Cover-Bild Ostermärchen
Band 14863 der Reihe "Reclams Universal-Bibliothek"
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inkl. MwSt
  • Verlag: Reclam, Philipp
  • Themenbereich: Biografien, Literatur, Literaturwissenschaft - Biografien und Sachliteratur
  • Genre: Romane & Erzählungen / Märchen & Sagen
  • Seitenzahl: 86
  • Ersterscheinung: 11.02.2026
  • ISBN: 9783150148631

Ostermärchen

Die schönsten Oster-Geschichten von Ringelnatz, Morgenstern, den Brüdern Grimm und anderen

Frohe Ostern mit Ringelnatz, Morgenstern und den Brüdern Grimm

Österlich-heitere Geschichten rund um Hase und Ei! Ringelnatz erzählt von dem kleinen Fritz, der nicht einschlafen kann, so aufgeregt ist er wegen der Ostereier, die er am nächsten Tag mit seinen Geschwistern suchen wird. Doch dann lädt ihn ein kleiner Hase zu einem unvergesslichen nächtlichen Abenteuer ein ... Auch Morgenstern und die Brüder Grimm wissen so einiges von Hasen und Eiern zu erzählen.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.03.2026

Eine schöne Einstimmung auf das Osterfest

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“Ostermärchen” ist eine Sammlung klassischer Texte, in denen österliche bzw. frühlingshafte Inhalte thematisiert werden. Den lebhaften Auftakt macht dabei das Gedicht “Er ists” von Eduard Mörike, in dem ...

“Ostermärchen” ist eine Sammlung klassischer Texte, in denen österliche bzw. frühlingshafte Inhalte thematisiert werden. Den lebhaften Auftakt macht dabei das Gedicht “Er ists” von Eduard Mörike, in dem der Frühling begeistert begrüßt wird; darauf folgt “Das Rotkehlchen” von Selma Lagerlöf, in dem, an die Tradition von legendarischen Texten anknüpfend, erzählt wird, wie das Rotkehlchen zu seiner Röte kam (Diese steht - so viel sei verraten - in Zusammenhang mit der Ostergeschichte). Ein besonderes Highlight ist Christian Morgensterns “Ostermärchen”: gewissermaßen ein idyllisches Potpourri österlicher Themen, in träumerischen Sequenzen wunderbar leicht erzählt. Wir begeben uns hier auf Ostereiersuche, laufen über ein Blumenmeer und belauschen Frühling und Winter bei ihrem Wachwechsel. Fehlen darf in einer Osteranthologie natürlich nicht das Grimmsche Märchen “Hase und Igel”, hier in einer Version von Ludwig Bechstein nacherzählt, in der es hart zugeht. Das folgende “Was Hannchen im Walde erlebte” (von Elsbeth Montzheimer) ist ein feines Kunstmärchen mit reimenden Dialogen, in dem die titelgebende Protagonistin im Wald einen Osterhasen sowie einen malenden Zwerg trifft. Dem Gedicht haftet eine altertümliche Patina an, die allerdings sehr heimelig wirkt. Es folgt das Kunstmärchen “Der Schnellläufer” von Hans Christian Andersen, in dem ein Schnelligkeitswettbewerb im Tierreich durchgeführt wird. Bei der Siegerehrung gibt jedes Tier seinen Senf dazu, wobei die Kürung ad absurdum geführt wird, sodass “Der Schnellläufer” ein ungemein humorvoller Text ist. Nach den eher idyllischen Zeichnungen des Osterfestes findet sich Joachim Ringelnatz’ “Ostermärchen”, in dem der kleine Fritz von einem Hasen in den Osterhasenpalast geführt wird - wo sich Dystopisches zuträgt (wirklich ein sehr gelungener Text!). Den Abschluss bilden die beiden humorvollen Texte “Rätselhaftes Ostermärchen” (J. Ringelnatz) und “Das Osterei” (Dr. Owlglass). Abgerundet wird die Anthologie durch ein kurzes Nachwort, in dem überblicksartig der Symbolgeschichte von “Hase” und “Ei” nachgespürt wird. Insgesamt ist “Ostermärchen” eine schöne, abwechslungsreiche Sammlung österlicher Texte - perfekt geeignet zur (heimeligen und humorvollen) Einstimmung auf das Fest.

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