Wenn aus Alltag Horror wird
Lucy und Sam müssen ihr Haus verkaufen. Als sich die Maklerin verspätet, sieht sich Lucy allein einem potentiellen Käufer gegenüber. Für sie der blanke Horror, leidet sie doch unter Angstzuständen und ...
Lucy und Sam müssen ihr Haus verkaufen. Als sich die Maklerin verspätet, sieht sich Lucy allein einem potentiellen Käufer gegenüber. Für sie der blanke Horror, leidet sie doch unter Angstzuständen und Panikattacken. Sie stellt sich der Herausforderung. Der Fremde jedoch verhält sich merkwürdig, stellt seltsame Fragen und versucht Fotos von Lucy zu machen. Als er dann noch im Keller verschwindet und nicht mehr herauskommt, sieht sich Lucy mit der schwersten Situation ihres Lebens konfrontiert.
Mit "Er will nicht gehen" bekommt man einen sehr soliden Thriller. M. C. Ewan versteht es auch hier sehr geschickt, aus einer alltäglichen Situation ein Horrorszenario zu erschaffen. Man ist sofort mitten drin in einer Geschichte, die zunächst gar nicht so spektakulär ist, da sie täglich geschehen kann. Dementsprechend baut sich die Spannung auch Schritt für Schritt auf, bis es einfach atemberaubend und spannungsgeladen wird. Die kurzen Kapitel, die zwischen Lucy und Sam hin und her springen, tun ihr übriges, um den Leser immer wieder zum Weiterlesen zu animieren. Der Autor hat ein gutes Gespür dafür, Lucys Seelenzustand zu vermitteln. Ihre Angstzustände sind greifbar und man würde ihr gern helfen, muß aber leider tatenlos erleben, wie sich die Geschehnisse um sie herum entwickeln. Ich konnte ihr Unwohlsein auch ohne Angstzustände gut nachvollziehen, denn die hier vorliegende Situation wäre wohl für jeden der blanke Horror. Bei diesem Buch entsteht garantiert keine Langeweile, der Spannungsbogen steigt kontinuierlich immer mehr an und endet in einem fulminanten Ende voller Überraschungen, die man vorher überhaupt nicht in Betracht zieht. Ich habe mich hier sehr gut unterhalten gefühlt und empfehle das Buch gern weiter!