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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.03.2026

Leicht und voller Optimismus

Drei Tage im Schnee
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Hannah nimmt sich eine Auszeit, ganze drei Tage fährt sie weg, hat ein kleines Häuschen gemietet und will entspannen. Als die kleine Sophie auftaucht und sie auffordert, ihr beim Bau einer Schneefigur ...

Hannah nimmt sich eine Auszeit, ganze drei Tage fährt sie weg, hat ein kleines Häuschen gemietet und will entspannen. Als die kleine Sophie auftaucht und sie auffordert, ihr beim Bau einer Schneefigur zu helfen, zögert Hannah erst, lässt sich dann aber auf das Abenteuer ein und kommt bald zu überraschenden Erkenntnissen.

»Ich fragte mich, wann mir zuletzt etwas so viel Freude bereitet hatte. Oder vielmehr, ob Spaß in meinem Leben überhaupt eine Rolle spielte, ein Kriterium war. Die meisten Dinge, die ich tat, tat ich nur, weil man das eben so machte. Weil andere das so machten.« (Seite 24)

Dieses kleine Büchlein ist perfekt für Leserinnen und Leser, die nach Entschleunigung suchen, nach einer bewussten Verlangsamung ihres Lebensrhythmus, um ihre Lebensqualität zu steigern und vielleicht auch, um achtsamer mit sich und den eigenen Bedürfnissen umzugehen. Die Erkenntnisse sind nicht neu, aber es ist schön, sich diese mit dieser Geschichte noch einmal ins Gedächtnis zu rufen. Sich daran zu erinnern, was wichtig ist im Alltag und was nicht. Besinnen wir uns darauf, wie schön das Leben sein kann.

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Veröffentlicht am 26.03.2026

Traf leider nicht meinen Geschmack

Rift
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Zuzanna und Janko erfüllen sich einen Kindheitstraum und fliegen in die USA. Janko ist krank, er wird in absehbarer Zeit sterben, beide wissen also, dass dies seine letzte Reise sein wird. Der Roadtrip ...

Zuzanna und Janko erfüllen sich einen Kindheitstraum und fliegen in die USA. Janko ist krank, er wird in absehbarer Zeit sterben, beide wissen also, dass dies seine letzte Reise sein wird. Der Roadtrip gestaltet sich nicht ganz so einfach, die Krankheit bremst die Geschwister aus und auch das Tagesbudget von fünfzehn Dollar lässt keine großen Sprünge zu. Oft kreisen Zuzannas Gedanken darüber, was sein wird, wenn Janko nicht mehr da ist, was es mit einem macht, wenn ein geliebter Mensch gegangen ist.

»Wonach wird die verbleibende Zeit berechnet, nach dem Zerfall der Zellen, nach dem Wachstum einer Masse in Jankos Körper? Welche Konsistenz hat diese Masse, wurde das berücksichtigt, und wer hat die Ergebnisse zusammengetragen?« (Seite 8)

Nach einem starken Anfang flachte die Geschichte leider ziemlich schnell ab, verlor sich zwischen Anspruch und Wirklichkeit, schaffte es nicht, mich zu fesseln. Ganz kurz nur kamen bei mir Emotionen auf, danach verfolgte ich die Reise von Bruder und Schwester, ohne dass eine richtige Bindung hätte entstehen können zu den Figuren. Das ist bedauerlich, denn der Klappentext versprach emotionale Lesestunden, ich war darauf vorbereitet, die Schönheit der Natur und die Traurigkeit der Situation gegeneinander ausspielen zu müssen. Dies passierte leider nicht. Es gab einige schöne Sätze, die mich berührten, aber insgesamt blieb das gewünschte Gefühl beim Lesen unglücklicherweise aus. Schade.

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Veröffentlicht am 24.03.2026

Ffions dritter Fall

Die Toten der anderen
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Eine Immobilienmaklerin wird tot aufgefunden, sie treibt in einem Kajak auf einem walisischen See. Detective Constable Ffion Morgan geht von Mord aus. Im englischen Cheshire hat Detective Sergeant Leo ...

Eine Immobilienmaklerin wird tot aufgefunden, sie treibt in einem Kajak auf einem walisischen See. Detective Constable Ffion Morgan geht von Mord aus. Im englischen Cheshire hat Detective Sergeant Leo Brady ebenfalls viel zu tun, eine Einbruchsserie erschüttert das noble Viertel The Hill. Im Laufe der Ermittlung ergeben sich plötzlich Parallelen zwischen den Fällen und bald ist klar, dass diese zusammenhängen.

Beim vorliegenden Buch handelt es sich um den dritten Teil der großartigen Reihe mit Ffion Morgan und Leo Brady. Man muss die vorherigen Bücher nicht zwingend gelesen haben, allerdings würde ich dies, zumindest was den ersten Band betrifft, empfehlen, denn das Aufeinandertreffen der beiden Protagonisten sowie deren persönliche Situation und Entwicklung sind maßgeblich für das bessere Verständnis ihrer Beziehung untereinander sowie der zu anderen Beteiligten. Wer dies nicht möchte: Die wichtigsten Aspekte werden am Rande in diesem Buch wiederholt und erklärt, sodass es keine Probleme geben dürfte, die Zusammenhänge zu verstehen.

