Cover-Bild Die Weisheit der Esel
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18,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Nymphenburger
  • Themenbereich: Gesundheit, Beziehungen und Persönlichkeitsentwicklung - Umgang mit persönlichen und gesundheitlichen Problemen
  • Genre: Ratgeber / Spiritualität
  • Seitenzahl: 271
  • Ersterscheinung: 07.02.2019
  • ISBN: 9783485029803
Andy Merrifield

Die Weisheit der Esel

Ruhe finden in einer chaotischen Welt
Andy Merrifield, Wissenschaftler und renommierter Sachbuchautor, verlässt im Zenit seiner Karriere New York und zieht in ein abgelegenes Dorf in der Auvergne. Dort begibt er sich auf einen Fußmarsch, der seine Sicht auf das Leben für immer verändert. An seiner Seite: Gribouille, ein Esel. Er ist Merrifields schweigsamer Begleiter und Lehrer. Nach anfänglicher Ungeduld lässt sich der Autor – und mit ihm der Leser – ein auf den Rhythmus des Esels und beginnt zu begreifen, wie bedeutungslos alle Dringlichkeit und Hektik der modernen Welt sind.

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Lesejury-Facts

  • Dieses Buch befindet sich bei romi89 in einem Regal.

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.07.2026

Vom Esel lernen

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„Die Weisheit der Esel“ von Andy Merrifield ist ein zugänglich und besinnlich geschriebenes Buch, das jedoch weniger praktische Ratschläge zur Entschleunigung bietet, als vielmehr eine tiefgründige philosophische ...

„Die Weisheit der Esel“ von Andy Merrifield ist ein zugänglich und besinnlich geschriebenes Buch, das jedoch weniger praktische Ratschläge zur Entschleunigung bietet, als vielmehr eine tiefgründige philosophische Auseinandersetzung mit unserer modernen Weltanschauung darstellt. Inspiriert von der Gelassenheit und Widerstandsfähigkeit der Esel, widmet sich das Buch Themen wie Achtsamkeit, Langsamkeit und innerer Ruhe in einer von Hektik und Reizüberflutung geprägten Zeit. Dabei werden philosophische Reflexionen mit Alltagsbeobachtungen verknüpft und gezeigt, wie die Fähigkeit, sich nicht von äußeren Umständen aus der Fassung bringen zu lassen, eine Rückbesinnung auf das Wesentliche ermöglichen kann. Besonders schön sind die Bezüge zu Merrifields Esel Gribouille, dessen Charakter und Wesen das Buch prägen. Es ist eine Hommage an die Weisheit und Schönheit dieser besonderen Tiere.
Für mich war die Lektüre stellenweise zu ausschweifend, doch streckenweise konnte ich den entschleunigenden Schreibstil und die gedankenanregenden Passagen durchaus genießen.

Fazit: Ein empfehlenswertes Buch für Philosophie-Interessierte, die literarische und kulturelle Bezüge mögen und Achtsamkeit ohne Esoterik oder Meditation erleben möchten.

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Veröffentlicht am 27.07.2026

beeindruckende Tiere - tolle Erfahrungen!

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Der Titel "Die Weisheit der Esel" hat meine Aufmerksamkeit geweckt. Er klingt ungewöhnlich und verspricht einen Blick auf ein Tier, das oft unterschätzt wird. Die Aussicht, in einer hektischen und lauten ...

