Cover-Bild Eine Liebe in Pjöngjang
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20,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Rowohlt
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: Liebe und Beziehungen
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 160
  • Ersterscheinung: 08.03.2022
  • ISBN: 9783498002930
Andreas Stichmann

Eine Liebe in Pjöngjang

Eine Liebe in Pjöngjang - Eine unwahrscheinliche Liebesgeschichte zwischen zwei Frauen, Systemen und Epochen

Claudia Aebischer, eine nüchterne Fünfzigjährige, reist ein letztes Mal nach Pjöngjang, um die feierliche Eröffnung der dortigen Deutschen Bibliothek zu begleiten. Doch kurz hinter der chinesischen Grenze begegnet sie einer Erscheinung, die eine alte Sehnsucht in ihr weckt: Sunmi, eine nordkoreanische Germanistin, Dolmetscherin und Agentin. Eine schicksalhafte Begegnung, die alles neu und anders macht.

Andreas Stichmann brachte von seiner Reise nach Nordkorea 2017 die Idee zu diesem außergewöhnlichen Roman mit. Eine Liebe in Pjöngjang ist mehr als eine literarische Reflexion über interkulturelle Beziehungen - es ist ein Abenteuer. Hochkomisch und von seltener Schönheit erzählt Stichmann die unwahrscheinliche Geschichte einer lesbischen Liebe, die Grenzen, Systeme und Lebensalter überwindet. Ein Buch, das sich dem Fremden hingibt wie jemand, der sich verliebt: schlagartig, voller Hingabe, geblendet vom Leuchten der eigenen Projektionen. Gleichzeitig ist es eine Hommage an die Literatur des 19. Jahrhunderts mit ihrer Sehnsucht nach der Blauen Blume der Romantik.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.02.2023

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“Ihr Handlungsspielraum war groß, ihre Übersicht dagegen minimal.” S. 62

Andreas Stichmann schickt uns mit Claudia Aebischer nach Nordkorea zunächst mit samt einer Delegation junger ambitionierter Journalisten, ...

“Ihr Handlungsspielraum war groß, ihre Übersicht dagegen minimal.” S. 62

Andreas Stichmann schickt uns mit Claudia Aebischer nach Nordkorea zunächst mit samt einer Delegation junger ambitionierter Journalisten, die über die Eröffnung der deutschen Bibliothek in Pjönjang das gleiche Geschwaffel schreiben würden wie so viele vor ihnen schon.
Claudia Aebischer wird länger bleiben und sich um die Bibliothek in den anfänglichen Tagen kümmern. Und um Claudia Aebischer wird sich Sunmi kümmern, da sie als sprachenaffine Gelehrte des Tourismusbüros hier nahe an der Ausländerin dran sein kann. Die beiden kommen sich näher und die Verstrickungen werden mehr.

„Glück und Scham lagen dicht beisammen.“ S.14

Andreas Stichmann hat mich auf weniger als 200 Seiten sprachlich stark mit auf eine Reise nach Nordkorea genommen, die so viele gute Bilder und Gedanken hat, dass ich wirklich sehr begeistert bin vom Roman. Auf jeden Fall wurde dieser Roman berechtigt auf die Longliste des Deutschen Buchpreises 2022 genommen.

“Angetrieben hatte sie weniger die Verbesserung der Welt als mehr die Sehnsucht nach Bestätigung.” S. 67

Mich persönlich haben besonders drei Aspekte des Romans angesprochen: 1) Die Sprachkunst mit der hier jeder Satz in die richtige Form gebracht wurde, 2) eine andere Herangehensweise an das Innenleben eines so brutal geführten Landes und 3) die Beziehung der beiden Protagonisten mit all ihren Dynamiken und Beweggründen.

„Der Mensch sei gut, die Wissenschaft klasse, die Zukunft ein Bilderbuch, sagte die Diktatur.“ (S 117)

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