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Veröffentlicht am 23.11.2021

Ein Roman mit einer beeindruckenden Welt und einer interessanten Grundidee

Der Zorn des Oktopus
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Inhalt: Die Welt im Jahre 2029. Das Klima ist vollends gekippt, die daraus entstehenden katastrophalen Folgen sind real. Dies hat auch Konsequenzen für die Organisation der Staaten: Diese haben sich in ...

Inhalt: Die Welt im Jahre 2029. Das Klima ist vollends gekippt, die daraus entstehenden katastrophalen Folgen sind real. Dies hat auch Konsequenzen für die Organisation der Staaten: Diese haben sich in einer Klima-Allianz formiert, die versucht, zu retten, was noch möglich ist. Hoffnung birgt ein Quantencomputer, der gerade entwickelt wird. Doch kurz vor seiner Fertigstellung häufen sich irritierende Unregelmäßigkeiten im Projekt, etwas scheint vertuscht zu werden und plötzlich wird der Computer, der nicht nur für noble Zwecke benutzt werden kann, gestohlen…

Persönliche Meinung: „Der Zorn des Oktopus“ ist ein Roman von Dirk Rossmann und Ralf Hoppe. Erzählt wird er meist in eher kurzen Kapiteln von einem allwissenden Erzähler, der unterschiedliche Perspektiven einnimmt. Im Fokus stehen dabei die Perspektiven von Thomas Pierpaoli, einem Beamten, und Ariadna, einer Sängerin, die sich in humanitären Hilfsaktionen engagiert. Beide sind eher unfreiwillig in den Dunstkreis des Quantencomputers gekommen und versuchen nun, den Quantencomputer wiederzubeschaffen und dadurch seine nicht-intendierte Nutzung zu verhindern. Interessant an „Der Zorn des Oktopus“ ist die erschaffene Handlungswelt und ihre Organisation: Die Klimakatastrophe ist eingetreten, die G3 (USA, China und Russland) haben die UNO verlassen und die Klima-Allianz gegründet, deren Ziel die Umkehrung des Klimawandels ist. Einher mit der Klima-Allianz, der nach und nach (fast) alle Staaten beigetreten sind, geht eine gesteigerte Globalisierung und Zentralisierung der (Welt)Organisationsstruktur, wodurch ein interessantes Zukunftsszenario entworfen wird, das auch angedeutete Elemente einer Dystopie beinhaltet. Weniger ausführlich ausgestaltet als die Handlungswelt sind die auftretenden Figuren. Diese bleiben weitestgehend blass und oberflächlich. Eine Ausnahme bilden hier einige humorvolle Nebenfiguren, die Witz und Leben in die Handlung bringen. Der Erzählstil des Romans ist sehr detailliert. Zu Figuren (auch den „kleinsten“ Nebenfiguren) und Orten werden viele Informationen aufgeführt, die das Erzähltempo drosseln und die Handlung aufgebläht wirken lassen, weshalb man beim Lesen stellenweise einen langen Atem besitzen muss. Diese Informationen, die oftmals keine weitere Relevanz für den Fortgang der Handlung besitzen, führen leider dazu, dass keine typische „Thriller-Spannung“ aufkommt. Im letzten Drittel des Romans wird das Tempo allerdings noch einmal angezogen und auch die Spannung nimmt zu: Hier mausert sich „Der Zorn des Oktopus“ zu einem modernen Spionagethriller mit einer schönen Portion Action. Eine besonders interessante Rolle nimmt dabei der Quantencomputer ein, dessen wahres Potential hier aufgedeckt wird. Der Schreibstil changiert zwischen zwei unterschiedlichen Modi: Zu Beginn dominiert ein eher journalistisch-berichtender Stil mit wenigen Dialogen. Je weiter die Handlung voranschreitet, desto mehr wird literarisch erzählt. Insgesamt ist „Der Zorn des Oktopus“ ein Roman, der mich etwas zwiegespalten zurückgelassen hat: Die entworfene, leicht dystopische Welt ist beeindruckend, die Grundidee des Romans interessant, das letzte Drittel des Romans spannend und die Auflösung schön gemacht. Der Weg dorthin war allerdings für mich steinig, da die auftretenden Figuren – bis auf Ausnahmen – eher blass blieben und die Handlung durch nicht unbedingt nötige Informationen langatmig und übersättigt wurde.

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Veröffentlicht am 21.11.2021

Eindrücklich, realistisch und emotional

Ich werde dich nie vergessen
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Triggerwarnung: „Ich werde dich nie vergessen“ thematisiert sexuelle Gewalt und deren psychische Folgen.

Inhalt: Maik lebt ein geordnetes Leben. Gemeinsam mit seiner Frau Anastasia wohnt er in einer ...


