Haltung
Zu glatt, zu perfekt, zu unpersönlich, zu wenig Ecken und Kanten, zu wenig Greifbares und oftmals auch zu viele Emojis. Das denke ich oft, wenn ich durch meinen Feed hier scrolle, Websites besuche, E-Mails ...
Zu glatt, zu perfekt, zu unpersönlich, zu wenig Ecken und Kanten, zu wenig Greifbares und oftmals auch zu viele Emojis. Das denke ich oft, wenn ich durch meinen Feed hier scrolle, Websites besuche, E-Mails oder Newsletter lese.
Da ist mir das aktuelle Buch von Daniel Caroppo gleich aufgefallen, fasst es das alles doch schon im Titel zusammen: „Perfekt. Glatt. Wirkungslos."
Aber er haut nicht einfach auf die böse KI drauf, die aus Texten KI-Einheitsbrei zubereitet. Ihm geht es darum herauszuarbeiten, was KI mit unserer Sprache macht und wie wir wieder wirksam kommunizieren können, also Texte erstellen, die etwas zu sagen haben.
Er beleuchtet sehr intensiv, wie generative KI mittlerweile genutzt wird und was dabei – je nach Nutzung – herauskommt. Sagt der Text etwas aus? Ist herauszuhören, dass da jemand Verantwortung übernimmt, oder ist es besagter Einheitsbrei? (Die Gedankenstriche weiter oben sind übrigens meine eigenen, kein KI-Reflex.)
Das ist sein Kernpunkt, und damit würde ich das Buch zusammenfassen: Wird Haltung gezeigt? Ist eine Meinung zu erkennen, wird Verantwortung für eine Entscheidung übernommen, oder ist alles bis zur Unkenntlichkeit glatt gebügelt? Caroppo verteufelt KI nicht, aber der Mensch sollte im wahrsten Sinne das letzte Wort haben.
Darum geht es, und es gibt viele Fall- und Praxisbeispiele, Reflexionsfragen und Gedanken zu den gesellschaftlichen Folgen der Nutzung generativer KI.