Ein fesselnder Island-Krimi voller düsterer Familiengeheimnisse
In der rauen und abgeschiedenen Landschaft der
isländischen Halbinsel Snæfellsnes
versammelt sich eine der
reichsten und einflussreichsten Familien des Landes
zu einer großen Feier. Die Snæbergs haben ein exklusives Designhotel gebucht, um den hundertsten Geburtstag ihres verstorbenen Patriarchen zu ehren. Doch die elegante Fassade des luxuriösen Rückzugsortes, umgeben von moosbedeckten Lavafeldern und dem Gletscherschatten des Snæfellsjökull, kann die tiefen Risse im Familiengefüge kaum verbergen. Statt festlicher Harmonie liegen
alte Rivalitäten, Neid und unausgesprochene Geheimnisse
in der eisigen Luft.
Als ein
heftiger Schneesturm
das Hotel von der Außenwelt abschneidet, steigt die Anspannung ins Unerträgliche. Die Isolation wird zur Falle, als ein Mitglied der Familie spurlos verschwindet und kurz darauf
eine Leiche am Fuße einer Klippe
entdeckt wird. War es ein tragischer
Unfall im Unwetter oder eiskalter Mord
? Während Kommissarin Elma von Akranes aus die Ermittlungen unterstützt, übernimmt der zufällig anwesende
Kriminalpolizist Sævar
die Ermittlungen und findet sich schnell in einem
Netz aus Lügen und Verdrängung
wieder. Jeder im Hotel ist verdächtig, denn jeder hat etwas zu verbergen.
Bestsellerautorin Eva Björg Ægisdóttir liefert mit "Verlassen" einen atmosphärisch dichten und psychologisch ausgefeilten Pageturner. Ein meisterhafter Island-Krimi über die Abgründe, die selbst in den engsten Familien verborgen liegen – perfekt für alle Fans von skandinavischer Hochspannung und Locked-Room-Thrillern.
Alle Fälle der Krimi-Reihe »Mörderisches Island«:
Verschwiegen
Verlogen
Verborgen
Verlassen
Verschworen
Die Bücher erzählen eigenständige Fälle und können unabhängig voneinander gelesen werden.
Ich liebe es wenn Krimis richtig schön düster sind. Auch muss für mich in einem guten Krimi nicht übermäßiges Blut vergießen vorkommen. Wenn die Geschichte spannend und fesselnd und das Ende einen A-HA ...
Ich liebe es wenn Krimis richtig schön düster sind. Auch muss für mich in einem guten Krimi nicht übermäßiges Blut vergießen vorkommen. Wenn die Geschichte spannend und fesselnd und das Ende einen A-HA Effekt beschert, bin ich glücklich!
In einem tollen und schicken Design Hotel gibt es ein ganz besonders Treffen. Die Bekannte und wohlhabende Familie Snæbergs treffen sich dort um den Geburtstag eines verstorbenen Familienmitgliedes zu feiern. Doch die Feier ist alles andere als harmonisch und nach und nach kommen immer mehr Familiengeheimnisse zu Tage.
Zu Beginn war ich ein wenig überfordert. Ich hatte mir ehrlicherweise den Stammbaum der Familien nicht all zu sorgfältig angesehen. Die isländischen Namen sind dazu nicht gerade einfach. Es hat also seine Zeit gedauert bis ich verstanden habe wer wer ist und in welchem Zusammenhang die Menschen zueinander stehen. Die Story beginnt auf alle Fälle sehr spannend! Ich mag die Dunkel Stimmung die eigentlich durch das ganze Buch mitschwingt. Die verschiedenen Erzählweisen der Darsteller macht die Geschichte außerdem sehr spannend! Die Geschichte lässt sich leicht lesen und gegen Ende konnte ich das Buch dann gar nicht mehr zur Seite legen! Auch wenn mich das Ende des Buches, als alter Krimi Fan kaum überrascht hat, hat mich das Buch dennoch sehr begeistert!
Zum Buch: Die Industriellenfamilie Snaeberg hat ein ganzes Hotel für ihr Familientreffen angemietet. Im abgelegenen Westisland, inmitten von Lavafeldern, wollen sie ein ausgelassenes Fest feiern. Es fließt ...
