Cover-Bild Karlsbrücke, Kleinseite, Kafka
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29,00
inkl. MwSt
  • Verlag: C.H.Beck
  • Genre: keine Angabe / keine Angabe
  • Seitenzahl: 160
  • Ersterscheinung: 20.11.2025
  • ISBN: 9783406835629
Barbara Sternthal

Karlsbrücke, Kleinseite, Kafka

Der Prag-Guide (nicht nur) für Jurist:innen
Zum Werk
Prag zählt zu den schönsten Städten der Welt, deren Beiname »die Goldene« vom Licht herrührt, das die Sandsteinbauten in der Ebene am Moldauknie leuchten lässt.
Ein außergewöhnlicher Reiz Prags ist seine historische Tiefe. Vielfältige Herrschafts- und Rechtssysteme prägten das Leben der Prager Bevölkerung. Oft dienten diese Systeme den Regierenden, doch Prag wurde auch zur Welthauptstadt der Rebellen, die sich gegen die bestehenden Verhältnisse auflehnten und so mannigfache Veränderungen anstießen.
Nach Reiseführern zu Rom, Paris, Wien und anderen europäischen Städten folgt Barbara Sternthal in diesem Reiseführer nun juristischen Spuren in Prag. Sie erzählt von den Herrschenden, die Gesetze machten, von den Rebellen, die sie anfochten, und von den kriminellen Talenten, die sie brachen. Berichtet wird von Kaisern und Königen, von Alchimisten und Rabbinern - und natürlich darf auch der berühmteste Sohn der Stadt, der Versicherungsjurist und Schriftsteller Franz Kafka, nicht fehlen.

Vorteile auf einen Blick
  • Prag-Führer der besonderen Art
  • Insiderwissen gut aufbereitet
  • jede Menge Lesespaß an freien Tagen

Zielgruppe
Für Juristen und Juristinnen mit Bezug zum tschechischen Rechtsraum, im Rechtsvergleich tätige Juristen und Juristinnen, aber auch für Reiselustige, die Prag unter einem besonderen Blickwinkel kennenlernen wollen.

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Lesejury-Facts

  • Dieses Buch befindet sich bei Alrik in einem Regal.
  • Alrik hat dieses Buch gelesen.

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.12.2025

Prag zwischen Gesetz und Geheimnis

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Prag kann ja vieles sein: romantisch, düster, touristisch überlaufen. Dieses Buch zeigt eine andere Stadt. Eine, die nach Aktenstaub, Machtspielen und stiller Rebellion riecht. Schon nach den ersten Seiten ...

Prag kann ja vieles sein: romantisch, düster, touristisch überlaufen. Dieses Buch zeigt eine andere Stadt. Eine, die nach Aktenstaub, Machtspielen und stiller Rebellion riecht. Schon nach den ersten Seiten entsteht dieses Gefühl, als würde man über die Karlsbrücke gehen und unter jedem Pflasterstein ein Urteil, ein Aufstand oder ein menschliches Schicksal vermuten.

Barbara Sternthal schreibt keinen Reiseführer im klassischen Sinn. Keine Restauranttipps, keine Hotelsterne. Stattdessen Geschichten über Recht, Unrecht und alles dazwischen. Kaiser, Könige, Rebellen, Kriminelle – sie alle bekommen Raum, ohne dass es trocken oder belehrend wird. Genau das macht den Reiz aus: Wissen, das sich anfühlt wie Erzählen bei einem langen Spaziergang durch die Kleinseite.

Besonders stark ist der Ton. Klug, zugänglich, mit Sinn für Dramaturgie. Juristische Zusammenhänge werden verständlich erklärt, ohne den Leser zu unterschätzen. Immer wieder dieser Moment: kurz innehalten, hochschauen, denken „Verdammt, so habe ich Prag noch nie gesehen“. Und dann ist da natürlich Kafka – nicht als Denkmal, sondern als Mensch zwischen Akten, Ängsten und Sprache.

Dieses Buch funktioniert auf zwei Ebenen. Zuhause auf dem Sofa als gedankliche Reise durch Jahrhunderte. Und in Prag selbst als stiller Begleiter, der Mauern zum Sprechen bringt. Kleine Schwäche: Manchmal wünscht man sich noch eine Spur mehr Tiefe an einzelnen Stationen. Aber das ist Jammern auf sehr hohem Niveau.

Am Ende bleibt das Gefühl, Prag nicht nur besucht, sondern verstanden zu haben. Zumindest ein Stück mehr als vorher. Und genau dafür liest man solche Bücher.

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