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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.04.2026

Ein sehr gelungener Roman

Feuer
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Die Stimme meiner Schwester" hat mich beim Lesen unglaublich fasziniert und beeindruckt. Daher war für mich klar das icha uch "Feuer" unbedingt lesen muss.

Die Geschichte nimmt uns mit in die Welt von ...

Die Stimme meiner Schwester" hat mich beim Lesen unglaublich fasziniert und beeindruckt. Daher war für mich klar das icha uch "Feuer" unbedingt lesen muss.

Die Geschichte nimmt uns mit in die Welt von Moises der in der Obhut seiner Schwester aufwächst. Die eigene Familiengeschichte kennt er anfangs nicht. Im Laufe des Romans erfahren wir immer mehr darüber wie viel Leid, unterdrückung und Kampf die einzelnen Mitglieder der Familie auf sih nehmen mussten um zu überleben.

In diesem Roman geht es um die Wunden und Schmerzen die der Kollonialismus denen zugefügt hat die Jahrhunderte lang unterdrückt wurden und wie diese Wunden und Narben von Generation zu Generation weitergegeben werden können aber auh von dem großen schweifen das herrschen kann angesichts der Unfähigkeit über all den erfahrenen Schmerz zu sprechen. Immer wieder spürt man diese schreiende Stille und die Spannungen die diese erzeugen kann. Man spürt die Zerrissenheit der Figuren die sich entscheiden müssen den Schmerz entweder zu leugnen und ihn hinunterzuschlucken oder aber den schmerzhaften Prozess durchleben zu müssen über diesen Schmerz zu sprechen und der nächsten Generation davon zu erzählen egal wie schwer es sein mag.

Für mich war dieser Roman eine ziemlich gut gelungene Abrechnung mit dem Kollonialismus das den Finger viele Wunden legt und Menschen eine Stimme gibt die seit langer Zeit nicht gehört werden.

Itamar Viera Junior hat es auch mit diesem Roman geschafft mich zu berühren, mich zu schokieren und mir ein Stück weit die Augen zu öffnen. Ein wirklich großartiges Buch eines wirklich begabten Autors von dem wir hoffentlich noch viel werden lesen dürfen.

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Veröffentlicht am 26.03.2026

Ein wirklich interessanter Roman

Sie wollen uns erzählen
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Birgit Birnbacher gelang hier ein wirklich sehr interessanter Roman über Menschen die täglich darum kämpfen akzeptiert zu werden wie sie sind und versuchen ihren eigenen Weg zu finden in einer Welt die ...

Birgit Birnbacher gelang hier ein wirklich sehr interessanter Roman über Menschen die täglich darum kämpfen akzeptiert zu werden wie sie sind und versuchen ihren eigenen Weg zu finden in einer Welt die nicht für sie gemacht zu sein scheint.
In dieser Geschichte habe ich so viel
gesehen was mir bei der Arbeit mit Kindern immer wieder auffällt. Ann, eine Mutter die sich daran gewöhnt hat sich dauernd für ihr Kind entschuldigen und rechtfertigen zu müssen weil es nicht irgendeiner vermeintlichen Norm entspricht und ein Kind das oftmals das Gefühl vermittelt bekommt nicht gut genug zu sein. Hier scheint es allerdings so das sich zu den Schuldgefühlen dafür das das Kind so oft spürt "nicht richtig zu sein" auch die Erkenntnis Anns mischt das so vieles von ihr in ihm steckt. Sein "flirrendes Nervenkostüm" das für andere so schwer zu verstehen ist, sogar für seinen Vater, seine Impulsiviät und seine Eigenheiten. Immer wieder versucht Ann Oz zu schützen. Doch als plötzlich die Zilly - Oma verschwindet scheint mehr aus den Fugen zu geraten als befürchtet.

Dieser Roman ist intensiv auf eine berührende unaufgeregte Art und Weise. Die Erzählweise war anfangs für mich etwas ungewohnt da man das Gefühl hat die Gedanken der Protagonisten Rasen nur so dahin und springen von einem zum nächsten, was ja durchaus zu ihnen passt und sie authentisch macht. Jedoch hat es etwas gedauert mich daran zu gewöhnen. Die Geschichte war wirklich sehr interessant zu lesen. Sie hat mich berührt, mich unterhalten und mir einmal mehr gezeigt wie wichtig es ist die Vielfalt unserer Menschheit und die Menschlichkeit unserer vermeintlichen "abweichungen" anzuerkennen und nicht als Fehler zu sehen. Nicht nur die Tier und Pflanzenwelt sollte für ihre Vielfalt gefeiert werden sondern auch die Menschheit und das beginnt damit das Menschen wie Oz oder Ann nicht ihr Leben lang das Gefühl vermittelt bekommen falsch zu sein. Für mich ein wirklich sehr interessantes und empfehlenswertes Buch

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Veröffentlicht am 22.03.2026

Ein interessantes Buch über Mut und Angst

Ein windiger Tag
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Ein Mädchen das beim Spielen von bösen Kobolden angegriffen wird die ihren Drachen klauen wollen, ein Wolfshund der genau im richtigen Moment auftaucht um das Mädchen zu beschützen und ihm die Angst zu ...

Ein Mädchen das beim Spielen von bösen Kobolden angegriffen wird die ihren Drachen klauen wollen, ein Wolfshund der genau im richtigen Moment auftaucht um das Mädchen zu beschützen und ihm die Angst zu nehmen.

