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Veröffentlicht am 01.03.2026

Eine verhängnisvolle Nacht

Fünf Fremde
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Inhalt:

Neuwerk. Vor 30 Jahren verschwanden in einer Sommernacht zwei Kinder aus dem Schullandheim. Nach tagelanger Suche konnte das Mädchen gefunden werden - vom Jungen fehlt bis heute jede Spur. An ...

Inhalt:

Neuwerk. Vor 30 Jahren verschwanden in einer Sommernacht zwei Kinder aus dem Schullandheim. Nach tagelanger Suche konnte das Mädchen gefunden werden - vom Jungen fehlt bis heute jede Spur. An einem stürmischen Oktoberwochenende kehren Vier von denen, die damals auf der Insel waren, zurück. Sie alle haben Erinnerungen an die verhängnisvolle Nacht. Als Neuwerk aufgrund eines Sturms von der Außenwelt abgeschnitten wird, kommen immer mehr Geheimnisse ans Licht. Was geschah damals wirklich?

Meine Meinung:

Da ich die bisherigen Bücher der Autorin Romy Fölck allesamt verschlungen habe, war ich gespannt auf diesen Stand-Alone-Thriller. Vorallem das Setting hat mich von Anfang an begeistern können. Die Beschreibungen der Insel Neuwerk sind sehr bildhaft und authentisch. Zudem gelingt es der Autorin eine bedrohliche und düstere Atmosphäre zu schaffen, was nicht nur am stürmischen Wetter liegt.

Die Handlung wird abwechselnd aus Sicht verschiedener Personen erzählt. Bis auf eine von ihnen eint sie, dass sie in jener Nacht vor 30 Jahren auf der Insel waren und mehr wissen, als sie zugeben wollen. Durch die stetigen Perspektivwechsel bleibt es spannend und abwechslungsreich. Darüber hinaus gibt es einige Rückblendungen die zusätzlich für Spannung sorgen.

Der Plot an sich hat mir gut gefallen. Mich haben vorallem die Ereignisse von vor 30 Jahren in ihren Bann gezogen - ich wollte unbedingt wissen, was damals wirklich geschehen ist. Dank einiger Wendungen bleibt es bis zum Schluss spannend und so einiges unvorhersehbar. Die Auflösung - insbesondere der heutigen Ereignisse - hat mich aber leider nicht 100%ig überzeugen können, da wäre meiner Meinung nach deutlich mehr (und realistischeres) möglich gewesen.

Fazit:

Spannender Plot mit atmosphärischem Setting. Nur die Auflösung konnte mich leider nicht so richtig überzeugen.

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  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 19.01.2026

Gelungener dritter Band

Rostiges Grab
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Inhalt:

Vor zehn Jahren ereignete sich im Rostskogen - ein Wald, um den sich so einige Schauergeschichten ranken - ein Mord an einer jungen Frau namens Elena. Die Leiche wieß Ähnlichkeiten zum sogenannten ...

Inhalt:

Vor zehn Jahren ereignete sich im Rostskogen - ein Wald, um den sich so einige Schauergeschichten ranken - ein Mord an einer jungen Frau namens Elena. Die Leiche wieß Ähnlichkeiten zum sogenannten Graumädchen auf, einer Moorleiche, die in eben jenen Wald gefunden wurde. Als nun Elenas Finger auftaucht, bekommt der Fall neue Aufmerksamkeit, denn der angebliche Täter, Elenas Lebensgefährte, ist bis heute spurlos verschwunden. Leo Asker bekommt die Akten über Umwege auf den Schreibtisch. Sie fängt Feuer und beginnt zusammen mit ihrem Team Nachforschungen anzustellen, doch sie ahnt nicht, dass sie sich an diesem Fall sehr schnell die Finger verbrennen kann..

Meine Meinung:

"Rostiges Grab" ist der dritte Band der schwedischen Krimireihe, in deren Zentrum Kriminalkommissarin Leo Asker und der Urban-Explorer Martin Hill stehen. Aufgrund einiger Erwähnungen und Zusammenhänge empfiehlt es sich, die Bücher chronologisch zu lesen, auch wenn sie natürlich auch unabhängig von einander gelesen werden können.

Die Protagonisten der Reihe, Leo Asker und Martin Hill, gefallen mir unglaublich gut. Leo ist eine engagierte Ermittlerin. Noch immer als Leiterin der Reserveabteilung aufs Abstellgleis geschoben, wird ihr in Aussicht gestellt, ihre Karriere wieder anzukurbeln. Doch Leo wäre nicht Leo, wenn sie sich nicht wieder einmal in einen Fall verbeißt und dabei verschiedenen Leuten auf die Füße tritt. Martin Hill, ein Freund von Leo aus Kindheitstagen, ist auch in diesem dritten Band wieder mit von der Partie, auch wenn Leo und er dieses Mal zu großen Teilen getrennte Wege gehen.

