Nordisch melancholisch
Im UnterholzAuf dieses Buch war ich sehr gespannt, weil ich schon das Cover so toll fand und die Beschreibung. Ich mag die nordischen Autoren so sehr, das Melancholische, Düstere und das Zwischenmenschliche, das so ...
Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, weil ich schon das Cover so toll fand und die Beschreibung. Ich mag die nordischen Autoren so sehr, das Melancholische, Düstere und das Zwischenmenschliche, das so deutlich zu Tage tritt. Die Beschreibungen, die so tief gehen und auch die Abgründe in den Seelen zeigen. Dazu die tollen Naturbeschreibungen, die den Hohen Norden vor dem inneren Auge entstehen lassen.
Ich mochte Vera sofort. Der Autorin Sara Strömberg ist es hervorragend gelungen, die Zerrissenheit und Verlorenheit der Figur darzustellen. Man kann sich wunderbar einfühlen und mitfiebern. Der Fall als solcher ist total interessant und verschlungen und für mich typisch nordisch. Man erfährt, welche Probleme das Leben auf dem Land mit sich bringt, wenn nur wenige Leute in einer Gegend wohnen. Gleichzeitig fehlt vieles, aber die Leute wissen auch alles über die anderen. Ein Spannungsfeld, das viele Probleme mit sich bringt.
Aus meiner Sicht nicht nur ein interessanter Kriminalfall mit einer interessanten Hauptfigur, deren Leben erst wieder aus den Teilen zusammengesetzt werden muss, sondern auch eine spannende Sozialstudie des Lebens in Schweden auf dem Land und an der Grenze zu Norwegen.