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Veröffentlicht am 21.09.2021

Und plötzlich allein

Bonuskind
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Die 15-jährige Lies wacht am Morgen auf und ihre Mutter ist nicht mehr da. Lies ist mit ihrem kleinen Bruder allein im Haus. Etwas Schlimmes ist passiert, dass fühlt Lies, aber sie versucht es zu ignorieren. ...

Die 15-jährige Lies wacht am Morgen auf und ihre Mutter ist nicht mehr da. Lies ist mit ihrem kleinen Bruder allein im Haus. Etwas Schlimmes ist passiert, dass fühlt Lies, aber sie versucht es zu ignorieren. Ihren Vater will sie schon gar nicht anrufen, denn ihre Eltern sind geschieden und bekriegen sich bis aufs Blut. Als das Schlimmste wahr wird, sind alle sich sehr schnell einig, was passiert sein muss. Aber Lies akzeptiert diese Erklärung nicht und forscht nach der Wahrheit. Doch wessen Wahrheit findet sie?
Dies war mal wieder eins dieser Bücher, welches ich innerhalb von 2 Tagen weggelesen habe. Am liebsten hätte ich „vorgespuhlt“, weil die Spannung kaum auszuhalten war. Gleich auf den ersten Seiten nimmt einen die Geschichte total gefangen. Der Perspektivwechsel zwischen der Mutter und Lies beleuchtet die Geschichte von beiden Seiten und lässt den Leser Aspekte wissen, die Lies nicht kennt. Ich glaube genau das ist es auch was einen so umtreibt und das typische Thriller-Bauch-Kribbeln verursacht. Von mir gibt es dafür eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 16.09.2021

Vor dem Neuanfang kommt ein Ende

Sternflüstern
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Damit etwas neu beginnen kann, muss ja meist etwas enden. Für machen sind es Lebensabschnitte oder Lebenssituationen, manchmal ist es aber auch gleich ein ganzes Leben, das endet. Zurück bleiben Menschen ...

Damit etwas neu beginnen kann, muss ja meist etwas enden. Für machen sind es Lebensabschnitte oder Lebenssituationen, manchmal ist es aber auch gleich ein ganzes Leben, das endet. Zurück bleiben Menschen in Trauer, die vom Schmerz des Verlustes betroffen sind und sich ihr Leben ohne den Verstorbenen neu erdenken müssen.
Um diese Situation geht es hier in dieser Geschichte. Irith hat jahrelang eine Beziehung mit Lunis geführt, der plötzlich und unerwartet verstirbt. Sie muss feststellen, dass sie doch einiges von ihm nicht wusste und dass er eine große Lücke in ihrem Leben hinterlässt. Doch sie hat die Gabe die materiellen Dinge mit anderen Augen zu sehen. Sie kann sich in kleinen Details verlieren und zieht daraus viel Kraft. Doch sie ist nicht die Einzige die Lunis mit seiner künstlerischen, stillen Art berührt hat und deren Lebensweg er kreuzte. Und so begegnen Irith noch zwei andere Frauen, mit denen sie sich verbunden fühlen kann.
Dieses Buch geht auf ganz sanfte und wunderbare Weise mit dem Thema Trauer um. Viele Phasen und Aspekte wie: Traurigkeit, Hoffnungslosigkeit, Verzweiflung aber auch Wut und Schuld werden in dieser Geschichte angesprochen. Paula Carlin, hat mit Worten und bildhafter Sprache den Moment eingefangen, bei dem sich die ganze Welt verschiebt, da etwas unaussprechliches geschehen ist und es nie wieder so sein wird wie es einmal war. Jedoch für mich nicht bedrückend und angsteinflößend, sondern sehr bunt, hoffnungsvoll und tröstend.

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Veröffentlicht am 10.09.2021

Schöne neue Welt

Broken World
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„Broken World- Wie willst du leben“ von Jana Voosen
Die Welt hat sich verändert. Das Sozial- und Gesundheitssystem und die Sorge um die Schwachen der Gesellschaft haben die Menschheit fast ausgerottet. ...

