kein typisches Dreiecksverhältnis
Liebesirre von C.D. Gerion erschien im Januar 2024.
Marie unterhält ein Liebesverhältnis mit dem katholischen Priester Markus, in einem gemeinsamen Urlaub lernen sie den Autor Alex kennen. Marie verliebt ...
Liebesirre von C.D. Gerion erschien im Januar 2024.
Marie unterhält ein Liebesverhältnis mit dem katholischen Priester Markus, in einem gemeinsamen Urlaub lernen sie den Autor Alex kennen. Marie verliebt sich in ihn und beginnt auch mit ihm ein Liebesverhältnis. Alex der als Ghostwriter an den Bekenntnissen eines inhaftierten Mörders schreibt, lässt sich auf den Balanceakt der Dreierbeziehung ein. Als Spannungen auftreten schlägt Marie einen gemeinsamen Urlaub in Thailand vor, zunächst scheint es zu funktionieren, doch Maries Erwartungen sind zu hoch auch wegen ihrer Geheimnisse.
Die Geschichte beeindruckt mit seinem klaren, ausdrucksstarken Schreibstil, der sich gut und flüssig lesen lässt. Die Handlung ist komplex und verschachtelt, sie handelt in verschiedenen Zeitebenen, der Fokus liegt auf Alex der auch als einziger Erzähler fungiert, so werden nur seine Gefühle und Gedanken transparent. Die Handlungen der übrigen Figuren bleiben im Dunkeln. Der Fokus bleibt bei den Hauptfiguren, das dem letzten Drittel Eindringlichkeit verleiht.
Die Dreiecksgeschichte zwischen den Hauptfiguren ist kein typisches Polyamorie Verhältnis. Es ist spürbar das Markus und Alex es nur billigend in Kauf nehmen, wegen Marie. Die gegenseitige Abneigung der beiden, obwohl sie sich höflich begegnen, ist spürbar.
Die Parallelgeschichte in der Alex als Ghostwriter an den Bekenntnissen eines inhaftierten Mörders arbeitet, ist sehr spannend erzählt. Einzig die detaillierten Beschreibungen der Sexszenen könnten zum weiterblättern verführen. Die Wendung am Ende ist überraschend und kam unerwartet.
Fazit:Die Geschichte hat mir insgesamt gut gefallen, auch die Parallelgeschichte um den inhaftierten Mörder. Es war keine typische Dreiecksgeschichte im Bereich Polyamorie, denn Marie hätte sich von beiden Männern mehr gewünscht. Die bis ins kleinste Detail beschriebenen Sexszenen fand ich teilweise ermüdend.