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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.10.2020

Spannende Ermittlungen an Irlands Westküste!

Die Kinder von Beara
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Zum Buch: Die Berliner Rechtsanwältin Anna Schwarz wird von Staatsanwalt Jon Johnson nach Westirland gerufen. Es geht um einen brisanten Fall, in dem die Skelette von Kindern und Säuglingen gefunden wurden. ...

Zum Buch: Die Berliner Rechtsanwältin Anna Schwarz wird von Staatsanwalt Jon Johnson nach Westirland gerufen. Es geht um einen brisanten Fall, in dem die Skelette von Kindern und Säuglingen gefunden wurden. Obenauf liegt der Leichnam von Victor Sartor, genannt Devlin, der Anna nicht unbekannt ist. Anna Schwarz soll sich mit Kim Valentin treffen, die sie vor vielen Jahren in der Nebenanklage gegen Sartor im Fall von Kindesmissbrauch kennengelernt hat. Kim lebt zusammen mit anderen deutschen Frauen und Devlin in einer sektenähnlichen Gemeinschaft abgeschieden auf einem Hof in Irland. Anna versucht, an Kim heranzukommen und herauszufinden, wer Devlin umgebracht hat. Dabei tritt sie einigen auf die Füße…

Meine Meinung: Auch das zweite Buch, welches ich von Ariana Lambert gelesen habe, hat mich sehr begeistert! Der Anfang beschert einem gleich eine Gänsehaut, als die Kinderskelette gefunden werden. Hier gibt es auch einen Bezug zu einer realen Geschichte. Besonders toll finde ich den Schreibstil, der die Umgebung so gut umschreibt, dass der Leser das Gefühl hat, vor Ort zu sein! Man hört das Wellenrauschen und schmeckt salzige Luft… Dazu kommt eine packende Story, die auch viel Drama beinhaltet und nach Gerechtigkeit schreit! Anna gerät selber in Gefahr und man hat als Leser Angst um sie.

Sie trifft vor Ort auf den Inspector Benjamin Black, mit dem sie einmal liiert war, der sie aber böse verraten, seinen Fehltritt erst in letzter Sekunde gemerkt und ihr dann doch das Leben gerettet hat. Nie wieder wollte sie ihn wiedersehen und jetzt der gemeinsame Fall… schnell merkt Anna, dass er sie immer noch fasziniert…
Das Ende ist rasant und auch ein wenig traurig, aber das müsst ihr selber lesen!

Mein Fazit: Ein spannender Thriller, in dem es nicht nur um Mord und Totschlag geht, sondern auch um Abhängigkeiten, Gerechtigkeit und Vergeltung! Von mir gibt es verdiente 5 Sterne!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.10.2020

Wahn oder Wirklichkeit?

Die Stimme
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Zum Buch: Die Journalistin Jo Ferguson ist frisch geschieden und wohnt zurzeit bei ihrer besten Freundin, die eh selten zuhause ist, im vornehmen Londoner Stadtteil Camden. Die Wohnung ihrer Freundin Tabhita ...

Zum Buch: Die Journalistin Jo Ferguson ist frisch geschieden und wohnt zurzeit bei ihrer besten Freundin, die eh selten zuhause ist, im vornehmen Londoner Stadtteil Camden. Die Wohnung ihrer Freundin Tabhita ist voll ausgerüstet mit einem modernen Smart-Home-System, welches auf den Namen „Electra“ hört. Während Jo, die freiberuflich tätig ist, also nun an den langen Winterabenden zuhause sitzt und ihre Artikel schreibt, fängt Elektra plötzlich an, mit Jo zu reden statt nur Befehle entgegenzunehmen. Und woher kennt Elektra Geheimnisse aus Jo´s Vergangenheit, die kaum jemand kennt? Jo hat Angst, dass sie schizophren wird, wie ihr Vater damals. Oder spricht Elektra wirklich mit ihr? Kann Jo ihrer Wahrnehmung trauen oder wird sie wirklich verrückt?

Meine Meinung: Vorweg gesagt, ich lese den Autor sehr gerne, weil ich einfach seine Ideen und seinen Schreibstil mag. Aber mit diesem Buch bin ich anfangs nicht so richtig warmgeworden. Zumindest fing die wirklich spannende Story für mich erst ungefähr ab der Hälfte des Buches an… Dann aber rasant und mit einer tollen, unerwarteten Auflösung! Dennoch zog sich die Story am Anfang sehr in die Länge, hier ist ein wenig Durchhaltevermögen angesagt. Trotzdem fand ich die Idee hinter der Story sehr interessant und auch gar nicht so abwegig. Zum Ende hin habe ich die Seiten wieder verschlungen, wie ich es von Tremayne gewohnt bin. Der Schreibstil liest sich flüssig und die Charaktere nimmt man dem Autor auch ab.