Triggerwarnung: „Ich werde dich nie vergessen“ thematisiert sexuelle Gewalt und deren psychische Folgen.

Inhalt: Maik lebt ein geordnetes Leben. Gemeinsam mit seiner Frau Anastasia wohnt er in einer schönen Wohnung in Berlin; sein kleines Modedesignunternehmen ist erfolgreich. An seine Vergangenheit denkt er kaum. Doch das ändert sich, als ihn ein Brief erreicht, in dem er Fotos findet. Fotos, die seinen unentschuldbaren Übergriff zeigen.

Persönliche Meinung: „Ich werde dich nie vergessen“ ist eine Kurzgeschichtensammlung von Ana Juna. Das Buch versammelt vier aufeinander aufbauende Kurzgeschichten, die sich inhaltlich mit sexueller Gewalt und deren Auswirkungen beschäftigen. Erzählt werden die vier Kurzgeschichten aus mehreren unterschiedlichen Perspektiven. Neben Sterni, der sexuelle Gewalt angetan wurde, und Maik, dem Täter, werden nach und nach wechselweise die Perspektiven von Personen aus dem näheren Umfeld beider eingenommen: Anastasia, die Ehefrau von Maik, die – nachdem sie von der Vergangenheit Maiks erfährt – ihre Beziehung zu ihm hinterfragt, Vivi, eine Freundin von Sterni, die Sterni (zunächst) nicht glaubte, und Ratte, ein früherer Freund von Sterni und Maik. Das Leben dieser Figuren wird – in unterschiedlicher Form – durch den sexuellen Übergriff Maiks beeinflusst und verändert, sodass jede Figur eine Entwicklung durchmacht. Für einzelne Figuren gibt es dabei kein Zurück mehr; andere versuchen, ihr Leben neu aufzubauen. Die unterschiedlichen Entwicklungen werden durch die verschiedenen Perspektiveinnahmen anschaulich deutlich. Die Kurzgeschichten sind durchweg ungeschönt, realistisch und ehrlich (daher sollte man vor dem Lesen auch die im Buch befindlichen Triggerwarnungen beachten); zugleich findet sich in ihnen aber auch ein Funke Hoffnung. Der Schreibstil von Ana Juna ist sehr eingängig und die Geschichten lassen sich flüssig lesen. Insgesamt ist „Ich werde dich nie vergessen“ eine eindrückliche, realistische und gleichzeitig emotionale Kurzgeschichtensammlung, die sich mit wichtigen Themen auseinandersetzt.

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Veröffentlicht am 18.11.2021

Ein rasanter Thriller mit einschneidenden Wendungen

Todesschmerz
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Inhalt: Maarten S. Sneijder und sein Team sind einem Maulwurf in den eigenen Reihen auf der Spur. Doch gerade, als sie Fortschritte vermelden können, werden sie nach Norwegen geschickt: Die dort ansässige ...

Inhalt: Maarten S. Sneijder und sein Team sind einem Maulwurf in den eigenen Reihen auf der Spur. Doch gerade, als sie Fortschritte vermelden können, werden sie nach Norwegen geschickt: Die dort ansässige deutsche Botschafterin ist ermordet worden. Sneijder will eigentlich schnellstmöglich nach Wiesbaden zurück, doch der Fall gestaltet sich vertrackter als gedacht: Die norwegische Polizei ist unkooperativ, Täter und Tatmotiv bleiben im Dunkeln und das Team von Sneijder ist nicht vor Feindseligkeiten geschützt…

Persönliche Meinung: „Todesschmerz“ ist der sechste Teil der „Maarten S. Sneijder und Sabine Nemez“-Thrillerreihe von Andreas Gruber. Zwar kann man der Handlung des Thrillers auch ohne Kenntnis der Vorgänger folgen, doch es ist sinnvoll, zunächst die Vorgängerbände zu lesen, um „Todesschmerz“ voll auskosten zu können. Erzählt wird „Todesschmerz“ hauptsächlich im Wechsel aus den Perspektiven von Maarten S. Sneijder und seiner Kollegin Sabine Nemez. Besonders Sneijder ist eine einmalige Ermittlerfigur. Er ist sarkastisch bis zynisch, nutzt unorthodoxe Ermittlungsmethoden, hat sein Ziel immer vor Augen und es ist ihm herzlich egal, was seine Vorgesetzten von ihm erwarten bzw. was andere Menschen von ihm denken. Auch das Ermittlerteam, das er zusammengestellt hat, ist abwechslungsreich, sodass sich zwischen den unterschiedlichen Figurentypen lebhafte Gespräche mit besonderem Humor entspinnen. Die Handlung ist durchweg spannend: Nicht nur einen Fall gilt es zu lösen, wodurch „Todesschmerz“ vergleichsweise vertrackt ist. Vieles ist dabei nicht so, wie es auf den ersten Blick erscheint, und mehrmals kommt es zu unerwarteten Wendungen, die z.T. drastische Konsequenzen für weitere Bände der Reihe besitzen. Besonders rasant sind die letzten 120 Seiten: Hier jagt eine Aufdeckung die nächste. Dabei sind einzelne Aufdeckungen vorhersehbarer; die meisten allerdings sehr überraschend und mit weitreichender Konsequenz. Zuletzt endet die Handlung mit einem fiesen Cliffhanger, wobei dieser aber umso neugieriger auf den Folgeband macht. Der Schreibstil von Andreas Gruber ist sehr flüssig und eingängig, wodurch „Todesschmerz“ – zusammen mit der spannenden Handlung – Pageturner-Qualitäten besitzt. Insgesamt ist „Todesschmerz“ ein spannender Thriller mit einem interessanten Figurenpersonal und einigen überraschenden und einschneidenden Wendungen.