Das Mädchen und der Wolfshubd Freunden sich an und sie gibt ihm schließlich den Namen "Mut"

Ich finde die Geschichte sehr interessant da man oftmals Kinderbücher zum Thema Angst gut gebrauchen kann. Leider gefallen mir die Zeichnungen im Buch nicht gabz so gut. Sie wirken zwar für das Buch passend aber ich finde sie etwas sehr trist und deprimierend, aber das ist natürlich Geschmackssache.



Im großen und ganzen ein gutes Buch auch wenn es mich leider optisch nicht ganz überzeugen konnte

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Veröffentlicht am 21.03.2026

Ein tolles Buch

Versöhnungstheater
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Das Thema Erinnerungskultur ist eines bei dem sowohl Deutschland als auch Österreich wohl noch einiges aufzuholen haben. Immer wieder wird geleugnet, beschönigt oder aber auch ein "Versöhnungsteater" ...

Das Thema Erinnerungskultur ist eines bei dem sowohl Deutschland als auch Österreich wohl noch einiges aufzuholen haben. Immer wieder wird geleugnet, beschönigt oder aber auch ein "Versöhnungsteater" wie Max Czollek das so treffend bezeichnet aufgeführt. Von echter Verantwortung oder gar dem Lernen aus der Geschichte scheinen wir sehr weit entfernt zu sein. Immer wieder hört man Schlagworte wie "nie wieder ist jetzt" aber rechte Politiker gewinnen immer mehr Macht, autokratische Regierungen werden immer stärker und man hört das typische "früher war alles besser"... anstatt dem notwendigen wir müssen aus der Geschichte lernen, wir müssen lernen Muster zu erkennen bevor sie unaufhaltsam werden, wir müssen Toleranz und Demokratie stärken und uns immer wieder daran erinnern wozu Ideologien fähig sein können um zu verhindern das sich die Geschichte immer und immer wiederholt. An Beispielen der Glorifizierung von Anne Frank oder auch Stauffenberg enttarnt Czollek den Mythos des "feiernswürdigen Widerstandskämpfers", waren gerade die Personen die in der Geschichtsschreibung nach dem Krieg gefeiert wurden nicht unbedingt diejenigen die sich stark zur wehr setzten sondern diejenigen die gut ins framing passten. Das ist tatsächlich etwas was sehr stark auffällt. Selten hört man im Unterricht oder bei disussionen von Organisationen wir zum Beispiel der jüdischen Brigade, der Nakam oder auch bestimmten Nazijägern die es sich zur Aufgabe gemacht hatten die Täter zu bestrafen. (Was man von den Vorgehensweisen ebenjener Zusammenschlüsse halten mag sei jetzt mal dahingestellt.) Immer wieder wird opfergruppen ihre Trauer und Wut abgesprochen oder nur teilweise zugestanden. Das muss sich ganz eindeutig ändern.

Was mich an diesem Buch sehr fasziniert hat ist wie schonungslos der Autor hier blinde Flecken oder wohl eher bewusst verdrängte Mittäterschaft und Schuld aufdeckt. Immer wieder führt er dem Leser vor Augen wie und wieso in seinen Augen eine andere Erinnerungskultur entstehen muss. Absolut wichtig!

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Veröffentlicht am 19.03.2026

Eine absolut beeindruckende Frau

Finding My Way. Ein Memoir
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Malala ist für mich schon sehr lange eine Frau die mich total fasziniert. Ihr Mut sich für die Rechte der Mädchen einzusetzen, der ihr tragischerweise eine Kugel in den Kopf bescherte, ist total beeindruckend. ...

Malala ist für mich schon sehr lange eine Frau die mich total fasziniert. Ihr Mut sich für die Rechte der Mädchen einzusetzen, der ihr tragischerweise eine Kugel in den Kopf bescherte, ist total beeindruckend.

In diesem Memoir erzählt sie aus ihrem Leben auf eine sehr authentische und ungeschönte Art und Weise. Immer wieder reflektiert sie über sich, ihr Leben und dem Zwiespalt zwischen ihren Wünschen und dem was die Tradition oder die Gesellschaft von ihr erwartet.

Man lernt eine junge Frau kennen die ihren Uniabschluss fast nicht schafft weil sie zu viele Fehlzeiten aufweist die sie angesammelt hat um auf Konferenzen über Mädchennildung zu sprechen, eine Mädchenschule in Afghanistan aufzubauen oder mit staatsoberhäuptern zu sprechen. Eine Frau die mit ihren Freundinnen feiern und tanzen geht und von ihren Eltern kritisiert wird weil man sie beim Rudern fotografiert und die immer wieder den Satz:"was sollen die Menschen zuhause von dir denken" zu hören bekommt. Immer wieder liest man von Malalas Zwiespalt, von ihren Schwierigkeiten über die sie oft spricht ohne zu beschönigen. Sie spricht über ihre traumatischen Erfahrungen und die Folgen ebendieser, erzählt von ihrer Therapieerfahrung ebenso wie von ihren politischen erfolgen für die Mädchenbildung.

All das hat in ihren Erzählungen gleich viel Platz was dieses Buch in meinen Augen sehr authentisch und leicht zu lesen macht. Manchmal fühlt man sich ihr so verbunden als würde sie neben einem sitzen.

Für mich war dieses Buch wirklich absolut großartig zu lesen und eine der interessantesten Memoiren die ich bisher gelesen habe. Ich finde Malala einfach großartig und habe dieses Buch mit Freuden gelesen, mit ihr mitgeliefert, mitgelitten und mitgehofft. Ein total tolles Buch einer total tollen Frau.

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