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Veröffentlicht am 17.03.2026

Zwischen Pflicht und Verlangen auf Red Raven Island

Red Raven Island
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Zwischen düsterer Seuche, knisternder Anziehung und moralischem Chaos spielt Red Raven Island genau die Karten aus, die ich bei Fantasy liebe. Kein Friede, keine klare Grenze zwischen Gut und Böse und ...

Zwischen düsterer Seuche, knisternder Anziehung und moralischem Chaos spielt Red Raven Island genau die Karten aus, die ich bei Fantasy liebe. Kein Friede, keine klare Grenze zwischen Gut und Böse und Figuren, die sich selbst nicht immer trauen können. Klingt gut? Ist es auch.

Evelin hat mich schnell gepackt. Diese Mischung aus Pflichtgefühl, Neugier und unterschwelliger Rebellion fühlt sich echt an. Gerade wenn sie in die Hände der Rebellen fällt, wird’s spannend. William ist dabei kein klassischer Bösewicht, eher so ein Typ, bei dem man sich selbst fragt, warum man ihn nicht sofort hasst. Und genau da liegt die Stärke der Story. Dieses ständige innere Ziehen zwischen richtig und falsch, Kopf und Gefühl.

Die Liebesgeschichte? Keine kitschige Nummer, sondern eher ein emotionales Tauziehen. Airril steht für Sicherheit, William für Gefahr. Und irgendwo dazwischen steht Evelin und ich saß da und dachte mir mehr als einmal, Mädel, das wird nicht gut ausgehen.

Was mir besonders gefallen hat, ist die Atmosphäre. Diese Insel, die Bedrohung durch die Seuche, die unterschwellige Spannung. Man spürt, dass jederzeit alles kippen kann. Ein paar Stellen hätten für meinen Geschmack noch etwas mehr Tiefe vertragen, gerade bei den Nebenfiguren, aber das Gesamtbild stimmt einfach.

Unterm Strich ein packendes Fantasy-Abenteuer mit Herz, Drama und genau der richtigen Portion Chaos. Hat mich gut unterhalten und manchmal auch ein bisschen nervös gemacht.

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Veröffentlicht am 17.03.2026

Wenn das Fieber kommt und du nicht mehr weglesen kannst

Bite Risk – Kalt erwischt
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Die Welt geht unter, aber bitte mit Stil und ordentlich Puls im Kopf. Genau so fühlt sich Bite Risk – Kalt erwischt an, und ja, das Ding hat uns beide ziemlich schnell gepackt.

Kaum ein Kapitel gelesen, ...

Die Welt geht unter, aber bitte mit Stil und ordentlich Puls im Kopf. Genau so fühlt sich Bite Risk – Kalt erwischt an, und ja, das Ding hat uns beide ziemlich schnell gepackt.

Kaum ein Kapitel gelesen, schon kam von der Seite ein leises „Noch eins?“ und ich wusste genau, heute wird es spät. Diese Mischung aus Seuche, Chaos und dieser leicht schrägen Wiedergänger-Geschichte hat einfach Sog. Sel ist kein glatter Held, eher einer, der selbst nicht ganz checkt, was da mit ihm passiert. Genau das macht es spannend.

„Wenn der jetzt wieder die Kontrolle verliert, raste ich aus“, kam es irgendwann neben mir, während ich grinsen musste, weil ich genau das Gleiche dachte. Diese Momente, wo wir beide gleichzeitig reagieren, sind Gold wert. Und davon gab es hier einige.

Das Eisfieber bringt ordentlich Tempo rein. Kaum Luft holen, schon eskaliert die nächste Situation. Trotzdem bleibt Platz für Freundschaft, Zweifel und dieses leise „Was wäre, wenn ich selbst so wäre?“. Gerade die Verwandlungsthematik hat uns öfter innehalten lassen. Kurzer Blick rüber, hochgezogene Augenbraue, und weiter ging’s.

Manchmal hätte ich mir gewünscht, dass bestimmte Szenen noch ein bisschen mehr Tiefe bekommen. Ein, zwei Dinge rauschen etwas zu schnell vorbei. Aber ganz ehrlich, der Spaß am Lesen macht das locker wieder wett.

„Okay, morgen lesen wir weiter. Versprochen.“
Spoiler: Haben wir nicht eingehalten.

Starkes Ding mit Tempo, Gefühl und genau der richtigen Portion Gänsehaut.

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Veröffentlicht am 17.03.2026

Wenn das innere Mädchen nie verstummt

Da wohnt ein junges Mädchen in mir, das nicht sterben will
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Zwischen den Zeilen flackert eine leise, ungezähmte Sehnsucht, die sich wie ein feiner Riss durch die eigene Seele zieht. Diese Gedichte fühlen sich an wie heimliche Blicke in ein Tagebuch, das gleichzeitig ...

Zwischen den Zeilen flackert eine leise, ungezähmte Sehnsucht, die sich wie ein feiner Riss durch die eigene Seele zieht. Diese Gedichte fühlen sich an wie heimliche Blicke in ein Tagebuch, das gleichzeitig zerbrechlich und mutig ist. Worte, die kaum Gewicht zu haben scheinen, tragen plötzlich ganze Lebensgeschichten.

Mit einer Klarheit, die beinahe schmerzt, öffnet sich hier ein Blick auf das Innere einer Frau, die nie ganz erwachsen sein durfte. Immer wieder taucht dieses junge Mädchen auf, das sich nicht verdrängen lässt, das trotzig bleibt und sich seinen Platz im Leben zurückfordert. Gerade diese Mischung aus Verletzlichkeit und stiller Stärke hat mich tief berührt.

