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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.06.2017

Chelsea und Sebastian- Der bislang beste Teil der Reihe- sexy, erotisch, witzig und romantisch zugleich.

Perfect Touch - Ergeben
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Sebastian Cabrals Familie liebt es, sich in einer TV-Reality-TV-Show darzustellen. Die Cabrals sind genauso bekannt und reich, wie die Kardashians. Doch Sebastian hasst die schauspielerischen Ambitionen ...

Sebastian Cabrals Familie liebt es, sich in einer TV-Reality-TV-Show darzustellen. Die Cabrals sind genauso bekannt und reich, wie die Kardashians. Doch Sebastian hasst die schauspielerischen Ambitionen seiner Mutter und seiner Geschwister und versucht, sich so weit wie möglich, aus allem Rummel um seine Person herauszuhalten. Leider besagt eine Klausel, die er einst unterschrieb, dass er von den Kamerateams der Show gefilmt werden darf, wenn er mit einer agierenden Person der Serie zusammen ist. Diese Person ist seine Exfreundin, die ihn angeblich wieder zurück haben möchte. Dabei war Sebastian lediglich ein paar Wochen mit ihr zusammen. Eine nichts sagende Affäre, die in beiderseitigem Einvernehmen aufgelöst wurde. Sebastians medienwilde Mutter überlässt nichts dem Zufall und setzt ihrem Sohnemann die Ex nebst Kamerateam, bei sich jeder bietenden Gelegenheit vor, so dass ihm nur noch die Möglichkeit bleibt, für eine Weile abzutauchen.

So kommt ihm die Einladung seines Freundes Hunter gerade recht, der inmitten seiner Hochzeitsvorbereitungen steckt und ihn zu einer Party eingeladen hat. Auf der Party lernt Sebastian die attraktive Chelsea kennen. Sie ist äußerst widersprüchlich und reizt ihn über alle Maßen. Was er nicht ahnt, ist, dass Chelsea vor einiger Zeit mit K.O.Tropfen betäubt und von einem Unbekannten vergewaltigt wurde und Männerbekanntschaften vorerst abgeschworen hat. Sie ist mental immer noch äußerst angeschlagen und fürchtet sich davor, nie wieder Lust zu empfinden. Chelsea fällt es sehr schwer, Vertrauen zu Männern aufzubauen, doch bei Sebastian, der höllisch attraktiv ist, ist es seltsamerweise anders. Beide freunden sich miteinander an; rein platonisch versteht sich. Doch dann macht Sebastian Chelsea einen Heiratsantrag. Beide hätten Nutzen davon. Chelsea würde als verheiratete Frau in Ruhe gelassen und Sebastian würde nicht mehr von seiner Exfreundin belagert.

Chelsea stimmt zu, unter der Bedingung, dass sie nicht mit Sebastian schlafen muss. Obwohl er sich damit einverstanden erklärt, hofft Sebastian jedoch, dass er Chelsea eines Tages von ihren Ängsten heilen und umstimmen kann…

Nachdem ich die ersten beiden Teile von Jessica Clares neuer Reihe eher mäßig fand, war es nun mein letzter Versuch mit Bänden dieser Serie. Ansonsten hätte ich um die Bücher der Autorin wohl in Zukunft einen großen Bogen gemacht, was eigentlich schade gewesen wäre, da ich Jessica Clares leichten und humorigen Schreibstil an sich sehr mag. Doch „Ergeben“ zeigt endlich wieder alle positiven Aspekte eines tollen erotischen Romans, so dass man hier beruhigt zugreifen kann. Zugegeben, Chelseas Probleme lösen sich relativ schnell in Wohlgefallen auf, doch dank des großen Einfühlungsvermögens, dass die Autorin Sebastian auf den Leib geschrieben hat, kann man es als Leser einigermaßen nachvollziehen, warum Chelsea plötzlich ihre Ängste über Bord wirft.

