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Veröffentlicht am 23.01.2020

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DRAUSSEN
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Buchmeinung zu Volker Klüpfel & Michael Kobr – DRAUSSEN

„DRAUSSEN“ ist ein Kriminalroman von Volker Klüpfel und Michael Kobr, der 2019 bei Ullstein erschienen ist.

Zum Autor:
Michael Kobr, geboren ...

Buchmeinung zu Volker Klüpfel & Michael Kobr – DRAUSSEN

„DRAUSSEN“ ist ein Kriminalroman von Volker Klüpfel und Michael Kobr, der 2019 bei Ullstein erschienen ist.

Zum Autor:
Michael Kobr, geboren 1973 in Kempten im Allgäu, studierte in Erlangen ziemlich viele Fächer, aber nur zwei bis zum Schluss: Germanistik und Romanistik. Nach dem Staatsexamen arbeitete er als Realschullehrer.
Volker Klüpfel, Jahrgang 1971, ist studierter Politologe und schreibt gerne im Duo. Zusammen mit seinem Koautor Michael Kobr (geboren 1973) verfasst er Krimis, in denen meist ihre erfolgreichste Schöpfung, Kommissar Kluftinger, die Hauptrolle spielt. Klüpfel und Kobr haben sich während ihrer gemeinsamen Schulzeit in Kempten kennengelernt.

Klappentext:
Ein Leben draußen im Wald, kein Zuhause, immer auf der Flucht: Das ist alles, was Cayenne und ihr Bruder Joshua kennen. Nur ihr Anführer Stephan weiß, warum sie hier sind und welche Gefahr ihnen droht. Er lebt mit ihnen außerhalb der Gesellschaft, drillt sie mit aller Härte und duldet keinen Kontakt zu anderen. Cayenne sehnt sich nach einem normalen Alltag als Teenager. Doch sie ahnt nicht, dass sie alles, was Stephan ihr beigebracht hat, bald brauchen wird. Denn der Kampf ums Überleben hat schon begonnen. Und plötzlich steht er vor ihr: der Mann, der sie töten will.

Meine Meinung:
Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, denn ich mag die Reihe um Kluftinger sehr. Schnell wird klar, dass es hier gänzlich anders zugeht. Mehrere Handlungsstränge an verschiedenen Orten und Protagonisten, die nicht jedem gefallen. Die Hauptfigur Cayenne, ein Teenager, lebt mit ihrem Bruder Joshua und mit ihrem Ersatzvater Stephan am Rande der Gesellschaft. Sie führen das Leben von modernen Gesetzlosen und versuchen möglichst unauffällig zu bleiben. Das Trio ist seit Jahren gemeinsam unterwegs und Cayenne bekommt Zweifel an ihrem Leben und damit auch an Stephan. Als Gegenspieler etabliert sich Jürgen Wagner, der als Lobbyist in Berlin seinen Einfluss spielen lässt. Die Ausgangslage klingt vielversprechend, aber das wurde leider nicht realisiert. Elemente einer Dystopie mit Unwettern und Blackout sollen das Tempo erhöhen, aber bei mir bewirkte es eher Unverständnis. Kampfszenen mit brachialer Gewalt und tödlichen Folgen haben mich abgeschreckt. Dazu passt das Szenario einer Welt, in dem das gnadenlose Recht des Stärkeren gelebt wird und das Töten des Gegners zum höchsten Ziel erkoren wird. Die Charaktere sind ziemlich eindimensional, Sympathien empfand ich für niemanden mehr und als dann auch noch Episoden aus dem Leben eines Fremdenlegionärs eingebunden wurden, sank mein Interesse gegen null. Technisch ist das Buch ganz ordentlich gestaltet. Viele kurze Kapitel, oft mit Cliffhängern, Informationen, die häppchenweise an den Leser weiter gegeben werden, Wechsel zwischen ruhigen und actionreichen Szenen. Die Helden müssen natürlich ordentlich einstecken und sie teilen auch gewaltig aus. Rechtsgrundsätze treten immer mehr in den Hintergrund und dann auch Andeutungen einer gemeinsamen Vergangenheit. Dazu kommen fehlende Auflockerungen der immer gewalttätigeren Handlung. Manchmal hatte ich das Gefühl, mich in einer Gewaltphantasie zu befinden. Zeitweise war es aber durchaus spannend.

