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Veröffentlicht am 29.06.2026

spannender Beginn einer neuen Thrillerreihe

Schlafende Vulkane
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Heute möchte ich euch den ersten Band einer neuen Thrillerreihe aus Island vorstellen. „Schlafende Vulkane“ von Michael Hjorth und Bjarni Thorsson, erschienen im @rowohltverlag .Michael Hjorth war ja auch ...

Heute möchte ich euch den ersten Band einer neuen Thrillerreihe aus Island vorstellen. „Schlafende Vulkane“ von Michael Hjorth und Bjarni Thorsson, erschienen im @rowohltverlag .Michael Hjorth war ja auch Mitautor bei den Büchern rund um den Psychologen Sebastian Bergmann der Bücher von Hjorth und Rosenfeldt, die ich verschlungen habe. Auch der Beginn dieser Thrillerreihe mit einem neuen Coautor ist sehr gut gelungen.

Dieser Thriller spielt auf Island. In einem Reitstall wird eine nackte Frauenleiche gefunden, erstickt und vergewaltigt, wie die Obduktion bestätigt.Als man herausfindet, dass auch der Sohn der Frau verschwunden ist, beginnt eine fieberhafte Suche.Und es bleibt nicht bei diesem einem Mord, Es wird eine zweite Frauenleiche gefunden und den beiden Ermittlern Helga und Bjarki wird klar, dass es sich um einen Serienmörder handelt und die Zeit knapp wird,weil noch einige Frauen auf der Liste des Mörders stehen.

An diesem Thriller hat mir vieles gut gefallen, allen voran das Ermittlerpaar. Helga, Schwedin und erst seit kurzem bei der Polizei ist eine sympathische und taphe Ermittlerin und Mutter einer Tochter, die sie abwechselnd mit ihrem Exmann erzieht. Sie muss sich gegen Anfeindungen und Vorurteile auf ihrem Arbeitsplatz wehren, entkräftet sie aber durch gute Ermittlungsarbeit , die auch ihr Leben bedroht.Bjarki ist bei der Streifenpolizei, hat seine eigene Geschichte, die ihn davon abhält dauerhaft bei der Kripo zu arbeiten. Die beiden sind ein gutes Team, obwohl sie so unterschiedlich sind und sind sich auch sonst nicht unsympathisch. Da bin ich gespannt, wie es weitergeht.
Die Spannung dieses flüssig geschriebenen Thriller ist gleichbleibend hoch und steigert sich noch zum Finale hin. Das Ende lässt die Weiterentwicklung der Beziehung zwischen Helga und Bjarki offen und macht neugierig , wie es weitergeht.
Ich werde diese Reihe auf jeden Fall weiterverfolgen, weil mir das Buch fantastisch gefallen hat.

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Veröffentlicht am 22.06.2026

für mich ein absolutes Highlight

Statt aus dem Fenster zu schauen
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„Statt aus dem Fenster zu schauen“ von Anna Katharina Scheidemantel , erschienen im @polarverlag , war ein Buch ganz nach meinem Geschmack, obwohl ich mit 68 Jahren ganz bestimmt nicht zur Zielgruppe der ...

„Statt aus dem Fenster zu schauen“ von Anna Katharina Scheidemantel , erschienen im @polarverlag , war ein Buch ganz nach meinem Geschmack, obwohl ich mit 68 Jahren ganz bestimmt nicht zur Zielgruppe der Lesenden gehöre.

Sophie, Mitte 20, hat ein Einserabi gemacht und nach Vorstellung ihrer Eltern und Freunde, stehen ihr damit alle Möglichkeiten in der Zukunft offen. Sie studiert und absolviert gerade ein Praktikum, doch ihre Stimmung auf der Zufriedenheitsskala tendiert eher nach unten , als nach oben. Irgendwie stellt sie das was sie da macht, Zahlenkolonnen von rechts nach links zu verschieben , als Zukunftsvision stark infrage. Als ihr auf einer Onlineplattform eine Anzeige ins Auge fällt, die ein renovierungsbedürftiges Haus in der ostdeutschen Provinz für 3000 Euro anbietet, denkt sie nicht weiter nach und kauft es. Ein Spontankauf , für den sie sich im Nachhinein für völlig verrückt hält. Trotzdem packt sie ihren Rucksack, schnappt sich ihr Fahrrad und startet per Bahn gen Osten.

Dieses Buch zu lesen war überraschend , wohltuend und einfach nur toll.

Wir begleiten Sophie bei ihrem „Ausstieg“ und ihrem Abenteuer ein heruntergekommendes Haus soweit gemütlich und bewohnbar zu machen und das mit minimalsten Mittel, daß sie sich dort wohl fühlt. Zu Anfang auch ohne Verbindung zur Außenwelt, beginnt Sophie nach und nach das Haus und den Garten zu erobern und merkt, dass die Arbeiten, Dielen abschleifen, Wände streichen, Kartoffeln pflanzen usw, sie zufrieden machen und einen Sinn geben.Sie lernt mit sich allein zu sein, ohne große Ablenkung, ganz auf sich und das Wesentliche beschränkt und gewinnt dabei immer mehr an Klarheit, was sie will und wohin ihr Weg führen soll.