Was mir sehr gut gefallen hat, war, dass Jessica Clare dem Paar ausreichend Zeit und Raum lässt, um sich besser kennenzulernen, bevor es sich zwischen die Laken begibt. Die expliziten Liebesszenen sind, wie man es von der Autorin gewohnt ist, sehr direkt, hot und sexy geschrieben, so dass Fans des erotischen Romans, sowie Fans reiner Liebesromanlektüre hier voll auf ihre Kosten kommen. Aber, und das ist das Schöne daran, die Romantik wird nicht vernachlässigt. Interessant fand ich auch die geschilderten Einblicke in das Leben einer Roller-Blade- Queen. Die Romanheldin Chelsea, geht diesem Sport nach, in dem sich die Frauen untereinander nichts schenken. Und Jessica Clare, wäre nicht Jesssica Clare, wenn sie nicht diverse Liebesszenen mit Chelseas Vorliebe für besagten Sport verbinden würde.

Dennoch habe ich dem Roman nicht die Höchstbewertung gegeben. Und zwar, weil ich die Nebenhandlung um Sebastians Familie, als viel zu oberflächlich geschildert empfand. Ganz ehrlich, eine Mutter, die die Frau ihres Sohnes mehrfach beschuldigt, eine Frau aus dem horizontalen Gewerbe zu sein und die sich so dermaßen fürchterlich aufführt, wäre im wahren Leben „kein Schuss Pulver wert“. Ich konnte zu keinem Zeitpunkt nachvollziehen, wieso sich Sebastian überhaupt noch mit seiner Mutter und seiner Exfreundin abgibt. Geschweige denn, dass ihnen verziehen wird. Und auch Chelseas Freundinnen, die Brautjungfern, sind in diesem Roman leider nur schmückendes, verzichtbares Beiwerk. 4.5 von 5 Punkten.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Isabelle & Jens- Gibt es die Liebe auf den ersten Blick wirklich?

Glück ist, wenn man trotzdem liebt
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Die Floristin Isabelle hat ihren Traummann noch nicht gefunden. Die Suche nach ihm gestaltet sich ziemlich schwierig, weil Isabelle ein wenig anspruchsvoll ist. Allerdings sieht sie das nicht so. Sie möchte ...

Die Floristin Isabelle hat ihren Traummann noch nicht gefunden. Die Suche nach ihm gestaltet sich ziemlich schwierig, weil Isabelle ein wenig anspruchsvoll ist. Allerdings sieht sie das nicht so. Sie möchte halt nur eine Beziehung, wie die ihrer Eltern, die sich in den 80ern kennen und lieben lernten. Es soll sogleich „Boom“ machen zwischen ihrem zukünftigen Partner und ihr. Und natürlich muss der Partner in spe auch die gleichen Interessen wie Isabelle haben.

Doch sie hat ziemliche Macken, die von ihren Freunden großzügig toleriert werden. So etwa muss ihre Woche strategisch durchgeplant werden. Isabelle hasst Überraschungen und wenn etwas ihren geordneten Tagesablauf durcheinander bringt.

Als der Chinese um die Ecke, plötzlich von einem auf den anderen Tag schließt und Isabelle nicht mehr ihre geliebte Suppe bekommt, die sie sonst tagtäglich in der Mittagspause zu sich genommen hat, sinkt ihre Laune auf den Tiefpunkt. Dennoch ist sie neugierig auf den neuen Inhaber und beschließt dem Rat ihrer Chefin des Blumenladens Brigitte, in dem Isabelle arbeitet zu folgen und mal spontan zu sein und offen für etwas anderes. Doch Jens, der neue Besitzer des Gourmetladens, reagiert ziemlich verschnupft und verständnislos, als Isabelle ihn um eine Suppe bittet, die keinesfalls auf der Tageskarte steht. Beide geraten sich so dermaßen in die Haare, dass Isabelle das Restaurant wutschnaubend verlässt.

Doch man sieht sich, wie das Sprichwort schon sagt, immer gleich zweimal im Leben und so kreuzen sich erneut die Wege zwischen ihnen, als sie Jens Schwester Merle beim Stehlen einer Skulptur im Blumenladen ertappt. Um einer Anzeige zu entgehen, erpresst Isabelle Jens kurzerhand. Sie will von ihm den Auftrag für die Tischdekoration in seinem Lokal. Jens stimmt zähneknirschend zu und so sehen sich die beiden nun sehr oft. Als Merle erneut in Schwierigkeiten gerät und Isabelle als Retter in der Not fungiert, kommt es aber langsam zu einer Annäherung zwischen Isabelle und Jens. Nur ist nicht mehr als Freundschaft drin, oder? Schließlich ist Jens in Isabelles Augen äußerst schwierig!

