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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.02.2020

Wieder ein sehr fesselnder True-Crime-Thriller!

Abgefackelt
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Zum Buch: Dem Rechtsmediziner Paul Herzfeld, tätig in der Kieler Rechtsmedizin, steckt der letzte Fall noch mächtig in den Knochen. Somit wird er kurzzeitig von Kiel nach Itzehoe in die Pathologie des ...

Zum Buch: Dem Rechtsmediziner Paul Herzfeld, tätig in der Kieler Rechtsmedizin, steckt der letzte Fall noch mächtig in den Knochen. Somit wird er kurzzeitig von Kiel nach Itzehoe in die Pathologie des dortigen Krankenhauses versetzt. So beschaulich es dort auch aussieht, der vermeintliche Selbstmord seines Vorgängers kommt Herzfeld komisch vor. Als er sich ein wenig umhört, wird von allen Seiten gemauert, was seine Theorie noch unterstützt. Also versucht er herauszufinden, an was sein Vorgänger kurz vor seinem Tod geforscht hat und gerät so ins Visier eines großen Unternehmens…

Meine Meinung: Da ich ein bekennender Herzfeld-Fan bin, war klar, dass ich dieses Buch natürlich auch lesen muss! Und ich wurde nicht enttäuscht! Michael Tsokos gelingt hier in Zusammenarbeit mit dem Autor Alex Pohl auch wieder ein Meisterwerk des True-Crime-Thrillers! Da Tsokos ja auch Rechtsmediziner ist, kann er aus seinem großen Erfahrungs-Fundus schöpfen und hier großartige Fälle zu Papier bringen!

Das Buch hat mich auch wieder sofort gefesselt, der Prolog ist sehr grausig und man muss gleich weiterlesen! Die Spannung ist von Anfang an hoch, weil man nicht weiß, wohin die Reise geht. Der Autor schreibt in kurzen Kapiteln und Szenenwechseln, die sich richtig flüssig lesen lassen. So ist der Leser Paul Herzfeld eigentlich immer einen Schritt voraus und doch kann man noch nicht richtig begreifen, um was es eigentlich geht. Zum Ende hin werden die Kapitel noch kürzer und die Spannung ist dann auf dem Höhepunkt. Natürlich ist Paul Herzfeld auch hier wieder in großer Gefahr.

Ich fand zwar den Vorgänger „Abgeschlagen“ noch ein klein wenig spannender, aber ich wurde hier trotzdem großartig unterhalten und habe wieder, wie immer bei Tsokos, einiges über die Toten erfahren können!

Mein Fazit: Michael Tsokos ist hier wieder ein großartiger Thriller gelungen, den ich auf jeden Fall weiterempfehle! Ich mag halt seine „nüchterne“ Art, über die Sektionen zu schreiben und das Ganze dann mit einer tollen Story zu einem spannenden Thriller zu verknüpfen!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.02.2020

Spannender Auftakt einer Thriller-Reihe!

Die Komplizin
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Zum Buch: Die junge Krankenschwester Anna kommt gerade vom Nachtdienst aus dem Krankenhaus. Da sie sich mit Trennungsgedanken herumschlägt, fährt sie nicht auf direktem Weg nach Hause, sondern macht einen ...

Zum Buch: Die junge Krankenschwester Anna kommt gerade vom Nachtdienst aus dem Krankenhaus. Da sie sich mit Trennungsgedanken herumschlägt, fährt sie nicht auf direktem Weg nach Hause, sondern macht einen Umweg über das abgeschiedene Hafenviertel in Hamburg. Dort steht sie mutterseelenallein an einer roten Ampel, als plötzlich zwei Männer in ihr Auto springen und sie mit vorgehaltener Waffe zwingen, loszufahren. Da beginnt für Anna eine Reise, die von Angst geprägt beginnt und in völliger Verzweiflung endet…