Die Sprache ist schlicht und doch voller Bilder, die lange nachhallen. Es sind keine lauten Gedichte, sondern solche, die sich leise einschleichen und dann bleiben. Zwischen Melancholie, feinem Humor und schonungsloser Ehrlichkeit entsteht eine Nähe, die fast intim wirkt.

Besonders beeindruckend ist die Zeitlosigkeit der Themen. Liebe, Verlust, Selbstzweifel und das Ringen mit sich selbst wirken hier so gegenwärtig, als wären sie gestern geschrieben worden. Dieses Buch hat mich nicht nur gelesen, sondern auch ein Stück weit verstanden.

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Veröffentlicht am 16.03.2026

Der kleinste Wolf mit dem größten Mut

Als die Wölfe fliehen mussten
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Manchmal reicht ein kleiner Wolf, um einem den Abend zu klauen. Im besten Sinne. Flausch heißt der Kerl und ehrlich gesagt hatte ich nach ein paar Seiten schon das Gefühl, ich müsste ihn irgendwie beschützen. ...

Manchmal reicht ein kleiner Wolf, um einem den Abend zu klauen. Im besten Sinne. Flausch heißt der Kerl und ehrlich gesagt hatte ich nach ein paar Seiten schon das Gefühl, ich müsste ihn irgendwie beschützen. Während draußen alles nach Abenteuer riecht, sitzt man auf dem Sofa und merkt plötzlich, wie still es geworden ist, weil alle völlig im Buch hängen.

Neben mir raschelt eine Seite. Kurzer Blick von der Couch. „Der arme Flausch“, kommt es leise von rechts. Ich nicke nur und denke dasselbe. Während seine Geschwister stark, schnell und mutig wirken, stolpert Flausch eher durchs Leben. Genau das macht ihn aber sofort sympathisch. Niemand glaubt so richtig an ihn. Außer vielleicht der Leser.

Als das Rudel angegriffen wird und Flausch mit vier kleinen Welpen fliehen muss, wird aus der ruhigen Tiergeschichte plötzlich ein echtes Überlebensabenteuer. Berge, Hunger, Gefahr. Und mitten drin dieser Wolf, der eigentlich gar kein Held sein wollte.

„Der schafft das“, kommt es plötzlich entschlossen von der anderen Sofaecke. Ich muss lachen. „Na hoffentlich“, murmele ich zurück, während wir beide gleichzeitig umblättern.

Was dieses Buch so stark macht, ist die Mischung aus Spannung, Naturgefühl und Herz. Man riecht förmlich den Wald, hört das Knacken der Äste und spürt die Angst der kleinen Wölfe. Gleichzeitig erzählt Rosanne Parry eine Geschichte über Mut, Verantwortung und darüber, dass Größe manchmal ganz woanders liegt als in Muskeln und Zähnen.

Mehr als einmal wurde laut vorgelesen, weil eine Szene einfach zu gut war. Und mehr als einmal kam ein leises „Oh nein“ oder „Das ist so unfair“ von der Seite.

Am Ende bleibt dieses warme Gefühl, wenn jemand über sich hinauswächst. Ein kleiner Wolf, der plötzlich ganz groß wird. Und zwei Leser auf dem Sofa, die beim Zuklappen kurz schweigen, weil sie wissen dass sie gerade ein ziemlich besonderes Abenteuer erlebt haben.

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Veröffentlicht am 16.03.2026

Mut, Glaube und eine Mission im Schatten des Krieges

Die Hüterin der verlorenen Schätze
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Manchmal fühlt sich ein Roman an wie das vorsichtige Öffnen einer alten Truhe voller Erinnerungen. Genau dieses Gefühl hat mich beim Lesen von Die Hüterin der verlorenen Schätze begleitet, einer Geschichte, ...

Manchmal fühlt sich ein Roman an wie das vorsichtige Öffnen einer alten Truhe voller Erinnerungen. Genau dieses Gefühl hat mich beim Lesen von Die Hüterin der verlorenen Schätze begleitet, einer Geschichte, die historische Spannung mit einem leisen, aber tiefen christlichen Hoffnungsschimmer verbindet.

Im Jahr 1944 begleite ich Trixie Erlemann, die eigentlich britische Agenten sprachlich auf ihren Einsatz vorbereiten soll. Plötzlich findet sie sich jedoch selbst auf einer gefährlichen Mission im Herzen des Dritten Reichs wieder. Gemeinsam mit einer Gruppe mutiger Frauen versucht sie, wertvolle Kunstwerke vor der Zerstörung zu retten. Zwischen Angst, Verantwortung und einem Geheimnis, das ihr jederzeit alles nehmen könnte, wächst eine intensive Spannung. Gleichzeitig wird spürbar, wie sehr Glaube, Vertrauen und Gewissen in schweren Zeiten Halt geben können.

Der zweite Zeitstrang im Jahr 2019 führt zu Emilia Seidel, die nach dem Tod ihres Urgroßvaters beginnt, die Vergangenheit ihrer Familie zu hinterfragen. Stück für Stück öffnen sich Türen zu einer Geschichte, die von Schuld, Mut und der Suche nach Wahrheit erzählt.

Elisabeth Büchle gelingt es, historische Ereignisse mit einer berührenden Botschaft über Hoffnung, Vergebung und Vertrauen in Gottes Führung zu verbinden. Manche Wendungen sind vorhersehbar, doch die warmherzige Atmosphäre, die starken Frauenfiguren und der leise Glaube, der durch die Geschichte trägt, machen diesen Roman zu einer bewegenden Lektüre.

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