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26,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Hanser, Carl
  • Themenbereich: Belletristik - Biografischer Roman
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 416
  • Ersterscheinung: 22.08.2022
  • ISBN: 9783446274068
Audre Lorde

Zami

Eine neue Schreibweise meines Namens
Karen Nölle (Übersetzer)

Ein Memoir von großer literarischer Kraft: Wer ‚Zami‘ liest, „hat das Gefühl, Audre Lorde erlebt und nicht nur intellektualisiert zu haben.“ New York Times

Als Tochter karibischer Einwanderer wächst Audre Lorde im Harlem der vierziger Jahre heran. Eine Zeit, die sie eindrucksvoll und zutiefst poetisch heraufbeschwört. Ihre Erinnerungen sind geprägt von bedeutsamen Beziehungen zu Frauen – ihrer Mutter, Freundinnen, Geliebten –, von ihren Erfahrungen in der queeren New Yorker Subkultur aber auch von schmerzhaften Momenten der Ausgrenzung. Wie in einem Bildungsroman entwirft Lorde in ihrem literarischen Hauptwerk ein Porträt der Künstlerin als junge Frau, erzählt die Geschichte einer Selbstfindung: vom hochbegabten Mädchen zur brillanten Schriftstellerin und zur „Schwarzen, Lesbe, Feministin, Mutter, Dichterin, Kriegerin“.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.07.2025

Ein großartiges Buch

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[TW: Rassismus, Sexismus, Suizid, Drogen, Depression]

"Ich habe mich oft gefragt, warum sich für mich stets die Außenposition richtig anfühlt, warum mir Extreme, obwohl sie schwierig und manchmal schmerzhaft ...

[TW: Rassismus, Sexismus, Suizid, Drogen, Depression]

"Ich habe mich oft gefragt, warum sich für mich stets die Außenposition richtig anfühlt, warum mir Extreme, obwohl sie schwierig und manchmal schmerzhaft sind, immer mehr behagen als ein Plan, der entlang einer geraden Linie durch die unerschütterliche Mitte verläuft." S. 23

Dieses Zitat habe ich als Einstieg gewählt weil es hervorragend zu meinem Eindruck des Buches passt und ich selbst dieses Gefühl auch bestens kenne.

Audre Lorde erzählt in diesem Buch die Geschichte einer Selbstfindung unter widrigen Umständen.

"Ich wurde Schwarz, auf die selbe Weise wie sich mein Verlangen nach Leben, nach Bestätigung, nach Liebe, nach Teilhabe entwickelte. [....] s. 93

Wie fühlt es sich an in einer Welt zu leben in der man sich nicht willkommen fühlt? Wie findet man sich selbst wenn alles was man ist abgelehnt wird? Was macht es mit einem Menschen immer an den Rand gedrängt zu werden? Wie beeinflusst all dieser Schmerz und der Hass dem wir begegnen unsere eigene Liebesfähigkeit?

Audrey Lorde schriebt hier aus der Perspektive einer mehrfach marginalisierten Person die versucht sich allen Widerständen zum Trotz einen Weg zu ebnen. Immer wieder spürt man Zorn, Schmerz aber auch Trotz und Kampfeswillen. Immer kommt der drang durch einen Weg zu finden und sich nicht der Resignation zu ergeben. Ihre Geschichte ist voll von Liebe, Verlust, Tragik, Verzweiflung aber auch Zuversicht, Gestaltungswillen und Liebe.

Audre Lorde schreibt sowohl poetisch als auch sehr schonungslos und das geschriebene lässt erahnen welch scharfsinniger Geist in ihr steckte. Ihre Fähigkeit kritisch zu hinterfragen, zu kämpfen wenn ihr etwas wichtig war und sich auch der Sanftheit voll zu ergeben hat mir während dem Lesen unheimlich imponiert. Mit größter Authentizität erzählt sie hier ihre Geschichte. Ein wirklich sehr authentisches, tolles Buch einer beeindruckenden Autorin.

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