Meine Meinung: Dies ist der Auftakt-Band zu einer vierteiligen Reihe der Autorin. Gleich zu Beginn wird man in die Geschehnisse hineinkatapultiert. Im einen Moment sinniert Anna noch darüber nach, ob sie sich von ihrem Freund Nico trennen soll, da sie sich doch recht auseinandergelebt haben. Sie renovieren aber gerade die erste gemeinsame Wohnung und sie macht sich die Entscheidung nicht leicht. Und im nächsten Moment wird das völlig belanglos, da zwei Verbrecher zu ihr ins Auto springen und sie entführen. Sie weiß weder, wo die Reise hingeht, noch zu welchem Zweck sie dabei ist. Die beiden Männer sind die Brüder Rafael und Diego. Während Rafael mehrfach darauf drängt, sich Anna zu „entledigen“, fühlt Diego sich zu Anna hingezogen und ist bemüht, ihr die Angst zu nehmen. Auf der Flucht kommt dann noch ein dritter Mann hinzu, der total unsympathische Enrico, der sich an Anna zu schaffen machen würde, wenn Diego nicht dazwischen gehen würde.
Gleichzeitig erfährt der Leser, wie es den „Hinterbliebenen“ geht. Man könnte denken, Nico macht sich die totalen Sorgen um Anna. Aber so ist es nicht. Durch Vortäuschung falscher Tatsachen wird ihm weisgemacht, dass Anna ihn verlassen hat und mit einem Mexikaner durchgebrannt ist. Und er glaubt das so einfach, weil er das glauben möchte. Ihm zur Seite steht nämlich seine Arbeitskollegin Vanessa, die er ziemlich gut findet und die sich auch ganz schön an ihn heranschmeißt. Der Leser weiß es natürlich alles besser und rauft sich schon manchmal die Haare…
Aber warum sind Rafael und Diego eigentlich auf der Flucht und vor wem? Die beiden gehören den „Streetsurfern“ an, einer mafiaähnlichen Verbindung. Und Diego will aussteigen. Aber man steigt nicht einfach so aus, sonst stirbt man. Und weil die beiden auf ihrer Flucht auch ein paar Leichen hinterlassen haben, sind jetzt nicht nur die Streetsurfer hinter ihnen her, sondern auch die Polizei.
Der Schreibstil von Ellen Puffpaff ist total toll zu lesen. Die kurzen Kapitel machen es dem Leser leicht. Auch die Szenenwechsel sind toll. Aber am meisten beeindruckt haben mich in diesem Buch die starken Charaktere, hauptsächlich von Anna und Diego. Die Beziehung der beiden fängt so zaghaft an, da Anna sehr ängstlich ist und Diego kann mit Gefühlen nur schwer umgehen. Er hat nie gelernt, „normal“ zu sein und möchte es so gern. Und Anna kann ihm dabei helfen. Das ist so stark geschrieben, dass es auf mich eine total fesselnde Wirkung hatte. Natürlich ist auch der Plot total spannend, aber für mich stehen die Charaktere im Vordergrund für richtig guten Lesegenuss!
Das Ende dieses Teils hat mich leider traurig gemacht, aber so ist das halt, wie im echten Leben…

Mein Fazit: Dieses Buch ist der Auftakt zu einer fantastischen Thriller-Reihe, die aufgrund der Dramatik für mich etwas Besonderes hat! Ich freue mich auf jeden Fall sehr auf den zweiten Band, der im Oktober 2020 erscheinen soll und kann nur meine absolute Empfehlung aussprechen!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.02.2020

Sehr schön und übersichtlich geschrieben!

Wohlfühlgewicht
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Zum Buch: Dr. Mareike Awe, Medizinerin und Gründerin von "Intumind" zeigt in ihrem Buch Wege auf, gänzlich ohne Diäten und Verzicht zu dem eigenen Wohlfühlgewicht zu gelangen. Es ist eine Hilfestellung ...

Zum Buch: Dr. Mareike Awe, Medizinerin und Gründerin von "Intumind" zeigt in ihrem Buch Wege auf, gänzlich ohne Diäten und Verzicht zu dem eigenen Wohlfühlgewicht zu gelangen. Es ist eine Hilfestellung für alle, die erkannt haben, dass Diäten langfristig nicht funktionieren und Mareike erklärt auch gut, warum das so ist.