Vor einiger Zeit las ich Petra Hülsmanns Romane „Hummeln im Herzen“ und „Wenn Schmetterlinge Loopings fliegen“ und fand beide Geschichten unterhaltsam und gut geschrieben. So habe ich mich gefreut, als ich erfuhr, dass es nun einen neuen Roman der Autorin gibt. „Glück ist, wenn man trotzdem liebt“: Dieser Roman steht und fällt jedoch mit der exzentrischen, schwierigen Heldin des Romans, Isabelle. Ob er einem gefällt, wird viel davon abhängen, ob man sich mit Isabelles Macken innerhalb der Story arrangieren kann. Denn Isabelle agiert zeitweise schon ziemlich strange bis hin zur Nervigkeit. Mir gelang es jedoch Isabelles Macken zum größten Teil auszublenden, bzw. sie zu tolerieren, weil es natürlich auch einen guten Grund für Isabelles anspruchsvolle Ader gibt. Und dieser ist eigentlich recht traurig, basiert er nämlich auf einer Lüge. Mehr möchte ich dazu an dieser Stelle aber nicht sagen, um nicht spoilern zu müssen.

Aber Isabelle, auch wenn sie schwierig bleibt, ist dann auch in ihrem Rahmen lernfähig. Zudem ist selbst Jens nicht allzu einfach gestrickt, so dass der Romantitel „Glück ist, wenn man trotzdem liebt“, nicht nur philosophisch klingt und sehr wahr ist, sondern auch auf das Heldenpaar passt wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge.
Ganz stark fand ich in dieser Geschichte aber auch wieder die Nebenfiguren; allen voran den Taxifahrer Knut, der hier wieder einmal einen denkwürdigen Auftritt in einem von Petra Hülsmanns Romanen bekommt und auch Jens Schwester Merle mochte ich sehr.
Die Liebesgeschichte entwickelt sich ein wenig langsam, ich fand dass die Geschichte gut und gerne um 50 Seiten hätte gekürzt erzählt werden können und auch Jens Nebenbuhler war mir etwas zu schablonenhaft gestrickt, aber abgesehen von diesen kleinen Kritikpunkten habe ich mich auch vom aktuellen Roman der Autorin gut unterhalten gefühlt.

Kurz gefasst: Isabelle & Jens- Gibt es die Liebe auf den ersten Blick wirklich? Unterhaltsamer Liebesroman, der durchaus auch mal ernstere Untertöne anschlägt. 4.5 von 5 Punkten.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Gruseliger atmosphärisch dichter Para-Krimi-Mix um Amelia Gray geht in die dritte Runde

Totenstimmen
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Amelia Gray kann „ihren“ Detective John Devlin immer noch nicht vergessen, auch wenn es bereits viele Monate her ist. Obwohl sie genau weiß, dass sie keine andere Wahl hat, sich von ihm fernzuhalten, da ...

Amelia Gray kann „ihren“ Detective John Devlin immer noch nicht vergessen, auch wenn es bereits viele Monate her ist. Obwohl sie genau weiß, dass sie keine andere Wahl hat, sich von ihm fernzuhalten, da John von Geistern seiner verstorbenen Frau Mariama und seinem kleinen Töchterchen Shani verfolgt wird, ohne das er es weiß. Für Amelia ist die Geisterwelt zwar sichtbar, doch auch brandgefährlich. Schon seit sie ein kleines Kind war, schärfte ihr Vater, ein Friedhofsgärtner, wie nun auch Amelia, ihr stets ein, die Geister, die ihr begegnen , zu ignorieren, damit sie sich nicht an sie hängen, um ihr Lebensenergie zu stehlen oder sie anderweitig zu behelligen.

Ihr Haus steht auf gesegnetem Boden; daher staunt sie nicht schlecht, als eines Tages der Totengeist eines Ex-Kollegen von John Devlin, Robert Fremont in ihrem Garten steht und sie um Mithilfe bei der Aufklärung seines Mordes bittet. Robert hat allerdings fast alle Erinnerungen, die kurz vor seinem Mord geschahen vergessen, so dass er auch seinen Mörder nicht kennt. Amelia würde Robert zwar lieber ignorieren, doch droht er ihr damit, ihre Lebensenergie zu rauben, sollte sie sich querstellen. Und Robert ist nicht der Einzige „Qäulgeist“ der sie heimsucht. Auch Mariama und Shani zeigen sich immer wieder in Amelias Nähe, wobei Mariama ihr stets gewisse Besitzansprüche in Bezug auf John Devlin aufzeigt. Shani dagegen scheint einen anderen Grund zu haben, Amelia heimzusuchen, doch was genau will ihr die Kleine mitteilen?