Der Titel "Die Weisheit der Esel" hat meine Aufmerksamkeit geweckt. Er klingt ungewöhnlich und verspricht einen Blick auf ein Tier, das oft unterschätzt wird. Die Aussicht, in einer hektischen und lauten Welt durch die Begegnung mit Eseln etwas mehr Gelassenheit zu finden, machte mich sehr neugierig.
Der Einstieg fiel mir zunächst nicht ganz leicht. Erst nach einigen Seiten fand ich den richtigen Zugang zur Erzählung. Doch je weiter ich las, desto mehr konnte ich mich auf den ruhigen Erzählstil und die Gedanken des Autors einlassen.
Andy Merrifield erzählt nicht nur von seiner eigenen Reise – von Wales über New York bis in die beschauliche Auvergne –, sondern nimmt den Leser auch mit auf eine Reise zu sich selbst. Nebenbei verbindet er die geschilderten Erlebnisse mit seinem Esel Gribouille mit historischen, literarischen und philosophischen Betrachtungen, die zum Teil sehr interessant für mich waren, andere haben meinen Lesefluss etwas gestört - aber das ist ein persönliches Empfinden aufgrund der eigenen Interessenlage. Immer wieder fließen Zitate und Geschichten über Esel in die Handlung ein, sodass das Buch stellenweise fast wie ein kleines Sachbuch wirkt. Natürlich darf dabei auch der berühmte Esel aus Don Quichote nicht fehlen.
Neben den klugen Gedanken über das Leben vermittelt das Buch ganz nebenbei wunderschöne Eindrücke der französischen Auvergne. Die Landschaft, die kleinen Dörfer und die Menschen werden so beschrieben, dass man sich leicht dorthin versetzt fühlt.
Besonders gefallen hat mir die entschleunigende Atmosphäre beim Lesen. Dieses Buch lebt nicht von Spannung oder dramatischen Wendungen, sondern von ruhigen Beobachtungen und nachdenklichen Momenten. Es lädt dazu ein, achtsamer zu werden und den Blick auf die kleinen Dinge des Lebens zu richten.
Fazit: Ein warmherziger Roman, der zum Nachdenken anregt und eine wohltuende Ruhe ausstrahlt.

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Veröffentlicht am 30.06.2026

Auf mäandrierenden Wegen unterwegs

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Um ehrlich zu sein, mich hat vor allem das einfache, aber sehr ausdrucksstarke Cover dieses Buches angezogen. Ich habe ein gewisses Faible für Esel und finde die Langohren einfach unwiderstehlich. Diese ...

Um ehrlich zu sein, mich hat vor allem das einfache, aber sehr ausdrucksstarke Cover dieses Buches angezogen. Ich habe ein gewisses Faible für Esel und finde die Langohren einfach unwiderstehlich. Diese Info ist vielleicht wichtig, denn Andy Merrifields Buch ist bestimmt nicht jedermanns/-fraus Geschmack. Eigentlich kann es weder ausgeprägte Handlung noch Tempo vorweisen, und es führt auch nicht wirklich irgendwo hin.

Man sollte keinen Bericht über eine Urlaubsaktivität mit einem Esel erwarten. Immerhin bringen uns Andy Merrifield und der schokoladenbraune Esel Gribouille auf ihrer Tour durch die eindrückliche Landschaft der Haute-Auvergne in Südfrankreich die Beschaulichkeit und Schönheiten der Natur, kleine Abenteuer und verwunschene Plätze näher. Merrifield verfasst jedoch keine Reisebeschreibung. Sondern er nutzt die Zeit dieser Tour mit dem Vierbeiner, um über sein eigenes und das Leben an sich zu meditieren. Er verlangsamt sozusagen sein Lebenstempo, passt es dem des Esels an, lässt die Gedanken schweifen und sinnt über Literatur, Wissenschaft, Facettenreichtum der Natur, Identitätsfindung etc. nach.
Der heimliche Held des Buches ist (für Tierfans) eigentlich der Esel Gribouille (von frz. Kritzeln), der seinen zweibeinigen Begleiter immer wieder mit unergründlichem Verhalten und subtiler Weisheit überrascht. Bald lernt Merrifield Gribouilles langsame aber beständige Geschwindigkeit und spontane Halts zu schätzen und zu verstehen. Er verändert sich in dieser neuen Partnerschaft und lässt sich inspirieren von seiner Vorstellung von der Eselsperspektive.

