Cover-Bild Fehlerhaft und wunderbar
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22,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Atlantik Verlag
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 176
  • Ersterscheinung: 01.07.2026
  • ISBN: 9783455021776
Antoine Laurain

Fehlerhaft und wunderbar

Roman
Katrin Segerer (Übersetzer)

Der achtjährige Benjamin kommt mit einem völlig verpatzten Diktat nach Hause. Eine Katastrophe!, befinden seine Eltern – und eine Zumutung für ihre ohnehin angespannten Nerven. Aber so sehr es auch in ihrer Beziehung kriselt, diese Diktatschmach können sie nicht auf sich sitzen lassen, und beschließen, ihrem Sohn zu zeigen, wie man es besser macht. Während er ihnen also, zu seinem nicht ganz geringen Entzücken, den Text diktieren darf, entdecken sie Satz für Satz auf wundersame Weise, wie viel Glück doch eigentlich zwischen den Zeilen ihres vermeintlich grauen Alltags steckt … 

Ein frühlingsleichter, charmant-gewitzter Roman über den feinen Zauber, der entsteht, wenn wir unsere kleinen Fehler miteinander teilen.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.07.2026

Klug und liebenswürdig

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Bei jeder Ankündigung eines neuen Romans von Antoine Laurain bin ich gespannt, was er sich nun wieder ausgedacht hat, mit welchen verrückten Ideen er dieses Mal auftrumpfen wird.

Auf den ersten Blick ...

Bei jeder Ankündigung eines neuen Romans von Antoine Laurain bin ich gespannt, was er sich nun wieder ausgedacht hat, mit welchen verrückten Ideen er dieses Mal auftrumpfen wird.

Auf den ersten Blick hört sich die Idee von "Fehlerhaft und wunderbar" - Eltern schreiben das verhauene Diktat ihres Sohnes selbst - nicht verrückt, sondern sehr banal an, doch dann gehen den Lesenden (wie immer bei Laurains Romanen) Kronleuchter auf und ich frage mich, wie er wohl auf die Idee zu diesem Roman kam. Was war zuerst, das Huhn oder das Ei?

Bzw. Prosper Mérimées berühmtes Diktat oder die Tatsache, dass Laurain (wie er im Nachwort verrät) selbst nicht gut im Diktat schreiben war, aber doch Autor geworden ist? Vielleicht ist der Auslöser auch nur der geglückte Rekordversuch im Diktatschreiben mit 1397 Teilnehmerinnen, welches im Juni 2023 auf den Champs-Élysées stattfand. Egal, was es war, die Idee war toll und ich habe den Roman mit grossem Vergnügen gelesen.

Ein Diktat zu schreiben, kann bei Menschen Angst auslösen. Es kann Menschen dazu bringen, über ihr Leben nachzudenken, was in Laurains Roman einige tun werden. Selbst ich habe während dem Lesen überlegt, welche Erinnerungen ich ans Diktate schreiben habe. Obwohl ich immer sehr gut war, hab ich tatsächlich in einem wichtigen Diktat ein mir unbekanntes Wort falsch geschrieben, und so entschied schlussendlich vielleicht genau dieser fehlende Punkt über meine weitere Schulkarriere. Einzelne Entscheidungen sind ja immer ein Rattenschwanz.

Dikate schreiben kann Menschen einander aber auch näher bringen, wie die Protagonist
innen in "Fehlerhaft und wunderbar". Später wagen sie sich an das legendäre "Dictée de Mérimée", das die Charaktere ebenfalls nachdenklich werden lässt. Denn wie so oft bei Laurains Romanen, löst etwas Einfaches bei sämtlichen im Roman vorkommenden Figuren etwas aus, mal im Kleinen, mal im Grossen, und zieht seine Wege. Und alles nur aufgrund eines Schuldiktats.

Antoine Laurain baut die Geschichte gut auf, setzt überraschende Elemente hinein und bringt die Geschichte zu einem runden, sehr stimmigen Abschluss. Das einzige Manko: sie ist viel zu kurz. Schade, waren nicht noch mehr Personen am Picknick dabei! Die Essenz der Geschichte: Fehler sind erlaubt - im Diktat und im Leben.

Fazit: Erneut ein genialer Coup des Autors, eine kluge und gleichzeitig sehr liebenswürdige Geschichte
4.5 Sterne

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Veröffentlicht am 28.06.2026

War so gar nicht meins

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Leider konnte ich dieser Geschichte überhaupt nichts abgewinnen. Weder die Handlung noch die Charaktere konnten mich wirklich erreichen. Die Figuren blieben für mich allesamt recht blass und austauschbar ...

Leider konnte ich dieser Geschichte überhaupt nichts abgewinnen. Weder die Handlung noch die Charaktere konnten mich wirklich erreichen. Die Figuren blieben für mich allesamt recht blass und austauschbar und niemand hatte einen besonders herausragenden oder einprägsamen Charakter.

Auch die Geschichte selbst konnte mich nicht fesseln. Statt Spannung oder Begeisterung hat das Lesen bei mir eher Frust ausgelöst, weil einfach kein Funke übergesprungen ist. Ich habe die ganze Zeit darauf gewartet, dass mich das Buch doch noch packt, aber das ist leider nicht passiert.

Positiv hervorheben möchte ich allerdings die Botschaft am Ende, dass das Lernen und Üben meistens Spaß machen können und dass Fehler zum Leben dazugehören und kein Drama sind. Diese Message fand ich wirklich schön und wertvoll.

Trotzdem konnte mich das Buch insgesamt leider nicht überzeugen und war einfach nicht mein Fall.

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