Für Zwischendurch nett, aber leider nicht so fesselnd....
Ina ist eine junge Frau, die sich nach einer kleinen Auszeit auch beruflich auf der Insel Sylt niedergelassen hat, denn dort lebt ihre beste Freundin Maike, die eine Cafeteria betreibt.
Ina dagegen hat ...
Ina ist eine junge Frau, die sich nach einer kleinen Auszeit auch beruflich auf der Insel Sylt niedergelassen hat, denn dort lebt ihre beste Freundin Maike, die eine Cafeteria betreibt.
Ina dagegen hat einen Job beim Inselradio angenommen. Seit einiger Zeit schwärmt sie für den gutaussehenden Radiomoderatoren Jan, der sie jedoch bislang noch nicht gedatet hat. Ina ist im Grunde ihres Herzens ein wenig schüchtern, doch eines Tages fasst sie sich doch ein Herz und bittet Jan darum, sich mit ihr auf einen Kaffe zu treffen.
Doch ihr erstes gemeinsames Date hätte sie sich etwas anders vorgestellt und vor allem unter vier Augen. Doch ehe sie sich versieht, sitzt sie mit Jan, dem langweiligen Arbeitskollegen Steffen und Jans Freund am Wochenende beim „Senderfest“ des Inselradios.
Die Feier geht hoch her und als Ina am nächsten Morgen wach wird, hat sie einen absoluten Filmriss; gewisse Spuren in ihrer Wohnung deuten jedoch darauf hin, dass die Fete bei ihr noch munter weitergegangen sein muss.
Doch als sie ein paar Wochen später erschreckt feststellt, dass sie schwanger ist, stellt sich die alles entscheidende Frage, wer bloß der Vater ihres Kindes ist…
Meine Einschätzung:
„Herz auf Sendung“ ist der Debütroman der Autorin Anja Goerz und für ein Debütroman recht ansprechend und unterhaltsam geschrieben. Die Heldin des Romans, Ina, ist eine junge durchschnittlich aussehende Frau (endlich einmal ohne Modelmaße!), die auf der Suche nach ihrem Mr.Right ist. Der Auserkorene ziert sich jedoch ein wenig und Ina muss alle Register ziehen, um Jan aus seiner Reserve zu locken.
Natürlich kommt am Ende immer alles als man denkt und auch wenn ich die weibliche Heldin recht sympathisch fand, wurde ich dennoch nicht wirklich warm mit ihr. Auf der einen Seite ist sie nicht auf den Kopf gefallen und durch die „Ich-Form“ in der die Geschichte geschrieben ist, bekommt man auch einige Einblicke in Inas Gedanken und Gefühlswelt- auf der anderen Seite lag Inas Humor so gar nicht auf meiner Wellenlänge und so habe ich trotz locker leichtem Urlaubsflair der in dem Roman vorherrscht, keinen rechten Zugang zu ihr und der Geschichte gefunden.
Es ist ein netter Roman für Zwischendurch, doch mich hat er leider nicht so sehr fesseln können, wie ich es mir im Vorfeld erhofft hatte.