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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.02.2026

sehr spannend

Das Signal
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Ursula Poznanski ist ein Garant für spannende Unterhaltung, was sie mit ihrem neuen Buch „Das Signal“wieder erneut unter Beweis stellt.Das Buch das bei @droemerknaur erschienen ist, hat mir wieder spannende ...

Ursula Poznanski ist ein Garant für spannende Unterhaltung, was sie mit ihrem neuen Buch „Das Signal“wieder erneut unter Beweis stellt.Das Buch das bei @droemerknaur erschienen ist, hat mir wieder spannende Lesestunden beschert.

Viola, Mitte dreißig und ihr Mann Adam sind eine Vorzeigepaar. Beide sind beruflich erfolgreich und haben sich gerade ein Anwesen außerhalb Wiens gekauft. Auf diesem Anwesen,zu dem auch ein externer Weinkeller gehört, verunfallt Viola, als sie in eben diesen Weinkeller geht, der in der Renovierungsphase und mit Stahlstützen versehen ist. Die Wände brechen ein und Viola wird verschüttet und verliert dabei ein Bein. Sie ist ans Haus gefesselt. Ihr Mann besorgt ihr eine Pflegerin, Otilia, die Viola immer mehr als „Wächterin“denn als Pflegerin sieht. Dies und bestimmte Äußerungen ihres Ehemannes, die er ohne dass er weiß, dass sie sie mitbekommt, von sich gibt, machen Viola misstrauisch. Da ihre Möglichkeiten beschränkt sind dies aufzuklären, beginnt Viola ihren Mann zu tracken und nicht nur ihn. Was sie dabei herausfindet, lässt sie einen Plan schmieden, um sich selbst zu retten.

Das Buch ist von Anfang an spannend und hält diese Spannung bis zum furiosen Finale spielend.
Das Buch ist aus Violas Sicht geschrieben und als Leser verbündet man sich sehr schnell mit ihr und ist gespannt, was sie herausbekommt, was dahintersteckt und wie sie aus dieser Situation herausfindet.
Die Atmosphäre ist von Anfang an sehr beklemmend und realistisch, der Schreibstil sehr flüssig und absolut fesselnd.
Die einzelnen Protagonisten, allen voran Otilie, aber auch Viola und Adam sind gut gezeichnet und man fragt sich die ganze Zeit, was hinter den Heimlichkeiten steckt. Die Auflösung war dann für mich schon überraschend und der Plotwist am Ende absolut gelungen.

Wer also auf spannende Unterhaltung mit nicht vorhersehbarem Ende steht.
Hier bekommt ihr beides. Große Leseempfehlung !

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  • Cover
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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.02.2026

Selbstfindung

Die Liebe, später
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Es gibt verschiedene Ereignisse im Leben eines Menschen, die einen das Leben neu orden und zurückschauen lassen, das sind schwere Erkrankungen und der Eintritt in den Ruhestand.
Solche Ereignisse können ...

Es gibt verschiedene Ereignisse im Leben eines Menschen, die einen das Leben neu orden und zurückschauen lassen, das sind schwere Erkrankungen und der Eintritt in den Ruhestand.
Solche Ereignisse können herausfordernd sein und sogar Krisen auslösen, bei den betreffenden Personen selbst, aber auch in der Partnerschaft.
Dieses Thema greift Gisa Klönne in ihrem Buch " Die Liebe später " auf.