Zum Buch: Die Industriellenfamilie Snaeberg hat ein ganzes Hotel für ihr Familientreffen angemietet. Im abgelegenen Westisland, inmitten von Lavafeldern, wollen sie ein ausgelassenes Fest feiern. Es fließt viel Alkohol und dann kommen Geheimnisse hoch, von denen die anderen alle nichts geahnt haben. Bis dann die Tochter von Petra und Gestur in der Nacht verschwindet…
Meine Meinung: Der Aufbau dieser Geschichte ist unheimlich geschickt! Dem Leser werden die einzelnen Familienmitglieder vorgestellt und anhand der Bemerkungen der anderen merkt man auch schnell, wie die jeweiligen Charakterzüge derjenigen sind. Zur Hilfe kommt da ein Stammbaum der Familie am Anfang des Buches, den ich auch wirklich benutzt habe. Natürlich ist auch in dieser Familie nicht alles so wie es nach außen scheint.
Die Hotelangestellte Irma hat sich auf dieses Wochenende besonders gefreut. Hilfsbereit ist sie für die Familienangehörigen da und macht sich mit ihrer bemerkenswerten Beobachtungsgabe ihr eigenes Bild von allen.
Der Schreibstil hat mir in diesem Buch besonders gut gefallen, es wird jeweils aus der Sicht einzelner Familienmitglieder erzählt. Hier lernt man diese und deren Gedanken noch besser kennen. Und nähert sich so langsam dem großen Geheimnis, um das es eigentlich geht. Um das es von Anfang an ging! Der Spannungsbogen wird in jedem Kapitel größer. Auch wenn man ahnt, worauf das hinausläuft, ist das Ende trotzdem so gut!
Mein Fazit: Von allen vier Teilen der Autorin ist dieses hier für mich der beste Teil gewesen! Man kann ihn unabhängig von den anderen lesen, denn die Ermittlungsarbeit der Polizei ist hier stark im Hintergrund. Ich war total begeistert von diesem tragischen Familiendrama und freue mich schon auf weiteren Lesestoff der Autorin!
Eine schwerreiche isländische Familie trifft sich in einem abgelegenen Hotel in den Lavafeldern zu einem Familienfest. Zunächst sieht alles nach einer gelungenen Feier aus. Doch ...
Klappentext / Inhalt:
Eine schwerreiche isländische Familie trifft sich in einem abgelegenen Hotel in den Lavafeldern zu einem Familienfest. Zunächst sieht alles nach einer gelungenen Feier aus. Doch als plötzlich jemand verschwindet, wird klar, dass in dieser Familie längst nicht alles Gold ist, was glänzt, und jeder und jede ist plötzlich verdächtig.
Der reiche und mächtige Snæberg-Clan trifft sich zu einem Familienfest in einem futuristischen Hotel inmitten der Lavafelder Westislands. Petra Snæberg, eine erfolgreiche Innenarchitektin, macht sich Sorgen um ihre Tochter Lea, deren Social-Media-Präsenz die falschen Follower angesprochen hat. Tryggvi, der Außenseiter der Familie, gibt sich große Mühe, dem Alkohol aus dem Weg zu gehen, weil er genau weiß, was sonst passieren kann.
Die Hotelangestellte Irma ist aufgeregt, dass sie diese berühmte Familie im Hotel betreuen kann. Doch im Verlauf des Wochenendes verschlechtert sich das Wetter immer mehr, ein Schneesturm zieht auf, und der Alkohol fließt in Strömen. Plötzlich verschwindet einer der Gäste, und es verdichten sich die Anzeichen, dass sich draußen auf dem Hotelgelände jemand herumtreibt.
Mit meisterhaft aufgebauter Spannung versetzt uns Eva Björg Ægisdóttir in eine abgelegene, eisige Welt, in der man niemandem trauen kann. Schicht um Schicht werden die dunklen Geheimnisse und die schmerzliche Vergangenheit der Familie Snæberg freigelegt, bis die schockierende Wahrheit ans Licht kommt.
Cover:
Das Cover wirkt atmosphärisch und ist stimmungsvoll gestaltet. Ein einfaches Boot am Steg vor karger , felsiger Landschaft ist hier erkennbar. Die Isländische Natur kommt hier sehr gut zum Tragen. Optisch und farblich ist es toll umgesetzt. Auch die Ähnlichkeit und der Wiedererkennungseffekt zu den anderen Bänden ist vorhanden.
Meinung:
Es handelt sich hierbei um den vierten Band, jedoch ist dies nicht eine direkte Fortsetzung sondern eher als Prequel zu sehen, da es zeitlich vor den vorherigen anzusiedeln ist. Da die Fälle in sich geschlossen sind, kann man die Bände aber auch gut unabhängig lesen und die Vorkenntnisse sind nicht zwingend notwendig.
