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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.03.2026

Ein wirklich interessanter Roman

Sie wollen uns erzählen
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Birgit Birnbacher gelang hier ein wirklich sehr interessanter Roman über Menschen die täglich darum kämpfen akzeptiert zu werden wie sie sind und versuchen ihren eigenen Weg zu finden in einer Welt die ...

Birgit Birnbacher gelang hier ein wirklich sehr interessanter Roman über Menschen die täglich darum kämpfen akzeptiert zu werden wie sie sind und versuchen ihren eigenen Weg zu finden in einer Welt die nicht für sie gemacht zu sein scheint.
In dieser Geschichte habe ich so viel
gesehen was mir bei der Arbeit mit Kindern immer wieder auffällt. Ann, eine Mutter die sich daran gewöhnt hat sich dauernd für ihr Kind entschuldigen und rechtfertigen zu müssen weil es nicht irgendeiner vermeintlichen Norm entspricht und ein Kind das oftmals das Gefühl vermittelt bekommt nicht gut genug zu sein. Hier scheint es allerdings so das sich zu den Schuldgefühlen dafür das das Kind so oft spürt "nicht richtig zu sein" auch die Erkenntnis Anns mischt das so vieles von ihr in ihm steckt. Sein "flirrendes Nervenkostüm" das für andere so schwer zu verstehen ist, sogar für seinen Vater, seine Impulsiviät und seine Eigenheiten. Immer wieder versucht Ann Oz zu schützen. Doch als plötzlich die Zilly - Oma verschwindet scheint mehr aus den Fugen zu geraten als befürchtet.

Dieser Roman ist intensiv auf eine berührende unaufgeregte Art und Weise. Die Erzählweise war anfangs für mich etwas ungewohnt da man das Gefühl hat die Gedanken der Protagonisten Rasen nur so dahin und springen von einem zum nächsten, was ja durchaus zu ihnen passt und sie authentisch macht. Jedoch hat es etwas gedauert mich daran zu gewöhnen. Die Geschichte war wirklich sehr interessant zu lesen. Sie hat mich berührt, mich unterhalten und mir einmal mehr gezeigt wie wichtig es ist die Vielfalt unserer Menschheit und die Menschlichkeit unserer vermeintlichen "abweichungen" anzuerkennen und nicht als Fehler zu sehen. Nicht nur die Tier und Pflanzenwelt sollte für ihre Vielfalt gefeiert werden sondern auch die Menschheit und das beginnt damit das Menschen wie Oz oder Ann nicht ihr Leben lang das Gefühl vermittelt bekommen falsch zu sein. Für mich ein wirklich sehr interessantes und empfehlenswertes Buch

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Veröffentlicht am 22.03.2026

Ein interessantes Buch über Mut und Angst

Ein windiger Tag
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Ein Mädchen das beim Spielen von bösen Kobolden angegriffen wird die ihren Drachen klauen wollen, ein Wolfshund der genau im richtigen Moment auftaucht um das Mädchen zu beschützen und ihm die Angst zu ...

Ein Mädchen das beim Spielen von bösen Kobolden angegriffen wird die ihren Drachen klauen wollen, ein Wolfshund der genau im richtigen Moment auftaucht um das Mädchen zu beschützen und ihm die Angst zu nehmen.

Das Mädchen und der Wolfshubd Freunden sich an und sie gibt ihm schließlich den Namen "Mut"

Ich finde die Geschichte sehr interessant da man oftmals Kinderbücher zum Thema Angst gut gebrauchen kann. Leider gefallen mir die Zeichnungen im Buch nicht gabz so gut. Sie wirken zwar für das Buch passend aber ich finde sie etwas sehr trist und deprimierend, aber das ist natürlich Geschmackssache.



