Cover-Bild Juergen Staack
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50,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Hirmer
  • Themenbereich: Kunst
  • Genre: keine Angabe / keine Angabe
  • Seitenzahl: 320
  • Ersterscheinung: 12.2025
  • ISBN: 9783777447261

Juergen Staack

Expanded
Sabine Maria Schmidt (Herausgeber)

Die umfassende Monografie über Juergen Staack (*1978): Was ist und was kann ein (fotografisches) Bild? Der Künstler lotet seit mehr als zwanzig Jahren die Schnittstellen von Fotografie, Konzeptkunst, Performance und Sprache aus. Anhand zahlreicher Abbildungen und Texte wird nachgezeichnet, wie Vorstellungen, Lesarten und Begrifflichkeiten der Fotografie von Staack künstlerisch erweitert werden.Fragen zur Bildproduktion, Repräsentation, Autorschaft und der Verfallszeit medialer und fotografischer Bilder stehen im Zentrum von Juergen Staacks Arbeit. Er versteht es, die Bedingungen und Grenzen des Mediums selbst zum Gegenstand seiner Untersuchungen zu machen. Klassische Bildproduktion verknüpft er mit performativen Situationen und zeigt anschaulich künstlerische Gegenstrategien zur heißgelaufenen Bildproduktion im 21. Jahrhundert.

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Lesejury-Facts

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.01.2026

Fotografie jenseits des Auslösers

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Ein Buch, das nicht fragt, ob man bereit ist, sondern einfach den Tisch abräumt und sagt: Schau genauer hin. Expanded ist kein klassischer Bildband, kein gemütliches Durchblättern nebenbei, sondern ein ...

Ein Buch, das nicht fragt, ob man bereit ist, sondern einfach den Tisch abräumt und sagt: Schau genauer hin. Expanded ist kein klassischer Bildband, kein gemütliches Durchblättern nebenbei, sondern ein ernst gemeintes Gespräch über Fotografie, Macht, Zeit und Bedeutung. Und ja, das fühlt sich manchmal anstrengend an – aber auf eine gute Art.

Juergen Staack zerlegt das fotografische Bild, ohne es kaputtzumachen. Seine Arbeiten bewegen sich zwischen Konzept, Performance und Sprache, und genau das macht diese Monografie so spannend. Bilder stehen hier nie allein, sie geraten in Situationen, werden infrage gestellt, altern, verschwinden fast wieder. Beim Lesen taucht ständig dieser Gedanke auf: Wann ist ein Bild eigentlich noch ein Bild – und wann nur noch Erinnerung an eins?

Die Texte begleiten die Arbeiten klug, ohne belehrend zu wirken. Statt kunsttheoretischem Nebel gibt es klare Gedanken zu Autorschaft, Reproduktion und der Überhitzung unserer Bildwelt. Gerade in Zeiten endlosen Scrollens trifft das erstaunlich präzise. Immer wieder dieses kurze Innehalten: Stimmt. Darüber habe ich so noch nie nachgedacht.

Optisch ist das Buch zurückhaltend, fast streng, und genau das passt. Kein Effekthascherei, kein Hochglanz-Zirkus. Expanded vertraut darauf, dass Gedanken tragen dürfen. Man klappt es nicht zu mit dem Gefühl, alles verstanden zu haben – sondern mit dem Wunsch, Bilder künftig anders zu betrachten. Und das ist vielleicht das größte Kompliment, das man einem Kunstbuch machen kann.

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