Der Plot der Buches ist spannend und wendungsreich. Dank der verschiedenen Perspektiven bleibt es abwechslungsreich und der angenehm zu lesende Schreibstil tut sein Übriges, sodass man das Buch kaum aus der Hand legen mag. Es macht Spaß, Leo und Martin bei ihren Nachforschungen zu begleiten und selbst mitzurätsen. Nach und nach finden immer mehr Puzzleteile an ihren Platz. Das eine oder andere kann man sich im Verlauf des Buches zusammenreimen, trotzdem hält das Ende neben einigen actionreichen Szenen auch Überraschungen für den Leser bereit.

Fazit:

Spannender dritter Band der Reihe mit fulminantem letzten Drittel und sympathischen Charakteren.

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Veröffentlicht am 15.01.2026

Wunderschöne Geschichte

Das Jahr voller Bücher und Wunder
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Seit dem Tod ihres Verlobten Joe hat Tilly sich in ein Schneckenhaus zurückgezogen. Zu ihrem Geburtstag Anfang Januar erhält sie dann einen unerwarteten Anruf: Buchhändler Alfie Lane eröffnet Tilly, dass ...

Seit dem Tod ihres Verlobten Joe hat Tilly sich in ein Schneckenhaus zurückgezogen. Zu ihrem Geburtstag Anfang Januar erhält sie dann einen unerwarteten Anruf: Buchhändler Alfie Lane eröffnet Tilly, dass Joe kurz vor seinem Tod ein Geschenk für sie vorbereitet hat. Jeden Monat wartet ein neues Buch auf sie, von Joe ausgesucht, ein ganzes Jahr lang. Können sie Tilly aus ihrem Schneckenhaus locken?

Meine Meinung:
Das wunderschöne Cover hat mich auf Anhieb angesprochen. Und auch innen in das Buch mit viel Liebe gestaltet. So beginnt beispielsweise jeder Monat mit passenden Buchempfehlungen.

Der Schreibstil der Autorin lässt sich sehr angenehm lesen und schon nach wenigen Seiten ist man als Leser eingetaucht in diese herzerwärmende Geschichte. Besonders gefallen haben mir die Charaktere des Buches. Tilly war mir von Anfang an sympathisch. Sie liebt Bücher über alles, doch seit Joes Tod liest sie nicht mehr. Auch sonst hat sie sich sehr zurückgezogen und versinkt in ihrer Trauer. Mir tat sie sehr Leid, umso mehr habe ich mich gefreut, dass sie endlich wieder zurück ins Leben findet. Ebenso sympathisch war mir Alfie, der mit Passion seinen kleinen Buchladen führt, in dem ich auch sehr gerne einmal stöbern würde.

Der Plot des Buches hat mir gut gefallen. Auch wenn er nicht sonderlich viele Überraschungen bereit hält, wollte ich doch unbedingt wissen, wie es für Tilly aber auch für Alfie weitergeht.

Mein Fazit:
Ein wunderschönes, gefühlvolles Buch über Trauer, Trauerbewältigung und die Liebe zu Büchern mit liebenswerten Protagonisten.

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Veröffentlicht am 12.01.2026

Fesselnd von Anfang bis Ende

Der Kuckucksjunge
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Inhalt:

Seit einigen Wochen erhält Silje Thomsen Nachrichten von einem unbekannten Stalker, in denen Bilder von ihr mit dem Ausdruck "Hab dich". enthalten sind. Als sie plötzlich verschwindet, werden ...

Inhalt:

Seit einigen Wochen erhält Silje Thomsen Nachrichten von einem unbekannten Stalker, in denen Bilder von ihr mit dem Ausdruck "Hab dich". enthalten sind. Als sie plötzlich verschwindet, werden Naia Thulin und ihre Kollegen von NC3 der Kopenhagener Polizei hinzugebeten, um die digitalen Spuren zu verfolgen. Schnell finden sie heraus, dass Silje am Tag ihres Verschwindens von ihrem Stalker Nachrichten mit Bildern und seltsamen Abzählreimen erhalten hat. Und dass auch die 19-jährige Caroline Holst genau solche Nachrichten bekam, bevor sie vor einigen Monaten ermordet wurde. Naia vermutet einen Zusammenhang, doch keiner will ihr glauben. Abgesehen von Mark Hess, der aus privaten Gründen zurzeit in Kopenhagen ist und zum Fall hinzugezogen wird. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, denn der Stalker hat schon sein nächstes Opfer ins Visier genommen.

Meine Meinung:

Nachdem mich "Der Kastanienmann" absolut begeistern konnte, war ich sehr gespannt auf diesen zweiten Band der Reihe. Er spielt zeitlich gesehen ein paar Monate nach dem ersten Band, doch es gibt natürlich trotzdem einige inhaltliche Zusammenhänge und schon allein aufgrund Thulins und Hess Beziehung lohnt es sich, die Bücher chronologisch zu lesen.

