Cover-Bild Vicki Baum und Amerika
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39,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Wallstein Erfolgstitel - Belletristik und Sachbuch
  • Themenbereich: Biografien, Literatur, Literaturwissenschaft - Literatur: Geschichte und Kritik
  • Genre: keine Angabe / keine Angabe
  • Seitenzahl: 227
  • Ersterscheinung: 18.02.2026
  • ISBN: 9783835358638

Vicki Baum und Amerika

Julia Bertschik (Herausgeber), Bernd Zegowitz (Herausgeber)

Der internationale Erfolg von »Menschen im Hotel« ermöglichte der Starautorin Vicki Baum die frühzeitige Emigration und eine literarische Karriere in den USA.

Ende März 1932 schiffte sich Vicki Baum auf dem Dampfer »Europa« ein, der sie in ihre neue Heimat in den USA bringen sollte. Ob es primär berufliche Gründe waren, also die Aussicht auf bessere Zukunftschancen als Autorin, oder politische, die sie veranlassten, Deutschland noch vor der sogenannten Machtergreifung der Nationalsozialisten im Januar 1933 zu verlassen, ist schwer zu beurteilen, auch wenn die in Wien geborene Autorin jüdischer Herkunft selbst im Rückblick erklärte, dass sie bereits 1931, während ihrer ersten Reise nach Amerika, von ausländischen Korrespondenten vor der Gefahr des Nationalsozialismus gewarnt worden sei.
Baums vielfältiges Werk in und über Amerika, wo sie 1938 die amerikanische Staatsbürgerschaft erhielt und ihre Texte zunehmend auf Englisch verfasste, ist bislang wenig bis gar nicht in den Fokus gerückt, obwohl es ganz neue Themen und Formen in der Begegnung mit anderen Sprachen und Kulturen sowie der Auseinandersetzung mit Faschismus, Krieg, Anpassung und Widerstand in ihrer ›alten Heimat‹ Österreich und Deutschland hervorbrachte. Daher widmet sich der Sammelband diesem Themenkomplex erstmals in konzentrierter Form, um dieses Desiderat zu füllen und Anstöße zu weiteren Untersuchungen zu liefern.
Mit Beiträgen u.a. von: Sylvia Asmus, Beatrice Feder, Gustav Frank, Carola Hilmes, Susanne Komfort-Hein, Anna-Dorothea Ludewig, Lehel Sata, Laura Tezarek.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.04.2026

Mehr als Menschen im Hotel Vicki Baum jenseits des Klischees

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Amerika riecht hier nicht nach Roadtrip, sondern nach Archivstaub, Briefwechseln und klugen Köpfen, die sich über eine Autorin beugen, die man viel zu selten auf dem Schirm hat. Genau das macht den Reiz ...

Amerika riecht hier nicht nach Roadtrip, sondern nach Archivstaub, Briefwechseln und klugen Köpfen, die sich über eine Autorin beugen, die man viel zu selten auf dem Schirm hat. Genau das macht den Reiz aus. Vicki Baum wird nicht nur erzählt, sie wird seziert, eingeordnet und neu entdeckt.

Zwischen Hollywood, Exil, Karriere und politischer Realität entsteht ein Bild einer Frau, die schneller war als die Geschichte. Während Europa kippt, sitzt sie schon auf dem Dampfer Richtung Zukunft. Dieser Gedanke hat mich immer wieder erwischt. Da steckt Mut drin, aber auch Kalkül. Und genau dieses Spannungsfeld zieht sich durch den ganzen Band.

Man merkt sofort, dass hier viele Stimmen sprechen. Manche Texte lesen sich wie ein richtig guter literarischer Spaziergang, andere eher wie ein Uni Seminar kurz vor Abgabe. Mal fliegt man durch spannende Perspektiven auf Exil und Sprache, mal stolpert man über dichte Theoriepassagen. Das ist nicht immer leicht, aber oft ziemlich spannend.

Besonders hängen bleibt der Blick auf Amerika als Bühne der Neuerfindung. Keine glatte Erfolgsgeschichte, sondern Reibung, Anpassung, Widerstand. Genau dort wird das Buch stark. Wenn plötzlich klar wird, wie sehr Migration auch ein literarischer Stilwechsel sein kann.

Unterm Strich kein Buch zum Wegsuchten, sondern zum Reinblättern, Nachdenken und Wiederkommen. Anspruchsvoll, stellenweise trocken, aber mit vielen Momenten, in denen man denkt, warum kennt man diese Autorin eigentlich nicht besser.

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