Ein Leitfaden

Wie schreibt man eine gute Rezension?

Bei fast 90.000 Neuerscheinen pro Jahr können Leser schnell den Überblick verlieren. Welches der vielen Bücher lohnt es sich zu lesen und welches verspricht vielleicht mehr als es bieten kann? Bei der Vielzahl der Novitäten können Rezensionen als Orientierungshilfe dienen: Sie empfehlen Bücher oder raten von ihnen ab.

Mit deiner Rezension kannst du anderen dabei helfen, ihr nächstes Lieblingsbuch zu finden!

Falls du noch nie eine Rezension geschrieben hast oder dir unsicher bist, wie du am besten vorgehen solltest, haben wir hier ein paar Tipps für dich zusammengestellt. Generell gilt aber natürlich: Es geht um deine Meinung und Gedanken – wir möchten dich nicht einengen, sondern dir lediglich eine Hilfestellung bieten.

Um dir das Verfassen einer Rezension zu vereinfachen, lohnt es sich, den Text zu gliedern. Eine mögliche Einteilung wäre zum Beispiel diese:

1.    Einleitung und Zusammenfassung

Hier fasst du die Geschichte kurz mit eigenen Worten zusammen. Wichtig ist, dass du nicht zu sehr ins Detail gehst; es muss nicht die gesamte Geschichte nacherzählt werden. Ein Überblick über die Handlung und die Figuren reicht völlig aus. In diesem Teil sollten folgende Punkte berücksichtigt werden:
-    Spoiler: Verrätst du wichtige Details über die Handlung? Dann leite deine Rezension mit einer (fett gedruckten) Spoiler-Warnung ein, damit du niemanden den Lesespaß nimmst.
-    Kurze Zusammenfassung der Geschichte: Fasse kurz zusammen, worum es geht, wo die Geschichte spielt und wer die wichtigsten Figuren sind.
-    Wenn interessant, nenne einige Hintergrundinformationen zum Buch oder zum Autor (z.B. Reihenzugehörigkeit etc.)

2.    Deine Meinung

Dies ist der wichtigste und ausführlichste Teil. Hier kannst du erzählen, wie dir das Buch gefallen hat, welche Aspekte du besonders mochtest und was dich gestört hat. Auch die Aufmachung des Buches (z.B. das Cover, wenn vorhanden Illustrationen etc.) kann an dieser Stelle erwähnt werden. Erzähl deinem Leser nicht nur, dass du die Protagonisten als sympathisch empfunden hast, sondern auch warum. Inhaltlich kannst du in diesem Teil auf folgende Themen eingehen:

  • Spannungsbogen
  • Geschichte
  • Authentizität der Figuren
  • Thema des Buches
  • Umsetzung
  • Schreibstil
  • Originalität
  • Lesespaß
  • etc.

3.    Fazit

Am Ende fasst du deine Meinung nochmal kurz in ein paar Sätzen zusammen. Wichtig ist, dass deine Leser nicht nur auf einem Blick sehen, wie du das Buch bewertest, sondern auch einen Eindruck von der Geschichte bekommen und einschätzen können, ob sie das Buch lesen möchten oder nicht. 

Wir zeigen dir eine Beispiel-Rezension

Damit du ein besseres Bild von einer gelungenen Rezension bekommst, zeigen wir dir hier anhand eines Beispiels, welche Aspekte für eine Rezension wichtig sind.

Die Rezension stammt von Leselurch und sie bespricht den Roman "Glück ist, wenn man trotzdem liebt".

Klicke hier, um Dir die Rezension mit unseren Kommentaren anzusehen:

Zur Rezension

"Glück ist, wenn man trotzdem liebt" von Petra Hülsmann

Es gibt Dinge, die Isabelle absolut heilig sind: ihre Daily Soap. Ihre Arbeit in einem schönen Blumenladen. Und das tägliche Mittagessen im Restaurant gegenüber. Überraschungen in ihrem geregelten Leben kann sie gar nicht leiden. Doch dann wird "ihr" Restaurant von dem ambitionierten Koch Jens übernommen - und der weigert sich nicht nur, ihr Lieblingsgericht zuzubereiten, sondern sorgt auch sonst für Chaos in Isabelles wohlgeordneter Welt. Während sie alles wieder in ruhige Bahnen zu lenken versucht, ahnt sie aber schon bald, dass es vielleicht gerade die Überraschungen sind, die ihr Leben reicher machen ...

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