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Veröffentlicht am 20.09.2020

Es geht weiter

Die Schwestern vom Ku'damm: Wunderbare Zeiten
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Die schlimmsten Zeiten sind für die Thalheims vorbei. Endlich geht es mit dem Kaufhaus wieder aufwärts. Möglich macht das das Erbe von Rikes Großvater mütterlicherseits. Doch noch ist nicht alles eitel ...

Die schlimmsten Zeiten sind für die Thalheims vorbei. Endlich geht es mit dem Kaufhaus wieder aufwärts. Möglich macht das das Erbe von Rikes Großvater mütterlicherseits. Doch noch ist nicht alles eitel Sonnenschein, Rikes Bruder Oskar, der jahrelang in russischer Kriegsgefangenschaft war, wird ihr wieder kurzerhand von ihrem Vater vor die Nase gesetzt. Für ihn zählen nur Männer etwas, egal was sie bisher geleistet hat. Doch Oskar hat noch immer schwer an dem Trauma Krieg zu kämpfen. Seine Entscheidungen könnten das Kaufhaus wieder in Schieflage bringen. Auch von Silvie, der Zwillingsschwester von Oskar kommt keine große Hilfe. Sie genießt ihr Leben in vollen Zügen.
Endlich konnte ich den 2. Teil der Ku'damm -Saga lesen und wieder hat es Brigitte Riebe geschafft, mich in die damalige Zeit zu katapultieren. Nachdem es im ersten Teil größtenteils um Rike ging, lernen wir jetzt Silvie besser kennen. Sie lebt ganz für ihren Beruf bei einem Radiosender und ihre Sendung Stimmen lassen sie auf der Erfolgswelle schwimmen. Ihr Charakter steht für die vielen Frauen, die sich auch in dieser Zeit schon emanzipiert haben. Die Autorin besticht durch ihren sehr angenehm, lebendigen Schreibstil. Die Protagonisten sind liebevoll und detailliert beschrieben, fast meint man man hätte Freunde vor sich. Mir hat das Buch wieder sehr gut gefallen

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.09.2020

Super Einstieg

Die Schwestern vom Ku'damm: Jahre des Aufbaus
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Für Familie Thalheim aus Berlin beginnt kurz nach dem Krieg ein neues Leben. Ihr Kaufhaus liegt in Schutt und Asche, doch an aufgeben denkt niemand. Leider ist das nicht ganz so einfach, da auf dem Markt ...

Für Familie Thalheim aus Berlin beginnt kurz nach dem Krieg ein neues Leben. Ihr Kaufhaus liegt in Schutt und Asche, doch an aufgeben denkt niemand. Leider ist das nicht ganz so einfach, da auf dem Markt so gut wie nichts zu haben ist. Stoffe für Kleider fehlen und der Vater, der das Kaufhaus mit strenger Hand geführt hat, ist immer noch im Krieg verschollen. Rike, die älteste Tochter versucht mit allen Mitteln, dass Haus wieder zu seinem früheren Ruhm zu verhelfen. Brigitte Riebe hat mit viel Liebe zum Detail die Familie Thalheim auferstehen lassen. Durch sie lässt sie uns erfahren, wie schwer es im damaligen Deutschland in der Nachkriegszeit war. Mir hat das Buch gut gefallen, und ich freue mich schon auf die beiden Nachfolgebücher.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.09.2020

Würdige Nachfolge

Das Erbe der Päpstin
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Was passiert wenn man die Idee eines Bestsellers, wie Die Päpstin, einfach weiterspinnt? Die Autorin Helga Glaesener hat es uns mit ihrem Werk Das Erbe der Päpstin eindrucksvoll gezeigt. Mit viel Liebe ...

Was passiert wenn man die Idee eines Bestsellers, wie Die Päpstin, einfach weiterspinnt? Die Autorin Helga Glaesener hat es uns mit ihrem Werk Das Erbe der Päpstin eindrucksvoll gezeigt. Mit viel Liebe zum Detail erzählt sie die Geschichte, die damals Donna W. Cross entstehen ließ, weiter. Sie hat ihre Protagonisten mit viel Liebe entstehen lassen. Der einprägsame Schreibstil und dazu die perfekte Prise Spannung lassen die Seiten nur so dahinfliegen. Die Mischung zwischen fiktiven und realen Personen wurde gut aufeinander abgestimmt und so entstand eine würdige Fortsetzung, die der Päpstin in nichts nachsteht. Man fiebert und leidet mit den verschiedenen Charakteren. Wir lernen Freya kennen, die mit ihrer Mutter und Schwester bei den Wikingern in Dänemark in Gefangenschaft lebt. Das Leben ist hart und ebenso gefährlich. Hunger und Schläge bestimmen den Alltag. Bei einem Streit eskaliert es, die Mutter stirbt und Freya und ihre Schwester Asta fliehen. Doch auch in der ehemaligen Heimat ihrer Mutter sind sie Gefahren ausgesetzt. Ihre Schwester findet ihr vermeintliches Glück, aber Freya zieht weiter nach Rom, um dort nach ihrem Großvater zu suchen. Doch das Schicksal meint es nicht besonders gut mit ihr, denn ihr Großvater Gerold wird vor ihren Augen ermordet. Wieder muss sie fliehen um den Häschern zu entgehen, wieder gehört Kälte, Hunger und Armut zu ihrem Leben. Nur schwer vorstellbar, dass sich das Leben auch für sie einmal zum Guten wenden wird. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich kann guten Gewissens für alle Freunde dieses Genres eine Leseempfehlung aussprechen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.08.2020

Als wäre man mittendrin

So weit die Störche ziehen
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Das Leben der bildhübschen 16 jährigen Dora Twardy könnte gerade nicht schöner sein. Zum ersten Mal ist sie verliebt und das Glück ist auf ihrer Seite, denn ihre Liebe wird von Wilhelm von Lengendorff, ...