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Veröffentlicht am 11.11.2021

Ein flüssig zu lesender Krimi mit mehreren Handlungssträngen

Meeressarg
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Inhalt: Die Leiche eines hochrangigen Polizeibeamten wird – zusammen mit der entkleideten Leiche einer Frau – in einem Auto auf dem Meeresgrund gefunden. Verantwortlich für die Lösung des Falls ist der ...

Inhalt: Die Leiche eines hochrangigen Polizeibeamten wird – zusammen mit der entkleideten Leiche einer Frau – in einem Auto auf dem Meeresgrund gefunden. Verantwortlich für die Lösung des Falls ist der dänische Kriminalkommissar Jan Hesk, der nach den „Würfelmörder“-Ereignissen befördert worden ist. Zur selben Zeit versucht Dunja Hougard, versteckt vor der Außenwelt, belastende Informationen über Kim Sleizner herauszufinden. Fabian Risk hingegen muss einen Schicksalsschlag verarbeiten.

Persönliche Meinung: „Meeressarg“ ist ein Kriminalroman von Stefan Ahnhem und der sechste Band der Fabian-Risk-Reihe. Der Krimi setzt nahezu unmittelbar an die Handlung von „Die Rückkehr des Würfelmörders“, Band 5 der Reihe, an. Erzählt wird der Krimi aus drei Perspektiven, die jeweils eigene Handlungsstränge bilden. Während Fabian Risk einen schweren Schicksalsschlag verarbeiten muss und in seinem wahrscheinlich persönlichsten Fall ermittelt, sammelt Dunja Hougard Informationen über den Kopenhagener Polizeichef Jan Sleizner, um ihn endlich dingfest zu machen. Gleichzeitig versucht Jan Hesk von der dänischen Polizei herauszufinden, was es mit den beiden Leichen im Auto auf sich hat. Zwar wird streng genommen in allen drei Perspektiven ermittelt, doch die typische Krimistruktur findet sich am ehesten im Handlungsstrang von Hesk, der am meisten für Spannung sorgt. Das Hauptaugenmerk im Risk-Handlungsstrang liegt auf der psychischen Bewältigung eines für Risk traumatischen Ereignisses, was anschaulich dargestellt wird; im Hougard-Handlungsstrang wird die (Fern-)Überwachung von Kim Sleizner fokussiert. Sowohl Hesk als auch Risk und Hougard sind dreidimensional ausgestaltete Figuren, wobei alle drei (mehr oder weniger) mit ihren inneren Dämonen zu kämpfen haben. Kim Sleizner ist einer der unangenehmsten (und daher ausgefeiltesten) Antagonisten, die ich jemals gelesen habe. Nach außen hin lebt er eine bürgerliche Fassade, die von Normalität geprägt ist, gibt sich schmeichelnd und freundlich. Sein Verhalten ist tatsächlich aber hochgradig manipulativ und geprägt von vielen kleinen, schleichenden Grenzüberschritten, die in große Übergriffigkeiten gipfeln, sodass man beim Lesen selbst ein körperliches Unbehagen und Abscheu spürt. Da in „Meeressarg“ einige Handlungsstränge beendet werden, die in den vorherigen Risk-Krimis aufgeworfen worden sind, eignet er sich der Krimi eher weniger für den Einstieg in die Reihe. Es werden zwar alle nötigen Informationen zum Verständnis der Handlung benannt, allerdings entfaltet der Krimi ohne Kenntnis der Vorgänger nicht seine volle Wirkung. Die Handlung weist zwar einige überraschende Wendungen auf, ist aber insgesamt weniger komplex als z.B. die beiden Würfelmörder-Bände und dadurch auch vorhersehbarer. Der Schreibstil von Stefan Ahnhem ist detailliert, explizit und lässt sich flüssig lesen. Insgesamt ist „Meeressarg“ ein flüssig zu lesender Krimi, der einige Handlungsstränge der Risk-Reihe zu einem Ende führt und einen skrupellosen Antagonisten besitzt. Die Komplexität der Handlung bleibt aber hinter anderen Risk-Krimis zurück.