Um Licht ins Dunkel zu bringen, hilft Amelia Robert Fremont dabei, seinen Mörder zu finden, dabei stellt sie fest, dass ausgerechnet die Personen aus ihrem engsten Freundeskreis darin verstrickt zu sein scheinen, was sie und ihre Ermittlungen in Lebensgefahr bringt…

Nach „Totenhauch“ und „Totenlichter“ ist „Totenstimmen“ der bereits dritte Band der Para-Krimi Reihe von Amanda Stevens um die geistersehende Friedhofsgärtnerin Amelia.
Während es Amelia in den Vorgängerbänden mit diversen, unheimlichen Kriminalfällen zu tun hatte, wird sie diesmal von einem Verstorbenen aus John Devlins nahem Umfeld beauftragt und auch die übrigen Geister, die Amelia in „Totenstimmen“ zu schaffen machen, stammen aus Johns direktem Umfeld. Diesmal erfährt der Leser nun also, was es einst mit Mariamas Beziehung zu John auf sich hatte, warum sie selbst als Geist noch so fixiert auf ihn ist und wieso ausgerechnet Shanis Geist sich Amelia ausgeguckt hat. Der aufzuklärende Kriminalfall steht also in direkter Verbindung zu John Devlins Vergangenheit und auch Amelias Freunde scheinen einiges zu verbergen zu haben, was für spannende Lesemomente bei mir sorgte.

Diesmal ist der kleine Romanceanteil auch etwas größer als zuvor, jedoch fehlte mir für meinen Geschmack trotzdem noch ein wenig mehr Nähe zwischen dem Heldenpaar. Das ist allerdings ob des spannenden Falles zu verschmerzen. Die Autorin legt geschickt falsche Fährten, so dass man lange ob des Täters und des Motivs im Dunklen tappt. Natürlich lässt Amanda Stevens auch hier viel südstaatliches Flair in ihren Beschreibungen miteinfließen. Man erfährt etwas über einen sehr undurchsichtigen, mächtige „Hexer“, dessen Zauberkult, und einer äußerst gefährlichen Substanz, die es ermöglich soll, ohne Umwege direkt ins Totenreich reisen zu können, ohne bei sorgsamer Anwendung, dabei versterben zu müssen.

Obwohl der Täter am Ende des Romans entlarvt wird, hinterlässt die Autorin, ein wie ich finde, sehr fiesen Cliffhanger in Bezug auf John und Amelia und man kann schon gespannt sein, ob sich gewisse Befürchtungen dann im nächsten Band bewahrheiten werden.
Noch ein kleiner Tipp für Serienneueinsteiger: Man sollte die drei bisherigen Bände unbedingt in der richtigen Reihenfolge lesen; zwar wird einiges zur Vorgeschichte erläutert, doch liest es sich einfach besser und auch die Beziehungen der Akteure untereinander, erschließen sich einem viel einfacher.

Kurz gefasst: Gruseliger atmosphärisch dichter Para-Krimi-Mix um Amelia Gray geht in die dritte Runde. Nicht verpassen! 4.5 von 5 Punkten.

Veröffentlicht am 11.08.2017

Feuerwehmann Gabe brennt auch mal selbst vor Leidenschaft - auch im dritten Teil der Sullivan Reihe steht die Erotik eindeutig im Fokus

Ein unmöglicher Mann
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Megan und ihre Tochter Summer, leben in San Francisco. Eines Tages kommt es in ihrem Wohnhaus zu einem gefährlichen Brand und es ist nur dem Mut des Feuerwehrmannes Gabe Sullivan zu verdanken, dass Mutter ...

