Cover-Bild Das Wolfsmädchen
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17,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Europa Verlage
  • Themenbereich: Biografien, Literatur, Literaturwissenschaft - Biografien und Sachliteratur
  • Genre: Sachbücher / Geschichte
  • Ersterscheinung: 29.09.2022
  • ISBN: 9783958904033
Christian Hardinghaus

Das Wolfsmädchen

Flucht aus der Königsberger Hungerhölle 1946
Im Februar 1946 trifft die elfjährige Ursula Dorn einen fatalen Entschluss. Sie lässt ihre Familie in den Ruinen Königsbergs zurück, um sich selbst vor dem Hungertod zu retten. Seit Kriegsende sind in der von den Sowjets besetzten Stadt über 70.000 Deutsche durch Hunger, Krankheiten und Gewalt verstorben, werden bis aufs Skelett abgemagerte Frauen vergewaltigt, erfrorene Säuglinge bleiben in ihren Kinderwagen zurück. Rund 20.000 verwaiste Kinder ziehen bettelnd durchs nördliche Ostpreußen. Ursula erträgt das Elend nicht mehr; sie schleicht sich in einen russischen Güterzug und fährt bis nach Kaunas, wo litauische Familien sich um deutsche Kinder kümmern. Ursula kommt zu Kräften, reist zurück und kann ihre Mutter befreien. Ihre Geschwister allerdings muss sie zurücklassen. Und auch das gelobte Land verändert sich, es tobt ein erbarmungsloser Partisanenkrieg. Fortan werden Familien, die „deutsche Faschistenkinder“ verstecken, in Gulags transportiert. Die Kinder sind gezwungen, sich in die Wälder zurückzuziehen und dort wie Wölfe zu hausen.

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Lesejury-Facts

  • Dieses Buch befindet sich bei Babsi1965 in einem Regal.
  • Babsi1965 hat dieses Buch gelesen.

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.12.2025

Sehr emotional

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Mein Fazit:
Eines der berührendsten Bücher, das ich bisher über den Krieg gelesen habe. Mir kamen die Tränen beim Lesen und das Herz wurde schwer. Was diese „Wolkinder“ erleiden mussten, ist unbeschreiblich. ...

Mein Fazit:
Eines der berührendsten Bücher, das ich bisher über den Krieg gelesen habe. Mir kamen die Tränen beim Lesen und das Herz wurde schwer. Was diese „Wolkinder“ erleiden mussten, ist unbeschreiblich. Sie lebten in Wäldern aus Angst vor Entdeckung , aßen Reste ,Kadaver, Müll was auf die Straße geworfen wurde, wurden geschlagen wenn sie beim Betteln oder Klauen erwischt wurden, vergewaltigt oder grausam gequält...

Die Geschichte von Ursula Dorn geht unter die Haut. Man ist einfach nur entsetzt und emotional am Ende. Ich werde einige Zeit brauchen, um das Gelesene zu verarbeiten. An Emotionalität kaum zu überbieten und mit so viel Sensibilität und Feingefühl niedergeschrieben. Man kann den Autor nur bewundern, wie er die Geschichte von Ursula dem Leser präsentiert. Es ist schwer, dies in Worte zu fassen, denn ich finde die Tatsachen noch schlimmer als die vom Holocaust. Abgemagerte Frauen, die bis zu 100 Vergewaltigungen über sich ergehen lassen mussten, wobei die Russen mit heruntergelassener Hose Schlange standen, viele wählten den Freitod, Hunde und Katzen, die vor Hunger geschlachtet wurden, Frauen die aufgeschlitzt und ihre Babys getötet wurden … Wo ist in diesem Krieg die Menschlichkeit geblieben? Warum haben die Deutschen diesen armen Kindern nicht geholfen?

Zitat: " Am Morgen des 5. Januar 1946 findet Leni ihre kleinste Schwester Leni tot in ihrem Kinderbettchen. Ihr Bruder Hansi leidet so sehr Hunger, dass er seinen Vater anbettelt: " Papachen, schlag mich doch bitte tot." 20 Tage nach seiner Tochter stirbt auch sein Sohn an Schwäche. Der Vater verkraftet den Tod seiner Liebsten nicht und wählt den Freitod …

Meine Familie sind auch Heimatvertriebene aus Schlesien. Aber niemals haben sie über ihre Erlebnisse gesprochen. Zu schmerzlich und welcher Schaden die Seele genommen hat, kann man nie wieder gutmachen. Man kann nur versuchen, aufzuklären und das Geschehene zu verarbeiten. Ein Buch, das polarisiert, was aufklären soll und für ein gegenseitiges Verständnis und Verzeihen stehen sollte. Nichts für Leser mit schwachen Nerven.

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