Cover-Bild Der weiße Knochen
Band der Reihe "Unionsverlag Taschenbücher"
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12,95
inkl. MwSt
  • Verlag: Unionsverlag
  • Themenbereich: Belletristik - Sonstiges
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 320
  • Ersterscheinung: 28.01.2013
  • ISBN: 9783293205970
Barbara Gowdy

Der weiße Knochen

Roman
Ulrike Becker (Übersetzer), Claus Varrelmann (Übersetzer)

Jahrelang sind die junge Elefantenkuh »Matsch« und ihre Familie in den Sümpfen und Savannen Ostafrikas umhergestreift. Jetzt wird das Gebiet von einer Dürre heimgesucht, und ganze Familien fallen den Elfenbeinjägern zum Opfer. Auf nichts – nicht auf das einst vertraute Terrain, nicht auf die uralten Rhythmen des Lebens – ist mehr Verlass. Doch eine Hoffnung gibt es noch: An den Wasserlöchern wird die Legende vom weißen Knochen erzählt, der die Elefanten zu einem sicheren Ort weisen wird. Und so machen sie sich auf die Suche.

Mit außerordentlicher Empathie erschafft Barbara Gowdy in diesem Roman, der vollkommen aus der Perspektive afrikanischer Elefanten erzählt ist, eine ganz eigene Welt – in der sich die unsere auf seltsame Weise spiegelt.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.04.2026

Elefanten in Afrika

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„Die Essenz des Daseins: die Schinderei, die kurze Erholung, die Schinderei…“

Grausam, das Leben der Tiere in Afrikas Steppe während einer lange anhaltenden Trockenperiode mitzuerleben!

„Am Mittag ...

„Die Essenz des Daseins: die Schinderei, die kurze Erholung, die Schinderei…“

Grausam, das Leben der Tiere in Afrikas Steppe während einer lange anhaltenden Trockenperiode mitzuerleben!

„Am Mittag brennt die Sonne vom Himmel, die aufgepickte Stelle am Bein pocht. Der Körper fühlt sich an wie ein Felsblock, der nicht weiter rollen will, die Kehle ist ein trockener rauer Krater und der Geist versinkt in Erinnerung, schlüpft von einem vergangenen Ereignis zum nächsten, durch Löcher hindurch, die damals Pausen, Geheimnisse, Missverständnisse waren.“

Die kanadische Schriftstellerin Barbara Gowdy hat für ihren Roman Elefanten als Hauptdarsteller gewählt. Sie erzählen aus ihrem Leben in der afrikanischen Steppe, so dass LeserInnen unmittelbar daran teilhaben können.

Um sie auseinander zu halten, bekamen sie sehr fantasievolle Namen. Bei der Protagonistin Matsch wurde gerade der Geburtstunnel gegraben, was bedeutet, dass sie nun ein Kalb erwartet. Und, wie es bei Elefanten üblich sein soll, bekommt sie einen neuen Namen: „Sie-Schmollt“ aus der Familie der „Sie“. Doch sie möchte ihren alten Namen behalten…

Matsch hat also sehr menschliche Eigenschaften, ebenso wie die anderen Familienmitglieder eindeutig zu erkennen sind. Das hat mich beim Lesen sehr erheitert.

Weniger lustig war das Gemetzel, das sie durch Menschen ausgesetzt waren. Die Größe der Steppe wird beim Lesen der Wanderungen erfahrbar.


Insgesamt ist der Roman gut lesbar, allerdings ging mir zwischendurch die ständige Namensnennung etwas auf die Nerven. Andererseits sind einige Stellen im Buch ausgesprochen spannend. Das Buch beginnt mit mit Matschs Geburt und endet mit der Geburt ihres Kalbes, wodurch es passend abgerundet ist. Gut fand ich die Aufstellung der Elefantenfamilien um die es im Buch geht. Auch die Übersichtskarte am Anfang des Buches habe ich des öfteren benutzt.


Fazit: Da Elefanten mich schon immer fasziniert haben, habe ich es sehr gern gelesen. Ich habe einiges neues über sie erfahren und vergebe vier Sterne.

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