Mir haben hat das Buch am besten gefallen, wenn es die Biologie und Eigenschaften der Esel und die Geschichte des Verhältnisses der Menschen zu den Eseln beschreibt. Obwohl die Esel vor 8000 Jahren domestiziert wurden, haben wir Menschen sie nie wirklich gut behandelt. Da Esel eine hohe Schmerzgrenze haben, wurden sie von den Leuten oft gnadenlos geschlagen, um sie anzutreiben. Beeindruckend ist das Ausmaß des emotionalen Schmerzes der Esel, besonders wenn sie einen Kumpel oder Freund verlieren.
Merrifield hat seine Erkenntnisse vor allem im Sidmouth Donkey Sanctuary in England und bei Tierbegegnungen in Marokko, Ägypten und Frankreich gewonnen. Sehr eindrücklich vermittelt er, dass die Natur des Esels nicht ist, stur und schwierig zu sein, sondern ihr Verhalten reiner Überlebenswille ist.
„So ist das nun mal mit einem Esel. […] Er bietet einem das Geschenk , den Rhythmus präziser Schritte zu genießen, gemächlicher auszuschreiten und dennoch weiter voranzukommen, den Augenblick wie einen kostbaren Schatz zu hüten, ihn zu verlängern, ihn auszukosten in seiner ganzen Fülle…“ S. 39
Wer auch literarisch interessiert ist, hat bestimmt Spaß an den gedanklichen Ausflügen zu den Eseln, die bereits in der Bibel und im Koran auftauchen, wie auch bei Robert Louis Stevenson, Cervantes‘ Don Quixote, George Orwell, der Dichterin Anne Sexton, A. A. Milne, Tao Mystikern und anderen . Da werden endlich z.B. Sancho Panzas Esel Dapple oder Old Benjamin aus Orwells Farm der Tiere ins rechte Licht gerückt.
Wer es noch nicht wusste, es gibt nicht nur Therapiehunde, sondern auch –Esel, die Kommunikation, Entspannung und Gefühle positiv beeinflussen. Diese Funktion übernimmt Gribouille wohl hier für den Autor.„Unter Gribouilles aufmerksamen Augen durfte ich einen Blick auf mein verlorenes, wahres Ich werfen und Anspruch erheben auf meine verlorene Unschuld…“ S. 257
Merrifield hat internationales Großstadtleben und wissenschaftliche Karriere aufgegeben, um sich im ländlichen Frankreich niederzulassen. Nun nutzt er die Tour mit dem schokoladenbraunen Esel, der Löwenzahl und Disteln vertilgt, für einen Rückblick, Analyse und Befreiung von Ballast.
Er breitet keine großen Philosophien oder tiefgründige Meditationen vor seiner Leserschaft aus, sondern eher ein paar Splitter einer Reise nach Innen und ein paar Impressionen der Reise außen mit entspannenden Tagträumen an frischer Luft.
Wer sich darauf einlassen mag, kann bestimmt gut entspannen und Tempo aus dem Alltag nehmen. Vielleicht bekommt man Lust auf eine Eselswanderung.

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Veröffentlicht am 01.07.2026

Esel - stur oder weise?

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Vielleicht bin ich gerade einfach zu unruhig für dieses Buch; wahrscheinlich werde ich es später wieder in die Hand nehmen. Die Idee hat mir gefallen, die Geschichte zieht sich aber zu lang hin. Der gezeichnete ...

Vielleicht bin ich gerade einfach zu unruhig für dieses Buch; wahrscheinlich werde ich es später wieder in die Hand nehmen. Die Idee hat mir gefallen, die Geschichte zieht sich aber zu lang hin. Der gezeichnete Esel auf dem Titel gefällt mir sehr, ich habe ihn immer wieder bei den ausgiebigen Beschreibungen angeschaut.
Obwohl ich nur einen Teil des Buchs gelesen habe, wurde mir viel Wissen über Esel vermittelt: Wenn der Esel dem Führenden vertraut, geht alles besser. Ein Esel entscheidet, was seinem Instinkt nach für ihn am besten und sichersten ist. Wenn man versteht, warum er so reagiert, empfindet man ihn nicht mehr als „störrisch“. Vor dem, was ihm zu unsicher ist, scheut er zurück und lässt sich durch nichts von der Stelle bewegen. Nichts kann ihn zwingen, weil er selber weiß, was gut für ihn ist.
Merrifield ist überzeugt, dass wir Menschen davon lernen können: Oft schlagen wir wider besseres Wissen einen Weg ein, von dem wir im Innersten wissen, dass er nicht unseren Interessen entspricht. Immer wieder zeigt die Menschheitsgeschichte, dass es meist einfacher ist, sich führen zu lassen, als den eigenen Weg zu finden.

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