Cover-Bild Die Angst, dein bester Freund
15,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Piper
  • Themenbereich: Sport und Freizeit
  • Genre: keine Angabe / keine Angabe
  • Seitenzahl: 192
  • Ersterscheinung: 14.09.2015
  • ISBN: 9783492405751
Alexander Huber

Die Angst, dein bester Freund

»Alexander Hubers Auseinandersetzung mit der Angst ist ein wirklich spannendes und kluges Buch.« Alpin

»Nicht jeder muss ein Extremsportler werden. Aber es lohnt sich, beizeiten mutig zu sein und ein gewisses Risiko einzugehen. Somit ist das Buch auch ein Plädoyer für den Mut, die Courage. Weil eben Mut und Angst untrennbar miteinander verbunden sind.« Alexander Huber

Für Extremkletterer Alexander Huber, der schwierigste Wände ohne Seilsicherung bestieg, ist Angst ein lebenswichtiger Begleiter. Er beschreibt, wie sie ihn auf seinen Touren antreibt, schützt und auch leitet. Erzählt, wie sie ihm fast das Bergsteigen nahm, als sie zur Last wurde. Und vermittelt dabei eindringlich, dass man kein Extremsportler sein muss, um aus der lähmenden Gedankenspirale herauszufinden. Und dass es sich lohnt, im Leben Risiken einzugehen und sich mit der Angst zu verbünden.

Das Buch beantwortet so wichtige Fragen wie:

  • Kann ich Angst als etwas Positives empfinden?
  • Inwiefern ist sie eine intensive Lebenserfahrung?
  • Und warum verhelfen meine Ängste mir zu mehr Unabhängigkeit?

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.09.2016

Durchwachsen aber ein 'Gut' (3 Punkte) hat es verdient

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Redaktioneller Hinweis: Ich danke dem Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares.

Cover
Ein Mann. Eine raue Wand. Steilheit.
Darunter in großen Lettern der Titel „Die Angst Dein bester ...

Redaktioneller Hinweis: Ich danke dem Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares.

Cover
Ein Mann. Eine raue Wand. Steilheit.
Darunter in großen Lettern der Titel „Die Angst Dein bester Freund“
Das weckt Neugier.

Inhalt und Aufteilung des Buches
Das Buch handelt vom Profisportler Alexander Huber und beschreibt unter anderem, wie er zum Klettern kam, erzählt einige seiner Erlebnisse beim Extremklettern und berichtet von der Angst. Dabei wird dieses Wort so häufig genutzt, dass sich die Überlegung einstellte, das es schön wäre seine Definition von Angst zu kennen. Beispielsweise werden allein die Worte Angst oder Ängste auf Seite 27 volle 13 mal genannt. Übertroffen wird dies auf Seite 28 mit 17 Erwähnungen! Auch dass er ‚ohne Sicherung‘ und ‚seilfrei‘ klettert, wird gebetsmühlenartig zumindest auf den ersten Seiten immer wieder erwähnt (Seite 11, 13, 14, 15, ...). Fachbegriffe wie ‚biwakiert‘, ‚seracs‘ oder die verschiedenen Grade bei Seillängen werden nicht erklärt.

Da Lukas Eberle immer wieder Beiträge zusteuerte, forschte ich im Internet nach, wer das eigentlich ist. Dessen Beiträge gehen auf Angst ein und erklären sehr schön Hintergründe und Fakten und tragen nach Sätzen des Autoren wie, ich zitiere: ‚Lebe mit der Angst und du wirst daran wachsen‘, wieder zur Beruhigung bei. Der Autor schreckt nicht vor der Aussage zurück, unser Angstsystem sei zu einer Art Spielzeug geworden um darauf das Zitat von Churchill zu nennen: „Nichts im Leben löste ein größeres Hochgefühl aus, als beschossen und nicht getroffen zu werden.“ Jedoch kann damit auch der Versuch gemeint sein das Hochgefühl eines Bergsteigers zu beschreiben, der nicht abstürzte.
Nach dem ersten Drittel wird es spannend, auch wenn Klettertouren eher zu kurz erklärt werden. So bleibt auf Seite 70 unklar warum sie ‚gerettet‘ waren und auf Seite 74 was der Satzteil meint: ‚... um die härtesten der meist nicht mehr als senkrechten Alpintouren zu klettern“.
Doch das Buch steigert sich.
Interessante Farbbilder im Mittelteil geben einen Einblick in das freie Klettern. Der Autor berichtet offen und ehrlich von seiner Entwicklung zum Profikletterer und seiner Abwärtsspirale in die Angst, von seinem Kampf und seiner Strategie aus dem Tal herauszukommen. Dieser leider doch kurze Teil ist sehr gut gelungen und gut genug geschrieben, um echtes Interesse zu wecken.
Zum Ende des Buches kommt der Autor wieder auf sein Statement zu Hasardeuren zurück, obwohl er diesen schon zu Beginn des Buches attestiert hatte, dass sie ‚noch nie weit gekommen sind‘. Die Interviews von Herrn Eberle mit dem Adidas-Chef und mit den ‚Huberbuam‘ zum Thema Angst runden das Buch ab.

Fazit
Leider bleibt das Buch hinter den Möglichkeiten zurück, die dieser interessante Ansatz bot.