Fazit:
Dieses Gewaltepos hat mir nur wenig gefallen, weil Figuren und Handlung aus einem billigen Actionfilm zu stammen schienen. So vergebe ich nur zwei von fünf Sternen (40 von 100 Punkten) und kann nur eine Lesewarnung aussprechen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.01.2020

Geschichte spannend, lebendig und unterhaltsam erzählt

Der Attentäter
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Buchmeinung zu Ulf Schiewe – Der Attentäter

„Der Attentäter“ ist ein Historischer Thriller von Ulf Schiewe, der 2019 bei Bastei Lübbe erschienen ist.

Zum Autor:
Ulf Schiewe wurde 1947 im Weserbergland ...

Buchmeinung zu Ulf Schiewe – Der Attentäter

„Der Attentäter“ ist ein Historischer Thriller von Ulf Schiewe, der 2019 bei Bastei Lübbe erschienen ist.

Zum Autor:
Ulf Schiewe wurde 1947 im Weserbergland geboren und wuchs in Münster auf. Er arbeitete lange als Software-Entwickler und Marketingmanager in führenden Positionen bei internationalen Unternehmen und lebte über zwanzig Jahre im Ausland, unter anderem in der Schweiz, in Paris, Brasilien, Belgien und Schweden. Schon als Kind war Ulf Schiewe ein begeisterter Leser, zum Schreiben fand er mit Ende 50.

Klappentext:
Juni 1914. Es ist die Woche, die alles entscheidet. Die Woche, in der sich drei junge Serben auf den Weg nach Sarajevo machen. Dort soll Franz Ferdinand, Thronfolger Österreich-Ungarns, einem Militärmanöver beiwohnen - und sterben. Gavrilo Princip und seine Gefährten haben sich seit Monaten auf diesen Tag vorbereitet. Doch dem Geheimdienst sind Gerüchte zu Ohren gekommen, und Major Rudolf Markovic tut alles, um den Thronfolger zu retten und eine diplomatische Katastrophe zu vermeiden ...

Meine Meinung:
Man kennt den Ausgang und doch wird die Geschichte spannend und fesselnd erzählt. In der letzten Woche vor dem Anschlag begleitet der Autor sowohl die Attentäter als auch Politiker und den Thronfolger und seine Familie. Ergänzt wird das Personal durch die fiktiven Geheimdienstmitarbeiter Markovic und Simon, denen Gerüchte über einen drohenden Anschlag zu Ohren gekommen sind. Markovic ist der eher moderate Mensch, während Simon eher auf Gewalt bei den Ermittlungen setzt. Markovic erhält Unterstützung durch die Bordellbetreiberin Maric, die wie die meisten Geschäftsleute das ruhige Zusammenleben vieler unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen schätzt. Der Autor vermittelt die Motivation der einzelnen Protagonisten, indem er ihre Gedanken schildert. Durch viele Perspektivwechsel ergibt sich ein umfassendes Bild der Situation in der Region. Franz Ferdinand erfährt von dem möglichen Anschlag, weigert sich aber gravierenden Änderungen des Besuchsprogramms zu akzeptieren. Örtliche Politiker wollen nicht auf das gemeinsame Bad im Jubel der Massen mit dem Thronfolger verzichten. Die jungen Attentäter leiden an einer tödlichen Lungenkrankenheit und träumen von einer heroischen Tat, die sie zu Helden macht. Das von Markovic und Simon ausgeworfene Netz zieht sich um die Attentäter zusammen und es ist wie in einem spannenden Agententhriller, nur mit einem anderen Ausgang.
Obwohl das Ende bekannt ist, funktioniert die Erzählung blendend. Die eingebundenen historischen Informationen ergeben zusammen mit den fiktiven Elementen ein lebendiges Bild jener Zeit. Sympathische und weniger sympathische Figuren ergänzen sich hervorragend.