Mein Fazit: Für mich nicht sein bestes Buch, aber wer den etwas zähen Anfang schafft, wird dann mit einer rasanten und spannenden Geschichte belohnt! Da ich die Story richtig gut fand und die zweite Hälfte des Buches sehr schnell inhaliert habe, würde ich das Buch auf jeden Fall empfehlen!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.10.2020

Wenn du Freund und Feind nicht unterscheiden kannst...

Franzi
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Zum Buch: Die junge Autorin Caro hat ihr Ziel erreicht – ihr erster Thriller ist ein Bestseller geworden und sie ist mit Felix in einer glücklichen Beziehung. Ihr einziges Problem: sie leidet an Gesichtsblindheit, ...

Zum Buch: Die junge Autorin Caro hat ihr Ziel erreicht – ihr erster Thriller ist ein Bestseller geworden und sie ist mit Felix in einer glücklichen Beziehung. Ihr einziges Problem: sie leidet an Gesichtsblindheit, das heißt, sie kann sich keine Gesichter merken. Das ist im öffentlichen Leben natürlich schwierig, sich die Menschen anhand ihrer Stimme, des Geruchs oder der Frisur zu erkennen. Gut, dass sie in Franzi, ihr Fan seit der ersten Stunde, eine Freundin findet, die sie auf Lesetouren begleitet und ihr hilft. Doch Franzis’ Beweggründe erkennt Caro viel zu spät…

Meine Meinung: Die Geschichte von Caro wird auf zwei Zeitebenen erzählt, in der Vergangenheit und der Gegenwart. Das fand ich persönlich unheimlich spannend, weil man immer auf den nächsten Abschnitt aus Caros Vergangenheit hin fiebert! Wenn man sich die Krankheit der Gesichtsblindheit, Prosopagnosie genannt, einmal vor Augen führt, muss das ziemlich einschränkend für den Erkrankten sein… Und so ist es natürlich schön für Caro, dass sie in Franzi eine Vertraute findet, die ihr immer zur Seite steht! Bis plötzlich Sachen passieren, die Caro komisch vorkommen und sogar fast in den Ruin treiben. Aber längst ist sie im Sog gefangen…

Der Schreibstil liest sich wirklich locker und flüssig weg. Die Spannung bleibt erhalten, weil der Leser bis zum Schluss unbedingt wissen muss, was in Caros Vergangenheit passiert ist!

Toll fand ich auch das Ende, wo der Leser die Wahl zwischen zwei möglichen Ausgängen hat. Ich habe sie beide gelesen und mir das für mich passendste herausgesucht!

Mein Fazit: Ein toller Psychothriller, den ich in zwei Tagen inhaliert habe! Ich bin dadurch auf die Autorin aufmerksam geworden und das war sicher nicht mein letztes Buch von ihr! Klare Leseempfehlung für dieses tolle Buch!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.10.2020

Eine gefährliche Studie, die die Probanden an ihre Grenzen bringt...

28m²
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Zum Buch: Die junge Sydney Connor steht kurz vor ihrer Hochzeit mit Scott und einem Umzug in eine neue Wohnung. Da kommt die Anzeige, in der Probanden für Schlafstudien gesucht werden, gerade recht, dann ...

Zum Buch: Die junge Sydney Connor steht kurz vor ihrer Hochzeit mit Scott und einem Umzug in eine neue Wohnung. Da kommt die Anzeige, in der Probanden für Schlafstudien gesucht werden, gerade recht, dann das Geld kann das Paar gut gebrauchen. Also fährt sie in das Institut und schreibt sich für die Studie ein. Doch schon gleich zu Beginn läuft es nicht so, wie Sydney sich das vorgestellt hat. Sie wird von Ärzten ruhiggestellt und erwacht in einem kleinen Raum von 28 m². Und das, wo sie an Klaustrophobie leidet… Schnell wird ihr klar, dass es sich hier nicht nur um eine Studie handelt, mit der man leicht sein Geld verdienen kann, sondern dass es um das blanke Überleben geht…