Cora und Amseln sind seit über zwanzig Jahren ein Paar und ein eingespieltes Teal. Amseln ist Biologe, Cora erfolgreiche Journalistin mit eigener Sendung. Sie leben eine Ehe auf Augenhöhe, die in der Balance zwischen Nähe und berufsbedingter Distanz perfekt funktioniert. Amseln lebt unter der Woche in Berlin, Cora im gemeinsamen Haus in Köln.
Doch dann muss sich Cora einer schweren Herz OP unterziehen, die ihr ganzes Leben verändert. Ihr Arbeitgeben bietet ihr einen Aufhebungsvertrag an, weil er die Sendung verjüngen will und Cora merkt ihre körperlichen Einschränkungen aufgrund der OP. Sie tut sich schwer das anzunehmen.
Amseln freut sich auf den gemeinsamen Ruhestand mit ihr, will sich endlich seinen Traum vom Libellenteich erfüllen und endlich viel Zeit mit Cora verbringen. Doch Cora gerät in eine Lebenskrise. Was will sie, will sie mit 61 Jahren schon die Hände in den Schoss legen?Wie ist es den ganzen Tag mit Amselm zu verbringen. Hält ihre Beziehung das aus? Cora fühlt sich überfordert und eine wachsende Entfremdung zu Amseln, ist das der Mann. mit dem sie im Ruhestand leben möchte und den Libellen beim Fliegen zushen will?Cora bricht aus , fährt nach Berlin in " ihre Wohnung" und begibt sich auf die Spuren in ihre Vergangenheit und auf die Suche nach sich selbst.

Der Autorin ist es in diesem Buch meisterhaft gelungen die Gefühle eines Menschen aufzuzeigen, der ungewollt in die letzte Lebensphase katapultiert wird, hier durch eine Krankheit.
Sich einzugestehen, dass der Körper einem Grenzen setzt, man kürzer treten muss und einem berufliche Grenzen aufgezeigt werden, obwohl man sich selbst das nicht eingestehen mag,man es nicht fühlt, ist hart und macht Angst. Man fragt sich,war es das, wie wird es mit dem Partner, der dann tagtäglich 24 Stunden um einen ist, wie geht man selbst mit der vielen Zeit um, gibt ihr einen Sinn und sich selbst eine Aufgabe?
Ich glaube jeder, der diesen Schritt schon gegangen ist, kann das nachvollziehen. Man muss einen neuen Lebensentwurf finden, der einen ausfüllt und einem weiterhin Autonomie zusichert.

Gisa Klönne findet eine wundervolle Sprache in diesem Buch, um Coras Findungsphase zu beschreiben, aber auch die Veränderung, die es für die Partnerschaft bedeutet.
Mir waren sowohl Cora, aber auch Amselm nahe und ich konnte beide verstehen und ihr Denken und Handeln nachvollziehen.
Eine Liebe, die auf die Probe gestellt wird durch einen neuen Lebensabschnitt ist eine Herausforderung.

Ein Buch das für mich von Seite zu Seite besser wurde und das ich sicherlich nicht vergessen werde.

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Veröffentlicht am 17.02.2026

wieder super spannend

Wem du traust
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Da ich jetzt schon einige Krimis von Petra Johann gelesen habe, kann ich mich als ihren Fan ihrer Krimis bezeichnen. Auch mit ihrem neuen Buch „Wem du traust“,konnte sie mich begeistern.

Eva und Susanne ...

Da ich jetzt schon einige Krimis von Petra Johann gelesen habe, kann ich mich als ihren Fan ihrer Krimis bezeichnen. Auch mit ihrem neuen Buch „Wem du traust“,konnte sie mich begeistern.

Eva und Susanne sind langjährige, enge Freundinnen, die einen großen Teil ihres Lebens zusammen verbracht haben und Susannes Tochter Sophia zusammen groß gezogen haben. Mittlerweile sind beide in Beziehungen, Eva sogar verheiratet mit Daniela und sie haben einen gemeinsamen Sohn, Linus.Sofia übernimmt ab und zu das Babysitting im eigenen Reihenhaus der beiden und so auch als Daniel und Eva zu einer Party eines Freundes eingeladen sind. Im Normalfall übernachtet Sofie dann bei ihnen, doch heute möchte sie nach Hause und Daniel bringt sie mit seinem Auto bis in die Wohnanlagen in der sie mit ihrer Mutter und ihrem Freund lebt.
Doch am nächsten Morgen stellt sich heraus, dass Sofie nicht zuhause angekommen ist. Was ist passiert. Schnell gerät Daniel in den Fokus der Ermittlungen und Eva‘s Welt bricht zusammen. Ihr Mann verstrickt sich in Widersprüche und verweigert einen DNA Test, nachdem man Sofies Blutigen Pullover gefunden hat. Hat Daniel Sofie getötet und wenn warum?

