinder zu selbstbestimmten Menschen heranwachsen zu lassen. Schon sehr fortschrittlich für diese Zeit. Dennoch sind hier Jungen und Mädchen in klaren Rollenbildern skizziert. Und bei den Jungen dreht sich alles ums Umbringen, Zerstören und Blutbäder. Wie Neill sagt, war es das, was die Kinder damals hören wollten. Das war dann meiner Lehrerin selbst in den 80er Jahren wohl doch etwas zu viel Gemetzel. Und mir nun auch. Ich bin froh, dass ich das Buch gefunden und gelesen habe, aber empfehlen kann ich es nicht.

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Veröffentlicht am 04.06.2026

Grandioser Abschluss

Atlas - Die Geschichte von Pa Salt
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Die sieben Schwestern treffen sich am Todestag von Pa Salt um seiner zu gedenken und einen Kranz ins Meer zu werfen, an der Stelle, wo er vor einem Jahr still und heimlich beigesetzt wurde. Sie bekommen ...

Die sieben Schwestern treffen sich am Todestag von Pa Salt um seiner zu gedenken und einen Kranz ins Meer zu werfen, an der Stelle, wo er vor einem Jahr still und heimlich beigesetzt wurde. Sie bekommen das Tagebuch ihres Vaters ausgehändigt. Nun erfahren sie endlich, wer ihr Vater wirklich war und wie es zu ihren Adoptionen gekommen ist. Und nur so viel sei gesagt: Er hatte ein sehr aufregendes und bewegtes Leben. Geprägt von viel Liebe aber auch viel Leid. Ich bin so furchtbar glücklich nun endlich diesen letzten Teil der Reihe gelesen zu haben. Die Geschichte war spannend, aufregend und berührend. Einfach ein perfekter Abschluss, bei dem keine Fragen offenblieben. Der letzte Teil wurde nach den Vorlagen von Lucida Riley, teils von ihr, teils von ihrem Sohn geschrieben. An manchen Stellen hatte ich das Gefühl, hier schreibt jetzt ihr Sohn. Aber im Rückblick auf das ganze Buch, hört man deutlich Lucindas Stimme, die uns diese Geschichte erzählt. Eine wirklich wunderbare Reihe und ein grandioser Abschluss.

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Veröffentlicht am 03.06.2026

Auf und davon

Ferien auf Khnomo
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Sommer ist Reisezeit. Wir sind erpicht darauf, in die Ferne zu fahren und dort Neues kennenzulernen. Dann kommt man nach Hause und erzählt den Zurückgebliebenen Geschichten, die niemand nachprüfen kann. ...

Sommer ist Reisezeit. Wir sind erpicht darauf, in die Ferne zu fahren und dort Neues kennenzulernen. Dann kommt man nach Hause und erzählt den Zurückgebliebenen Geschichten, die niemand nachprüfen kann. So in etwas ging es mir mit diesem Buch. Und, schon mal vorab, ich hatte mächtig Spaß damit. Anselm Pahl möchte mal so richtig in den Urlaub fahren. Was ganz Neues, was noch nicht jeder kennt. Dazu wählt er eine kleine Insel mitten im Indischen Ozean. Und damit er nicht so alleine ist, kommt ein namenloser Arbeitskollege mit auf diese Reise, mit dem ihn nichts verbindet außer dieselbe Arbeitsstelle und die Abenteuerlust. Was sie dann auf Khnomo erleben, ist einerseits so irre und surreal und andererseits so lebensnah als würde mir ein guter Freund von seinem Abenteuerurlaub in Südamerika berichten. Genau das hat für mich der Reiz dieses Buches ausgemacht. Andreas Brettschneider kann einfach unglaublich gut Geschichten erzählen. Und ich habe ihm am Anfang alles geglaubt, bis ich dann immer wieder, misstrauisch geworden, Google befragt habe. Umso lustiger waren die Erkenntnisse von Wahrheit und Fiktion. Eine sehr unterhaltsame und witzige Geschichte über eine Reise, von der mir ein Freund erzählen könnte und ich würde ihm jedes Wort glauben.