Meine Meinung: Der Autor schafft hier von Beginn an eine sehr beklemmende Atmosphäre. Der Leser leidet mit Sydney, bewundert sie für ihre mentale Stärke und hofft mit ihr auf ein gutes Ende! Man kann ihre Gedankengänge gut nachvollziehen und verstehen, warum sie den Möbeln in ihrem „Zimmer“ Namen gibt und mit ihnen spricht. Sydneys Gefühle schwanken immer hin- und her zwischen Stärke, Resignation, Wut und Angst. Sie ist unglaublich wütend auf die Leitung der Studie. Denn Essen und Wasser muss sie sich hart verdienen. Aber sie ist clever und kann für sich zumindest ein wenig Klarheit erlangen. Mit ihr zusammen befinden sich noch andere Probanden in der Nähe. Mit ihnen kann Sydney über einen alten Monitor kommunizieren. Manchmal hilft ihr das mental, aber manchmal wird ihr dadurch auch ihre absolute Hilflosigkeit bewusst.

Der Schreibstil von Perry Payne ist flüssig und die Beschreibung der Charaktere wirklich gut. Man hat das Gefühl, direkt vor Ort zu sein und mit den Probanden in Verbindung zu stehen. Das hat mir sehr gut gefallen!
Ab der Hälfte des Buches wird es dann etwas phantastisch. Viel kann ich dazu nicht verraten, ohne zu spoilern, nur, dass sich der Leser erst einmal an eine komplett andere Situation im Buch gewöhnen muss.

Das Ende überschlägt sich dann wieder und alles wird aufgeklärt. Auch erfährt der Leser im Epilog, was aus den anderen Probanden geworden ist.

Mein Fazit: Insgesamt war das Buch ein spannendes Psychogramm über Menschen, die eingesperrt sind und wie sie sich dabei verhalten. Leider waren mir die Hintergründe der Studie zu weit hergeholt, daher gibt es einen Punkt Abzug. Aber ansonsten kann ich nur eine klare Leseempfehlung geben, denn das Buch ist absolut spannend geschrieben und nicht vorhersehbar!

  • Cover
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  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.10.2020

Wenn lange Vergessenes wieder an die Oberfläche kommt...

Die Rachsüchtige
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Zum Buch: Kristina Kersten jobbt in Bremen in der Gaststätte ihres besten Freundes David. Ihr altes Leben in Hanau hat sie vor 8 Jahren hinter sich gelassen. Plötzlich taucht ein fremdes Pärchen in der ...

Zum Buch: Kristina Kersten jobbt in Bremen in der Gaststätte ihres besten Freundes David. Ihr altes Leben in Hanau hat sie vor 8 Jahren hinter sich gelassen. Plötzlich taucht ein fremdes Pärchen in der Kneipe auf und sie wird wieder zurückgeworfen in die Zeit von damals. Sie kann sich nur noch an blutige Hände, eine Perlenkette und an David erinnern, der sie an der Landstraße aufgegabelt hat. In derselben Nacht wird der fremde Mann vor der Gaststätte erstochen. Und Kristina muss sich erinnern. Da sie selber unter Tatverdacht steht, begibt sie sich alleine auf die Suche nach der Wahrheit. Dabei bekommt sie immer Hinweise von der fremden Frau, die sich Candy nennt und immer dort auftaucht, wo auch Kristina ist…

Meine Meinung: Saskia Calden ist hier ein hervorragender Psychothriller gelungen, durch den man nur so hindurch fliegt! Der Leser fiebert hier mit Kristina mit. Immer neue Hinweise tauchen auf, aber auch die Motive verdichten sich, dass Kristina damals in irgendetwas mit drin hing… Es geht um das Verschwinden eines Mädchens vor acht Jahren, dessen Leiche jetzt aufgefunden wurde. Was hat Kristina hiermit zu tun? Sie kannte das Mädchen gar nicht, oder doch? Diese Erinnerungslücken machen Kristina schwer zu schaffen, genauso wie das, was sie dann alles herausfindet…

Die Auflösung ist dann echt harter Tobak, aber absolut stimmig. Ich habe wirklich mitgelitten, weil so eine Amnesie wirklich schlimm sein muss… Obwohl das Handeln von Kristina nicht immer sinnvoll war, konnte ich es absolut nachvollziehen.

Mein Fazit: Für dieses gelungene Werk von Saskia Calden vergebe ich gerne volle Punktzahl und empfehle den Psychothriller gerne weiter! Absolut spannend geschrieben und es wird auch wirklich erst am Ende aufgelöst!

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  • Erzählstil
  • Handlung
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