Der Krimi startet spannend und hält diese Spannung auch über das ganze Buch. Die Stärke ist neben der Spannung die Psychologie im Geschehen. Es geschehen Dinge, die man nie erwartet hätte und der Fokus liegt auf dem Misstrauen, was gesät wird, weil Dinge anders sind, als sie im ersten Moment erscheinen und Dinge verschwiegen werden, die dieses Misstrauen schüren.
Wem kann man noch trauen, was ist Wahrheit und was Fake ?

Die Autorin schreibt gewohnt flüssig und präsentiert Protagonisten, die einem sofort nahe sind.Man fragt sich ständig, was passiert ist und wer der Täter ist. Die Geschichte wirkte auf mich gut konstruiert und mit dem Ende hätte ich nicht gerechnet.

Leseempfehlung für einen spannenden Krimi!

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Veröffentlicht am 02.02.2026

wichtiges The,ma das manchmal den Fokus verliert

Hazel sagt Nein
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„Hazel sagt nein“ von Jessica Berger Groß, behandelt ein Thema, was lange für Debatten gerade in Amerika, aber auch hier sorgte, das Thema „me too“.

In diesem Buch wird die Geschichte von Hazel und ihrer ...

„Hazel sagt nein“ von Jessica Berger Groß, behandelt ein Thema, was lange für Debatten gerade in Amerika, aber auch hier sorgte, das Thema „me too“.

In diesem Buch wird die Geschichte von Hazel und ihrer Familie erzählt, die aus beruflichen Gründen von New Yorker in das beschauliche Riverburg in Maine ziehen.
Die ganze Familie hat Probleme in diesem kleinen Örtchen Fuß zu fassen.
Als Hazel, die achtzehnjährige Tochter der Familie, am ersten Tag ins Büro des Direktors gerufen wird, denkt sie sich nichts dabei. Doch diese Begegnung verändert das Leben ihrer Familie und speziell ihr eigenes maßgeblich.
Der Direktor ihrer Schule sagt ihr unumwunden, dass er sich jedes Jahr eine Schülerin aussucht, mit der er Sex hat und in diesem Jahr hätte er sie ausgesucht und da sie ja vorhat einen guten Abschluss zu machen,um einen Platz an ihrer Wunschuni zu bekommen, wäre das doch sicher auch in ihrem Interesse, denn er hätte darauf großen Einfluss.
Hazel beweist Courage und sagt nein. Was das nach sich zieht wird in diesem Buch sehr anschaulich beschrieben.

Ich muss sagen, dass ich es sehr gut finde, dass solch ein Thema in einem Buch verarbeitet wird, weil es sehr wichtig ist. Machtmissbrauch gegenüber Abhängigen ist etwas, was alltäglich ist, egal in welchen Bereichen, wie wir durch die „me too“Debatte erfahren haben.
Ich fand es auch gelungen, wie die Autorin aufgezeigt hat, was es mit einem jungen Mädchen macht.Selbstzweifel, die aufkommen, ob man sich vielleicht falsch verhalten hat, trotzdem man ja Opfer ist.Die Reaktion der Umwelt , wenn man ihr nicht glaubt und auch die Familie in Geiselhaft nimmt und dann später, als sich die Medien dieses Themas annehmen , um möglichst viel Profit aus dem Ganzen zu ziehen.Das fand ich gelungen und auch gut dargestellt.

Doch leider verliert sich die Autorin immer wieder in Nebenschauplätzen und Nichtigkeiten, die für das Thema an sich nicht relevant waren und das hat das Lesen teilweise mühsam gemacht und die Autorin hat mich auf diesen Strecken verloren.

