Cover-Bild Pizza Orlando
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22,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Ecco Verlag
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 176
  • Ersterscheinung: 27.01.2026
  • ISBN: 9783753001159
Clara Umbach

Pizza Orlando

Roman | Eine pulsierende, rauschhafte Liebesgeschichte von wahrhaftiger Schönheit | Für Fans von Hengameh Yaghoobifarah, Martina Hefter und Chris Kraus | Queere Liebe

»Ich schreibe weinend ins digitale Nichts, aber es ist alles real hier bei mir. Ich wäre gerne deine Partnerin und nicht dein Sidekick.«

Clara und Nina kennen sich seit Jugendtagen, lange bevor diese Geschichte beginnt. Als sie nach vielen Jahren als erwachsene Frauen wieder aufeinandertreffen, leidet Nina bereits an den ersten Symptomen einer unheilbaren Erkrankung, der Huntington-Krankheit. Die beiden verlieben sich und stürzen sich in eine rasende Liebesbeziehung. Trotz der Distanz zwischen ihren Leben in Berlin und Hamburg entsteht eine intensive Nähe. In ihren Chatnachrichten bricht sich Begehren und Verletzlichkeit Bahn, Alltägliches steht neben Existenziellem. Während Nina trotz ihrer begrenzten Lebenszeit um eine Zukunftsperspektive mit Clara ringt, kämpft diese als alleinerziehende Mutter um Selbstbestimmung in einem Alltag aus Kinderpflege, Studium und Lohnarbeit. Wie lässt sich diese Liebe leben – angesichts der begrenzten Zeit, die Nina und Clara bleibt?

Lebendig, berührend und voller Sehnsucht erzählt »Pizza Orlando« vom Wunsch, der eigenen Geschichte habhaft zu werden.

» Pizza Orlando ist Reflektieren und Dialog, Erinnern und Verstehen-Wollen. Liebe, Leid, Leidenschaft – ein unglaublich bewegender Text.« Franziska Gänsler

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Lesejury-Facts

  • Dieses Buch befindet sich bei downey_jr in einem Regal.
  • downey_jr hat dieses Buch gelesen.

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.01.2026

Zwischen tödlicher Diagnose und Sehnsucht nach Liebe

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Auf den Roman „Pizza Orlando“ von Clara Umbach war ich sehr gespannt, da der Klappentext so vielversprechend klang:
Clara und Nina, die sich schon seit ihrer Jugend kenne, treffen sich als Erwachsene ...

Auf den Roman „Pizza Orlando“ von Clara Umbach war ich sehr gespannt, da der Klappentext so vielversprechend klang:
Clara und Nina, die sich schon seit ihrer Jugend kenne, treffen sich als Erwachsene wieder. Da leidet Nina bereits unter den ersten Symptomen der unheilbaren Huntington-Krankheit, an der auch ihre Mutter starb, als Nina gerade 20 war. Nina und Clara verlieben sich und beginnen eine stürmische Liebesbeziehung, trotz der Diagnose und der Entfernung ihrer Wohnorte Berlin bzw. Hamburg. Mit Chatnachrichten halten sie die Beziehung aufrecht – oder versuchen es zumindest, denn Clara hat ihre eigenen Probleme als alleinerziehende Mutter mit Geldnöten, während Nina nicht ans Sterben denken will. Können die beiden eine gemeinsame Zukunft haben?

Leider fand ich gerade die Teile, die in Chatnachrichten-Form waren, sehr anstrengend zu lesen, und sie machten den größten Teil des Romans aus. Es ist so sehr schwer, der Geschichte zu folgen, es kommt kein wirklicher Lesefluss auf.
Die Abschnitte in Fließtext sind meiner Meinung nach deutlich gelungener und haben mir besser gefallen.

„Die Idee der Krankheit greift der Krankheit vor und wirft einen Schatten, lange bevor die eigentlichen Symptome einsetzen.
Nach dem Gentest, den du mit Anfang zwanzig durchführen ließest, entschiedest du dich jahrelang dagegen, das Ergebnis abzuholen. Du warst sechsundzwanzig, als du es schließlich doch wissen wolltest. »Ach du Scheiße«, sagte die Ärztin, als sie den Briefumschlag öffnete. Deine Notizen aus diesen Tagen gabst du mir in Form einer weiteren Liste:
[...]
In den folgenden Jahren bemühtest du dich, intensiver denn je, um die Aufrechterhaltung einer Identität. Weiter arbeiten, jetzt erst recht. Du begannst einen Masterstudiengang, gingst auf Veranstaltungen, knüpftest Kontakte. Rückblickend sagtest du, der Wunsch eines Klassenaufstiegs sei nie stärker gewesen als zu dieser Zeit. Der Literaturbetrieb schien dir das richtige Vehikel dafür zu sein, Professionalität ein Anker, den du ins Leben warfst. Etwas, das ich von dir übernommen habe, ist die positive Verwendung des Wortes professionell in allen möglichen Situationen, die eigentlich nichts mit einer Berufswelt zu tun haben. Professionalität als höchstes Kompliment.“

Doch auch insgesamt hatte ich an dieses emotionale und schwere Thema höhere (oder vielleicht einfach andere?) Erwartungen. Für mich las sich das alles sehr distanziert, mir fehlte hier die Tiefe, die Protagonistinnen blieben sehr distanziert für mich. Auch der Schreibstil war einfach so gar nicht mein Fall, leider.

Obwohl ich das Thema ansich sehr interessant fand, konnte mich dieses Buch leider nicht überzeugen und ich vergebe wohlwollende 2 von 5 Sternen, würde das Buch aber nicht weiterempfehlen.

Vielen Dank an den ecco Verlag und an NetGalley für das Rezensionsexemplar!

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