Cover-Bild Simon Radowitzky
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26,00
inkl. MwSt
  • Verlag: bahoe books
  • Themenbereich: Graphic Novels, Comics, Cartoons
  • Genre: Weitere Themen / Comics, Cartoons, Humor
  • Seitenzahl: 280
  • Ersterscheinung: 06.2019
  • ISBN: 9783903290068
Agustin Comotto

Simon Radowitzky

Vom Schtetl zum Freiheitskämpfer
Lea Hübner (Übersetzer)

Eine wunderschön in Schwarz und Rot illustrierte Comic-Biographie, welche die Geschichte von Simón Radowitzky (1891–1956) erzählt, einer sanften Seele, die in einer grausamen Welt gefangen ist.
Sein turbulentes Leben beginnt in einem russischen Schtetl, wo ihn die Kinderarbeit und die antisemitischen Pogrome durch Kosaken radikalisieren. Nach der gescheiterten Revolution 1905 flüchtet er nach Argentinien und findet bald Anschluss an die starke anarchistische Bewegung dort. Bei einer Demonstration am 1. Mai 1909 wurden 100 Arbeiter erschossen und Simon Radowitzky beschließt, sich mit einer Bombe am Einsatzleiter Oberst Falcon zu rächen. Es folgen turbulente Zeiten, mit einem langen Aufenthalt als Gefangener in Ushuaia (Patagonien), der Teilnahme an der Spanischen Revolution ab 1936 und der erneuten Flucht nach Mexiko, wo er 1956 stirbt.
Comotto recherchierte und zeichnete sechs Jahre an diesem Meisterwerk. Im Anhang finden sich alle verwendeten Quellen und kurze Biographien der historischen Persönlichkeiten.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.06.2025

Eindrucksvoll und wuchtig

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Die vorliegende Graphic Novel befasst sich mit dem Leben von Simón Radowitzky, einem ukrainisch-argentinischen Anarchisten und Gewerkschafter, geboren 1891 in einem kleinen ukrainischen Dorf. Als Sohn ...

Die vorliegende Graphic Novel befasst sich mit dem Leben von Simón Radowitzky, einem ukrainisch-argentinischen Anarchisten und Gewerkschafter, geboren 1891 in einem kleinen ukrainischen Dorf. Als Sohn eines jüdischen Arbeiters verließ er bereits mit zehn Jahren unfreiwillig die Schule, um arbeiten zu gehen und die Familie zu unterstützen. Bald darauf lernte er Lyudmyla kennen, die Tochter des Schmiedes, für den er arbeitete und der ihm einen Schlafplatz und zu essen gab. Durch sie kam er mit sozialrevolutionären Ideen in Berührung.

»Hätte Agustín Comotto sich diese Geschichte ausgedacht, wäre er sicherlich dafür kritisiert worden, maßlos zu übertreiben. Es scheint unglaubwürdig, dass so vieles in einem Leben zusammenkommt (so viel Ungerechtigkeit, so viel Gewalt, so viel Kampf, so viel Treue den eigenen Idealen gegenüber - so viel Schmerz in einem einzigen Körper).« (Vorwort von Liliana Ruth Feierstein, Buenos Aires im Winter 2019)

Sechs Jahre brauchte Agustín Comotto, um zu recherchieren, zu schreiben und zu zeichnen. Herausgekommen ist ein phantastisches Werk über das Leben einer Persönlichkeit, über die ich bis dato nichts gehört habe, über die ich aber nun, nachdem ich die Graphic Novel förmlich verschlungen habe, mehr wissen möchte. Die eindrucksvollen schwarzweißen Bilder, das gezielt eingesetzte Rot, die Brutalität und der Widerstand, die aus den Seiten springen, dies alles bescherte mir unvergessliche Lesestunden. Dabei ist das Werk anspruchsvoll und fordernd, keine leichte Lektüre, aber lehrreich und spannend. Gerne empfehle ich es weiter. Lesenswert!

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