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Veröffentlicht am 10.02.2026

David Hunter ist zurück!

Knochenkälte
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Dr. David Hunter hat sich verfahren und strandet während eines Wintersturms in dem kleinen Städtchen Edendale in den Cumbrian Mountains, deren Bewohner ihn von Anfang an spüren lassen, wie unerwünscht ...

Dr. David Hunter hat sich verfahren und strandet während eines Wintersturms in dem kleinen Städtchen Edendale in den Cumbrian Mountains, deren Bewohner ihn von Anfang an spüren lassen, wie unerwünscht er dort ist. Als der Ort aufgrund des Sturms von der Außenwelt abgeschnitten wird, findet der forensische Anthropologe auf der Suche nach einem Mobilfunksignal ein Skelett, das in einer Fichte hängt, die der Sturm entwurzelt hat. Eine Benachrichtigung der Behörden ist nicht möglich, das Strom- und Telefonnetz ist zerstört. Auf sich allein gestellt merkt David bald, dass der Mörder aufgescheucht wurde und vor weiteren Taten nicht zurückschreckt.

»Eingesponnen in ein nasses Gewirr aus Erdklumpen und Wurzeln hing das Skelett über dem Krater wie eine zerfledderte Vogelscheuche. Es war vollständig bekleidet, und die Fetzen einer Jeans, einer Cordjacke und eines Pullovers ließen keinen Zweifel daran, dass dies kein archäologischer Fund war.« (Seite 111)

Beim vorliegenden Buch handelt es sich um den siebten Teil der großartigen Reihe mit dem forensischen Anthropologen Dr. David Hunter. Man muss die vorherigen Bände nicht gelesen haben, um der Geschichte folgen zu können, die wichtigsten Aspekte werden beiläufig und ausführlich erwähnt. Die Fälle selbst sind in sich abgeschlossen, sodass die chronologische Reihenfolge nicht unbedingt eingehalten werden muss.

Viele Jahre hat es gedauert, bis ein neuer Band der Buchserie erschienen ist, die lange Wartezeit aber hat sich gelohnt. Anfangs war ich zwar skeptisch, denn Simon Beckett verlor sich ein paar so in den Beschreibungen der Umgebung, dass ich das Gefühl hatte, eine Lektion in Naturkunde zu lesen, im Laufe der Story gewöhnte ich mich jedoch daran. Als die Geschichte Fahrt aufnahm, war dies sowieso nebensächlich, denn die aufgebaute Spannung nahm mich vollkommen in Anspruch und ich gab mich ihr gerne hin. Es folgte ein Thriller ganz nach meinem Geschmack, teilweise hatte ich das Gefühl, selbst von der Welt abgeschnitten und in auswegloser Lage zu sein. Die Atmosphäre berauschte und die vielen unerwarteten Wendungen entzückten mich, noch auf den letzten Metern wusste der Autor mich zu überraschen. Die Auflösung war genial und ich fast enttäuscht, als es zu Ende ging. Ich hoffe, auf das nächste Abenteuer nicht so lange warten zu müssen, und freue mich sehr darauf!

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Veröffentlicht am 07.02.2026

Spannung pur

Gejagt durch Brandenburg
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Ein junges Mädchen wird in der Gartenlaube ihrer Eltern tot aufgefunden, der Verdächtige ist niemand anderes als der Sohn von Kriminalhauptkommissarin Carla Stach, die daraufhin von der Ermittlung abgezogen ...

Ein junges Mädchen wird in der Gartenlaube ihrer Eltern tot aufgefunden, der Verdächtige ist niemand anderes als der Sohn von Kriminalhauptkommissarin Carla Stach, die daraufhin von der Ermittlung abgezogen wird. Schwankend zwischen Hoffnung und Gewissheit ermittelt sie auf eigene Faust, während sich die Indizien häufen. Die Ermittlungen übernimmt währenddessen ausgerechnet ihr Erzfeind aus ihrer letzten Dienststelle, für den die Schuld von Carlas Sohn unbestritten feststeht.

Beim vorliegenden Buch handelt es sich um den vierten Teil der großartigen Kriminalreihe rund um Carla Stach, dieser Fall ist nicht nur der persönlichste für die sympathische Kriminalhauptkommissarin, sondern auch der absolute Höhepunkt der Buchserie, wie ich finde. Man muss die vorherigen Bände nicht gelesen haben, um folgen zu können, denn die wichtigsten Aspekte werden in die Geschichte eingebaut und wiederholt. Für Krimiliebhaber aber kann ich diese Reihe nur empfehlen, weil sie wirklich mehr als lesenswert ist.

Mit diesem Buch hat Richard Brandes sich selbst übertroffen, von der ersten bis zur letzten Seite konnte er mich an das Buch fesseln, bereits der Prolog versprach, was der Rest erfüllte. Spannend, voller überraschender Wendungen und mit einem unerwarteten Ausgang war dies ein Kriminalroman genau nach meinem Geschmack. Ich bin gespannt, ob ich wieder von Carla Stach lesen werde, falls es so sein sollte, dann freue ich mich sehr darauf!

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Veröffentlicht am 02.02.2026

Familienbande

Wir kommen zurecht
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Philipp ist siebzehn, die Abiturprüfungen stehen vor der Tür, da sind die Ausflüge zum Friedhof, um dort zusammen mit seinem besten Freund zu kiffen, wahrscheinlich nicht die beste Idee. Zu Hause ist es ...

