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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.06.2026

Spannung pur

Nebelbeute
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Mila Weiss begibt sich in die Berge, um endlich ihren Widersacher Johannes Toblach zu finden. Kaum angekommen, wird eine furchtbar verstümmelte Leiche entdeckt. Kurz danach ist Mila verschwunden. Jakob ...

Mila Weiss begibt sich in die Berge, um endlich ihren Widersacher Johannes Toblach zu finden. Kaum angekommen, wird eine furchtbar verstümmelte Leiche entdeckt. Kurz danach ist Mila verschwunden. Jakob Krogh und die Gruppe 4 machen sich große Sorgen und reisen umgehend an, um nach ihr zu suchen. Hierbei stoßen sie auf einen Serienmörder, der anscheinend willkürlich agiert. Ist Mila in Gefahr?

Dies ist der vierte Band über die Sonderermittler der Gruppe 4. Obwohl ich bislang nur Krähentage gelesen hatte, hatte ich keinerlei Probleme, in die Geschichte hineinzufinden. Die wichtigsten Hintergründe werden geschickt eingefügt, sodass ich der Handlung gut folgen konnte.
Mila erhält Hinweise, dass sich Toblach in den Bergen verbirgt, und begibt sich allein dorthin. Sie spürt, wie nah er ihr tatsächlich ist. Parallel dazu sorgt der Fund einer Leiche für zusätzliche Spannung. Dennoch hält Mila weiter an ihrer Tarnung fest, obwohl die Situation zunehmend gefährlicher wird. Als sie plötzlich nicht mehr erreichbar ist, beginnt für die Gruppe 4 ein Wettlauf gegen die Zeit.
Die Erzählung erfolgt zunächst aus Milas Sichtweise und wechselt später auch zu Jakobs Perspektive. Besonders gut gelungen fand ich die Stimmung in den schneebedeckten Bergen.
Die Spannung ist von der ersten Seite an spürbar und steigert sich kontinuierlich. Kaum glaubt man, die Richtung der Ereignisse zu kennen, gibt es bereits die nächste Überraschung. Vor allem die große Wendung im späteren Verlauf hat mich völlig unvorbereitet getroffen.

Mein Fazit: Dies ist ein packender Thriller mit einer dichten Atmosphäre, hohem Tempo und einer raffinierten Wendung, die mich überrascht hat, und genau das macht für mich einen Thriller besonders stark.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 5 Sterne

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Veröffentlicht am 05.06.2026

Ein packender Pageturner

Weil sie lügt
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Annas Schwester Juli wird seit längerer Zeit vermisst, was sowohl für sie als auch für ihren kleinen Bruder eine große Belastung darstellt. Ihr Vater steht unter Verdacht, mit dem Verschwinden in Verbindung ...

Annas Schwester Juli wird seit längerer Zeit vermisst, was sowohl für sie als auch für ihren kleinen Bruder eine große Belastung darstellt. Ihr Vater steht unter Verdacht, mit dem Verschwinden in Verbindung zu stehen, und ist im Gefängnis. Ihre Mutter ist von Traurigkeit überwältigt und kaum ansprechbar. Eines Tages klopft die Polizei an die Tür und bringt eine neue Spur, aber gleichzeitig geht das Drama weiter.

Bereits der Prolog machte mich neugierig auf das, was noch kommen würde. Hier geht es um Anna, die verzweifelt nach ihrer verschwundenen Schwester sucht. Gleichzeitig trägt sie eine enorme Verantwortung für ihren jüngeren Bruder, da ihre Mutter aufgrund ihrer Depression kaum in der Lage ist, den Alltag zu bewältigen. Besonders eindrucksvoll fand ich, wie glaubwürdig Annas Sorgen und Ängste dargestellt werden. Zudem hat sie immer wieder mit den Vorurteilen und dem Misstrauen ihrer Mitmenschen zu kämpfen.
Auf der anderen Seite steht die Kommissarin Katharina, die bereits beachtliche Ermittlungserfolge vorweisen kann. Als sich neue Hinweise ergeben, verfolgt sie diese mit großer Entschlossenheit und Hartnäckigkeit. Dies sorgt für ein hohes Spannungsniveau.
Ich habe bis zum Schluss mitgefiebert und gehofft, dass Anna ihre Schwester lebend findet.