Fazit:
Ein äußerst gelungenes Werk, das Geschichte lebendig, spannend und unterhaltsam erzählt. Von mir gibt es die Höchstwertung (fünf Sterne, 100 Punkte) und eine klare Leseempfehlung.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.01.2020

Unterhaltsames Gemeinschaftswerk mehrerer Autoren, sehr gut vorgetragen

Die vierte Zeugin
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Buchmeinung zu Diverse Autoren – Die vierte Zeugin

„Die vierte Zeugin“ ist ein historischer Roman von mehreren Autoren, der 2012 bei Aufbau Taschenbuchverlag erschienen ist. Die ungekürzte Hörfassung ...

Buchmeinung zu Diverse Autoren – Die vierte Zeugin

„Die vierte Zeugin“ ist ein historischer Roman von mehreren Autoren, der 2012 bei Aufbau Taschenbuchverlag erschienen ist. Die ungekürzte Hörfassung wird von Tanja Fornaro gelesen und ist 2016 bei Audible Studios erschienen.

Zum Autor:
Dieses Gemeinschaftsprojekt der zwölf Autoren Tanja Kinkel, Oliver Pötzsch, Martina Andre, Peter Prange, Titus Müller, Heike Koschyk, Lena Falkenhagen, Alf Leue, Katrin Burseg, Caren Benedikt, Ulf Schiewe und Marlene Klaus wurde durch Heike Koschyk und Alf Leue herausgegeben. Der traurige Anlass für dieses Projekt war der Einsturz des Kölner Stadtarchivs 2010.

Sprecher:
Tanja Fornaro ist eine deutsche Schauspielerin, Sprecherin und Hörbuchregisseurin, in Berlin geboren, mit italienischem Hintergrund. Sie hat mich überzeugt.

Klappentext:
Köln im Jahre 1534. Ein ungewöhnlicher Gerichtsfall hält die Stadt in Atem: Der Londoner Geschäftsmann Richard Charman verklagt die Tuchhändlerwitwe Agnes Imhoff, um eine Schuld ihres unter rätselhaften Umständen verstorbenen Ehemanns Andreas zu begleichen. Agnes droht alles zu verlieren. Als sie versucht, ihre Unschuld an den Taten ihre Mannes zu beweisen, offenbart sich nicht nur ein Familiendrama, Stück für Stück gelangen tödliche Intrigen, Lügen und politische Verflechtungen ans Licht, die bis ins englische Königshaus reichen. Doch bis zuletzt stellt sich die Frage: Wer ist Agnes Imhoff wirklich - Opfer oder Täter?

Meine Meinung:
Dieses Gemeinschaftswerk diverser Autoren schildert eine interessante Begebenheit aus der Kölner Geschichte, die die einzelnen Autoren jeder für sich gelungen erzählen. Und doch merkt man an manchen Stellen kleine Brüche in der Schilderung, seien es anders gesetzte Schwerpunkte oder Variationen im Schreibstil. Und doch macht es Freude, dieser Geschichte zu folgen. Sehr gelungen ist die Einbindung des Einsturzes des Kölner Stadtarchivs bei Bauarbeiten für einen neuen U-Bahnabschnitt. So bleibt die endgültige Bewertung der Geschehnisse dem Leser überlassen. Die Figuren sind ansprechend gestaltet, wenn auch nicht sonderlich tief gezeichnet. Es gibt sympathische und weniger sympathische Figuren, Verschwörungen und gefährliche Situationen, in die die Protagonisten geraten. Der Unterhaltungswert ist gegeben, aber es ist nicht so konsistent wie ein Werk aus einer einzigen Feder.