Meine Meinung: Da ich auch Teilnehmer in Mareikes Programm bin, sind mir die Inhalte natürlich nicht neu. Aber ich habe beim Lesen versucht, dieses auszublenden und mich quasi ganz neu auf die Inhalte einzulassen. Und ich muss sagen, das hat gut funktioniert!
Mareike beschränkt sich in dem Buch auf das absolut Wesentliche beim intuitiven Essen, was es leicht verständlich macht. Übersichtliche Zeichnungen lockern das Lesen auf. Die wichtigsten mentalen Übungen, damit man sich erst einmal wieder selber annehmen kann, sind gut beschrieben und leicht zu absolvieren. Denn das ist der erste Schritt, um abzunehmen: man muss sich selber erst so annehmen und den eigenen Körper als Geschenk wahrnehmen. Erst dann kann der Körper Überschüssiges wieder loslassen!
Ich hoffe, dass dieses Buch für viele eine bahnbrechende Neuigkeit ist, die sie versuchen, umzusetzen. Denn dieser Schlankheitswahn muss doch mal ein Ende haben!
Auch wenn ich persönlich nicht mehr ganz so oft an den Übungen im Programm teilnehme, ist und bleibt es für mich der einzig wahre Weg, um wieder im Einklang mit meinem Körper zu sein!

Mein Fazit: Ich finde das Buch sehr gelungen, einfühlsam geschrieben und ich denke, dass jeder Leser sich am Ende des Buchs zumindest ein wenig besser fühlen kann! Und vielleicht motiviert es den einen oder anderen, das Programm von Intueat zu durchlaufen. Ich kann aus meiner Erfahrung sagen, dass es sehr wertvoll ist! Auch wenn man vielleicht mehrere Anläufe nehmen muss, aber im Endeffekt gibt es einem schon zu Beginn sehr viel an Selbstwertschätzung und Selbstliebe! Von daher erteile ich hier ganz klar meine Leseempfehlung an alle, die mit ihrem Körper nicht zufrieden sind, so wie er ist!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.02.2020

Spannender Debüt-Thriller!

Freefall – Die Wahrheit ist dein Tod
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Zum Buch: Ein Kleinflugzeug stürzt über den Rocky Mountains ab. Der Pilot kommt dabei ums Leben. Allison, eine junge Frau, kann verletzt entkommen. Sie flieht durch Wälder und Gebirge bis an den Rand ihrer ...

Zum Buch: Ein Kleinflugzeug stürzt über den Rocky Mountains ab. Der Pilot kommt dabei ums Leben. Allison, eine junge Frau, kann verletzt entkommen. Sie flieht durch Wälder und Gebirge bis an den Rand ihrer Kräfte. Wovor läuft sie davon? Für die Öffentlichkeit ist klar, dass diesen Absturz niemand überlebt haben kann. Allisons Mutter ist zwar völlig geschockt, ist aber gewillt, herauszufinden, was Allison erfolgreich zu verbergen versuchte. Aber die Zeit läuft gegen die beiden, denn Allison hat einen Verfolger, der ihr ziemlich dicht auf den Fersen ist...

Meine Meinung: Dieser Debütroman von Jessica Barry konnte mich auf ganzer Linie überzeugen! In kurzen Kapiteln wird abwechselnd aus der Sicht von Allison und der Mutter Maggie erzählt. Hat man zu Beginn noch überhaupt keine Ahnung, was eigentlich passiert ist, kommt man dem Rätsel in jedem Kapitel ein Stückchen näher. Die Rückblenden sind gut portioniert und spannend zu lesen. Denn es wird schnell klar, dass die Mutter Ally überhaupt nicht mehr gekannt hat, weil diese ein Leben geführt hat, das sich Maggie überhaupt nicht ansatzweise vorstellen kann. So langsam erfährt man Allisons Beweggründe und die Geschichte dahinter. Am besten haben mir hier die starken Charaktere gefallen. Ally rutscht nach einem ziemlichen Tiefgang in eine Abhängigkeit ihres Verlobten und der Leser kann beobachten, wie sie sich daraus wieder befreit. Die Mutter ist die eigentliche Heldin für mich, eine sehr starke Persönlichkeit, die sich durch nichts und niemanden aufhalten lässt!
Auch wenn man langsam glaubt, zu wissen, worum es geht, kam das Ende doch für mich überraschend und gewaltig!

