Mord im Sommercamp und ich war sofort drin
The Box in the Woods. Schau nicht hineinSommercamp, Wald, alte Mordfälle und eine Jagdbox, in die man wirklich nicht freiwillig hineinschauen möchte. Genau mein Ding. The Box in the Woods hat diese herrlich ungemütliche Stimmung, bei der man ...
Sommercamp, Wald, alte Mordfälle und eine Jagdbox, in die man wirklich nicht freiwillig hineinschauen möchte. Genau mein Ding. The Box in the Woods hat diese herrlich ungemütliche Stimmung, bei der man beim Lesen denkt: Na super, jetzt knackt draußen ein Ast und mein Herz macht direkt Überstunden.
Stevie Bell ist wieder am Start und ich mag ihre Art einfach. Sie ist neugierig, schräg, manchmal herrlich trocken und genau die Sorte Hobbydetektivin, bei der man weiß: Die lässt nicht locker, selbst wenn jeder normale Mensch längst die Taschen gepackt hätte. Der Fall im Camp Sunny Pines hat mich sofort gepackt, weil diese Mischung aus Siebzigerjahre Verbrechen, True Crime Gefühl und Sommerlager Idylle richtig gut funktioniert.
Besonders stark fand ich die Atmosphäre. Zwischen Lagerfeuer, Waldwegen und alten Geheimnissen liegt ständig so ein kleines Unbehagen in der Luft. Man merkt: Da wurde etwas vergraben, aber nicht vergessen. Genau das macht den Reiz aus.
Ganz perfekt war es für mich trotzdem nicht. Zwischendurch hätte die Spannung noch etwas fieser anziehen dürfen, denn bei so einem Setting will mein Thriller Herz natürlich schwitzen wie beim Zelten ohne Mückenspray. Trotzdem bleibt das Buch clever, unterhaltsam und angenehm düster, ohne sich komplett in Blut und Schockeffekten zu verlieren.
Ein richtig guter Jugendthriller mit Köpfchen, Waldgrusel und einer Ermittlerin, die man einfach gern begleitet.