Megan und ihre Tochter Summer, leben in San Francisco. Eines Tages kommt es in ihrem Wohnhaus zu einem gefährlichen Brand und es ist nur dem Mut des Feuerwehrmannes Gabe Sullivan zu verdanken, dass Mutter und Tochter in letzter Minute gerettet werden können. Doch auch Gabe wird bei seinem Einsatz verletzt, was Megan wenig später erfährt. Die Witwe eines Navy-Kampfpiloten macht sich Gedanken und ruft schließlich bei Gabes Einsatzstelle an, um sich zu erkundigen. Nachdem sie jedoch keine befriedigende Auskunft erhält, bittet sie den Einsatzleiter darum, Gabe zu fragen, ob sie ihn zusammen mit Summer im Krankenhaus besuchen darf und ist überaus erleichtert, als Gabe diesem Treffen zustimmt.

Zwischen Megan und Gabe knistert es von Beginn an, doch sowohl Megan als auch Gabe versuchen ihre Gefühle zu unterdrücken. Megan möchte nämlich keinen Freund, der einen gefährlichen Job ausübt und womöglich bei einem seiner Einsätze getötet werden könnte und Gabe will sich nicht nochmals mit einer Frau einlassen, die er in seinem Job rettete, weil seine letzte Beziehung, die so begann, in einem Fiasko endete.

Beide haben jedoch nicht mit der Gewitztheit von Summer gerechnet, die mit List und Tücke versucht, die beiden zusammenzubringen. Und auch die Sullivans haben bei den Kuppelversuchen ein Wörtchen mitzureden, denn es stellt sich heraus, dass Gabes Schwester Sophie vor einigen Jahren mit Megan befreundet war und diese Freundschaft erfreut wieder aufnehmen möchte, als sich die beiden Frauen zufällig treffen- somit ist die widerspenstige Megan auf den Familienfeiern der Sullivans, von nun an Gabes geballter Ladung Männlichkeit ausgeliefert. Wird sie Gabe dennoch widerstehen können?

Der bereits dritte Teil um die Sullivan-Familie erzählt nun die Geschichte über Gabe den Feuerwehrmann, der die Frau seiner Träume ausgerechnet bei einem Einsatz findet.
Sowohl Gabe als auch Megan sind sympathische Protagonisten. Sie sind völlig normal gestrickt, sehr familiär und liebevoll ihrer Familie gegenüber. Das sorgt erst mal für viel Wohlfühlatmosphäre beim Lesen, doch wenn ich ehrlich bin, fehlten mir bei dem Heldenpaar einfach mehr Ecken und Kanten. Und auch der Grund wieso beide angeblich nicht zusammen sein dürfen, war für mich nicht nachvollziehbar. Sicher Megans erster Mann starb nicht nur weil er einen gefährlichen Job hatte, sondern auch ein Adrenalin-Junkie war, doch auf eine Beziehung verzichten zu wollen, nur aus Angst, dass dem Partner etwas passiert- solch ein Verhalten fand ich bei einem erwachsenen Paar ehrlich gesagt etwas überzogen.

Vor allem, weil die beiden ja dennoch nicht die Hände voneinander lassen können. Jedes Mal wenn beide aufeinandertreffen, ist das so und ab ca. Seite 136 wandelt sich die anfänglich softe Liebesgeschichte dann völlig- dann nämlich hat man in erster Linie einen erotischen Roman vor sich, in dem sich das Heldenpaar über viele Seiten lang und auf sehr vielfältige Weise einander hingibt. Wer kein Freund von erotik-lastiger Lektüre ist, sollte sich daher gut überlegen, ob er sich dazu entscheidet, diesem Roman eine Chance zu geben, denn der Erotikanteil in dieser Geschichte ist sehr hoch und steht dann eindeutig im Fokus. Die Liebesgeschichte, bzw. die Probleme des Paares, wieso sie nicht sofort zueinander finden können, sind dagegen eher Nebensache.
Wer jedoch ausdrücklich eine sexy geschriebene Romance lesen möchte und keinen großen Wert auf eine Story mit viel Tiefgang legt, wird bei Gabes und Megans Story sicherlich viel Lesespaß haben, denn die Liebesszenen sind, wie bereits erwähnt sehr ansprechend und prickelnd geschrieben.

Kurz gefasst: Feuerwehmann Gabe brennt auch mal selbst vor Leidenschaft - auch im dritten Teil der Sullivan Reihe steht die Erotik eindeutig im Fokus.