Mein Fazit: Ein starkes Thriller-Debüt von der Autorin, dem ich gerne die volle Punktzahl gebe, da es sich sehr flüssig und spannend liest! Klare Leseempfehlung von meiner Seite!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.01.2020

Spannender Cold Case aus Südschweden!

Cold Case - Das verschwundene Mädchen
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Zum Buch: Vor 16 Jahren verschwand die 19-jährige Annika spurlos. Die Polizei tappt im Dunkeln. Bis heute. Im Zusammenhang mit einem neuen Verbrechen tauchen plötzlich Spuren auf, die mit Annikas Verschwinden ...

Zum Buch: Vor 16 Jahren verschwand die 19-jährige Annika spurlos. Die Polizei tappt im Dunkeln. Bis heute. Im Zusammenhang mit einem neuen Verbrechen tauchen plötzlich Spuren auf, die mit Annikas Verschwinden zusammenhängen.
Die Ermittlergruppe für Cold Cases mit Tess Hjalmarsson als Chefin fängt an, noch einmal die alten Akten hervorzukramen. Aber der sogenannte Valby-Mann, der wieder aktiv ist mit Vergewaltigungen und Mord, scheint dem Ermittlerteam auch näherzurücken. Können Tess und ihre Leute die Zusammenhänge finden und den Valby-Mörder schnappen?

Meine Meinung: Das Buch ist als Thriller deklariert, aber ich würde eher zu einem spannenden Krimi tendieren, da hier doch die Ermittlungsarbeit im Vordergrund steht. Aber egal, welchen Namen man dem Kind gibt, es ist doch sehr gut gelungen!
Die Ermittler um die empathische Tess sind noch die etwas flippige Marie, die auf Heavy Metal steht, der erfahrene Lundberg und Ola Makkonen, der sich zwar nicht ganz oben auf der Beliebtheitsskala befindet, aber ein guter Kriminalist ist. Raffaela Cruz möchte noch ins Team, ist Tess aber noch ein wenig suspekt. Übergeordneter Chef ist Per Jöns. Er ist zwar keine schillernde Figur, steht aber voll hinter dem Cold Case-Team. Kurzum, man wird irgendwie sofort warm mit den Charakteren.
Der Prolog beginnt mit dem schrecklichen Verbrechen des Valby-Mannes. Er überfällt Frauen in den frühen Morgenstunden in ihrem Zuhause und vergewaltigt sie. Im neuesten Fall tötet er die Frau sogar. Und dann tauchen Spuren auf, die auf das lange zurückliegende Verschwinden der 19-jährigen Annika hindeuten. Wie hängen die Fälle zusammen? Das gilt es jetzt herauszufinden. Dabei rückt Tess in den Fokus des Verbrechers. Ihre kaputte Beziehung zu der Griechin Eleni macht ihr das Leben auch nicht leichter. Trotzdem ist sie eine toughe Frau, die ihren Mann steht. Ich mochte die beiden Hauptermittler total gerne.
Manche Charaktere von damals sind auch an dem Verbrechen kaputtgegangen, andere haben eiskalt weitergemacht, sehr interessant.
Der Schreibstil von Tina Frennstedt hat mir sehr gut gefallen. Ich fand die Rückblenden immer sehr spannend, man kann super miträtseln und wird auch erst am Ende mit der Auflösung belohnt! Der dritte Abschnitt ist meiner Meinung nach sowieso der Beste und sehr spannend!

Mein Fazit: Meistens sind mir Krimis zu langweilig, aber dieser hier konnte mich auf jeden Fall mitnehmen! Ich gebe gerne 4 Sterne und eine klare Lese-Empfehlung!

  • Spannung
  • Cover
  • Charaktere
  • Handlung
  • Erzählstil