Cover-Bild Eine Studie in Sherlock
2,99
inkl. MwSt
  • Verlag: ebooknews press-Verlag
  • Themenbereich: Belletristik - Krimi: Klassisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
  • Ersterscheinung: 07.2016
  • ISBN: 9783944953489
Arthur Conan Doyle

Eine Studie in Sherlock

Eine Studie in Scharlachrot & Das Zeichen der Vier: Zwei Sherlock Holmes-Romane
Ansgar Warner (Herausgeber), Margarete Jacobi (Übersetzer)

London, im Jahr 1887: zum ersten Mal schickt Arthur Conan Doyle (1859 – 1930) den Meisterdetektiv Sherlock Holmes & seinen Begleiter Dr. John Watson auf Verbrecherjagd. Die “Studie in Scharlachrot” (“A Study in Scarlet”) führt den Leser nicht nur in die düsteren Vororte Londons, sondern auch in die Salzwüste von Utah zur Zeit des großen Mormonentrecks.

Im Jahr 1890 folgt mit dem “Zeichen der Vier” (‘The Sign of the Four’) der zweite Sherlock-Holmes-Roman. Darin lässt Conan Doyle den Privatermittler aus der Bakerstreet 221b mit seiner deduktiven Methode ein “Closed Room”-Rätsel à la Edgar Allan Poe lösen — die Motive für den mysteriösen Mordfall reichen zurück zu einer Verschwörung während des Indischen Kolonialaufstandes.

Die in diesem Band versammelten ersten beiden Holmes-Stories fallen in einen für die beginnende Selbstwahrnehmung des Empires kritischen Zeitraum. Konnte der britische Historiker J.R. Seeley in seinen Vorlesungen über die „Expansion of England“ noch 1883 behaupten, das koloniale Weltreich sei in einem Zustand der Geistesabwesenheit entstanden („in a fit o absence of mind“), so begann sich das nun schlagartig zu ändern – u.a., weil andere Kolonialmächte (nicht zuletzt das Deutsche Reich) auf den Plan traten und die Beherrschten selbst immer öfter aufbegehrten.

Auch Conan Doyles erste beiden Sherlock-Holmes-Romane thematisieren das wechselseitige Verhältnis von Zentrum (London) und Peripherie, und damit ein durchaus gegenwärtiges Bedrohungsszenario: die Gefahren dringen von den Rändern aus mitten in das Herz der globalisierten Welt.

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.01.2025

2x Sherlock Holmes in Aktion

0



Eine Studie in Scharlachrot: Neben der Krimi-Handlung, die das viktorianische London wunderbar in die Handlung einbezieht, lernen der Leser auch die beiden Hauptfiguren Holmes und Watson etwas näher ...



Eine Studie in Scharlachrot: Neben der Krimi-Handlung, die das viktorianische London wunderbar in die Handlung einbezieht, lernen der Leser auch die beiden Hauptfiguren Holmes und Watson etwas näher kennen. Holmes wird als arroganter, gefühlskalter Mann der mit zwischenmenschlichen Beziehungen so seine Probleme hat, dargestellt. Watson ist das ganze Gegenteil und erdet durch seine ruhige und besonnene Art auch Holmes immer wieder. Natürlich schafft es Holmes dank seiner deduktiven Fähigkeiten den Fall zu lösen.
Auch wenn der Erzählstil für diesen ersten Holmes-Krimi noch ein wenig holprig wirkt legt er aber hier einen guten Grundstein für weitere Geschichten.

Das Zeichen der Vier: Nicht nur die deduktiven Fähigkeiten Sherlocks, auch Ausdauer und körperlicher Einsatz sind diesmal gefragt, wenn es zum Beispiel gilt den Bösewicht auf einer Jagd quer durch London zu verfolgen. Neben den so typischen Ermittlungsergüssen Sherlock Holmes' bekommt der Leser hier einen wunderbare Eindrücke über das viktorianische London, was Hauptschauplatz während der Verfolgungsjagd ist. Dass selbstredend die Polizei im Vergleich zu Holmes und Watson keinen Stich bei den Ermittlungen machen ist fast schon Programm, lässt aber das Lesevergnügen darunter nicht leiden, hat doch Holmes so seine Art seine Erkenntnisse zu offenbaren.
„Das Zeichen der Vier“ ist ein temporeicher Detektivroman mit überzeugenden Figuren, einer komplexen Handlung und einem atmosphärisch toll in Szenen gesetzten Schauplatz, den ich gern weiterempfehle.