Philipp ist siebzehn, die Abiturprüfungen stehen vor der Tür, da sind die Ausflüge zum Friedhof, um dort zusammen mit seinem besten Freund zu kiffen, wahrscheinlich nicht die beste Idee. Zu Hause ist es schwierig, aber auszuhalten, allerdings wird es mal wieder richtig kompliziert, als sich seine Mutter meldet, die er seit Jahren nicht gesehen hat. Aus Gründen. Philipp muss sich entscheiden, ob er weiterhin nichts sagt, um es einfacher zu haben, oder es lieber einfacher hat, dafür aber den schwierigeren Weg geht, indem er den Mund aufmacht.

»Aber vielleicht ging es gar nicht darum, darüber zu reden, was einem widerfuhr. Manche Dinge erklären sich nicht, selbst dann nicht, wenn man darüber spricht. Manche Dinge weiß man einfach, wenn man hinsieht und zuschaut, wenn man ein bisschen was erlebt und erlitten hat. (Seite 261)

Nach »Nordstadt« und »Koller« ist dies der dritte Roman von Annika Büsing, auf den ich mich sehr gefreut hatte. Leicht hat es mir die Autorin diesmal aber nicht gemacht, auch nach über fünfzig Seiten kam ich nicht in die Geschichte rein, sodass ich abgebrochen und pausiert habe. Aufgeben wollte ich allerdings nicht, denn ein kleiner Teil von mir wollte unbedingt wissen, um was es da eigentlich geht. So nahm ich das Buch ein paar Tage später erneut in die Hand, ließ mich auf die ungewöhnliche Erzählweise ein, und konnte es kurz darauf kaum glauben, aber so war es: Die Geschichte packte mich und ließ mich bis zur letzten Seite nicht mehr los. Wie gut, dass ich so hartnäckig war!

Die Erzählung rührte und bewegte mich, besonders das letzte Drittel war spannend, es geschah so viel und ich war neugierig, welcher Abschluss mich erwarten würde. Ein Roman, auf den man sich einlassen muss, besonders zu Anfang kam ich mit den drogeninduzierten Passagen nicht ganz klar, wuchs aber rein und dann verstand ich, was Sache war. Lesenswert!

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Veröffentlicht am 31.01.2026

Ein Denkmal den Büchern

Ich bin der beste Freund des Menschen
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»Liebe Bücher, ihr habt mir so viel gegeben, dass ich Euch etwas zurückgeben möchte. Und welches Geschenk eignet sich besser als ein Buch? Ein Buch, das nur Euch gewidmet ist: Das Buch der Bücher.« (Seite ...

»Liebe Bücher, ihr habt mir so viel gegeben, dass ich Euch etwas zurückgeben möchte. Und welches Geschenk eignet sich besser als ein Buch? Ein Buch, das nur Euch gewidmet ist: Das Buch der Bücher.« (Seite 111)

Mit diesem Büchlein und den darin enthaltenen 100 Cartoons hat Christian Schnalke allen Büchern ein Denkmal gesetzt. Ob lustig, dramatisch, nachdenklich oder parodiert, wunderschön sind die Bilder alle, manches hätte ich gerne als Postkarte, um sie anderen buchbegeisterten Menschen schicken zu können. Zum schauen, vorzeigen und erfreuen, aber auch als Geschenk, um anderen eine große Freude zu bereiten, eignet es sich perfekt. Dieses kleine Schmuckstück wird sich gut in meinem Regal machen und mit Sicherheit regelmäßig erneut angeschaut werden. Ich liebe es!

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Veröffentlicht am 28.01.2026

Eiskalte Spannung

Lügennebel
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Eine Gruppe von sechs Studenten kommt für eine Woche zusammen, die jungen Leute möchten ihre Skiferien mit Feiern, Spielen sowie viel Alkohol verbringen. Nach einem besonders turbulenten Abend ist eine ...

Eine Gruppe von sechs Studenten kommt für eine Woche zusammen, die jungen Leute möchten ihre Skiferien mit Feiern, Spielen sowie viel Alkohol verbringen. Nach einem besonders turbulenten Abend ist eine Person aus der Gruppe tot, man findet die Leiche draußen im eisigen Schnee. Eine Untersuchung wird ergeben, ob es sich um einen tragischen Unfall oder aber Mord handelt. Die Studenten machen es Polizeikommissarin Hanna Ahlander und ihrem Kollegen Daniel Lindskog jedoch nicht leicht und lügen, dass sich die Balken biegen.

Beim vorliegenden Buch handelt es sich bereits um den vierten Teil der großartigen Buchreihe mit Hanna Ahlander und ihren Kollegen. Man muss die vorherigen Bücher nicht gelesen haben, um dem Fall folgen zu können, für ein besseres Verständnis der Beziehungen einzelner Personen zueinander, wäre dies allerdings von Vorteil. Die wichtigsten Informationen werden allerdings nebenbei eingestreut.

Hanna Ahlander ermittelt zum vierten Mal und meine Faszination bleibt ungebrochen, was zum Teil an dem wirklich tollen Schreibstil liegt, zum Teil aber auch den interessanten und sympathischen Figuren geschuldet ist. Die außergewöhnlichen und komplexen Fälle tragen ihr Übriges dazu bei, dass es insgesamt ein rundes und perfektes Leseerlebnis wird. Der private Alltag der ermittelnden Personen nimmt genau die richtige Menge an Platz ein und führt dazu, dass auch in diesem Bereich keine Langeweile aufkommt. Insgesamt ein spannender und unterhaltsamer Band der Reihe, der mich bereits jetzt ungeduldig auf die Fortsetzung warten lässt. Lesenswert!

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