Fazit:
Ein Gemeinschaftswerk mehrerer Autoren für einen guten Zweck, das einen hohen Unterhaltungswert aufweist. Deshalb gibt es vier von fünf Sternen (80 von 100 Punkten) und eine klare Leseempfehlung.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.01.2020

Luc Verlain konnte mich nicht überzeugen

Winteraustern
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Buchmeinung zu Alexander Oetker – Winteraustern

„Winteraustern“ ist ein Kriminalroman von Alexander Oetker, der 2019 bei Hoffmann und Campe erschienen ist. Dies ist der drittr Fall für Luc Verlain.

Zum ...

Buchmeinung zu Alexander Oetker – Winteraustern

„Winteraustern“ ist ein Kriminalroman von Alexander Oetker, der 2019 bei Hoffmann und Campe erschienen ist. Dies ist der drittr Fall für Luc Verlain.

Zum Autor:
Alexander Oetker war langjähriger Frankreichkorrespondent für RTL und n-tv und ist profunder Kenner von Politik und Gesellschaft der Grande Nation. Geboren 1982 in Berlin, arbeitete er u.a. für die Berliner Zeitung, das Bayerische Fernsehen und den MDR. Seit 2012 ist er politischer Korrespondent für die Mediengruppe RTL Deutschland in Berlin, berichtet aber immer wieder aus Frankreich.

Klappentext:
Winterzeit am Bassin d’Arcachon, das bedeutet für die Austernzüchter Hochkonjunktur. Allerdings auch für die Austerndiebe, denen man mit immer drastischeren Methoden begegnet. Und so mündet das, was eine besinnliche Bootsfahrt werden sollte, für Luc Verlain in einen Mordfall, der es in sich hat.
Zusammen mit seinem Vater, einem ehemaligen Austernzüchter, hatte Luc eigentlich nur noch einmal dessen einstige Wirkungsstätte befahren wollen, als sie plötzlich auf die übel zugerichteten Leichen zweier junger Männer stoßen. Handelt es sich um Austernzüchter, die den Austernmogul der Region um einen Teil seines Festtags-Umsatzes bringen wollten? Oder wollte ein anderer Austerndieb von seinem Treiben ablenken?
Die Ermittlungen von Luc und seiner Partnerin Anouk führen tief hinein in eine von Profitgier und Konkurrenzdenken korrumpierte Branche.

Meine Meinung:
Dieses Buch beeindruckt weniger durch die Krimihandlung als durch die Beschreibung der sozialen Situation der kleinen Austernfischer und der sozialen Brennpunkte in den Wohnsilos der Vorstädte. Die Hauptfigur Luc Verlain, Sohn eines Austernfischers, ist aus Paris ist seine Heimatregion zurückgekehrt, um in der Nähe seines kranken Vaters zu sein. Luc ist ein komplexer Charakter mit Eccken und Kanten, den ich aber nicht sympathisch fand. Er agiert meist wie ein Superbulle und wie ein Mann, den die Frauen mögen. Er tritt oft sehr dominant auf, liebt seine Kollegin Anouk und seinen Vater. Er ist bestens vernetzt und doch gibt es Schatten auf seiner Weste. Er ist sehr eifersüchtig und sein Verhältnis zu seinem baskischen Kollegen ist noch immer gestört. Die Figur der Anouk ist noch etwas tiefer gestaltet, aber die übrigen Figuren wirken wenig komplex und klischeebehaftet. Gerade der Gegensatz kleine Fischer kontra Austernbaron übertreibt dies. Die Handlung ist ohne Zweifel spannend erzählt, mit temporeichen Action-Szenen angereichert und bietet ein paar überraschende Ideen. Doch insgesamt wirkte es auf mich zu sehr konstruiert. Gut gefallen haben mir die Szenen, in denen der Berichterstatter und politische Journalist die Oberhand gewinnt. Dazu kommen atmosphärisch starke Schilderungen der Region und ihrer Bewohner.