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Veröffentlicht am 30.05.2026

Ruhe finden in der Stadt

Oasen der Ruhe in Berlin
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Stille und Einsamkeit sind nicht gerade die Begriffe, die man mit Berlin verbindet. Wer hier lebt hat die Hektik verinnerlicht. Ruhe zu finden ist nicht leicht. Umso mehr habe ich mich über dieses Buch ...

Stille und Einsamkeit sind nicht gerade die Begriffe, die man mit Berlin verbindet. Wer hier lebt hat die Hektik verinnerlicht. Ruhe zu finden ist nicht leicht. Umso mehr habe ich mich über dieses Buch aus dem Bebra-Verlag gefreut. Die Ruheoasen sind hier in verschiedene Kategorien eingeteilt. Es beginnt mit spirituellen Rückzugsorten. Neben spektakulären Kirchen findet man hier auch das buddhistische Haus in Frohnau und der Raum der Stille im Brandenburger Tor. Weiter geht es mit Orten für Inspiration und Erkenntnis. Hier habe ich u.a. das Mies van der Rohe Haus in Alt-Hohenschönhausen für mich entdeckt. Für mich bisher unbekannt war die Kunsttankstelle in der Bülowstraße. Toll finde ich auch die Kategorie für den Perspektivwechsel, den man in Berlin oft einfach mal braucht. Einiges habe ich selbst schon besucht, wie das Tempelhofer Feld, anderes war für mich neu und unbekannt. Berlin ist eine sehr grüne Stadt und so findet man hier auch Naturoasen zum Durchatmen. Informative und interessante Texte beschreiben den jeweiligen Ort und wunderschöne Bilder machen Lust auf die Oase. Die Gestaltung des Buches ist wie bei den anderen Büchern des Verlags sehr besonders und ansprechend. Als Berlinerin finde ich dieses Buch sehr wertvoll. Viele Orte kenne ich noch nicht und ich freue mich sie zu entdecken. Also ein echter Mehrwert, zum Entfliehen aus dem Stadtgeschehen, ohne die Stadt zu verlassen.

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Veröffentlicht am 22.05.2026

Still und intensiv

Die Rätsel meines Großvaters
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„Die Rätsel meines Grossvaters“ von Masateru Konishi
Nach „Die Bibliothek meines Großvaters“ ist dies der zweite Teil um die junge Lehrerin Kaede, die zusammen mit ihrem Großvater knifflige Kriminalrätsel ...

„Die Rätsel meines Grossvaters“ von Masateru Konishi
Nach „Die Bibliothek meines Großvaters“ ist dies der zweite Teil um die junge Lehrerin Kaede, die zusammen mit ihrem Großvater knifflige Kriminalrätsel löst. Die beiden lieben Kriminalgeschichten und besonders die klassische Kriminalliteratur. Aber auch in ihrem Umfeld gibt es so einiges Rätselhafte zu lösen. Und hier geht es nicht um verschwundene Kleintiere, sondern um Mord. Und auch Kaede gerät dabei in Gefahr. Wer Krimis von Agatha Christie, Alfred Hitchcock und Sir Arthur Conan Doyle liebt, kommt hier voll auf seine Kosten. Denn einige der Rätsel sind in Anlehnung an die berühmten Schriftsteller und Filmemacher gestaltet. Und werden auch ausführlich besprochen. Die Fälle sind ausgeklügelt und versetzten einen in Staunen. Mich hat das Buch total abgeholt. Ich mochte diesen zurückhaltenden, freundlichen Schreibstil des japanischen Schriftstellers. Und ich liebe Kriminalfälle bei denen man so richtig um die Ecke denken muss. Dazu noch die tragische Geschichte um Kaede und wie sie versucht ihren geliebten Großvater nicht an die Demenz zu verlieren, hat mich sehr berührt. Ein leises Buch, dass aber mehr Aufmerksamkeit verdient.

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