Cover-Bild Kotzmotz der Zauberer
18,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Freies Geistesleben
  • Genre: Kinder & Jugend / Kinderbücher
  • Seitenzahl: 107
  • Ersterscheinung: 22.08.2025
  • ISBN: 9783772520709
Brigitte Werner

Kotzmotz der Zauberer

Birte Müller (Illustrator)

Der kleine Hase fasste all seinen Hasenmut zusammen und gestand: 'Ich hatte eine schreckliche Angst, da waren nämlich Gespenster, alle diese gruseligen Mondlichtnachtschattengespenster, du weißt schon … Ich hatte sogar hasenherden-köddel-viel Angst, aber dann habe ich gekämpft, jawoll, und …' 'Und dann hatte ich eine Riesen-Schissbuxen-Angst', gestand der Zauberer, 'weil da plötzlich ein so fürcherlich zerstrupptes, wildes, kämpfendes Ungeheuer mit einem langen, spitzen Dolch vor meinem Bett tobte und mit seinem wilden Kampfgeschrei meine Knochen zersägte.'
Und dann flüsterte der Zauberer: ‹Monarosadella!›, so langsam und so sanft, wie er nur konnte, denn er hatte dieses besondere Hasenstreichelwort ganz tief in seinem Herzen aufbewahrt. Und der kleine Hase kuschelte sich ganz nah an den Zauberer und flüsterte wieder zurück: ‹Dellamonarosa!› Und der Zauberer streichelte ihn mit dem Wort: ‹Rosadellamona!› Und sie drehten das Streichelwort nach allen Seiten und immer blieb es sanft und weich

Wenn der Zauberer Kotzmotz tobt und wütet, halten alle Tiere im Wald den Atem an und verstecken sich; selbst die Bäume zittern vor Angst. Nur ein kleiner, unbekümmerter, zerzauster Hase lässt sich nicht beirren und landet unversehens direkt vor dem Haus des Zauberers.
Wird es ihm gelingen, dem dunklen Magier zu widerstehen und seiner rasenden Tobsucht etwas entgegenzusetzen?

Eine Geschichte über intensive, elementare Gefühle von Angst, Wut, Einsamkeit, Zutrauen und Zärtlichkeit, erzählt mit viel Humor und einer schier unerschöpflichen Lust an den poetischen und bildhaften Möglichkeiten der Sprache.

Liebe Frau Werner …
Sie haben in unserer Schule gelesen. Ich fand den Tag wunderbar und sehr toll. Wenn das Buch („Der Zauberer Kotzmotz“) im Buchladen auftaucht, dann wünsche ich es mir oder ich kaufe es mir. Ich fand es sehr lustig.'
(Henrike)

Sie haben die besten Geschichten geschrieben. Aber die beste Geschichte war „Der Zauberer Kotzmotz“ und ich bedanke mich für die Geschichte.
(Stevan)

Die Geschichte „Der Zauber Kotzmotz“ fand ich am besten. Warum, fragen
Sie? Weil der Zauberer Kotzmotz so lustige Wörter sagt.
(Katharina)

Dieses Produkt bei deinem lokalen Buchhändler bestellen

Lesejury-Facts

  • Dieses Buch befindet sich bei Jecke in einem Regal.
  • Jecke hat dieses Buch gelesen.

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.12.2025

✎ Brigitte Werner - Kotzmotz der Zauberer

0

„Kotzmotz der Zauberer“ habe ich zunächst selbst gelesen und anschließend als Hörbuch gehört. Dass Brigitte Werner den Text selbst eingesprochen hat, ist kein nettes Extra, sondern ein echter Mehrwert. ...

„Kotzmotz der Zauberer“ habe ich zunächst selbst gelesen und anschließend als Hörbuch gehört. Dass Brigitte Werner den Text selbst eingesprochen hat, ist kein nettes Extra, sondern ein echter Mehrwert. Im Hörformat werden feine Bedeutungsverschiebungen hörbar, die beim stillen Lesen leichter übergangen werden. Figuren und Stimmungen gewinnen an Tiefe, ohne überzeichnet zu wirken.

Dieses Buch richtet sich nicht an eine klar abgegrenzte Altersgruppe. Es arbeitet gleichzeitig auf der Ebene von Kindern und Erwachsenen. Genau darin liegt seine Stärke. Nach der letzten Seite ist es kein Titel, der kommentarlos verschwindet. Der Text bleibt präsent, weil er Denkprozesse auslöst und Gespräche erzwingt.

Anfangs wirkt die Geschichte wie ein klarer Seitenhieb auf Erwachsene. Erwartungen und erzieherische Abkürzungen werden sichtbar gespiegelt. Im Verlauf wird jedoch deutlich, dass Kinder nicht bloß Projektionsfläche sind. Sie werden ernst genommen, emotional abgeholt und in ihrer inneren Logik respektiert. Diese Verschiebung macht den Text glaubwürdig.

Thematisch geht es um soziale Grundfragen: Höflichkeit als Ausdruck innerer Stabilität, Freundschaft als Beziehung, die weder erzwungen noch besessen werden kann, Sprache als Werkzeug mit verletzendem Potenzial, den Umgang mit Missverständnissen, den Unterschied zwischen Wutabbau und Selbstüberforderung sowie die Verbindung von Angst und Aggression. Freundschaft wird nicht als äußere Struktur, sondern als innere Haltung beschrieben.
Es gibt jedoch noch sooo viel mehr, was man direkt erlesen oder zwischen den Zeilen finden kann.

Auffällig ist, dass diese Aspekte nicht additiv nebeneinandergestellt werden. Hinter Gefühlen wie Zorn oder Rückzug werden Ursachen sichtbar gemacht: Unsicherheit, Überforderung, fehlende Selbstzufriedenheit. Emotionen erscheinen nicht als Fehlverhalten, sondern als Signale. Diese Perspektive unterscheidet das Buch von vielen moralisch verkürzten Kindertexten.

Die Themenfülle für jüngere Kinder könnte überfordernd wirken. Zu Beginn des Lesens dachte ich auch, dass Erwachsene von der Lektüre stärker profitieren als Kinder. Aber ich finde, diese Kritik greift zu kurz. Die Geschichte funktioniert nicht als schnelle Unterhaltung, sondern als Anlass zur gemeinsamen Reflexion.

Beim Lesen haben wir mehrfach bewusst pausiert und einzelne Situationen besprochen. Dabei wurde deutlich, wie konkret Kinder die dargestellten Konflikte auf ihr eigenes Erleben übertragen. Besonders bei meiner siebenjährigen Tochter waren diese Momente spürbar. Einsichten entstanden nicht durch Belehrung, sondern durch Wiedererkennen.

Trotz der inhaltlichen Dichte wirkt das Buch nicht überladen. Die Themen sind sprachlich reduziert und klar eingebettet. Es bleibt zugänglich, ohne banal zu werden. Wer ein Kinderbuch sucht, das nicht beruhigt, sondern klärt, findet hier einen Text, der langfristig wirkt und Gespräche ermöglicht, die sonst oft vermieden werden oder vielleicht auch schwer zu erklären sind.

©2025 Mademoiselle Cake