Fazit:
Trotz einiger Ansätze konnte mich dieses Buch nur teilweise überzeugen, insbesondere die Hauptfigur Luc Verlain wirkte konstruiert und zu mächtig. So vergebe ich drei von fünf Sternen (60 von 100 Punkten).

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.01.2020

Ein spannender Umweltthiller

Bluterde
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Buchmeinung zu Claudia Praxmayer – Gefährliche Gier

„Gefährliche Gier“ ist ein Kriminalroman von Claudia Praxmayer, der 2019 im dotbooks Verlag erschienen ist. Erstmals erschien dieses Buch unter dem ...

Buchmeinung zu Claudia Praxmayer – Gefährliche Gier

„Gefährliche Gier“ ist ein Kriminalroman von Claudia Praxmayer, der 2019 im dotbooks Verlag erschienen ist. Erstmals erschien dieses Buch unter dem Titel „Bluterde“ 2013 bei Droemer Knaur.

Zum Autor:
Claudia Praxmayer ist gebürtige Salzburgerin und hat Biologie studiert. Sie arbeitet in München als selbstständige PR-Beraterin und Autorin. Sie hat bereits Ratgeber, Sachbücher und mittlerweile drei Romane veröffentlicht. Als aktives Mitglied des NABU Deutschland engagiert sie sich seit vielen Jahren ehrenamtlich im Bereich Artenschutz und setzt sich für bedrohte Tierarten ein.

Klappentext:
Im Dschungel lauert der Tod … Die engagierte Artenschützerin Dr. Lea Winter ist für ein Naturschutzprojekt für Gorillas im Kongo verantwortlich – und entsetzt, als sie erfährt, dass skrupellose Geschäftemacher nicht davor zurückschrecken, die majestätischen Tiere auszurotten, um in ihrem Lebensraum nach Coltan zu schürfen. Wild entschlossen, die Gorillas zu retten, reist Lea selbst in den kongolesischen Dschungel. Doch dort muss sie am eigenen Leib erfahren, dass Gewalt und Korruption in diesem Land an der Tagesordnung sind: Lea findet sich im Visier einer gefährlichen Mafia wieder, deren Wurzeln tief in die westliche Welt reichen …

Meine Meinung:
Die drei Hauptfiguren Lea, Femi und Ian sind starke Persönlichkeiten, zwischen denen es zu Konflikten kommt, auch wenn sie ähnliche Ziele haben. Inoffizielle Coltanminen im Naturschutzpark bedrohen Tiere und Menschen in dieser Region. An ihnen verdienen Rebellen, geschmierte Regierungsvertreter und vor allem ausländische Geldgeber. Der Konflikt eskaliert und Lea gerät in große Gefahr. Spätestens hier wird es extrem spannend und die Autorin schlägt ein hohes Erzähltempo an. Hier konnte ich das Buch kaum noch zur Seite legen. Eher als störend empfand ich eine angedeutete Liebesbeziehung. Femi und Ian kämpfen intensiv um die Rolle des Alpha-Männchens, raufen sich dann aber doch zusammen. Ein Kommandounternehmen setzt einen spannenden Höhepunkt. Die Actionsequenzen sind eindrucksvoll und haben mich positiv überrascht. Auch die Schilderung der Hintergründe ist gelungen und hat mich überzeugt. Manchmal übertreibt es die Autorin allerdings mit den von den Protagonisten zu lösenden Problemen. Während Femi und Ian sehr sympathisch auf mich wirkten, ging mir Lea mit ihrer Reinlichkeitsphobie und ihrer Ausstrahlung im afrikanischen Umfeld eher auf die Nerven. Aber Ecken und Kanten hatten die Hauptfiguren auf jeden Fall. Auch das Ende konnte überzeugen, auch weil nicht alles positiv ausfiel.

Fazit:
Ein überzeugender Thriller mit viel Tempo, spannender Handlung und gut gestalteten Figuren. Auch wenn es noch Potential für Verbesserungen gibt, vergebe ich fünf von fünf Sternen (90 von 100 Punkten) und spreche eine klare Leseempfehlung aus.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere