Stell dir vor...
Worum geht’s?
Arthur Opp ist ein einsamer, übergewichtiger Literaturprofessor, der sein Haus nicht mehr verlässt. Sein einziger sozialer Kontakt ist eine jahrelange Brieffreundschaft mit seiner ehemaligen ...
Worum geht’s?
Arthur Opp ist ein einsamer, übergewichtiger Literaturprofessor, der sein Haus nicht mehr verlässt. Sein einziger sozialer Kontakt ist eine jahrelange Brieffreundschaft mit seiner ehemaligen Studentin Charlene. Als Sie ihn um Hilfe für ihren Sohn bittet, gerät sein isoliertes Leben ins Wanken. Parallel begleiten wir den jungen Kel, der mit ganz anderen Problemen zu kämpfen hat.
Wie war’s?
Das war mein erstes Buch von Liz Moore, aber ganz sicher nicht mein letztes! Es lies sich unglaublich gut lesen und hat sich nach und nach zu einer immer tiefgreifenderen und emotionalen Geschichte entwickelt. Die Richtung, die das Buch genommen hat, habe ich nicht erwartet.
Was mir sehr gefallen hat, war die Umsetzung der beiden POVs. Der Wechsel ist nicht gekennzeichnet, aber Liz Moore arbeitet hier mit völlig verschiedenen Schreibstilen. Das erleichtert den Wechsel zwischen den Charakteren und macht die die jeweiligen Persönlichkeit sehr greifbar und real.
Die Geschichte ist zwischenzeitig wirklich tragisch und sehr emotional. Ich war immer wieder sehr ergriffen. Es geht um Einsamkeit, verpasste Chancen und die Frage, wer wir eigentlich sind. Gleichzeitig gibt es aber so viele schöne und hoffnungsvolle Momente. Liz Moore schreibt einfach sehr empathisch, sodass ich mich den Charakteren nicht entziehen konnte.
Ich will gar nicht mehr auf den Inhalt und die Charaktere eingehen, um durch die Rezension kein Überraschungsmoment kaputt zu machen. Das war für mich auch ein wenig das Besondere an diesem Buch.
Gebt diesem Buch unbedingt eine Chance! Mich hat es berührt und damit überrascht, wie es seine wahre Stärke nach und nach entfaltet.