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kristinaliest

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.03.2026

Mehr erwartet

Spielverderberin
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Schon auf den ersten Seiten wird die angespannte Dynamik innerhalb der Gruppe deutlich. Unterschwelliger Unmut liegt spürbar in der Luft und prägt die gesamte Atmosphäre der Geschichte. Besonders bei Sophie ...

Schon auf den ersten Seiten wird die angespannte Dynamik innerhalb der Gruppe deutlich. Unterschwelliger Unmut liegt spürbar in der Luft und prägt die gesamte Atmosphäre der Geschichte. Besonders bei Sophie merkt man die Stimmung. Ihre innere Zerrissenheit und das Gefühl, als Dorfkind in der Großstadt fehl am Platz zu sein, werden von der Autorin sehr greifbar und authentisch vermittelt. Ich hab mich da sehr drinnen gesehen.

Allerdings fiel es mir schwer, eine wirkliche Sympathie für die Figuren zu entwickeln. Ich hatte zunächst erwartet, dass das zentrale Ereignis früher aufgelöst wird. Als es dann schließlich thematisiert wurde, wurde klar, dass es sich – ohne zu spoilern – um eine wirklich einschneidende und belastende Situation handelt. Nach und nach tun sich weitere Abgründe auf, wodurch die Geschichte immer wieder neue überraschende Wendungen nimmt.

Insgesamt entsteht der Eindruck, dass viel aufgestaute Wut und vor allem mangelnde Kommunikation die Eskalation der Ereignisse begünstigt haben.

Sprachlich bin ich stellenweise über die Satzkonstruktionen gestolpert, was meinen Lesefluss gestört hat. Dadurch ließ ich mich häufiger ablenken, was für mich eher ein negativer Aspekt war.

Auch Sophies Verhalten konnte ich nicht immer nachvollziehen – insbesondere ihr Wunsch, die Freundschaft unbedingt aufrechtzuerhalten, erschien mir nicht ganz schlüssig. Gleichzeitig wurde für mich im Verlauf verständlich, warum Romy sich letztlich abgewendet und den Kontakt abgebrochen hat. Es ist einfach zu viel vorgefallen, und manchmal ist es besser, etwas Zerbrochenes loszulassen, anstatt daran festzuhalten.

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Veröffentlicht am 27.03.2026

Nicht meins

Liebe
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Ich hatte beim Lesen von „Liebe“ gemischte Gefühle. Besonders das Ende hat mich eher ratlos zurückgelassen. Ich habe es ehrlich gesagt nicht wirklich verstanden und es wirkte auf mich etwas abrupt bzw. ...

Ich hatte beim Lesen von „Liebe“ gemischte Gefühle. Besonders das Ende hat mich eher ratlos zurückgelassen. Ich habe es ehrlich gesagt nicht wirklich verstanden und es wirkte auf mich etwas abrupt bzw. unklar.
Interessant fand ich hingegen die kurze Passage am Ende über seine Arbeit als Okularist (spezialisierter Handwerker, der Augenprothesen herstellt). Dort hatte ich das Gefühl, dass das Buch kurz an Tiefe gewinnt und ein konkreteres Thema greifbar wird. Mit den Charakteren bin ich leider nicht warm geworden. Sie blieben für mich ziemlich blass und distanziert, sodass ich keinen wirklichen Bezug zu ihnen aufbauen konnte. Dadurch fiel es mir auch schwer, emotional in die Geschichte einzutauchen oder mit ihnen mitzufühlen.
Insgesamt ein Buch mit einzelnen interessanten Ansätzen, das mich aber vor allem durch sein schwer verständliches Ende und die wenig greifbaren Figuren eher enttäuscht zurückgelassen hat.

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Veröffentlicht am 25.03.2026

So böse

Tödliches Angebot
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Wenn ich ein Buch innerhalb von zwei Tagen verschlinge, ist das für mich immer ein ziemlich sicheres Zeichen: Die Geschichte hat mich gepackt.

Die Geschichte rund um Margo lebt vor allem von ihrer außergewöhnlichen, ...

Wenn ich ein Buch innerhalb von zwei Tagen verschlinge, ist das für mich immer ein ziemlich sicheres Zeichen: Die Geschichte hat mich gepackt.

Die Geschichte rund um Margo lebt vor allem von ihrer außergewöhnlichen, fast schon obsessiven Persönlichkeit. Sie ist definitiv keine klassische Sympathieträgerin. Sie ist eher besessen, stellenweise „weird“, aber genau das macht sie so faszinierend. Ihre akribische Recherche und ihr unermüdlicher Einsatz für ihr Traumhaus haben mich beeindruckt, auch wenn man gleichzeitig merkt, wie sehr sie sich darin verliert. Besonders spannend fand ich, wie ihr Privatleben immer stärker in den Vordergrund rückt und sie dadurch ihren Job zunehmend vernachlässigt. Dieser schleichende Downfall entwickelt eine starke Sogwirkung. Auch wenn das Buch kein typischer Pageturner ist, wollte ich ständig weiterlesen – nicht zuletzt, weil viele Kapitel genau an den richtigen Stellen enden und einen direkt ins nächste ziehen.
Margo selbst hat mich immer wieder überrascht. Sie ist spritzig, ideenreich und vor allem absolut unberechenbar. Sie ist definitiv eine „Hausnummer“ für sich. Man fiebert mit ihr mit, auch wenn man nicht immer mit ihren Entscheidungen einverstanden ist. Insgesamt ein fesselndes Buch, das vor allem durch seine ungewöhnliche Protagonistin im Gedächtnis bleibt.