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Veröffentlicht am 11.11.2021

Ein spannender Thriller, den die Atmosphäre der Hulda-Trilogie durchwabert

FROST
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Inhalt: Island, 2016. Für seine Abschlussarbeit hat sich der Kriminologie-Student Helgi ein besonderes Thema ausgesucht: Er möchte einen berühmten isländischen Kriminalfall, der sich 1983 zugetragen hat, ...

Inhalt: Island, 2016. Für seine Abschlussarbeit hat sich der Kriminologie-Student Helgi ein besonderes Thema ausgesucht: Er möchte einen berühmten isländischen Kriminalfall, der sich 1983 zugetragen hat, aus kriminologischer Sicht untersuchen. Damals kam es in einem ehemaligen Tuberkulose-Sanatorium in Akureyri zu mysteriösen Morden. Der Fall wurde – trotz weißer Flecken – ad acta gelegt und gilt – eigentlich – als geklärt. Doch je länger Helgi sich in die Akten einarbeitet und mit Zeugen der Mordfälle spricht, desto häufiger stößt er auf Ungereimtheiten…

Persönliche Meinung: „Frost“ ist ein Thriller von Ragnar Jónasson, der im selben Universum wie die Hulda-Trilogie verortet ist. Zeitlich spielt er parallel zu „Dunkel“, dem ersten Teil der Hulda-Trilogie. Protagonist von „Frost“ ist Helgi Reykdal, jener junge Kommissar, der der Grund dafür ist, dass Hulda in „Dunkel“ in frühzeitigen Ruhestand beordert wird. „Frost“ wird aus verschiedenen Perspektiven auf drei Zeitebenen erzählt. Der Haupt-Handlungsstrang, der 2016 spielt, beschäftigt sich mit den Untersuchungen Helgis und wird hauptsächlich aus dessen Perspektive erzählt. Ein zweiter Handlungsstrang ist in 1983 verortet. Er behandelt die mysteriösen Sanatorium-Mordfälle und deren (vorläufige) Aufklärung. Hier wird meist aus der Perspektive von Tinna, einer jungen Krankenschwester, erzählt. Im dritten Handlungsstrang, der in den 1950er Jahren verortet ist und im Vergleich zu den beiden anderen eher eine Nebenrolle spielt, wird die Perspektive von Ásta, ebenfalls eine Krankenschwester, eingenommen. Zu dieser Zeit war das Sanatorium noch in vollem Betrieb (mehr möchte ich hierzu nicht sagen, da es zu sehr spoilern würde). Neben Helgi, Tinna und Ásta finden sich noch weitere Perspektiven von unterschiedlichen Figuren. So bspw. auch von Hulda, die 1983 ebenfalls zum Ermittlerteam gehörte. Die Auftritte von und Anspielungen an Hulda sind dabei schön gesetzt: Man erfährt weitere kleine Facetten der Figur „Hulda“, die insgesamt ihre Tragik untermauern, was eine passende Ergänzung zur Hulda-Trilogie ist. Generell spielt Hulda in „Frost“ aber eine Nebenrolle; auch die Handlung von „Frost“ ist in sich abgeschlossen, sodass der Helgi-Thriller unabhängig von der Hulda-Trilogie gelesen werden kann. Der Bezug zur Hulda-Trilogie ist aber trotzdem vorhanden und wird auf einer anderen Ebene deutlich: Die dunkle, tragische Atmosphäre, die durch die Trilogie zieht, durchwabert auch „Frost“. So sind sich die beiden Ermittlerfiguren Helgi und Hulda gar nicht so unähnlich, der Fall beschäftigt sich nicht mit einem verbrecherischen Mastermind, sondern zeigt verstärkt den Schrecken des Alltäglichen und die Figuren weisen konsequent – passend zum Titel – einen unterkühlt-bedrückten Zug auf. Ähnlich wie die Hulda-Trilogie sind auch die Mordfälle und deren Auflösung in „Frost“ wenig verkompliziert, aber dennoch überraschend, wodurch der Thriller seine Stärke gewinnt. Einziger Kritikpunkt: In der Hulda-Trilogie hat es Ragnar Jónasson immer wieder geschafft, atmosphärisch dichte Handlungsorte zu erzeugen. Das fehlte mir bei „Frost“ etwas (das alte Sanatorium, was viel Potential dafür gehabt hätte, bleibt Kulisse). Aber das ist wirklich Meckern auf hohem Niveau. Insgesamt ist „Frost“ ein spannender, solider Thriller, der eine schöne Ergänzung zur Hulda-Trilogie ist.

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