Von Kunst und Liebe
Im Licht der LofotenAnfang der 1930er Jahre reist die schwedische Malerin Anna Boberg (1864-1935) in ihre einsam gelegene Hütte auf den Lofoten, um dort endlich ein Kunstwerk zu erschaffen, das ihr die bisher ausgebliebene ...
Anfang der 1930er Jahre reist die schwedische Malerin Anna Boberg (1864-1935) in ihre einsam gelegene Hütte auf den Lofoten, um dort endlich ein Kunstwerk zu erschaffen, das ihr die bisher ausgebliebene Anerkennung in ihrer Heimat bringen soll. Das von ihrem Mann, dem berühmten Architekten Ferdinand Boberg, gebaute Atelier hilft Anna jeden Winter dabei, die raue Schönheit der Arktis und das besondere Licht dort auf die Leinwand zu bringen. Sie ahnt, dass diese Reise ihre letzte sein könnte.
»Je tiefgehender ich diese Häfen, diese Fjorde, diese sich ins Meer stürzenden Felsen ergründete, desto mehr bestätigte sich das Gefühl, verstärkte es sich sogar. Nach und nach begann diese Landschaft in mir zu wirken. Ich musste sie malen. Dringend.« (Seite 11)
Um Kunst und Liebe ging es im Buch, wobei die Kunst in erster Reihe stand, die Liebe blieb immer ein bisschen dahinter. Das Porträt der Malerin Anna Boberg von Sophie Van der Linden animierte mich beim Lesen dazu, mehr über diese herauszufinden. Über eine Frau, die Hosen trug, rauchte und in ungehöriger Weise Grenzen überschritt, die damals für Frauen galten. Die schwedische Künstlerin war und ist für ihre Landschaftsmalerei bekannt, sie erschuf Bilder, die wirklich faszinierend sind. Leider konnte mich das vorliegende Buch nicht so begeistern, wie es die Werke von Anna Boberg vermochten, ich habe es zwar gerne gelesen, aber der berühmte Funke wollte einfach nicht überspringen auf mich. Dennoch eröffnete es mir einen Weg in eine besondere Welt. Danke dafür.