Das Leben der bildhübschen 16 jährigen Dora Twardy könnte gerade nicht schöner sein. Zum ersten Mal ist sie verliebt und das Glück ist auf ihrer Seite, denn ihre Liebe wird von Wilhelm von Lengendorff, dem Sohn des reichsten Gutsbesitzers vor Ort, erwidert. Das Leben besteht aus der Leichtigkeit des Sommers, Musik und Tanz. Doch noch am gleichen Tag trüben unheilvolle Schatten das junge Glück. Der 2. Weltkrieg hat begonnen und gleich in den ersten Tagen bekommt Wilhelm seine Einberufung. Für Dora ändert sich nicht viel und ihre Jugend lässt sie alles von der unbekümmerten Seite aus sehen. Lange Ausritte mit ihrem Pferd Gilda stehen für sie an erster Stelle. In Ostpreußen ist noch nicht wirklich viel vom Krieg zu spüren und das Leben läuft in eher gemäßigten Bahnen ab. Erste Risse bekommt ihre heile Welt, als nun auch ihr Vater und ihr Bruder zur Waffe greifen müssen. Sie selbst muss nach Königsberg um bei Verwandten die tote Mutter zu ersetzen. Doch hier lauert eine Versuchung ganz anderer Art, Carl, ein lebenslustiger Kriegsfotograf macht ihr den Hof. Doch das Schicksal hat andere Pläne, denn die Front kommt unerbittlich näher.

Die Autorin Theresia Graw hat es geschafft mich binnen kürzester Zeit gefangen zu nehmen. Die heile Welt, die damals in Ostpreußen herrschte und die liebevoll beschriebenen Protagonisten lassen alles vor dem inneren Auge entstehen. Man hat wirklich das Gefühl man sitzt auf der Terrasse mit dabei. Leider bleibt die Idylle nicht lange erhalten, denn was dann passiert kann man leider in jedem Geschichtsbuch nachlesen. So weit die Störche ziehen ist zwar eine fiktive Geschichte, doch so oder ähnlich hat die Familie der Autorin es leider erleben müssen. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich kann eine uneingeschränkte Leseempfehlung aussprechen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.08.2020

Der Wald der verstümmelten Frauen

Die verstummte Frau
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Eine Gefängnisrevolte, bei dem ein Mann ums Leben kommt, bringt plötzlich wieder Licht in einen 8 Jahre zurückliegenden Fall. Sara`s verstorbener Mann Jeffrey Tolliver ermittelte damals mit seiner jungen ...

Eine Gefängnisrevolte, bei dem ein Mann ums Leben kommt, bringt plötzlich wieder Licht in einen 8 Jahre zurückliegenden Fall. Sara`s verstorbener Mann Jeffrey Tolliver ermittelte damals mit seiner jungen unerfahrenen Kollegin Lena. Die Fälle wurden größtenteils als Unfall deklariert und erst später als brutale Serie erkannt. Hierzu hatte auch Sara, die schon vor 8 Jahren als Gerichtsmedizinerin tätig war, großen Anteil. Der mittlerweile Inhaftierte Daryl, beteuert seit Jahren seine Unschuld. Er bietet Will Trent, der mittlerweile mit Sara verlobt ist, einen Deal an. Er nennt weitere Opfer, die erst nach seiner Inhaftierung dem Täter zum Opfer gefallen sind. Schnell erkennt Will das der Täter tatsächlich noch aktiv ist. Nach einigen Recherchen tauchen immer mehr Frauen auf, die aufs grausamste misshandelt wurden und dann zum Sterben im Wald zurückgelassen wurden. Sie alle können mit dem Täter in Verbindung gebracht werden Es beginnt eine Reise in die Vergangenheit, die Jeffrey in keinem guten Licht dastehen lässt. Seine schlechte Ermittlungsarbeit scheint einige weitere Frauen das Leben gekostet zu haben. Die Zeit drängt, den schon wieder wurde eine Frau tot im Wald aufgefunden und eine weitere wird vermisst.



Mittlerweile habe ich jetzt schon einige Bücher von Karin Slaugther gelesen und sie ist immer wieder ein Garant für spannende Unterhaltung. Ihr flüssiger Schreibstil und die von der ersten Seite hoch gehaltene Spannung lassen das Thrillerherz höher schlagen. Der Wechsel zwischen den früheren Ermittlungen und heute bringt zusätzliche Brisanz in den Fall und lassen den Leser miterleben, was damals alles vermeintlich schief gelaufen ist. Auch wenn Die verstummte Frau nicht zu ihren besten Büchern zählt so hat es mich doch wieder einmal sehr gut unterhalten. Karin Slaugther wird immer eine Autorin bleiben die man auf jeden Fall im Auge behalten sollte.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere