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Veröffentlicht am 07.06.2026

Macht nachdenklich

Was das Schicksal uns schenkt
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Die 62 jährige Addie Finch arbeitet als Sicherheitskraft in einem Lager. Ihre Einsätze im Irak als Soldatin und später als Polizistin in Los Angels sind schon lange Vergangenheit. Diesen Job bei der Polizei ...

Die 62 jährige Addie Finch arbeitet als Sicherheitskraft in einem Lager. Ihre Einsätze im Irak als Soldatin und später als Polizistin in Los Angels sind schon lange Vergangenheit. Diesen Job bei der Polizei hat sie aufgrund ihrer Alkoholsucht längst verloren. Mittlerweile ist sie aber seit 8 Jahren clean. Ihr menschlichen Kontakt besteht nur aus dem allabendlichen Treffen der anonymen Alkoholiker. Nur gelegentlich telefoniert sie mit ihrem weit entfernt wohnenden Bruder. Bei einem ihrer Nachtdienste fällt ihr auf dem Monitor ein Junge auf, der augenscheinlich verletzt ist. Der 17 jährige Jonathan sucht im benachbarten Lagerhaus, wie viele andere Obdachlose der Stadt, Nacht für Nacht einen Schlafplatz. Doch hier ist es absolut nicht sicher, da immer wieder Übergriffe stattfinden. Addie, deren Leben auch nicht gerade einfach ist, springt über ihren Schatten und nimmt sich Jonathan an, ohne zu wissen, dass dies ihr ganzes Leben beeinflussen wird.

Die Autorin Catherine Ryan Hyde hat mit Addie und Jonathan einen bewegenden Roman geschrieben. Hier werden zwischenmenschliche Beziehungen in den Vordergrund gestellt. Auch wenn das Leben noch so aussichtslos erscheint, gibt es doch eine Möglichkeit sich selbst oder anderen eine neue Perspektive zu geben. Mir erschienen die Protagonisten als sehr anschaulich beschrieben. Der Schreibstil ist flüssig und die Handlung nachvollziehbar. Mir hat die Entwicklung von Addie und Jonathan gut gefallen. Vielleicht sollten wir tatsächlich mit etwas offeneren Augen durch die Welt gehen. Ich habe den warmherzigen, manchmal auch sehr traurigen Roman in einem Rutsch gelesen und konnte ihn kaum aus der Hand legen. Gerne empfehle ich das Buch weiter.

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Veröffentlicht am 24.05.2026

Macht nachdenklich

Wir überlebten die Nacht
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Der amerikanisch - kanadische Umweltaktivist und Filmregisseur Julian Brave NoiseCat legt mit diesem Buch Wir überlebten die Nacht eine beeindruckende und tief ergreifende Zeitgeschichte vor. Er verarbeitet ...

Der amerikanisch - kanadische Umweltaktivist und Filmregisseur Julian Brave NoiseCat legt mit diesem Buch Wir überlebten die Nacht eine beeindruckende und tief ergreifende Zeitgeschichte vor. Er verarbeitet nicht nur seine eigene Kindheit, sondern auch die seiner Ahnen, die einen stetigen Kampf gegen Vertreibung, Ausbeutung und Missachtung ihrer indigenen Herkunft führen. Kinder werden ohne Ankündigung ihren Eltern entzogen, um sie in weit entfernte Missionsschulen zu stecken, wo ihre Wurzeln getilgt werden sollen. Das Buch ist stellenweise nur schwer zu ertragen, aber ich muss da ehrlich sein. Ich dachte, dass es rein um die unmenschlichen Taten der Missionsschulen ging. Aber hier erfährt man nur am Rande was bis vor gar nicht so langer Zeit wirklich geschah. Nichtsdestotrotz ist es ziemlich beklemmend zu lesen was diese doch so wichtigen Völker erdulden mussten und leider immer noch müssen. Ihnen wurden bisher 99% ihres Landes entzogen, ohne je einen Ausgleich dafür bekommen zu haben. Ihre Kultur verschwindet immer mehr und nur durch die Erzählungen der verschiedenen Generationen werden die Ahnen lebendig gehalten. Leider ist das Interesse am Schicksal dieser Völker in der Welt eher gering und so müssen sie weiter um ein würdevolles Leben kämpfen.

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Veröffentlicht am 23.05.2026

(Alp)traumhafte Ferien

Strandopfer
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Am polnischen Strand, in der Nähe von Swinemünde, wird die Leiche eines Mannes aufgefunden. Es stellt sich heraus, dass es der deutsche Tourist Joachim Hundt ist. In seinem Rachen steckt ein großer Bernstein, ...

Am polnischen Strand, in der Nähe von Swinemünde, wird die Leiche eines Mannes aufgefunden. Es stellt sich heraus, dass es der deutsche Tourist Joachim Hundt ist. In seinem Rachen steckt ein großer Bernstein, sonst kann keinerlei Fremdeinwirkung festgestellt werden. Er machte mit seiner Frau und einigen Freunden in einem Ferienhaus, einige Kilometer entfernt, Urlaub. Auch die 10 jährige Luisa, die wahrscheinlich mit Joachim am Strand war ist spurlos verschwunden. Die deutsche Ermittlerin Lena Schuldt wird aus Berlin nach Polen beordert, da eine Person der Gruppe ein Geheimnisträger ist und es nicht ausgeschlossen werden kann, dass der ungeklärte Tod deshalb geschah. Lena fährt nur sehr widerwillig in die polnische Urlaubsregion, da sie nicht weit von hier auf der deutschen Seite aufgewachsen ist. Eine Zeit, die sie tief in ihrem Gedächtnis vergraben hatte. Bis heute plagt sie die unglückliche Kindheit, die einige Traumata hinterlassen hat. Die Ermittlungen erweisen sich, durch die Sprachbarriere, als kompliziert. Auch ihr polnischer Kollege Adam Krawczyk scheint ihr gegenüber alles andere als loyal zu sein. Die Ereignisse überschlagen sich, als noch eine zweite Leiche aufgefunden wird. Auch sie hat einen Bernstein im Mund.



Mir hat das Buch Strandopfer ganz gut gefallen. Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen. Was mich ein wenig gestört hat, war die ständige Anspielung auf die Vorurteile, die sowohl Lena wie auch Adam gegenüber dem jeweiligen Land haben. Ich denke, dass solche Klischees nicht in einen guten Krimi gehören. Besonders Kommissar Adam lässt eigentlich keine Gelegenheit aus um dies hervorzuheben. Was ihn in meinen Augen sehr unsympathisch gemacht hat. Aber das ist nur meine persönliche Meinung. Ansonsten war der Krimi sehr gut durchdacht und gibt dem Leser keine Chance auf die Lösung des Falls zu kommen. Das Cover sieht relativ edel aus und passt auch sehr gut zum Buch.

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Veröffentlicht am 17.05.2026

Tot auf Amrum

Der Tote auf dem Kniepsand
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Auf der Insel Amrum wurde am Strand Kniepsand eine männliche Leiche aufgefunden. An dem Mann wurden keinerlei Gewaltspuren festgestellt. Alles deutet auf einen Unfall oder Suizid hin. Doch die Rechtsmedizinerin ...