Diese Geschichte wird dabei so humorvoll erzählt, dass ich häufig laut lachen musste und die Geschichte mich immer mehr in ihren Bann gezogen hat. Ich war sehr traurig als das Buch endete und habe noch lange über dieses Buch nachgedacht und tue es noch immer.
Eigentlich sollte man jedem jungen Menschen wünschen so eine Möglichkeit zu haben ,sich aus dem Hamsterrad verabschieden zu können, sich auf sich, auf das was man kann, auch wenn man sich dies vorher nicht wusste, zu besinnen und Klarheit und Stärke zu gewinnen. Das ist oft in unserem Alltag nicht möglich und eine Auszeit , fernab allen Trubels ist da sicher ein großer Gewinn für sich und seine Persönlichkeit.
Sophie merkt jedenfalls , dass eine Verrücktheit genau dahin geführt hat.

Dieses Buch bekommt von mir eine riesen große Leseempfehlung nicht nur wegen der humorvollen Schilderungen des Landlebens und der wirklich herausragenden Sprache, die mich das Buch genießen ließen, sondern auch wegen des überzeugenden Inhalts.

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Veröffentlicht am 17.06.2026

super spannender dritter Teil

Nebelbeute
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Ich bin im Moment im Thrillerfieber und der dritte Band von Benjamin Cors „Nebelbeute“ , erschienen im @dtv_verlag hat mich darin bestärkt, nicht nur den zweiten Band „Aschesommer“ zu lesen, der hier schon ...

Ich bin im Moment im Thrillerfieber und der dritte Band von Benjamin Cors „Nebelbeute“ , erschienen im @dtv_verlag hat mich darin bestärkt, nicht nur den zweiten Band „Aschesommer“ zu lesen, der hier schon bereit liegt, sondern auch diese Reihe um die Gruppe 4 weiterzuverfolgen. Band 1“Kähentage“war schon super spannend und auch der dritte Teil steht dem ersten Teil an Spannung nichts nach.
Ich habe diesen Band in einer Leserunde gelesen und die Begeisterung war bei allen groß, aber worum geht es?

Mila Weiß aus der Ermittlergruppe 4 hat sich in ein kleines Dorf in den Bergen zurückgezogen, aber nicht um auszuspannen, sondern um ihren alten Feind Johannes Toblach aufzuspüren, der immer wieder Mädchen entführt hat, um sie an elternlose Paare zu verkaufen und um herauszufinden wo Mathilda und Romy, zwei entführte Mädchen, versteckt sind.
Doch Toblach hat Mila erwartet und es beginnt ein Katz und Maus Spiel, was Mila in große Gefahr bringt und die Gruppe 4 zwingt zu handeln.

Dieses Buch ist genauso wie Band 1 dieser Reihe super spannend. Ich würde jedoch empfehlen die Bänder der Reihe nach zu lesen, denn mir fehlte Wissen aus Band 2, was nur oberflächlich erklärt wurde .

Die Atmosphäre dieses Buches ist besonders und macht auch einen Teil der Spannung aus, aber der ganze Fall ist sehr gut konstruiert und an keiner Stelle vorhersehbar, im Gegenteil, am Ende überschlagen sich die Ereignisse so, dass man nicht damit rechnen konnte.

Mila war mir sehr sympathisch, aber auch Jacob und die anderen Mitglieder der Gruppe 4, auch Lucy hat die Geschichte bereichert.

Ich kann diese Reihe nur wärmstens empfehlen, für Thrillerfans ist sie „ein Muss“.
Ich freue mich jetzt auf das Lesen des zweiten Teils, den ich so schnell wie möglich nachholen werde.

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Veröffentlicht am 21.05.2026

ein emotionaler Schmöker

Ein weites Leben
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„Ein weites Leben“ von M.L.Stedman, erschienen im btb Verlag bei @penguinrandomhouse ,ist ein sehr emotionaler Schmöker, den ich gerne weiterempfehle.

Im Mittelpunkt dieses Romans steht die Familie MacBride, ...

„Ein weites Leben“ von M.L.Stedman, erschienen im btb Verlag bei @penguinrandomhouse ,ist ein sehr emotionaler Schmöker, den ich gerne weiterempfehle.

Im Mittelpunkt dieses Romans steht die Familie MacBride, die auf einer Schaffarm im australischen Outback lebt, einsam und weit entfernt von anderen Nachbarn.
Ein schwerer Verkehrsunfall verändert das Leben der Familie von eine Sekunden auf die andere auf dramatische Art und Weise.Der Vater und der erstgeborene Sohn sterben, der siebzehnjährige Matthew überlebt schwer verletzt und kehrt nach einer langen Genesungsphase, aber immer noch eingeschränkt , zurück zu seiner Mutter und seiner Schwester auf die Farm.Auf ihm lastet nun die Verantwortung für den Betrieb, seine Angestellten, aber auch für Mutter und Schwester.
Doch dieser Schicksalschlag bleibt nicht der einzige. Wenn auch nicht körperlich, so fordert der nächste ihn psychisch schwer und er betrifft nicht nur ihn,sondern die ganze Familie.Die Stärke dieses Romans sind aber die psychologischen Schilderungen der einzelnen Familienmitgliedern, ihre Weiterentwicklung unter den gegeben Umständen.