Im großen und ganzen ein gutes Buch auch wenn es mich leider optisch nicht ganz überzeugen konnte

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Veröffentlicht am 21.03.2026

Ein tolles Buch

Versöhnungstheater
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Das Thema Erinnerungskultur ist eines bei dem sowohl Deutschland als auch Österreich wohl noch einiges aufzuholen haben. Immer wieder wird geleugnet, beschönigt oder aber auch ein "Versöhnungsteater" ...

Das Thema Erinnerungskultur ist eines bei dem sowohl Deutschland als auch Österreich wohl noch einiges aufzuholen haben. Immer wieder wird geleugnet, beschönigt oder aber auch ein "Versöhnungsteater" wie Max Czollek das so treffend bezeichnet aufgeführt. Von echter Verantwortung oder gar dem Lernen aus der Geschichte scheinen wir sehr weit entfernt zu sein. Immer wieder hört man Schlagworte wie "nie wieder ist jetzt" aber rechte Politiker gewinnen immer mehr Macht, autokratische Regierungen werden immer stärker und man hört das typische "früher war alles besser"... anstatt dem notwendigen wir müssen aus der Geschichte lernen, wir müssen lernen Muster zu erkennen bevor sie unaufhaltsam werden, wir müssen Toleranz und Demokratie stärken und uns immer wieder daran erinnern wozu Ideologien fähig sein können um zu verhindern das sich die Geschichte immer und immer wiederholt. An Beispielen der Glorifizierung von Anne Frank oder auch Stauffenberg enttarnt Czollek den Mythos des "feiernswürdigen Widerstandskämpfers", waren gerade die Personen die in der Geschichtsschreibung nach dem Krieg gefeiert wurden nicht unbedingt diejenigen die sich stark zur wehr setzten sondern diejenigen die gut ins framing passten. Das ist tatsächlich etwas was sehr stark auffällt. Selten hört man im Unterricht oder bei disussionen von Organisationen wir zum Beispiel der jüdischen Brigade, der Nakam oder auch bestimmten Nazijägern die es sich zur Aufgabe gemacht hatten die Täter zu bestrafen. (Was man von den Vorgehensweisen ebenjener Zusammenschlüsse halten mag sei jetzt mal dahingestellt.) Immer wieder wird opfergruppen ihre Trauer und Wut abgesprochen oder nur teilweise zugestanden. Das muss sich ganz eindeutig ändern.

Was mich an diesem Buch sehr fasziniert hat ist wie schonungslos der Autor hier blinde Flecken oder wohl eher bewusst verdrängte Mittäterschaft und Schuld aufdeckt. Immer wieder führt er dem Leser vor Augen wie und wieso in seinen Augen eine andere Erinnerungskultur entstehen muss. Absolut wichtig!

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Veröffentlicht am 19.03.2026

Eine absolut beeindruckende Frau

Finding My Way. Ein Memoir
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Malala ist für mich schon sehr lange eine Frau die mich total fasziniert. Ihr Mut sich für die Rechte der Mädchen einzusetzen, der ihr tragischerweise eine Kugel in den Kopf bescherte, ist total beeindruckend. ...

Malala ist für mich schon sehr lange eine Frau die mich total fasziniert. Ihr Mut sich für die Rechte der Mädchen einzusetzen, der ihr tragischerweise eine Kugel in den Kopf bescherte, ist total beeindruckend.

In diesem Memoir erzählt sie aus ihrem Leben auf eine sehr authentische und ungeschönte Art und Weise. Immer wieder reflektiert sie über sich, ihr Leben und dem Zwiespalt zwischen ihren Wünschen und dem was die Tradition oder die Gesellschaft von ihr erwartet.

Man lernt eine junge Frau kennen die ihren Uniabschluss fast nicht schafft weil sie zu viele Fehlzeiten aufweist die sie angesammelt hat um auf Konferenzen über Mädchennildung zu sprechen, eine Mädchenschule in Afghanistan aufzubauen oder mit staatsoberhäuptern zu sprechen. Eine Frau die mit ihren Freundinnen feiern und tanzen geht und von ihren Eltern kritisiert wird weil man sie beim Rudern fotografiert und die immer wieder den Satz:"was sollen die Menschen zuhause von dir denken" zu hören bekommt. Immer wieder liest man von Malalas Zwiespalt, von ihren Schwierigkeiten über die sie oft spricht ohne zu beschönigen. Sie spricht über ihre traumatischen Erfahrungen und die Folgen ebendieser, erzählt von ihrer Therapieerfahrung ebenso wie von ihren politischen erfolgen für die Mädchenbildung.

All das hat in ihren Erzählungen gleich viel Platz was dieses Buch in meinen Augen sehr authentisch und leicht zu lesen macht. Manchmal fühlt man sich ihr so verbunden als würde sie neben einem sitzen.

Für mich war dieses Buch wirklich absolut großartig zu lesen und eine der interessantesten Memoiren die ich bisher gelesen habe. Ich finde Malala einfach großartig und habe dieses Buch mit Freuden gelesen, mit ihr mitgeliefert, mitgelitten und mitgehofft. Ein total tolles Buch einer total tollen Frau.

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Veröffentlicht am 13.03.2026

Ein berührendes Buch über Trauma und Heilung

Das schönste aller Leben
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In diesem Roman erzählt Betty Boras eine Geschichte über Verletzungen, Traumata und Heilung.

Vio, die als Kind mit ihren Eltern geflüchtet ist lernt früh das sie sich um jeden Preis anpassen muss auch ...

In diesem Roman erzählt Betty Boras eine Geschichte über Verletzungen, Traumata und Heilung.

Vio, die als Kind mit ihren Eltern geflüchtet ist lernt früh das sie sich um jeden Preis anpassen muss auch wenn das bedeutet die eigene Identität zu Opfern. Immer wieder hört sie das ihre Schönheit ihr Türen öffnen wird. Als Vio Mutter wird scheint auch die Schönheit ihres Kindes ein großes Thema zu werden. Nach einem tragischen Unfall trägt ihre Tochter Narben im Gesicht. Vio kann sich diesen Unfall nicht verzeihen. Was soll aus ihrem Kind werden wenn es nicht schön genug ist? Immer tiefer stürzt sie in Selbstvorwürfe und Mitleid. Wie soll sie es schaffen sich selbst für den Unfall zu vergeben?



Dieser Roman hat einiges bei mir ausgelöst. Die Emotionen gingen von Mitleid und Mitgefühl bis zu Wut und Unverständnis. Teilweise fand ich die Geschichte richtig heftig. Vor allem der Teil aus der Vergangenheit hat mich teilweise sehr mitgenommen. Wie heftig die Gesellschaft darauf reagiert hat das Theresia ein Verhältnis mit einem Geistlichen hatte bzw wie versucht wurde sie als verführerin und ihn als "Opfer seiner männlichen Triebe" darzustellen so als hätte er ja keine andere Wahl gehabt hat mich sehr wütend gemacht. Leider hat sich da gesellschaftlich viel zu wenig verändert. Auch die Geschichte von Vio und ihrer Tochter war nicht einfach. Einerseits die Schuldgefühle der Mutter, andererseits auch wie sie damit umgeht und wie gefangen sie darin ist war für mich oft zwar nachvollziehbar doch hatte ich Mitleid mit ihr und dem Kind das immer das Gefühl haben mußte nicht gut genug zu sein. Es war oftmals wirklich nicht leicht zu lesen wie die Frauen mit ihren Tramata versuchen zu leben.

Man hofft immer wieder das die Frauen es schaffen den Kreis aus der Abhängigkeit von fremdbewertung und fremdbestimmung zu durchbrechen, leidet mit ihnen und hofft für sie. Für mich ein sehr interessanter Roman der wirklich viel ausgelöst hat, wichtige Themen anspricht und Finger in nicht nur eine Wunde legt.

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