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Veröffentlicht am 01.11.2016

Ein neuer Fall für Smoky Barrett

Die Stille vor dem Tod
4

Die blutige Nachricht "Komm und lerne" an der Wand eines Tatortes lässt Smoky Barrett und ihr Team nach Denver in Colorado eilen. Noch ahnen die Ermittler nicht welch grausame Bilder sie zu sehen bekommen. ...

Die blutige Nachricht "Komm und lerne" an der Wand eines Tatortes lässt Smoky Barrett und ihr Team nach Denver in Colorado eilen. Noch ahnen die Ermittler nicht welch grausame Bilder sie zu sehen bekommen. In einer Straße wurden gleich drei Familien bestialisch abgeschlachtet, die abgetrennten Köpfe wieder auf die Körper gesetzt und in der Sauciere befindet sich das Blut der Opfer. Doch damit hat das Grauen noch lange kein Ende gefunden. Immer wieder tauchen neue Leichen auf und als dann noch die hochschwangere Smoky entführt wird gerät der Fall zu einer fast unlösbaren Aufgabe für die erfahrenen Ermittler.

Wie so viele auch habe ich mich sehr auf die Fortsetzung der Smoky Barrett- Reihe gefreut, die 6 Jahre auf sich warten ließ. Die Vorgänger habe ich jedesmal regelrecht verschlungen. Leider konnte mich Die Stille vor dem Tod nicht wirklich überzeugen. Stellenweise hatte ich sogar absolut keine Lust mehr weiter zu lesen und habe einige Seiten nur überflogen. Vieles wirkt einfach nur inszeniert, unglaubwürdig und unlogisch. Viele Fragen, die man gerne beantwortet hätte, verschwinden im Nichts oder werden nur unzureichend beantwortet. Als Leser von Cody Mc Fadyen ist man es ja gewohnt, dass sehr viel Blut fließt, aber hier wurde die Grenze zu oft überschritten. Mc Fadyen hatte ja angekündigt, dass er mit diesem Buch etwas anderes ausprobieren wollte, aber dieser Schuss ging nach hinten los. Da kann man sich als großer Fan nur wünschen, dass er im nächsten Band wieder zu seinem alten Schreibstil findet. Weniger ist manchmal doch mehr. Leider kann ich nur 2 Sterne vergeben

Veröffentlicht am 28.03.2019

Einfach nur spitzenmäßig

Sündenkammer: Thriller
1

Gegenwart in Zons: Kriminalkommissar Oliver Bergmann wird zu einem grausamen Tatort gerufen. Auf einer Lichtung, in einem kleinen Waldstück, wurde eine Frau aufgefunden, die bei lebendigen Leib auf einem ...

Gegenwart in Zons: Kriminalkommissar Oliver Bergmann wird zu einem grausamen Tatort gerufen. Auf einer Lichtung, in einem kleinen Waldstück, wurde eine Frau aufgefunden, die bei lebendigen Leib auf einem Scheiterhaufen verbrannt wurde. Die Aufklärung gestaltet sich mehr als schwierig. Schon bald kommen Gerüchte auf, die an einen Hexenkult glauben lassen. Schnell ist klar, dass der Mörder nicht zum letzten Mal gemordet hat. Als dann noch ein geheimnisvolles Paket bei Oliver Bergmann abgegeben wurde ist Eile geboten, denn Zeugen haben einen weiteren Scheiterhaufen entdeckt.


Vergangenheit in Zons im Jahre 1500:
Seit einiger Zeit scheint es auf dem Friedhof von Zons zu spucken. Immer wieder wird Wilhelmine, die direkt an der Friedhofsmauer wohnt, durch seltsame Geschehnisse aufgeweckt. Niemand will der Alten glauben, bis die Leiche eines etwa 15 jährigen Jungen aufgefunden wird. Er ist gut genährt, aber niemand kennt ihn. Er scheint aus dem Nichts aufgetaucht zu sein. Stadtsoldat Bastian Mühlenbergs Ermittlungen führen ihn in das angrenzende Kloster, doch die Mönche sind alles andere als kooperativ. So muss sich Bastian alleine einen Weg suchen um das Böse zu besiegen.