Irgendwie blieb Hazel für mich auch seltsam distanziert und auch zu ihren Eltern habe ich irgendwie keinen Zugang gefunden. Einzig Wolf galt meine Sympathie, der sich so viele Sorgen um seine Familie machte.

Ein Buch das ein wichtiges Thema behandelt und sicherlich für junge Frauen interessant ist, aber mir zu leider zu viele Themen behandelt hat, die meinen Lesefluss gebremst haben. 3,5⭐️

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Veröffentlicht am 30.01.2026

ein toller Abschluss dieser Buchreihe

Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel
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„Mein ganzes Leben,Öl auf Leinwand ohne Titel“ ist der dritte Band einer Familiengeschichte, die Alena Schröder mit diesem Buch zum Abschluss bringt.
Wie auch in den Vorgängerbänden schreibt die Autorin ...

„Mein ganzes Leben,Öl auf Leinwand ohne Titel“ ist der dritte Band einer Familiengeschichte, die Alena Schröder mit diesem Buch zum Abschluss bringt.
Wie auch in den Vorgängerbänden schreibt die Autorin auf zwei Zeitsträngen, in der Vergangenheit und in der Gegenwart.

Kurz nach dem Krieg entkommt die 15 jährigeMarlen dem Todesstrudel von Demmin. In einem alten Forsthaus bei Güstrow lernt sie Wilma kennen, die sie rettet und unter ihre Fittiche nimmt, denn Marlen’s Mutter hat sich aus Angst vor den Russen das Leben genommen und ihren Bruder und auch Marlen mit in den Tod reißen wollen, Marlen konnte sich retten, ihr Bruder starb.
Zusammen mit der Haushälterin Bergel leben die drei abgeschieden in einem Haus bei Güstrow. Wilmas Mann, ein bekannter Maler, ist verschollen, Wilma glaubt ihn tot, worüber sie nicht traurig ist, denn die Ehe war von Gewalt und Unterdrückung geprägt. Wilma ist selbst Malerin, hatte neben ihrem Mann nie eine Chance. Nun steigt sie zur bekannten Malerin des sozialistischen Realismus auf und Marlen wird ihre Assistentin, auf die sie im Laufe der Zeit immer mehr angewiesen ist, da sie nach und nach ihr Augenlicht verliert. Marlen malt die Bilder nach Wilmas Anleitung, doch auch Marlen ist künstlerisch ambitioniert, was sie aber verschweigt und im Geheimen auslebt an einem Gemälde, dass sie bei ihrer Flucht gefunden hat und auf das sie Schicht für Schicht ihr Leben und ihre Fantasie überträgt.

In der Gegenwart lernen wir Hanna kennen, die wir schon aus dem ersten Buch der Autorin kennen.
Nach Jahrzehnten der Abwesenheit meldet sich Hannahs Vater bei ihr und Hannah fragt sich, was er von ihr will und warum er sich die ganze Zeit nicht um sie gekümmert hat.

Beide Geschichten habe ich gerne gelesen. Hannah, in der Gegenwart war mir sehr sympathisch und ich konnte ihre Gedanken, ihre Gefühle und ihr Handeln sehr gut nachvollziehen.

Sehr berührt hat mich aber auch die Vergangenheitsgeschichte, in der Marlens Leben beschrieben wird, was mich sehr angerührt hat. Ich konnte beide Frauen irgendwie verstehen, fand das Verhalten von Wilma aber schon übergriffig und grenzwertig, da sie das Leben von Marlen nachhaltig beeinflusst hat.

Die Autorin versteht es sehr gut ihre Figuren so zu gestalten, dass man als Leser einen emotionalen Bezug zu ihnen bekommt, was das Lesen für den Leser sehr intensiv und nachhaltig macht. Ihr Schreibstil ist eingängig, ruhig und doch sehr einprägsam.

Wie die einzelnen Geschichten der Bücher der Autorin, die man aber alle unabhängig voneinander lesen kann, zusammenhängen, erfährt man im Epilog dieses Buches. Ich fand es gekonnt.

Ein sehr empfehlenswertes Buch!

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