Auf der Insel Amrum wurde am Strand Kniepsand eine männliche Leiche aufgefunden. An dem Mann wurden keinerlei Gewaltspuren festgestellt. Alles deutet auf einen Unfall oder Suizid hin. Doch die Rechtsmedizinerin ist da anderer Ansicht. Dennis Claasen, so der Name des Toten, scheint Kontakte ins Drogenmilieu gehabt zu haben. In letzter Zeit sind immer wieder mysteriöse Päckchen an den Stränden der Nordseeinseln angeschwemmt worden, was in diese Richtung zeigt. Hauptkommissarin Lena Lorentzen und ihre Kollegin Naya Lösen ermitteln im Umkreis des Toten. Schnell kommt a a Licht, dass Dennis in einem erbitterten Streit mit seinen drei Geschwistern liegt. Die haben zu gleichen Teilen das Haus ihrer Oma geerbt. Die Geschwister wollen verkaufen, Dennis um meinen Preis. Könnte hier das Motiv liegen? Doch auch die Drogen rücken immer mehr in den Fokus.

Mir war die Autorin Anna Johannsen bisher völlig unbekannt, obwohl dies schon der 13. Teil rund um die sympathische Kommissarin ist. Mir hat der Schreibstil sehr gut gefallen, er ist flüssig und gut zu lesen. Die Thematik wurde gut umgesetzt und war nachvollziehbar. Der Spannungsaufbau war mir etwas zu schwach, hat mich aber doch stellenweise gefesselt. Die Protagonisten wurden gut dargestellt, sodass man auch eine Bindung aufbauen konnte. Auch die zwischenmenschlichen Beziehungen kamen nicht zu . Mich hat das Buch gut unterhalten und vergebe 3 Sterne

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Veröffentlicht am 18.03.2026

Düstere Moorgeheimnisse

Moorland. Die Zwillinge
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Nach über 15 Jahren kehrt die Kommissarin Malia Gold in ihr Heimatstädtchen zurück. Einige traumatische Erlebnisse haben sie damals flüchten lassen. Schon an ihrem ersten Arbeitstag überstürzen sich ...

Nach über 15 Jahren kehrt die Kommissarin Malia Gold in ihr Heimatstädtchen zurück. Einige traumatische Erlebnisse haben sie damals flüchten lassen. Schon an ihrem ersten Arbeitstag überstürzen sich die Ereignisse. Die 18 jährigen Zwillinge Nike und Jana sind im naheliegenden Moor spurlos verschwunden. Eine Suchmannschaft, die in den dichten Nebelschwaden nach den Mädchen suchen, kehrt ohne Erfolg zum Einsatzort zurück. Als auf dem TikTok - Kanal der Zwillinge verstörende Bilder von einem der Mädchen auftaucht, ist klar, sie haben sich nicht nur verirrt. Jemand hat die Beiden scheinbar entführt. In dem weitläufigen Moor deutet allerdings nichts auf ein Verbrechen hin, nur die Kamera, die an einem abgelegenen Ort gefunden wird, lässt Schlimmes vermuten. Die Kommissarin erkennt schnell, dass so einige in der Gemeinde etwas zu verbergen haben und jeder scheint irgendwie involviert zu sein. Malia Gold bleibt nichts anderes übrig, als sich ihrer längst vergessener Vergangenheit zu stellen.

Der Auftakt der neuen Moorland - Reihe ist dem Autor Andreas Winkelmann auf jeden Fall sehr gut gelungen. Schon ab der ersten Seite war ich vom Geschehen gefesselt. Die unheimliche Athmosphäre, die von dem Moor und der eiskalten Winternacht ausgeht, wurde perfekt eingefangen. Auch die verschiedenen Protagonisten wurden gut dargestellt. Die Handlung ist in sich stimmig und nachvollziehbar. Auch wenn man öfters denkt das man den Täter entlarvt hat, so ist man doch meistens auf dem Holzweg. Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und durch die verschiedenen Perspektiven der Personen bleibt es auch sehr spannend. Ein besonderer Hingucker ist der tolle Farbschnitt, der dem Buch noch etwas besonderes verleiht. Mir hat das Buch wieder, wie fast alle Bücher von dem Autor, sehr gut gefallen und ich bin schon jetzt neugierig auf die Fortsetzung, da mir ja leider einige Informationen vorenthalten wurden.

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