Die Autorin legt hier eine Geschichte vor, die berührt. Der Leser verfolgt auf den 528 Seiten, wie eine traumatisierte Familie wieder versucht ins Leben zurückzufinden, jeder auf seine Art. Nicht jede Reaktion ist nachvollziehbar, aber verständlich.
Es war sehr bewegend zu erleben, wie jeder einzelne versucht mit dem
Verlust, der Trauer,aber auch der Schuld umzugehen und seinen Weg zurück ins Leben zu finden.

Die Schilderungen des australischen Outbacks, seine Weite und das Leben auf der Farm , das sehr entbehrungsreich ist,wurden sehr atmosphärisch und bildhaft beschrieben und passten zu der Grundstimmung des Romans.

Ein Buch, das sicherlich Emotionen auch bei eher weniger zartbeseiteten Menschen hervorruft und über die 528 Seiten seine Sogwirkung nicht verliert.
Daumen hoch für Liebhaber emotionaler Schmöker.

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Veröffentlicht am 19.05.2026

ein Teil der Geschichte, den ich noch nicht kannte

Wo der Wind die Namen trägt
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Der neue Roman der Autorin Anja Jonuleit „Wo der Wind die Namen trägt“, erschienen bei @penguinrandomhouse, ist ein Buch der Autorin zu dem sie durch ihre Mutter inspiriert wurde. Die Autorin ist zwar ...

Der neue Roman der Autorin Anja Jonuleit „Wo der Wind die Namen trägt“, erschienen bei @penguinrandomhouse, ist ein Buch der Autorin zu dem sie durch ihre Mutter inspiriert wurde. Die Autorin ist zwar am Bodensee aufgewachsen, ihre Mutter kommt aber aus der Lüneburger Heide dessen Handlungsort dieser Roman ist, der auf drei verschiedenen Zeitebenen spielt.
Dem Roman liegen historische Ereignisse zugrunde, die auch hinten im Buch erwähnt werden. Die Autorin hat sich aber schriftstellerische Freiheiten vorbehalten.

Helga, eine Journalistin, erhält in den 70 ger Jahren den Auftrag eine Chronik über die Lüneburger Heide zu erstellen. Dabei erfährt sie nicht nur, dass der Hauptorganisator des Holocaust,Adolf Eichmann, nach dem Krieg dorthin geflohen ist , dort einige Jahre gelebt hat und tatkräftige Unterstützung der Bewohner bei seiner Flucht erhielt, sondern, dass sich dort auch einige historisch verbürgte Gräueltaten ereignet haben. Außerdem geschieht auch ein Mord an einer jungen Frau, der niemals aufgeklärt wurde.Helga versucht die Täter der Gräueltaten vor Gericht zu bringen, damit sie ihre gerechte Strafe erhalten, scheitert aber, wie so viele andere auch, weil die Verbrecher geschützt werden und sich darauf berufen, nur auf Befehl gehandelt zu haben.
Außerdem lernen wir Inge kennen, sowohl im Kindesalter , als auch im Alter von 86 Jahren, die die Tochter einer Ärztin war, die durch ihre Taten traurige Berühmtheit erlangte, weil sie an der Tötung behinderter Kinder beteiligt war, was Inge aber erst im Greisenalter erfährt und zwar durch die Chronik, die Helga erstellt hat.

Dieses Buch zu lesen hat wieder viele Gefühle bei mir hervorgerufen, Wut, Unverständnis, aber auch die Erkenntnis,dass eine Entnazifizierung im Grunde genommen nie richtig statt gefunden hat, was mir einiges zum aktuellen Zeitgeschehen erklärt.
Der Leser erfährt von den Gräueltaten, die in der Lüneburger Heide stattgefunden haben und von denen ich wenig wusste, obwohl ich diesen idyllischen Ort schon einige Male aufgesucht habe, aber auch wie die Bewohner dieses Landstriches damit umgegangen sind und teilweise sogar beteiligt waren, wie bei der „Celler Hasenjagd"Teilweise bin ich dieser spannend aufbereiteten Geschichte atemlos gefolgt, immer wieder kopfschüttelnd, dass so etwas so lange verborgen blieb und dass so viele Nazischergen dort so lange unbehelligt leben konnten, teilweise bis in die neunziger Jahre des letzten Jahrhunderts.

Helga gerät in der Geschichte sogar in Gefahr, weil sie für Gerechtigkeit sorgen will, was dem Buch einige Spannung verleiht.

Für mich war dieses Buch ein spannendes, aber vor allem interessantes Leseerlebnis das ich gerne weiterempfehle.

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