Sehr emotional
Mein Fazit:
Eines der berührendsten Bücher, das ich bisher über den Krieg gelesen habe. Mir kamen die Tränen beim Lesen und das Herz wurde schwer. Was diese „Wolkinder“ erleiden mussten, ist unbeschreiblich. ...
Mein Fazit:
Eines der berührendsten Bücher, das ich bisher über den Krieg gelesen habe. Mir kamen die Tränen beim Lesen und das Herz wurde schwer. Was diese „Wolkinder“ erleiden mussten, ist unbeschreiblich. Sie lebten in Wäldern aus Angst vor Entdeckung , aßen Reste ,Kadaver, Müll was auf die Straße geworfen wurde, wurden geschlagen wenn sie beim Betteln oder Klauen erwischt wurden, vergewaltigt oder grausam gequält...
Die Geschichte von Ursula Dorn geht unter die Haut. Man ist einfach nur entsetzt und emotional am Ende. Ich werde einige Zeit brauchen, um das Gelesene zu verarbeiten. An Emotionalität kaum zu überbieten und mit so viel Sensibilität und Feingefühl niedergeschrieben. Man kann den Autor nur bewundern, wie er die Geschichte von Ursula dem Leser präsentiert. Es ist schwer, dies in Worte zu fassen, denn ich finde die Tatsachen noch schlimmer als die vom Holocaust. Abgemagerte Frauen, die bis zu 100 Vergewaltigungen über sich ergehen lassen mussten, wobei die Russen mit heruntergelassener Hose Schlange standen, viele wählten den Freitod, Hunde und Katzen, die vor Hunger geschlachtet wurden, Frauen die aufgeschlitzt und ihre Babys getötet wurden … Wo ist in diesem Krieg die Menschlichkeit geblieben? Warum haben die Deutschen diesen armen Kindern nicht geholfen?
Zitat: " Am Morgen des 5. Januar 1946 findet Leni ihre kleinste Schwester Leni tot in ihrem Kinderbettchen. Ihr Bruder Hansi leidet so sehr Hunger, dass er seinen Vater anbettelt: " Papachen, schlag mich doch bitte tot." 20 Tage nach seiner Tochter stirbt auch sein Sohn an Schwäche. Der Vater verkraftet den Tod seiner Liebsten nicht und wählt den Freitod …
Meine Familie sind auch Heimatvertriebene aus Schlesien. Aber niemals haben sie über ihre Erlebnisse gesprochen. Zu schmerzlich und welcher Schaden die Seele genommen hat, kann man nie wieder gutmachen. Man kann nur versuchen, aufzuklären und das Geschehene zu verarbeiten. Ein Buch, das polarisiert, was aufklären soll und für ein gegenseitiges Verständnis und Verzeihen stehen sollte. Nichts für Leser mit schwachen Nerven.