Fazit: Ein außergewöhnlicher Pageturner, der mich mit einer packenden Handlung, interessanten Charakteren und Spannung überzeugt hat. Mehrere überraschende Wendungen haben mich völlig auf dem falschen Fuß erwischt und dafür gesorgt, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Großartiges Kino und beste Unterhaltung. Ich freue mich schon auf weitere Bücher der Autorin.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und 5 Sterne

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Veröffentlicht am 04.06.2026

Ein spannender Hamburg - Krimi

Alsterfluch
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Innerhalb kurzer Zeit werden sowohl ein Immobilienmakler als auch ein Spielhallenbesitzer ermordet. Kommissar Erik van der Kolk und sein Team nehmen die Ermittlungen auf und haben den Verdacht, dass zwei ...

Innerhalb kurzer Zeit werden sowohl ein Immobilienmakler als auch ein Spielhallenbesitzer ermordet. Kommissar Erik van der Kolk und sein Team nehmen die Ermittlungen auf und haben den Verdacht, dass zwei unterschiedliche Mafiaorganisationen dahinterstecken. Könnte ein Bandenkrieg bevorstehen?

Dies ist bereits der dritte Teil dieser Reihe, die in Hamburg angesiedelt ist. Auch ohne das Vorwissen der ersten beiden Bücher fand ich den Einstieg mühelos.
Zu Beginn trifft man auf viele Charaktere, deren Beziehungen zueinander nicht sofort klar sind. Das führte bei mir zu einigen Verwirrungen. Nach und nach werden die einzelnen Erzählstränge klarer und der Zusammenhang wird deutlicher.
Rasch entsteht der Verdacht, dass organisierte Kriminalität involviert ist. Gleichzeitig gewinnt ein alter ungelöster Fall wieder an Bedeutung. Erik, der diesen Cold Case schon lange nicht hinter sich lassen konnte, erhält neue Ansätze und verfolgt die Spur mit großer Entschlossenheit.

Fazit: Es ist ein interessanter und spannender Kriminalroman mit einer sehr guten Handlung und gelungenen Wendungen. Es hat mir große Freude bereitet, die Ermittlungen zu begleiten und eigene Vermutungen anzustellen. Auf die tatsächliche Lösung bin ich allerdings nicht gekommen. Daher vergebe ich eine Leseempfehlung und 5 Sterne

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Veröffentlicht am 03.06.2026

Ein Cosy-Crime mit britischem Flair

Die Therapeutin und ihre Mörder
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Als Dr. Pat Phillips vom Selbstmord eines Klienten erfährt, kann sie es kaum fassen. Er war in ihrer Therapie und schien weit davon entfernt zu sein, sich das Leben zu nehmen. Zusammen mit ihrem Nachbarn ...

Als Dr. Pat Phillips vom Selbstmord eines Klienten erfährt, kann sie es kaum fassen. Er war in ihrer Therapie und schien weit davon entfernt zu sein, sich das Leben zu nehmen. Zusammen mit ihrem Nachbarn Pritchard möchte sie den Täter ausfindig machen. Das gestaltet sich als schwierig, da sie bei einigen Leuten nicht besonders beliebt ist.