Nach einem phänomenalen ersten Teil und einer etwas schwächeren Fortsetzung war ich gespannt, wie es mit Ffion und Leo weitergeht. Meine Vorfreude wurde nicht enttäuscht, der aktuelle Kriminalroman war genau nach meinem Geschmack. Der ermittlungstechnische Anteil ist diesmal deutlich geringer, die Geschichte mehr Roman als Krimi, aber dies hat meinen Lesegenuss nicht geschmälert, eher im Gegenteil! Ein bisschen True Crime, ein wenig Drama, eine große Prise Desperate Housewives und fertig ist eine Geschichte, die, zumindest für mich, keine Wünsche offen ließ. Ich habe mich köstlich amüsiert, wäre bereit für ein weiteres Treffen mit den beiden Akteuren und freue mich drauf.

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Veröffentlicht am 22.03.2026

Traf leider nicht meinen Geschmack

Weißes Licht
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Cece plant ihre Hochzeit mit Charlie an einem idyllisch gelegenen Bergsee in Montana. Da Charlie mit seinem Medizinstudium beschäftigt ist, bittet er seinen besten Freund Garrett, nach Cece zu sehen. Garrett ...

Cece plant ihre Hochzeit mit Charlie an einem idyllisch gelegenen Bergsee in Montana. Da Charlie mit seinem Medizinstudium beschäftigt ist, bittet er seinen besten Freund Garrett, nach Cece zu sehen. Garrett hat sich seit einem tragischen Vorfall zurückgezogen, arbeitet als Gepäckabfertiger am Flughafen und kümmert sich um seinen kranken Vater. Als er Cece kennenlernt, kehrt seine Lebenslust wieder zurück. Auch Cece fühlt sich zu Garrett hingezogen, was beide in eine unangenehme Situation bringt.

»Cece sah Garrett in die Augen und senkte dann den Blick, als hätte sie ihn nicht bemerkt. Garrett blieb das Herz stehen. Er musste etwas Drastisches tun. Er konnte Charlie nicht umbringen, aber irgendwas musste geschehen. Die Zeit lief ihm davon.« (Seite 127)

Nach einer Leseprobe brannte ich darauf, das vorliegende Buch lesen zu können, die Vorfreude war wirklich groß. Leider musste ich ziemlich schnell feststellen, dass die Leseprobe fast der spannendste Abschnitt des Buches war. Natürlich ist die Geschichte nichts Neues, sondern eher ein Klassiker, wenn sich Menschen verlieben in einen Freund. Trotzdem klang der Klappentext anziehend genug, auch wegen dem Schauplatz in Montana. In Wellen wechselten sich die unterhaltsamen Passagen mit solchen ab, die langatmig waren, um nicht zu sagen völlig banal. Dazu kam, dass ich einfach keine Beziehung zu den Figuren aufbauen konnte, ihre Gefühle und Beweggründe blieben mir bis zum Schluss fremd. So klappte ich das Buch am Ende zu und war gedanklich schnell weit weg. Für mich persönlich war dies nicht das richtige Buch. Leider.

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Veröffentlicht am 21.03.2026

Wenn ein Geist zum Leben erwacht

Anna oder: Was von einem Leben bleibt
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In diesem Buch begibt sich der Autor, der Redakteur der Wochenzeitung DIE ZEIT ist, auf die Spuren seiner Urgroßmutter Anna. Diese Reise führt ihn zurück in das Jahr 1887, tief ins Sauerland hinein, als ...

In diesem Buch begibt sich der Autor, der Redakteur der Wochenzeitung DIE ZEIT ist, auf die Spuren seiner Urgroßmutter Anna. Diese Reise führt ihn zurück in das Jahr 1887, tief ins Sauerland hinein, als Anna Kaltoff auf dem Weg ins Dorf Cobbenrode ist, um dort die neue Lehrerin zu werden. Anhand von alten Bildern, Postkarten und Briefen rekonstruiert Henning Sussebach unter Zuhilfenahme von Einträgen in diversen Ämtern, dem Studium von Geburtenregistern und anderen Dokumenten, soweit überhaupt noch erhalten, das Leben seiner Verwandten bis zu deren Tod.

»Partie, ein antiquarisches Wort, mittlerweile so veraltet, dass es Anführungszeichen braucht. Majuskeln, Chamberetten, Pilaster. Je tiefer ich in der Vergangenheit wühle, desto mehr alte Begriffe erobern dieses Buch. Wer bemächtigt sich hier eigentlich wessen Geschichte? (Seite 46)

Teils Sachbuch, teils Roman und zum Teil ein Buch darüber, wie die Welt sich weiterentwickelt hat, konnte mich das relativ schmale Büchlein sehr gut unterhalten. Dabei war es für mich in erster Linie gar nicht die Geschichte von Anna, die mich fasziniert hat, denn diese ist so persönlich, dass deren Leben zwar interessant, aber nicht aufregend genug war, um mich zu fesseln. Dies meine ich keinesfalls abwertend, sondern nüchtern und wertfrei. Was mich mehr als erfreut hat, waren die eingestreuten Fakten, was Erfindungen, geschichtliche Ereignisse und gesellschaftliche Entwicklungen angeht. Danke dafür.

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