Mit dem neuen Zons-Thriller Sündenkammer hat Catherine Shepherd mal wieder ein Meisterwerk auf den Markt gebracht. Ihre stets hochgehaltene Spannung, der unverwechselbare Schreibstil und die ständige Irreführung des Leser machen sie für mich zu einer Meisterin ihres Faches. Durch den ständigen Wechsel der Zeiten wird eine ganz besondere Spannung aufgebaut und man muss einfach weiterlesen. Ich bin mittlerweile ein sehr großer Fan ihrer Schreibkunst und dabei ist es egal, ob es sich um die Zons- Reihe, um die Laura Kern- Thriller oder um die Julia Schwarz- Thriller handelt, gut sind sie einfach alle. Mit gutem Gewissen vergebe ich gerne 5 Sterne und spreche eine uneingeschränkte Leseempfehlung aus.

Veröffentlicht am 11.03.2019

Absolut empfehlenswert

Der Gesang der Bienen
1

Der Zeidler Seyfried lebt mit seiner Frau Elsbeth und den drei Kindern Anna, Jasper und Lise recht beschaulich im Schwarzwald. Er verdient den Lebensunterhalt der Familie mit wilden Bienenvölkern, die ...

Der Zeidler Seyfried lebt mit seiner Frau Elsbeth und den drei Kindern Anna, Jasper und Lise recht beschaulich im Schwarzwald. Er verdient den Lebensunterhalt der Familie mit wilden Bienenvölkern, die ihm wertvollen Honig und Wachs liefern. Elsbeth ist eine angesehene Heilerin und bringt so ebenfalls so manche Münze in die Kasse. Die Idylle ändert sich aber an dem Tag, als ihnen ein Medicus ein junges Mädchen mit starken Unterleibsblutungen vor die Tür legt. Dass das Mädchen zum Adel gehört erkennt Elsbeth sofort. Nur langsam gelingt es ihr, Fronika, so der Name des Mädchens, zu stabilisieren. Fronika scheint das Schlimmste überstanden zu haben. Doch ein tragischer Zufall will es, dass Fronika doch noch stirbt. Ein Gericht verhängt das Todesurteil über Elsbeth. Die mehr als absurde Begründung: Sie ist eine Frau und Frauen können keine Heiler sein. Voller Verzweiflung bittet Seyfried um Gnade für seine Frau, die ihm aber nicht gewährt wird, nur einen Aufschub um 14 Tage kann er erreichen. Er macht sich auf den Weg um bei Hildegard von Bingen, die weithin als Heilerin bekannt und eben auch eine Frau ist, ihre Fürsprache zu gewinnen. Doch der Weg ist lang und die 14 Tage verrinnen immer schneller. Es ist fast unmöglich in dieser kurzen Zeit mit Hildegards wohlwollender Fürsprache Elsbeths Leben zu retten, zumal Hildegard durchaus ihren ganz eigenen Kopf hat.


Bisher war mir der Autor Ralf H. Dorweiler gänzlich unbekannt und dementsprechend erwartete ich auch nicht zu viel. Allerdings wurde ich sehr positiv überrascht. Den Protagonisten wurde sehr viel Leben eingehaucht und man konnte sich ihnen nur schwer entziehen. Der Schreibstil ist sehr flüssig und spannend. So ganz nebenbei erfährt man noch einiges über die Kunst der Imkerei und natürlich auch von Hildegard von Bingen. Ein rundum gelungenes Buch, dass zwar fiktiv ist aber durch einige reale Personen aufgewertet wird. Für alle Leser dieses Genres kann ich eine uneingeschränkte Leseempfehlung aussprechen und vergebe gerne 5 Sterne

Veröffentlicht am 07.05.2017

Thriller für starke Nerven

Der Näher
1

Der Fallanalytiker Martin Abel ist nach einem traumatischen Erlebnis fast nur noch mit der Ausbildung seiner Kollegen beschäftigt. Jetzt soll er endlich wieder einen Fall übernehmen. Seine Ankunft in Gummersbach ...