Dies ist ein Cosy Crime mit psychologischem Feingefühl. Im Mittelpunkt steht die Therapeutin Pat, die sich nicht vorstellen kann, dass ihr Klient freiwillig von einer Klippe gestürzt sein soll. Gemeinsam mit ihrem Nachbarn beginnt sie nachzuforschen und stößt dabei auf zahlreiche Ungereimtheiten. Besonders interessant ist, wie Pat ihre therapeutischen Fähigkeiten anwendet, um die Menschen zu beobachten, zwischen den Zeilen zu lesen und versteckte Motive zu erkennen.
Die Geschichte spielt in einem kleinen Dorf an der englischen Küste, dessen malerische Umgebung wunderbar zur Erzählung passt.
Besonders beeindruckt hat mich die Szene in der Bar mit einem depressiven Mann. Hier wird deutlich, dass der Roman nicht nur ein Kriminalwerk ist, sondern dass die Autorin ihre persönlichen Erfahrungen als Therapeutin einfließen lässt.
Die Charaktere sind liebenswert gezeichnet und sorgen immer wieder für unterhaltsame und humorvolle Szenen. Pat ist eine sympathische Ermittlerin, die hartnäckig nach der Wahrheit sucht und sich nicht mit einfachen Antworten zufriedengibt.

Fazit: Es ist ein atmosphärischer Cosy Crime Roman mit britischem Flair, interessanten Figuren und einer gelungenen Mischung aus psychologischen Touch.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 4 Sterne

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Veröffentlicht am 02.06.2026

Konnte mich nicht wirklich überzeugen

Tokyo
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Kommissar Saeki hat es mit einem ermordeten Mädchen zu tun und ein anderes ist verschwunden, was ihn fast zur Verzweiflung bringt.
Ein trauernder Vater probiert unterschiedliche Glaubensgemeinschaften ...

Kommissar Saeki hat es mit einem ermordeten Mädchen zu tun und ein anderes ist verschwunden, was ihn fast zur Verzweiflung bringt.
Ein trauernder Vater probiert unterschiedliche Glaubensgemeinschaften aus und diese führt düstere Rituale aus. Könnte es einen Zusammenhang zwischen diesen beiden Ereignissen geben? Diese Frage untersucht Saeki.

Das Cover ist ein echter Blickfang und hat sofort mein Interesse geweckt. Es versprach einen fesselnden Thriller. Leider wurden meine Erwartungen nicht vollständig erfüllt.
Zu Beginn entwickelt sich die Handlung nur sehr langsam. Es gibt zahlreiche ausführliche Informationen über Karrierebeamte, die Hierarchien innerhalb des Kommissariats und die internen Abläufe der Polizei. Kommissar Saeki wird als äußerst erfolgreicher Ermittler angesehen, doch plötzlich sieht er sich einem scheinbar unlösbaren Fall gegenüber. Gleichzeitig erhält man immer wieder Einblicke in sein Privatleben, was ihn mir aber nicht sympathischer machte.
Abwechselnd wird auch Matsumotos Suche nach einer Glaubensgemeinschaft erzählt. Beide Erzählperspektiven ziehen sich über weite Strecken des Buches, ohne dass wirkliche Spannung aufkommt oder etwas Bedeutendes geschieht. Mehrmals war ich tatsächlich kurz davor, das Buch abzubrechen. Auch der Schreibstil wirkte auf mich eher monoton und konnte mich kaum erreichen.
Interessant fand ich hingegen die Einblicke in die verschiedenen Glaubensgemeinschaften, die in Japan tatsächlich zahlreich existieren. Besonders war dabei zu sehen, wie viele dieser Gruppen stark profitorientiert arbeiten und welchen Einfluss sie auf Menschen ausüben können.
Erst gegen Ende werden die beiden Handlungsstränge zusammengeführt und dort nimmt die Geschichte endlich an Spannung zu. Die Auflösung konnte mich tatsächlich noch überraschen und hat einiges wettgemacht, auch wenn der Weg dorthin für mich zu langatmig war.

Fazit: Das Buch konnte mich leider nicht wirklich überzeugen. Das unerwartete Ende sowie die interessanten Einblicke in japanische Glaubensgemeinschaften waren zwar gelungen, aber insgesamt war mir die Geschichte zu zäh erzählt. Dennoch kann ich mir gut vorstellen, dass das Buch Leser anspricht, die ruhige und detailreiche Thriller bevorzugen.
Von mir gibt es 3 Sterne

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