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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.05.2026

Die Natur schlägt zurück

EDEN - Wenn das Sterben beginnt
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Inhalt:

Auf der ganzen Welt häufen sich besorgniserregende Vorkommnisse: Tiefseefische, die sich aufgrund fehlender Nahrung nah an die Wasseroberfläche wagen, Fischsterben, Versteppungen am Amazonas... ...

Inhalt:

Auf der ganzen Welt häufen sich besorgniserregende Vorkommnisse: Tiefseefische, die sich aufgrund fehlender Nahrung nah an die Wasseroberfläche wagen, Fischsterben, Versteppungen am Amazonas... Vysyon, das Prognosetool des KI-Experte Piero Manzano schlägt Alarm und sagt ein weltweites Schreckensszenario voraus. Zusammen mit seinem Neffen Linus Strand, einem Influencer mit Millionen an Followern, sowie der Meeresbiologin Sarah Keller versucht er, die Öffentlichkeit zu warnen. Doch nicht allen ist daran gelegen, dass diese Informationen publik gemacht werden. Und so finden sich Piero und Co schon bald selbst im Fadenkreuz wieder.

Meine Meinung:

"Eden - Wenn das Sterben beginnt" war mein erstes Buch von Bestsellerautor Marc Elsberg. Aufgrund der spannenden Thematik hat mich das Buch sofort angesprochen und binnen weniger Seiten in seinem Bann gezogen.

Der Schreibstil lässt sich angenehm lesen. Die Handlung wird in sehr kurzen Kapiteln aus der sich verschiedenster Akteure erzählt. Dadurch entsteht viel Dynamik, es gibt mehrere über die Welt verteilte Handlungsstränge, die für Spannung sorgen. Gleichzeitig ist es aber zu Beginn nicht immer leicht, den Überblick zu behalten, weswegen ich das Personenverzeichnis am Ende des Buches als sehr hilfreich empfand.

Die Charaktere der Buches sind zum Teil mehr, zum Teil weniger sympathisch. Besonders Piero und Sarah haben mir sehr gefallen, insbesondere auch aufgrund ihres Engagements für den Schutz der Natur. Daher habe ich sehr mit ihnen mitgefiebert.

Der Plot ist spannend und sehr gut konstruiert. Man merkt, dass der Autor sehr gut recherchiert hat, denn neben der fiktiven Handlung enthält das Buch eine Menge interessanter Fakten. (Weitere Hintergrundinformationen darüber hinaus finden sich für interessierte Leser auch auf der Verlagsseite.) Ich fand es zugleich unglaublich interessant und sehr erschütternd, wie wir Menschen mit der Natur umgehen und die Augen vor den Folgen verschließen. Mich hat das Buch sehr zu Nachdenken angeregt und ich hoffe, dass es das auch bei vielen anderen Lesern bewirkt!

Fazit:

Erschreckend realistisch, gut recherchiert und absolut packend. Meiner Meinung nach definitiv ein MustRead 2026!

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Veröffentlicht am 04.05.2026

Spannender Jugendthriller

Revenge
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Inhalt:
Eigentlich will Liv spätabends während einer Lernpause nur schnell noch etwas einkaufen. Doch dann wird sie Zeugin, wie ein maskierter Mann mit Waffe die Tankstelle betritt und auf den Mitarbeiter ...

Inhalt:
Eigentlich will Liv spätabends während einer Lernpause nur schnell noch etwas einkaufen. Doch dann wird sie Zeugin, wie ein maskierter Mann mit Waffe die Tankstelle betritt und auf den Mitarbeiter Vince schießt. Liv kennt Vince vom Sehen, er geht auf die selbe Schule wie sie, ebenso wie dessen Freundin Sara, die auch vor Ort ist und den Angriff auf ihren Freund mit ansehen muss. Während die Polizei die Ermittlungen aufnimmt, stolpern auch Sarah und Liv über einige Sachen, die nicht so recht zu passen scheinen. Und sie glauben, dass der Angreifer es gezielt auf Vince abgesehen hatte. Doch aus welchem Grund?

Meine Meinung:
Nachdem mir die bisherigen Thriller der Autorin sehr gut gefallen haben, war ich gespannt auf diesen Stand-Alone-Jugendthriller. Der Schreibstil ist zielgruppengerecht und gewohnt angenehm zu lesen. Schon nach wenigen Seiten ist man als Leser mitten drin im Geschehen, was nicht zuletzt auch daran liegt, dass er direkt Zeuge des besagten Überfalls wird.

Die Protagonistinnen des Buches, Liv und Sara, die im Laufe der Handlung immer mehr zu Freundinnen werden, haben mir sehr gut gefallen. Liv ist eine fleißige Schülerin, doch hütet sie auch ein Geheimnis, von dem niemand wissen soll. Auch bei Sara, die mit Vince zusammen ist, ist nicht alles eitler Sonnenschein, auch wenn es auf den ersten Blick so wirken mag. Entsprechend spielen die jeweiligen familiären Situationen eine durchaus große Rolle im Laufe des Buches.

Der Plot an sich ist gut durchdacht. Nach und nach kommen immer mehr Geheimnisse ans Licht, denn fast jeder scheint irgendetwas zu verheimlichen. Dank so einiger Wendungen bleibt es durchweg spannend und sehr lange unklar, wer der Täter ist und was hinter der Tat steckt. Die Auflösung hat mir gut gefallen und geht unter die Haut, der finale Showdown war mir hingegen ein wenig too much.

Fazit:
Spannender Jugendthriller. Für meinen Geschmack wäre am Ende weniger mehr gewesen, aber nichtsdestotrotz konnte mich das Buch von Anfang bis Ende sehr gut unterhalten.

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Veröffentlicht am 01.03.2026

Eine verhängnisvolle Nacht

Fünf Fremde
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Inhalt:

Neuwerk. Vor 30 Jahren verschwanden in einer Sommernacht zwei Kinder aus dem Schullandheim. Nach tagelanger Suche konnte das Mädchen gefunden werden - vom Jungen fehlt bis heute jede Spur. An ...

Inhalt:

Neuwerk. Vor 30 Jahren verschwanden in einer Sommernacht zwei Kinder aus dem Schullandheim. Nach tagelanger Suche konnte das Mädchen gefunden werden - vom Jungen fehlt bis heute jede Spur. An einem stürmischen Oktoberwochenende kehren Vier von denen, die damals auf der Insel waren, zurück. Sie alle haben Erinnerungen an die verhängnisvolle Nacht. Als Neuwerk aufgrund eines Sturms von der Außenwelt abgeschnitten wird, kommen immer mehr Geheimnisse ans Licht. Was geschah damals wirklich?

Meine Meinung:

Da ich die bisherigen Bücher der Autorin Romy Fölck allesamt verschlungen habe, war ich gespannt auf diesen Stand-Alone-Thriller. Vorallem das Setting hat mich von Anfang an begeistern können. Die Beschreibungen der Insel Neuwerk sind sehr bildhaft und authentisch. Zudem gelingt es der Autorin eine bedrohliche und düstere Atmosphäre zu schaffen, was nicht nur am stürmischen Wetter liegt.

Die Handlung wird abwechselnd aus Sicht verschiedener Personen erzählt. Bis auf eine von ihnen eint sie, dass sie in jener Nacht vor 30 Jahren auf der Insel waren und mehr wissen, als sie zugeben wollen. Durch die stetigen Perspektivwechsel bleibt es spannend und abwechslungsreich. Darüber hinaus gibt es einige Rückblendungen die zusätzlich für Spannung sorgen.

Der Plot an sich hat mir gut gefallen. Mich haben vorallem die Ereignisse von vor 30 Jahren in ihren Bann gezogen - ich wollte unbedingt wissen, was damals wirklich geschehen ist. Dank einiger Wendungen bleibt es bis zum Schluss spannend und so einiges unvorhersehbar. Die Auflösung - insbesondere der heutigen Ereignisse - hat mich aber leider nicht 100%ig überzeugen können, da wäre meiner Meinung nach deutlich mehr (und realistischeres) möglich gewesen.

Fazit:

Spannender Plot mit atmosphärischem Setting. Nur die Auflösung konnte mich leider nicht so richtig überzeugen.

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Veröffentlicht am 19.01.2026

Gelungener dritter Band

Rostiges Grab
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Inhalt:

Vor zehn Jahren ereignete sich im Rostskogen - ein Wald, um den sich so einige Schauergeschichten ranken - ein Mord an einer jungen Frau namens Elena. Die Leiche wieß Ähnlichkeiten zum sogenannten ...

Inhalt:

Vor zehn Jahren ereignete sich im Rostskogen - ein Wald, um den sich so einige Schauergeschichten ranken - ein Mord an einer jungen Frau namens Elena. Die Leiche wieß Ähnlichkeiten zum sogenannten Graumädchen auf, einer Moorleiche, die in eben jenen Wald gefunden wurde. Als nun Elenas Finger auftaucht, bekommt der Fall neue Aufmerksamkeit, denn der angebliche Täter, Elenas Lebensgefährte, ist bis heute spurlos verschwunden. Leo Asker bekommt die Akten über Umwege auf den Schreibtisch. Sie fängt Feuer und beginnt zusammen mit ihrem Team Nachforschungen anzustellen, doch sie ahnt nicht, dass sie sich an diesem Fall sehr schnell die Finger verbrennen kann..

Meine Meinung:

"Rostiges Grab" ist der dritte Band der schwedischen Krimireihe, in deren Zentrum Kriminalkommissarin Leo Asker und der Urban-Explorer Martin Hill stehen. Aufgrund einiger Erwähnungen und Zusammenhänge empfiehlt es sich, die Bücher chronologisch zu lesen, auch wenn sie natürlich auch unabhängig von einander gelesen werden können.

Die Protagonisten der Reihe, Leo Asker und Martin Hill, gefallen mir unglaublich gut. Leo ist eine engagierte Ermittlerin. Noch immer als Leiterin der Reserveabteilung aufs Abstellgleis geschoben, wird ihr in Aussicht gestellt, ihre Karriere wieder anzukurbeln. Doch Leo wäre nicht Leo, wenn sie sich nicht wieder einmal in einen Fall verbeißt und dabei verschiedenen Leuten auf die Füße tritt. Martin Hill, ein Freund von Leo aus Kindheitstagen, ist auch in diesem dritten Band wieder mit von der Partie, auch wenn Leo und er dieses Mal zu großen Teilen getrennte Wege gehen.

Der Plot der Buches ist spannend und wendungsreich. Dank der verschiedenen Perspektiven bleibt es abwechslungsreich und der angenehm zu lesende Schreibstil tut sein Übriges, sodass man das Buch kaum aus der Hand legen mag. Es macht Spaß, Leo und Martin bei ihren Nachforschungen zu begleiten und selbst mitzurätsen. Nach und nach finden immer mehr Puzzleteile an ihren Platz. Das eine oder andere kann man sich im Verlauf des Buches zusammenreimen, trotzdem hält das Ende neben einigen actionreichen Szenen auch Überraschungen für den Leser bereit.

Fazit:

Spannender dritter Band der Reihe mit fulminantem letzten Drittel und sympathischen Charakteren.

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Veröffentlicht am 15.01.2026

Wunderschöne Geschichte

Das Jahr voller Bücher und Wunder
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Seit dem Tod ihres Verlobten Joe hat Tilly sich in ein Schneckenhaus zurückgezogen. Zu ihrem Geburtstag Anfang Januar erhält sie dann einen unerwarteten Anruf: Buchhändler Alfie Lane eröffnet Tilly, dass ...

Seit dem Tod ihres Verlobten Joe hat Tilly sich in ein Schneckenhaus zurückgezogen. Zu ihrem Geburtstag Anfang Januar erhält sie dann einen unerwarteten Anruf: Buchhändler Alfie Lane eröffnet Tilly, dass Joe kurz vor seinem Tod ein Geschenk für sie vorbereitet hat. Jeden Monat wartet ein neues Buch auf sie, von Joe ausgesucht, ein ganzes Jahr lang. Können sie Tilly aus ihrem Schneckenhaus locken?

Meine Meinung:
Das wunderschöne Cover hat mich auf Anhieb angesprochen. Und auch innen in das Buch mit viel Liebe gestaltet. So beginnt beispielsweise jeder Monat mit passenden Buchempfehlungen.

Der Schreibstil der Autorin lässt sich sehr angenehm lesen und schon nach wenigen Seiten ist man als Leser eingetaucht in diese herzerwärmende Geschichte. Besonders gefallen haben mir die Charaktere des Buches. Tilly war mir von Anfang an sympathisch. Sie liebt Bücher über alles, doch seit Joes Tod liest sie nicht mehr. Auch sonst hat sie sich sehr zurückgezogen und versinkt in ihrer Trauer. Mir tat sie sehr Leid, umso mehr habe ich mich gefreut, dass sie endlich wieder zurück ins Leben findet. Ebenso sympathisch war mir Alfie, der mit Passion seinen kleinen Buchladen führt, in dem ich auch sehr gerne einmal stöbern würde.

Der Plot des Buches hat mir gut gefallen. Auch wenn er nicht sonderlich viele Überraschungen bereit hält, wollte ich doch unbedingt wissen, wie es für Tilly aber auch für Alfie weitergeht.

Mein Fazit:
Ein wunderschönes, gefühlvolles Buch über Trauer, Trauerbewältigung und die Liebe zu Büchern mit liebenswerten Protagonisten.

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