Gruppe 4 zum Dritten
Nebelbeute ist der dritte Band der Thrillerreihe mit der Gruppe 4. Wer die ersten beiden Bände (Krähentage und Aschesommer) nicht kennt, oder wie ich, sich nicht an alle Einzelheiten darin erinnern kann, ...
Nebelbeute ist der dritte Band der Thrillerreihe mit der Gruppe 4. Wer die ersten beiden Bände (Krähentage und Aschesommer) nicht kennt, oder wie ich, sich nicht an alle Einzelheiten darin erinnern kann, man kann diesen Thriller auch getrennt lesen.
Mila Weiss, die Leiterin der Sondereinheit Gruppe 4, hat sich eine Auszeit genommen. Angeblich um Kräfte zu sammeln, aber sie verfolgt ein ganz anderes Ziel. Die Entführung zweier Mädchen aus einem Waisenhaus beschäftigt sie seit Jahren; der Täter: Johannes Toblach. Er versteckt sich in einem Bergdorf. Wo dieses sich befindet lässt der Autor offen. Aber wie so oft in Thrillern, wird das Dorf ziemlich einsam gelegen und düster beschrieben. Dass zusätzlich noch tiefer Winter herrscht macht das Setting noch ungemütlicher. Die Einwohner sind reserviert und eigenbrötlerisch.
Mila hat sich eine kleine Hütte gemietet, auf unbestimmte Zeit. Bei langen Wanderungen bringt sie viele Wildkameras an, um Toblach aufzuspüren. Sie hält lockeren Kontakt zu Lucy aus der Gruppe 4.
Nachdem bereits zwei grausame Morde im Dorf geschehen sind und sie Toblach aufgespürt hat, verschwindet sie plötzlich selbst. Was ist ihr passiert? Hatte sie einen Unfall während ihrer Wanderungen, wurde sie entführt? Der Leser weiß mehr, als die Gruppe 4, die sich komplett auf den Weg in das Bergdorf macht, um Mila zu finden.
Der Schreibstil ist flüssig, die Handlung spannend, realistisch, mit kleinen Ausnahmen, das Team ist sympathisch und die Morde sehr grausam. Da ich Realität und Fiktion gut unterscheiden kann war es für mich ein gelungener Thriller und ich hoffe auf weitere Fälle der Gruppe 4, die nicht nur dem Autor ans Herz gewachsen ist.
4,5*