Der Schreibstil des Autors lässt sich sehr flüssig und angenehm lesen. Es gibt einige brutale sowie actionreiche Szenen und die Spannung wird konstant hoch gehalten, sodass man das Buch kaum aus der Hand legen kann. Die Handlung wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt. So kommen sowohl die Ermittler, als auch die Opfer, aber bspw. auch Caroline Holsts Mutter, die verzweifelt auf Aufklärung hofft, zu Wort. Dadurch bleibt es abwechslungsreich und der Leser ist den Ermittlern stellenweise ein Schritt voraus.

Die Protagonisten des Buches, Thulin und Hess, waren mir bereits im vorherigen Teil sehr sympathisch. Thulin ist eine taffe und intelligente Polizistin. Sie hat es als alleinerziehende Mutter nicht immer leicht alles unter einen Hut zu bekommen. Hess hingegen zeigt sich gern unnahbar, hinter seiner harter Schale verbirgt sich jedoch ein weicher Kern. Seine Kombinationsgabe und seine Hartnäckigkeit machen ihn zu einem unglaublich guten Ermittler.

Der Plot an sich ist spannend und sehr gut durchdacht. Es gibt immer wieder neue Wendungen, die Sachen in neuem Licht erscheinen lassen. Nicht zuletzt dadurch macht es Spaß, selbst mitzurätsen und eigene Theorien aufzustellen. Zum Ende hin ist es durchaus möglich, schneller als die Ermittler auf die Lösung zu kommen. Aber auch dann bleibt das Ende noch spannend und absolut fesselnd!

Fazit:

Ein von der ersten bis zur letzten Seite spannender Thriller, der mit so einigen Wendungen und einem packenden Ende Leserherzen höher schlagen lässt. Absolute Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 14.12.2025

Spannender Thriller im JVA-Umfeld

Safe Space
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Inhalt:

Die forensische Psychologin Anna Salomon tritt ihre erste Stelle in der JVA Weyer an. Sie gilt als beste ihres Jahrgangs. Doch eigentlich ist sie auf einer ganz eigenen Mission: sie will das Verschwinden ...

Inhalt:

Die forensische Psychologin Anna Salomon tritt ihre erste Stelle in der JVA Weyer an. Sie gilt als beste ihres Jahrgangs. Doch eigentlich ist sie auf einer ganz eigenen Mission: sie will das Verschwinden ihrer Schwester Sina von vor sechs Jahren aufklären. Dazu muss sie unbedingt Sonny aufspüren, der laut Sinas Tagebüchern in Weyer einsitzen soll. Doch schon sehr bald nach ihrem Start erhält Anna anonyme Dohnachrichten. Jemand scheint verhindern zu wollen, dass Anna das Geheimnis um Sinas Verschwinden ans Licht bringt - und schreckt dabei vor nichts zurück.

Meine Meinung:

"Safe Space" war mein erstes Buch der Autorin Sarah Bestgen. Ihr Schreibstil lässt sich sehr angenehm und flüssig lesen und so ist man als Leser schon nach wenigen Seiten vollkommen eingetaucht in die Geschichte. Gut gefallen haben mir die zwei verschiedenen Zeitebenen, auf denen das Buch spielt. Einerseits begleitet der Leser Anna in der Gegenwart bei ihren Nachforschungen. Der Einblick in die Arbeit in der JVA ist spannend und zugleich wirft das Verschwinden von Sina eine Menge Fragen auf. Darüber hinaus erfährt der Leser durch andere Charaktere, aber auch durch Sinas Tagebucheinträge nach und nach, was vor 6 Jahren wirklich passiert ist, was ich als sehr spannend empfand.

Die Protagonistin Anna Salomon hat mir an und für sich gut gefallen. Sie ist aber psychsch völlig instabil und schafft es daher aufgrund der Belastung durch die damaligen, bis heute unaufgekärten Ereignisse eigentlich kaum, ihrem Job nachzugehen, da sie beinahe zwanghaft ihren Nachforschungen nachgeht. Die Drohungen und darauf folgenden Ereignisse helfen da natürlich nicht, im Gegenteil. Auch die anderen Charaktere des Buches sind keine absoluten Sympathieträger und so weiß man auch als Leser bald nicht mehr, wem man überhaupt noch trauen kann.

Die Idee des Plots hat mir gut gefallen. Er ist spannend und gerade in der zweiten Hälfte gibt es so einige Wendungen, die dafür sorgen, dass man das Buch kaum aus der Hand legen mag. Das Ende hat mir gut gefallen. Auch wenn ich mit meinem schon von Anfang an gehegten Verdacht richtig lag, konnte es mich dennoch in Teilen überraschen. Zudem wird es noch einmal richtig brenzlig, sodass die Spannung ihren absoluten Höhepunkt erreicht. Dennoch bleiben im Nachhinein für mich ein paar Ungereimtheiten bwz Punkte, die nicht so ganz realistisch erscheinen.

Fazit:

Spannender Thriller im JVA-Umfeld. Insbesondere zum Ende hin wendungsreich und absolut fesselnd, auch wenn einem im Nachhinein nicht alles so ganz realistisch erscheint.

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