„Broken World- Wie willst du leben“ von Jana Voosen
Die Welt hat sich verändert. Das Sozial- und Gesundheitssystem und die Sorge um die Schwachen der Gesellschaft haben die Menschheit fast ausgerottet. Nun regieren die Starken über die Schwachen. Wer zur Elite gehört dem ist ein luxuriöses Leben sicher. Wer krank oder schwach ist der ist dem Untergang geweiht. Die junge Yma wächst in dieser unbarmherzigen Welt auf. Doch sie ist Jahrgangsbeste und ihre Zukunft sieht rosig aus. Doch dann macht sie eine Bekanntschaft, die sie vor die Wahl stellt und ihr bisheriges Leben auf den Kopf.
Das Buch ist unglaublich fesselnd und spannungsgeladen. Die Grausamkeit dieser Welt erzeugt Übelkeit. Doch während des Lesens konnte ich nicht aufhören Paralellen zu unserer Welt zu ziehen. In „Broken World“ sind die Slums, in denen die Ausgestoßenen in Fabriken arbeiten müssen um den Reichen zu dienen, nur wenige Kilometer entfernt. In unserer Welt jedoch auch nur einige Flugstunden. Und so hatte dieser Roman für mich auch viel Gesellschaftskritisches ohne mit dem erhobenen Finger zu tadeln. Jana Voosen hat uns hier eine Welt gezeigt, die sicher niemand von uns erleben möchte und auch gleich den Schlüssel gegen eine solche Gesellschaft mitgeliefert: Mitgefühl.

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Veröffentlicht am 08.09.2021

Zweisprachiges Kinderbuch

Das blaue Kleid
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„Das blaue Kleid“ von Yu-Jan Chang
ist ein ganz besonderes Kinderbuch. Die kleine Xiao Yu möchte auch so gerne bunte Kleider tragen, wie die anderen Kinder. Aber ihr Kleid ist langweilig und farblos. Und ...

„Das blaue Kleid“ von Yu-Jan Chang
ist ein ganz besonderes Kinderbuch. Die kleine Xiao Yu möchte auch so gerne bunte Kleider tragen, wie die anderen Kinder. Aber ihr Kleid ist langweilig und farblos. Und nun steht doch der große Maskenumzug vor der Tür. Doch Farben verträgt die Kleine nicht. Ihre Mutter weiß keinen Rat und bringt sie zu ihrer Großmutter in die Berge. Dort trifft sie einen kleinen Elfen, der ihr eine wunderbare und magische Blume zeigt. Wird diese ihr zu einem schönen Kleid verhelfen?
Das besondere an diesem Buch ist die Zweisprachigkeit (deutsch-chinesisch). Meine Tochter hat nur wenig Berührungspunkte mit der chinesischen Sprache. Sie war jedoch ganz fasziniert von den Schriftzeichen und hat sie genau betrachtet und nachgemalt. Die Geschichte hat uns sehr gut gefallen und die wunderschönen Illustrationen konnten uns begeistern. Es ist wirklich eine tolle Möglichkeit den Kindern durch Kinderbüchern den Einblick in eine andere Kultur zu ermöglichen.

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Veröffentlicht am 08.09.2021

Ein neues Leben

Die Heimkehr der Störche
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Nach dem wirklich wunderbaren ersten Teil „Soweit die Störche ziehen“ war für mich klar, dieses Buch muss ich unbedingt lesen. Und es hat meine Erwartungen noch weit übertroffen.
Sieben Jahre nach dem ...

Nach dem wirklich wunderbaren ersten Teil „Soweit die Störche ziehen“ war für mich klar, dieses Buch muss ich unbedingt lesen. Und es hat meine Erwartungen noch weit übertroffen.
Sieben Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges versucht die junge Dora wieder Fuß zu fassen. Von ihrem alten Leben in Ostpreußen ist, bis auf wunderschöne Erinnerungen, nicht viel übrig geblieben. Die Twardys sind froh überhaupt mit dem Leben davon gekommen zu sein. Doch Dora gibt nicht auf. Sie möchte Tierärztin werden. Die Humboldt Universität in Ost-Berlin gibt ihr als Frau als einzige eine Chance. So macht sie sich mit ihrer Ziehtochter Clara auf nach Berlin. Auch immer in der Hoffnung ihre große Liebe Curt wiederzufinden. Doch schon bald lernt sie die Schattenseiten des DDR Regimes kennen.
Kennt ihr das Gefühl, als wenn ein Buch nur für euch geschrieben wurde? So erging es mir mit diesem Buch. Schon der erste Teil hat mich tief berührt. Ich hatte damals, dass Gefühl die Geschichte meiner Großeltern erzählt zu bekommen. Bei diesem zweiten Buch war ich total erstaunt zu lesen, dass Dora in Berlin Tiermedizin studieren wird. Denn das war auch mein Lebensweg. Ich kenne alle Orte der Universität genau und habe selber unzählige Stunden auf dem Campus verbracht. Auch unsere Familie, war durch die Mauer getrennt und auch wir haben diese Ängste und Schikanen erleben müssen. So wie es in diesem Buch beschrieben wird, so war es wirklich und genauso habe ich es empfunden. Es war einfach eins dieser Bücher von denen man nicht möchtet, dass sie enden.

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