Eine Kurzkrimisammlung mit viel Lokalkolorit
„Mörderisches Bonn“ versammelt elf Krimikurzgeschichten von Andreas J. Schulte, die in und um Bonn spielen. So besucht man während der Lektüre neben der Rheinaue, dem Regierungsviertel, dem Botanischen ...
„Mörderisches Bonn“ versammelt elf Krimikurzgeschichten von Andreas J. Schulte, die in und um Bonn spielen. So besucht man während der Lektüre neben der Rheinaue, dem Regierungsviertel, dem Botanischen Garten oder der Museumsmeile auch Rhöndorf, Bad Honnef und das Siebengebirge (Die einzelnen Handlungsorte werden in 125 Freizeittipps, die fundiert recherchiert sind, noch weitergehend vorgestellt.) Teils handelt es sich bei den Kurzgeschichten um humoristische Kriminalerzählungen (wie „Und Hopp AG“, in der ein Seniorinnengespann eine besondere Geschäftsidee hat), teils um Detektivgeschichten (wie „Sport ist Mord“, in der ein Serienmörder sein Unwesen treibt). Alle Geschichten sind anschaulich geschrieben und mit einer schönen Portion Lokalkolorit ausgestattet. Im Folgenden möchte ich noch kurz meine drei Highlights vorstellen: 1. „Die ,Schäl Sick““, eine in Rhöndorf/Bad Honnef/Beuel spielende Kurzgeschichte, die mir gefallen hat, da sie diskontinuierlich erzählt wird und einen Twist am Ende besitzt. 2. In „An die unsterbliche Geliebte“ wird ein Beethoven-Experte ermordet aufgefunden. Diese Geschichte fand ich interessant, da hier eine Episode aus dem Leben Beethovens aufgegriffen wird. 3. „Mörderisches Bonn“, das von einem Mord im Schriftteller-Milieu handelt. Diese Geschichte fand ich spannend, da hier das Schreiben einer in Bonn spielenden Kurzgeschichtenanthologie auf einer Metaebene aufgegriffen wird.