Veröffentlicht am 11.08.2017

Der Weingutbesitzer und das Popsternchen- Sehr erotiklastiger 2. Teil der Sullivanreihe

Nicht verlieben ist auch keine Lösung
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Marcus Sullivan war seit dem Tod stets der Fels in der Brandung seiner Familie und sorgte als eine Art Vaterersatz dafür, dass seine Geschwister und seine Mutter am Verlust des Vaters nicht zerbrachen. ...

Marcus Sullivan war seit dem Tod stets der Fels in der Brandung seiner Familie und sorgte als eine Art Vaterersatz dafür, dass seine Geschwister und seine Mutter am Verlust des Vaters nicht zerbrachen. Doch mittlerweile sind alle Sullivans erwachsen und Marcus möchte nun eine eigene Familie gründen. Aber seine Dauerfreundin Jill entpuppt sich schließlich als völlig ungeeignete Wahl. Spätestens nachdem er sie auf frischer Tat ertappt wie sie mit einem anderen Mann fremdgeht, ist ihm dies völlig klar. Gefrustet begibt er sich in eine Bar, wo er auf die Popsängerin Nico trifft, die, genau wie auch Marcus kurz zuvor eine große Enttäuschung in der Liebe hinnehmen musste, die sie geprägt und vorsichtig hat werden lassen.

Doch an diesem Abend will sie alle Vorsicht in den Wind schlagen, weil sie sich einsam fühlt. Marcus und Nico fühlen sich wie magisch zueinander hingezogen und fahren kurz entschlossen in die Wohnung von Marcus Bruder, dem Schauspieler Smith, der sich momentan nicht in der Stadt aufhält. Doch der geplante One Night Stand entwickelt sich schließlich zu einem platonischen Kuschelabend. Als Nico Marcus am nächsten Morgen um eine Nacht mit ihr bittet, zögert Marcus, den die Vernunft wieder eingeholt hat. Immerhin gibt es einen Altersunterschied von fast elf Jahren zwischen ihnen. Und Marcus weiß zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal, dass Nico eine berühmte Sängerin ist…

Nachdem Bella Andre in dem Auftaktband um die Sullivanfamilie Marcus jüngeren Bruder den Fotografen Chase und die attraktive Chloe zusammenführte, lässt sie nun im zweiten Teil den ältesten Bruder Marcus und ein Popsternchen aufeinander los.
Ein wenig befürchtete ich anfangs, dass die beiden beschriebenen Hauptfiguren eventuell nicht so wirklich zusammenpassen könnten, da Marcus Vernunft einen überstürzten One Night Stand eher unglaubwürdig würde wirken lassen, doch die Art und Weise wie die Autorin dieses Problem gelöst hat, hat mir sehr gut gefallen. Sowohl Marcus als auch Nico(la) verbindet das Pech in der Liebe. Beide sind in der Vergangenheit auf Partner hereingefallen, die sie nach Strich und Faden betrogen haben. Und sie sind im Kern ihres Wesens beide sehr häusliche, familiäre Menschen, die sich im Grunde nach einem treuen Partner fürs Leben sehnen. Bis sie das herausfinden, müssen sie jedoch einen schweren Disput klären, der ebenfalls sehr glaubwürdig von der Autorin inszeniert wurde.

Warum also nur 3.5 Punkte bei der Bewertung?
Zum einen sprachen mir Marcus und Nico zu früh von tiefer Liebe. Vielmehr bekommt man durch die wieder einmal sehr zahlreich zu nennenden Liebesszenen das Gefühl, als würde sich die beiden lediglich auf körperliche Art und Weise zueinander hingezogen fühlen. Und ich fand manche Dialoge, in denen beide ihre Liebe füreinander bezeugen, eine Spur zu gestelzt ausgedrückt, so dass mich die Liebesgeschichte leider nicht ganz so in dem Maße erreichen konnte, wie ich es mir gewünscht hätte.
Von Vorhersehbarkeit in Liebesromanen mit Happy-End Garantie zu sprechen, mag vielleicht ein wenig paradox klingen, doch hier fehlten mir einfach mehr Überraschungen.
Dafür punktet die Autorin aber wieder mit viel familiärer Wohlfühlatmosphäre und knisternder Erotik und auch Marcus und Nico sind sympathische Hauptfiguren.

Kurz gefasst: Der Weingutbesitzer und das Popsternchen- Sehr erotiklastiger 2. Teil der Sullivanreihe.