Spannender Abenteuerroman mit einer feinen Prise Mystery
In diesem Roman schickt die Autorin Dany Matthes die beiden Archäologen Abby Jones und Colin Allister in ihr zweites Abenteuer und konnte mich dabei zwar nicht komplett überzeugen, unter dem Strich aber ...
In diesem Roman schickt die Autorin Dany Matthes die beiden Archäologen Abby Jones und Colin Allister in ihr zweites Abenteuer und konnte mich dabei zwar nicht komplett überzeugen, unter dem Strich aber doch gut und spannend unterhalten.
Für mich war es die erste Begegnung mit den beiden sympathischen Archäologen und ich hatte nicht das Gefühl, dass mir hier Vorkenntnisse aus dem ersten Band fehlen würden. Alle für das Verständnis erforderlichen Informationen zu den Protagonisten und ihrer Vorgeschichte werden gut in die laufende Handlung eingebunden, ohne dabei den Lesefluss zu stören. Um die Entwicklung der Figuren und die eine oder andere Anspielung auf frühere Ereignisse in Gänze genießen und nachvollziehen zu können, empfiehlt es sich aber schon, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen.
Der neue Leiter des ägyptischen Museums in Kairo hat Abby und Colin kaltgestellt und lässt sie nur noch alte Schriftrollen sortieren. Doch dann entdeckt Abby dabei einen alten Papyrus mit mysteriösen Schriftzeichen, die ihr seltsam bekannt vorkommen. Führen sie diese Zeichen erneut auf die Spur der Osirianer, denen sie vor einigen Jahren schon einmal begegnet sind ? Zusammen mit ihren Freund Hadi begeben sich Abby und Colin auf eine Suche, die sie von Ägypten über London bis nach Mexiko führen wird.
Mit einem packenden Schreibstil und einigen überraschenden Wendungen treibt die Autorin ihre gut aufgebaute Geschichte voran. Zwischendurch gibt es aber auch immer wieder ruhige Phasen, die mit durchaus interessanten Beschreibungen zu Land und Leuten gefüllt werden, die eigentliche Geschichte aber doch etwas zu sehr ausbremsen. Am Ende eines packenden Showdowns, nach dem für die drei Hauptfiguren nichts mehr so sein wird wie zuvor, hatte ich zudem das Gefühl, es hier mit einer Art von „Übergangsroman“ oder einem überlangen Prolog für die nachfolgenden Bände zu tun zu haben. Irgendwie hat mich das Ende etwas unbefriedigt zurückgelassen, obwohl schlussendlich keine wesentlichen Fragen offenbleiben. Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Charakteren in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen.
Wer auf spannende Abenteuerromane mit einer ordentlichen Portion Mystery steht, wird hier gut bedient und spannend unterhalten. Und trotz meiner Kritikpunkte ist die Neugierde auf die Fortsetzung bei mir durchaus geweckt.