Der Fallanalytiker Martin Abel ist nach einem traumatischen Erlebnis fast nur noch mit der Ausbildung seiner Kollegen beschäftigt. Jetzt soll er endlich wieder einen Fall übernehmen. Seine Ankunft in Gummersbach wird nicht gerade mit Freude gesehen. Der zuständige Hauptkommisar Borchert scheint ein hartes Regiment zu führen. Alle arbeiten sehr diszipliniert und niemand scheint den Galgenhumor zu haben, der für die Arbeit oftmals so nötig ist. Der Fall an sich scheint keine große Sache zu sein. Sandra Galinski und Thea Klein, die unabhängig voneinander verschwunden sind, haben jeweils einen Abschiedsbrief hinterlassen. Allerdings fehlt von ihnen jede Spur. Der Vermisstenfall bekommt aber eine ganz besondere Brisanz, als die Joggerin Saskia Mayen von einem Mann verfolgt wird. Bei ihrem verzweifelten Versuch dem Unbekannten zu entkommen läuft sie blindlings quer über die Felder und stürzt in ein Erdloch. Selbst befreien kann sie sich nicht mehr. Auf der Suche nach einer Lösung bleibt ihr plötzlich der Atem stehen. Direkt neben ihr steckt die Leiche einer Frau fest, die scheinbar gerade erst ihr Kind entbunden hat. Der als harmlos geltende Fall entpuppt sich bald als Martin Abels schlimmster Alptraum und die Suche nach den beiden verschwundenen Frauen hat nun oberste Priorität.

Bei Martin Abels 3. Fall hat sich Rainer Löffler selbst übertroffen. Die Spannung steigt fast ins Unendliche und man möchte kaum das Buch aus der Hand legen. Der gewohnt flüssige Schreibstil lassen die Seiten nur so dahin fliegen. Eigentlich bin ich es ja gewohnt auch etwas brutalere Thriller zu lesen, aber hier hat es sogar mich stellenweise heftig geschüttelt. Deshalb sollten etwas zärtere Gemüter vielleicht besser die Finger von dem Buch lassen. Wer aber einen guten deutschen Thriller mag und auch über sehr blutige Szenen hinwegsehen kann ist hier absolut richtig und wird voll auf seine Kosten kommen. Deshalb gibt es von mir sehr gute 4 Sterne

Veröffentlicht am 05.03.2017

Erschütternde Wahrheiten

Der letzte Überlebende
1

Sam Pivnik war gerade erst 13 Jahre alt, als seine bis dahin gekannte Welt, durch den Einmarsch der Deutschen in das kleine oberschlesische Städtchen Bedzin, in Trümmern zerfiel. Das bisherige Leben der ...

Sam Pivnik war gerade erst 13 Jahre alt, als seine bis dahin gekannte Welt, durch den Einmarsch der Deutschen in das kleine oberschlesische Städtchen Bedzin, in Trümmern zerfiel. Das bisherige Leben der dort lebenden Juden änderte sich von Grund auf, als sie zusammengetrieben wurden, um in der zum Ghetto umfunktionierten Stadt ihrem Dasein zu fristen. Doch immer öfter kamen die Todeszüge, um die verängstigten Menschen nach Auschwitz zu bringen. So stand auch bald die Familie Pivnik auf der Liste um in den Tod zu fahren. Mengele schickt Sam`s gesamte Familie nach links und somit in die Gaskammer, er selbst muss unter unmenschlichen Bedingungen täglich um sein Leben fürchten, aber das Glück scheint auf seiner Seite zu sein, ganze 14 mal kann er dem Tod von der Schippe springen.
Sam Pivnik hat es erst jetzt, nach so langer Zeit, geschafft die schrecklichen Erlebnisse in einem Buch zu verarbeiten. Dazu schreibt er auf dem Cover " Die Leute fragen mich oft, warum ich so lange gewartet habe meine Geschichte zu erzählen. Das ist eine einfache Frage, aber die Antwort ist es nicht". Die unvorstellbaren Grausamkeiten die er erleben musste, lassen einen stellenweise das Blut in den Adern gefrieren und man stellt sich immer wieder die Frage, wie viel ein Mensch aushalten und damit einigermaßen unbeschadet weiterleben kann. Niemals sollte dieses dunkle Kapitel unseres Landes vergessen werden und man kann nur hoffen, dass sich solche Greueltaten niemals mehr wiederholen, leider wird dies aber ein Wunschdenken bleiben. So bleibt nur die schreckliche Erkenntnis, dass das grausamste Tier, dass jemals einen Fuß auf unsere schöne Erde gesetzt hat, wohl immer der Mensch bleiben wird.