Ich kannte zwar Band 3, aber die vorherigen nicht. Anfangs brauchte ich kurz mit der Zuordnung der Charaktere und den Zusammenhänge, aber es fügte sich dann mehr und mehr zusammen.
Inhaltlich möchte ich hier nicht zu viel verraten und halte mich mit weiteren Details und Informationen dazu zurück.
Der Schreibstil ist angenehm und lässt sich gut und locker lesen. Die wechselnden Perspektiven machen es interessant und auch die Spannung wird so hoch gehalten und zudem Tempo erzeugt. Schnell wird man an Geschehnisse und Handlungen gefesselt. Toll fand ich auch, dass man die inneren Konflikte und Gedanken der Charaktere nah und spürbar miterlebt. Ein mitreißender Krimi mit vielschichtigen Charakteren und stimmungsvollem Setting. Die Abschnitte haben eine gute Länge und auch die Angaben an den Anfängen sind hilfreich und gut strukturiert. Auch der Stammbaum am Beginn ist hilfreich und hat gute Dienste geleistet. Gliederung und Gestaltung haben mir gut gefallen.
Der Krimi ist spannend und unterhaltsam umgesetzt und mir hat dies sehr gut gefallen. Manchmal braucht es etwas, bis es sich zusammenfügt, aber das macht es ja auch so interessant. Was anfangs anders scheint, fügt sich doch plausibel und nachvollziehbar zusammen.
Fazit:
Ein mitreißender Krimi mit vielschichtigen Charakteren und stimmungsvollem Setting.
Dieser 350 Seiten lange Island-Krimi bietet neben gewohnt guter Spannung auch jede Menge Themen zum anschließenden Diskutieren oder Sinnieren. Eva Björg Ægisdóttir stellt die fiktive steinreiche Familie ...
Dieser 350 Seiten lange Island-Krimi bietet neben gewohnt guter Spannung auch jede Menge Themen zum anschließenden Diskutieren oder Sinnieren. Eva Björg Ægisdóttir stellt die fiktive steinreiche Familie Snæberg in den Mittelpunkt dieses Buches.
Ein Familientreffen zahlreicher illustrer und berühmter Charaktere läuft naturgemäß etwas anders ab als andere - sie mieten sich beispielsweise für mehrere Tage ein ganzes Hotel für sich alleine. Dennoch könnte man als Leser das eine oder andere Detail, das dabei ans Licht kommt, von eigenen Feiern wiedererkennen. Nur die harmloseren natürlich.
Alles fängt sehr vergnüglich an, wie lernen die ersten Hauptpersonen bei ihrer Anreise kennen. Vorne im Buch ist ein Stammbaum zu finden, was das Lesen im Verlauf sehr erleichtert. Die Erzählabschnitte wechseln zwischen einigen der anwesenden Personen, die dann jeweils andere Familienmitglieder beim Namen nennen. Dank des Stammbaums kann man sich gerade zu Beginn immer wieder schnell ansehen, wer das nun genau ist und in welcher Beziehung er zur gerade erzählenden Figur oder auch zu anderen erwähnten Personen steht.
Womit haben wir es denn zu tun? Es gibt einen tatterigen Patriarchen, seine drei Kinder samt Anhang sowie sechs Enkel (teilweise mit Partnern) und vier Urenkel. Die Ereignisse nehmen ihren Lauf, doch nicht alles davon ist von der Familie geplant… Ein Jahrzehnte altes Geheimnis kommt ans Licht und führt letztendlich zum Fund einer Leiche.
Hier kommen unsere schon bekannten Ermittler ins Spiel. Hörður und Sævar aus Akranes treffen wir wieder, die schon in den ersten drei Bänden Elmas Kollegen sind. Sævars Erzählungen zu den Ermittlungen rund und im Hotel unterbrechen die Abschnitte der Familienmitglieder immer wieder. Durch genaue Angaben, wann ein Abschnitt stattfindet und wer ihn erzählt, behält man aber gut den Überblick.
Das Besondere diesmal: Elma ist gar nicht dabei - das Buch ist eine Art Vorgeschichte zu den bisherigen Bänden. Da der Fokus aber weniger auf der Polizeiarbeit und mehr auf den Vorkommnissen rund um die Familie liegt, “stört” es nicht, dass dieser Krimi zwar vorher spielt, aber erst später geschrieben wurde.
Zu den eingangs angesprochenen Themen: Da hier so viele Generationen auf engem Raum beisammen sind, kann man gut die Unterschiede und Missverständnisse beobachten und auf das eigene Leben umlegen. Auch Kritik am sorglosen Umgang vieler Menschen mit Social Media und wie einfach es ist, jemanden damit zu hintergehen, wird aufgezeigt. Ebenso werden ein sorgloser Lebensstil und eine gewisse Selbstüberhöhung gut betuchter Menschen hinterfragt.
Auf der anderen Seite wird angedeutet, dass bei Berühmtheiten nicht notwendigerweise alles besser ist. Viele Vorurteile könnten sich als falsch herausstellen. Wir - als Gesellschaft - sind es gewohnt, schnell zu urteilen und rücken dann nicht mehr von unserer vorgefassten Meinung ab. Wer gerne Gewohnheiten oder Taten anderer hinterfragt, könnte das ein wenig öfter auch bei sich selbst tun.
Kleiner Kritikpunkt: Für mich hat sich am Ende der Prolog dann nicht mehr so ganz in die Geschichte eingefügt.
Die wohlhabende isländische Familie Snæberg veranstaltet ein Familientreffen in einem luxuriösen, abgelegenen Hotel mitten in den Lavafeldern Westislands. Während draußen ein Schneesturm tobt, nimmt die ...
Die wohlhabende isländische Familie Snæberg veranstaltet ein Familientreffen in einem luxuriösen, abgelegenen Hotel mitten in den Lavafeldern Westislands. Während draußen ein Schneesturm tobt, nimmt die feuchtfröhliche Feier eine düstere Wendung. Einer der Gäste verschwindet spurlos, und es wird schnell klar, dass in dieser Familie viele Geheimnisse verborgen liegen. Mit jeder enthüllten Wahrheit wird die Atmosphäre bedrohlicher, und jeder erscheint plötzlich verdächtig.
Der vierte Band der Reihe ist keine direkte Fortsetzung, sondern ein Prequel, das zeitlich vor dem ersten Band der Reihe in 2017 angesiedelt ist. Elma ist noch nicht Teil des Teams der Polizei von Akranes. Sævar und Hördur müssen den Fall allein lösen. Ihre Ermittlungsarbeit nimmt jedoch nur einen kleinen Teil der Handlung ein. Klar im Mittelpunkt steht die Familie Snæberg, ihre Beziehungen zu einander und ihre zahlreichen Probleme und Geheimnisse die sie verbergen. Erzählt wird die Handlung aus den Perspektiven verschiedener Familienmitglieder, der Hotelangestellten Irma und dem Kriminalpolizisten Sævar. Die Handlung wechselt zwischen der Gegenwart mit dem Leichenfund am Sonntag, und der Vergangenheit zwei Tage zuvor als die Familienmitglieder anreisen. Das Geschehen im Hotel wird chronologisch erzählt und enthält kurze Einschübe mit der aktuellen Ermittlung. Bis zuletzt bleibt unklar, wer sich hinter der Leiche verbirgt und welche Umstände zum Tod geführt haben. Ich habe bis zum Schluss mitgerätselt, was die Spannung für mich enorm erhöht hat. Die Auflösung fand ich genial, schlüssig und gut nachvollziehbar.
Eva Björg Ægisdóttir gelingt es meisterhaft, die unheimliche Kulisse der isländischen Winterlandschaft mit der klaustrophobischen Stimmung im Hotel zu verweben und so eine düstere, beklemmende Atmosphäre zu schaffen. Ihr Schreibstil ist präzise und eindringlich, sodass man sich als Leser förmlich in der eisigen Einsamkeit verliert. Den Spannungsaufbau fand ich überaus gelungen.
Die Charaktere sind tiefgründig und vielschichtig gezeichnet. Besonders beeindruckend ist die Darstellung der inneren Konflikte – sei es Petras Sorge um ihre Tochter, Tryggvis Kampf gegen seine Dämonen oder Irmas Wunsch, dazuzugehören. Jedes Familienmitglied hat eine eigene Agenda, und genau das macht die Dynamik so fesselnd.
Auch die Covergestaltung ist stimmungsvoll und passend gewählt: Die dunklen Farben und die minimalistische Gestaltung spiegeln die bedrohliche Einsamkeit und die unheilvolle Stimmung perfekt wider.
Fazit: Wer atmosphärische, raffinierte Krimis mit psychologischem Tiefgang liebt, wird von „Verlassen“ begeistert sein. Eine klare Empfehlung für Fans von nordischer Spannungsliteratur!