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Veröffentlicht am 16.03.2026

Schön erzählt

Moosland
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Manchmal begegnet man beim Lesen Figuren, die einem sofort ans Herz wachsen und manchmal trifft man auf Charaktere, die eine gewisse Distanz bewahren. Genau so ging es mir mit Elsa. Elsa ist eine sehr ...

Manchmal begegnet man beim Lesen Figuren, die einem sofort ans Herz wachsen und manchmal trifft man auf Charaktere, die eine gewisse Distanz bewahren. Genau so ging es mir mit Elsa. Elsa ist eine sehr verschlossene Person. Schon früh in der Geschichte wird deutlich, dass sie ihre Gedanken und Gefühle nur selten offen zeigt. Sie wirkt zurückhaltend, beinahe geheimnisvoll, und lässt nur selten wirklich tief in ihre Welt blicken. Als Leserin habe ich deshalb gemerkt, dass ich mich ihr nicht ganz so nah gefühlt habe. Ich habe nicht wirklich Zugang zu ihr gefunden. Das lag nicht daran, dass sie uninteressant wäre, ganz im Gegenteil. Gerade ihre stille Art macht sie auf eine gewisse Weise spannend. Doch sie bleibt lange schwer greifbar. Man beobachtet sie, begleitet sie durch ihre Erlebnisse und Gedanken, aber man hat selten das Gefühl, wirklich tief in ihr Innerstes schauen zu können. Dadurch blieb eine gewisse emotionale Distanz bestehen. Elsa ist keine Figur, die sich leicht entschlüsseln lässt. Ihre Verschlossenheit gehört ganz klar zu ihrem Charakter und prägt die gesamte Atmosphäre des Buches. Man merkt, dass sie vieles mit sich selbst ausmacht und nur selten offen nach außen trägt. Das ist natürlich auch der Gesamtsituation geschuldet. Sie ist im Ausland, kann die Sprache nicht sprechen und hat eigentlich nicht wirklich direkte Bezugspersonen, die ihre Sprache sprechen.

Besonders gefallen haben mir die Erzählungen über ihre Arbeit. Man merkt beim Lesen, dass hier viel Wissen und ein feines Gespür für Details vorhanden sind. Die Beschreibungen wirken lebendig und einfach authentisch. Für mich waren diese Stellen sehr bereichernd und haben das Buch besonders interessant gemacht.
Was mich außerdem sehr eingenommen hat, war die Erzählweise. Der Schreibstil ist wirklich wunderbar schön und hat mich direkt eingenommen. 
Beim Lesen hatte ich immer wieder das Gefühl, dass die Geschichte weniger von großen dramatischen Ereignissen lebt, sondern vielmehr von ihren leisen Momenten. Kleine Beobachtungen, Gedanken und Stimmungen stehen im Mittelpunkt. Es ist eines dieser Bücher, bei denen man nicht unbedingt durch Spannung vorangetrieben wird, sondern durch die Atmosphäre und die Sprache. Man liest weiter, weil man in dieser Welt bleiben möchte und weil die Art zu erzählen einfach sehr schön ist und natürlich herrscht auch eine gewisse Spannung, weil man erfahren möchte wie es mit Elsa weitergeht und ob sie sich öffnen wird. 
Besonders interessant fand ich auch, dass die Geschichte zwar fiktiv ist, aber trotzdem einen wahren Hintergrund hat. 
Insgesamt war es für mich ein Buch, das vor allem durch seine Atmosphäre und seinen Schreibstil überzeugt hat. Auch wenn ich mich Elsa emotional nicht ganz so nah gefühlt habe und nicht vollständig Zugang zu ihr gefunden habe, hat mich die Geschichte dennoch auf ihre eigene Weise gefesselt. Daher gibt es auch 4 von 5 Sternen. 

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Veröffentlicht am 15.03.2026

Liebenswert

The Girls Ghostbusting Agency – Crazy Spooky Love
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Die Spannung zwischen Melody und Gun war richtig spürbar, da hat es ordentlich geknistert! Es gibt zwei spicy Szenen, die selbst für mich als Nicht-Spice-Fan gut auszuhalten waren. Insgesamt war das Buch ...

Die Spannung zwischen Melody und Gun war richtig spürbar, da hat es ordentlich geknistert! Es gibt zwei spicy Szenen, die selbst für mich als Nicht-Spice-Fan gut auszuhalten waren. Insgesamt war das Buch super cozy und heimelig, mit vielen witzigen Momenten, stellenweise auch etwas kurios. Für mich persönlich hätte es gerne noch etwas gruselig sein können. Besonders die Charaktere, vor allem die der Girls Ghostbusting Agency, sind total besonders und auf ihre eigene Art unglaublich liebenswert. Von den Vibes her hat mich die Story ein bisschen an die amerikanische Serie „Ghosts“ erinnert. Ich freue mich auf jeden Fall schon auf Band 2 und bin gespannt, wohin Melody’s Reise noch führt und welchen Geistern wir begegnen werden!

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